33 Dinge die du erst weißt, wenn du Mama bist

Du bist zum ersten Mal schwanger und gerade dabei, dein neues Leben mit Baby kräftig durchzuplanen? Sorry, dass ich dir diesen Zahn jetzt schon ziehe. Aber Planung vorab ist verschenkte Energie. Nahezu ALLES, was wir uns als Elternpaar mit Babykugel vornahmen, ließ sich so nicht umsetzen. Warum? Weil ganz einfach eine dritte Person noch nicht mit dabei ist, die aber maßgeblich zu allen Entscheidungen beitragen wird: Dein Bébé.

Und wenn das Bébé nunmal nicht mag, dann mag es nicht.

So verkauften wir unseren heißgeliebten Smart und legten uns einen Ford Focus a.k.a. Familienkutsche zu, um mit Baby tolle Ausflüge zu unternehmen. Was wir nicht wussten: Unsere Tochter HASST Autofahren. Wirklich, hasst. Sie kreischt vor Entsetzen, hysterisch, bis sie sich in den Schlaf geweint hat. Ein Erlebnis von der Sorte: Einmal und nie wieder. Um nur ein Beispiel von Unplanbarkeiten zu nennen.

Während der letzten 9 Monate als Mama musste ich immer wieder in mich hinein grinsen, weil ich ständig neue und bahnbrechende Erkenntnisse gewonnen habe. Und diese möchte ich jetzt mit dir teilen.

  • Du hast dir fest vorgenommen, niemals in der dritten Person von dir selbst zu sprechen – aber ab dem Tag der Geburt bist du „die Mama dies, die Mama das“. 
  • Kein Mensch auf der Welt weiß, wie man Kinder erzieht. Nicht Jesper Juul. Nicht Dr. William Sears. Nicht deine Hebamme und nicht deine Schwiegermutter. Und ich sowieso schon mal gar nicht. Alle schreiten nach dem trial & error Prinzip zur Tat und hoffen auf das Beste.
  • Du wurdest noch nie so oft freundlich angelächelt auf der Straße.
  • Bei jedem (!!!) Schläfchen checkst du irgendwann mal, ob das Baby noch atmet.
  • Du wirst jede Mahlzeit in dich hineinstopfen, als wäre El Diablo hinter dir her.
  • Dein Baby hat immer Recht. Dein Baby hat nie Schuld. Dein Baby macht nichts mit Absicht.
  • In Ruhe auf Klo gehen ist nicht mehr. Sorry.
  • Du kannst deine heiß und innig geliebte Isabel Marant Bluse für die nächsten drei Jahre weghängen, denn du bist eigentlich 24/7 Milch und Spucke gesprenkelt.
  • Du überdenkst deine komplette Garderobe von „fancy“ zu „sportlich-praktisch-bei-60-grad-waschbar“. Handtaschen? Wie unnütz! Du brauchst einen Rucksack. Ich empfehle dir den Wickelrucksack von Mara Mea, wenn du auf Style nicht verzichten magst.
  • Den Aufriss, den alle um den Beckenboden machen, verstehst du erst bei deinem ersten Spaziergang nach der Geburt. Du fühlst dich, als würde deine Gebärmutter gleich aus dir rausplumpsen.
  • Du kannst ALLES einhändig mit Baby auf dem Arm. Außer Handstand.
  • Du kaufst der Babyindustrie am Ende doch jeden Mist ab, den sie dir als nützlich präsentiert. Zähneknirschend musst du zugeben: All diese feinen Konsumgüter haben ihre Daseinsberechtigung. Babyphones sind nun mal saupraktisch.
  • Du wirst so wenig Zeit für dich und deine Befindlichkeiten haben, dass dir eine fünfminütige Dusche ALLEIN vorkommt wie ein einwöchiges Yoga Retreat.
  • Wenn du das Familienbett praktizierst, lernst du ganz schnell, es dir auf Schwebebalkenbreite bequem zu machen und dein Baby in der Mitte des Bettes in Seesternpose zu bewundern.
  • Alle lieben dich, einfach nur weil du ein Baby geboren hast.
  • Deine Brüste können wie eine Lasergun einen feinen Strahl Milch schießen. Ah-mazing!
  • Ein Stillmarathon kann in den ersten Wochen easy peasy mehrere Stunden gehen, und NIEMALS, wirklich NIEMALS wirst du vergessen, dir Snacks, Getränke und Entertainment in greifbare Nähe zu stellen, da du dir sonst wie Tom Hanks in „Cast away“ vorkommst.
  • Du bist jetzt kostenlos Mitglied im weltweiten Tribe de Mama. Ein exklusiver Club, dessen Mitgliedschaft niemals endet.
  • Wenn dein Baby endlich pennt, wird dir nach schon 30 Minuten langweilig. Du guckst dir in der Zeit Fotos und Videos von deinem Baby auf dem Handy an.
  • Mitten auf dem Kopf verströmt dein Baby den betörendsten Duft der Welt. Meins riecht nach Butterkeksen und Gummibärchen.
  • Alles, was du dir in Sachen Babyhandling in Theorie so schön ausgemalt hast, kannst du jetzt getrost über den Haufen werfen. Es kommt eh alles anders.
  • Du öffnest und schließt jeden Tag eine unvorstellbare Menge an klitzekleinen Druckknöpfen.
  • Wenn du das erste mal für „meine Tochter“ oder „meinen Sohn“ am Telefon einen Termin beim Kinderarzt machst, platzt du fast vor Stolz. Diese Bezeichnung wird von nun an inflationär benutzt.
  • Wenn dich nachts um 4 im Dunkeln plötzlich zwei Knopfaugen anleuchten, denkst du entsetzt „Scheiße“, weil du weißt dass du jetzt erst mal ein paar Stunden lang auf sein wirst.
  • Du wirst sagenhaft viele Stunden mit Stillen verbringen. So, dass es sich anfühlt als würdest du nichts anderes mehr tun. Tust du auch nicht.
  • Du wirst nie wieder mit zwei geschlossenen Augen schlafen. True story.
  • Du bist jemand Neues. Ein neuer Mensch. Nicht nur Tochter, Freundin, Ehefrau. Du bist Mama. Die Frau, die ein Kind geboren hat. Du hast ein Baby auf diese Welt gebracht. OH MY GOD. Und dafür kannst du dir jeden Tag auf die Schulter klopfen.
  • Es wird Momente geben, in denen du am liebsten auschecken würdest aus dem Hotel, in dem du Geschäftsführer, Inhaber und Dauergast bist. Aber das machst du selbstredend nicht.
  • Es gibt keine größere Übung in Achtsamkeit und Loslassen als Elternsein. Alles, was du im Yoga geübt hast, kannst du jetzt anwenden. Einatmen, ausatmen, weitermachen.
  • Du hast noch nie jemanden so geliebt und  wirst nie wieder jemanden so lieben wie dein Baby. Es ist das ganz große Ding. Nur ohne die ganzen Unsicherheiten.
  • Dein Körper und du schließt nach diesem sagenhaften joint venture Baby gebären endlich Frieden. Weil, verdammt, dieser Körper hat ein Baby zusammengebaut und auf die Welt gequetscht!
  • Endlich ist der eigene, ewige „wie kann ich mich selbst optimieren?“ mindfuck ganz nach hinten gestellt. Du kannst ihn in 18 Jahren wieder rausholen. Denn trotz aller 33 Punke: Mamasein ist die größte spirituelle Erfahrung, die du je gemacht hast.

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Photocredit: Sina Niemeyer

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Christina ist Mama, Yogini und Full-Time-Bloggerin. Sie praktiziert Yoga seit vielen Jahren mit großer Freude und findet, dass Spiritualität eine sehr persönliche Angelegenheit ist: Jeder lebt sie ein bisschen anders!Nebenbei designt Christina liebevolle yogische Geschenksets sowie spirituellen Schmuck, den du in ihrem HAPPY MIND SHOP kaufen kannst.Privat mag Christina das Übliche: Zeit mit ihrer Tochter und ihrem Mann verbringen, gutes Essen, Filme, Musik, Reisen und einen netten Umgang miteinander. Schreib eine Mail an Christina. Oder sag hallo auf Google+


'33 Dinge die du erst weißt, wenn du Mama bist' have 21 comments

  1. 18. Februar 2017 @ 20:47 lissi

    Ja! Ja! Ja! So ist es!

  2. 20. Februar 2017 @ 10:05 Dieter Brehm

    …wenn du Gott zum lachen bringen willst, mach Pläne. Besonders wahr, wenn man Familie hat. Es gibt keine nachhaltigere Veränderung im Leben. Gilt auch für Väter.

  3. 2. März 2017 @ 09:00 Sabine Wurstbauer

    Endlich mal wieder nirgends um 7uhr herzhaft in der u-Bahn gelacht! Wirklich gut zusammengefasst! Ich bin auch Mami-meine Tochter ist nun 3. Weiter so und ich freu mich auf deinen newsletter!
    Bine***

  4. 3. März 2017 @ 09:58 Christina Waschkies

    Danke Bine, das freut mich :)

  5. 4. März 2017 @ 08:33 Sylvi

    Bei deinem Artikel kullern mir Tränen über die Wangen <3 so ist es, toll geschrieben und hinreißend ehrlich!

  6. 6. März 2017 @ 12:12 Christina Waschkies

    :) Danke dir, ein schönes Kompliment.

  7. 7. März 2017 @ 21:17 Kathrin

    So lustig, ergreifend und wahr – vielen Dank, Christina! Wird gleich geteilt:-)

  8. 7. März 2017 @ 21:51 Marie

    „Wenn dein Baby endlich pennt, wird dir nach schon 30 Minuten langweilig. Du guckst dir in der Zeit Fotos und Videos von deinem Baby auf dem Handy an.“

    So wahr….Manchmal schau ich mir sogar beim Stillen Fotos an und denke, ich spinne ;-)

  9. 7. März 2017 @ 22:07 Julie

    Haaaach, da werden Erinnerungen wach 😂! War ne tolle Zeit, aber ich liebe meine Tochter jetzt auch als Teenie. Man hat einfach wieder mehr Zeit für den trivialen Erste Welt Shit.
    Und ICH hätte Dir ausführlichst und gern vom Wochenbett-Massaker erzählt. Würde ich gern viel mehr, nur keiner will das so richtig hören 😄💕!

  10. 8. März 2017 @ 07:02 helen

    Entschuldige, ich kann dem nichts abgewinnen… ich hasse diese „Wart’s mal ab“-Einstellung, die so viele Leute an den Tag bringen. Und Artikel dieser Art gibt es so viele… was haben mich die Leute genervt, als ich mit meinem ersten Kind schwanger war. Mit genau solchen Sprüchen. Dabei ist doch jedes Baby anders. Meins hat z.B. nie viel Milch gespuckt. Und duschen konnte ich auch immer problemlos gehen. Ich bin jetzt mit dem dritten Kind schwanger, vielleicht habe ich auch einfach nur zu viele Blogs gelesen :)

  11. 8. März 2017 @ 08:38 Christina Waschkies

    Danke Liebes. <3 Ich drück dich!

  12. 8. März 2017 @ 08:39 Christina Waschkies

    Hahaha, so ist es, oder? :D

  13. 8. März 2017 @ 08:40 Christina Waschkies

    :D ICH will es hören! Hoffe wir schaffen es irgendwann mal wieder, wenn ich in HH bin. Knutschie!

  14. 8. März 2017 @ 08:41 Christina Waschkies

    Versteh ich. Ist aber alles mit einem Augenzwinkern gemeint und soll auf keinen Fall irgendwen belehren. Mein Kind spuckt auch keine Milch
    und trotzdem ist meine Klamotte immer fleckig. :D
    Liebe Grüße!

  15. 8. März 2017 @ 13:26 Leuchtnotizen

    Grandios! Absolut, so ist es!!! Ganz wunderbar geschrieben. Herrlich. Ich bin seit elf Wochen Mama, und genauso ist es. Eine absolute Grenzerfahrung und das beste spirituelle Training, das es geben kann ;-)

  16. 8. März 2017 @ 20:57 Ayse

    sooo true, my dear💜 Danke, für diesen wunderbar geschriebenen Artikel. Habe geschmunzelt und gelacht, bin gerührt und berührt und kann jeden einzelnen Punkt nachvollziehen. Und auch noch so anstrengend macht dieser ganze Shit süchtig 😍🌟👼🏼😘

  17. 9. März 2017 @ 01:43 B. Parnow

    Bis jetzt fand ich eure Beiträge immer inspirierend. Warum jetzt so etwas – ist das hip? Hilft dieser Beitrag einer Schwangeren? Was zum Kuckuck ist das Problem? Das Baby? Seine Spucke, deine Figur? Wen juckt es, ob du ein Babyphone brauchst? Oder ob du die Eigentümer der Babyindustrie jubeln lässt? Was ist das Besondere an einer Yogini-Mama! Jede Mom ist etwas Besonderes und ihr Baby auch. Und echt, sch… drauf, auf alle 33 Punkte, die sind sowas von lahm! Im positiven Sinne hoffe ich, es ist komplett daneben gegangene Satire! Ich habe diese Seite mal meinen Yogaschülern nahe gelegt, echt peinlich!

  18. 10. März 2017 @ 14:35 Christina Waschkies

    Tut mir leid dass mein Text so eine starke Reaktion bei dir auslöst. Es ist ganz klar mit einem Augenzwinkern geschrieben und ich denke, das geht auch aus dem Text hervor. Alles gute für dich!

  19. 10. März 2017 @ 14:36 Christina Waschkies

    Danke honey :)

  20. 10. März 2017 @ 14:37 Christina Waschkies

    Danke dir :)

  21. 14. März 2017 @ 11:28 Larissa

    Das ist wirklich toll geschrieben, ich musste oft schmunzeln bei diesem Text :) Ich bin zwar keine Mama, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es so ist wie du schreibst.


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