Wie du aufhören kannst, auf die Liebe deines Lebens zu warten

Der Sommer ist noch ein paar Tage am Start und „love is in the air“! Die Suche nach einem Date, nach jemanden, mit dem man die schönen Tage und Nächte teilen kann, scheint bei vielen auf Hochtouren zu laufen. Oder bist du vielleicht selbst einer jener Menschen, die noch nicht diese besondere Person gefunden haben und die das Singledasein traurig macht oder gar das Gefühl gibt, eine seltsame oder nicht liebenswerte Person zu sein? Mir ging es vor ein paar Jahren einmal so, bis ich irgendwann beschloss, mich erstmal selbst zu lieben.

Lerne, dich selbst zu lieben

Du denkst jetzt vielleicht „Oh, ich mag mich, ich finde mich ziemlich okay.“ Nein, ich meine, dass du dich wirklich erst einmal selber lieben musst, bevor du andere lieben kannst. Denk doch mal darüber nach, es klingt zwar total simpel, aber wenn du dich selbst nur ab und zu magst, wie soll dann eine andere Person sich in dich verlieben können, wenn du es selbst nicht kannst?

Hier sind 6 Möglichkeiten, wie du beginnen kannst, dich endlich selbst zu lieben anstatt auf die Liebe deines Lebens zu warten:

1. Vergleiche dich nicht mit anderen
Sicher, wir haben alle Tage an denen wir uns weniger attraktiv, weniger witzig, weniger intelligent oder weniger erfolgreich als unsere Freunde oder Kollegen fühlen. Sich mit anderen zu vergleichen ist ein Kampf, den man nie gewinnen kann, da man sein eigener Feind und Gegner ist. Als ich Ende 2012 aus den USA wieder zurück nach Deutschland kam, war ich für 5 Monate arbeitssuchend, dazu Single und habe wieder zu Hause bei meinen Eltern gelebt.

Glaub mir, das sind nicht unbedingt Faktoren, die dazu beitragen, sich besonders toll und selbstbewusst zu fühlen. Allerdings habe ich meine Situation positiv betrachtet und mich in einer guten Lage gesehen, weil sie mir die Chance gegeben hat herauszufinden, was ich wirklich machen will. In der Zwischenzeit habe ich die Zeit zum Netzwerken genutzt und somit fast jede Woche neue Leute und Städte kennengelernt. Ich habe mich auf das konzentriert, was ich schon alles geleistet habe, anstatt auf das, was ich noch nicht geschafft hatte, wie z. B. einen passenden Job zu finden.

Dies gab mir die Motivation und das Selbstvertrauen, die ich bei der Jobsuche brauchte. Auch heute versuche ich weiterhin, mich nicht mit anderen zu vergleichen, weil das Gras auf der anderen Seite immer grüner erscheint (obwohl es dies meist nicht wirklich ist). Wir alle haben unsere eigenen Kämpfe auszutragen und daher sind Vergleiche oder gar Neid einfach nicht sinnvoll oder notwendig.

2. Entspann dich und verzeihe dir
Kennst du dieses ständige checken des Telefons für neue Nachrichten oder Anrufe von dieser einen Person? Du gehst zu bestimmten Orten, an denen du ihm oder ihr möglicherweise über den Weg laufen könntest, nur um diese Person wiederzusehen? Du machst komische Dinge, um ihn oder sie zu beeindrucken?

Ich glaube es ist okay zu sagen, dass wir so etwas alle schon einmal in irgendeiner Form getan haben. Sobald die Gedanken um die andere Person jedoch deinen kompletten Alltag einnehmen und dich vom Leben abhalten, dann wird es kritisch. Verdeutliche dir wie gefährlich es eigentlich ist, deine Zufriedenheit und Wohlbefinden von einer anderen Person abhängig zu machen, oder sogar das Gefühl zu haben, unvollständig zu sein, wenn es keine andere Person in deinem Leben gibt.

Denk daran, dass du andere Menschen und deren Handlungen und Gefühle nicht kontrollieren kannst, sondern nur deine eigenen. Also relax und gib dir selbst mal eine große Umarmung, lächle über die Vergangenheit und wie viel du daraus gelernt hast und vor allem: verzeih dir.

3. Lerne dich selbst und deine Bedürfnisse kennen
Stell dir vor, du willst dir einen Pullover kaufen. Was für ein Pullover soll es sein? Soll er dich warm halten? Soll er bequem sein oder einfach nur gut aussehen? Woher weißt du, dass er dir steht und zu deinem (Lebens-)Stil passt? Was ist der Zweck dieses Pullovers? Soll er dich vor Kälte an kühlen Abenden schützen? Oder soll er dir „Gesellschaft leisten“ und dir ein besonderes Gefühl an einem kühlen, aber schönen, Tag geben?

Wichtig ist zu lernen, auch allein sein zu können und zu wissen, was wir wirklich möchten und brauchen. Wenn wir ständig von einer Beziehung in die nächste gehen, dann ist die Wahrscheinlichkeit der Angst vor dem Alleinsein und die Gefahr einer Abhängigkeit von einer anderen Person, sehr hoch.

4. Komme mit dir selbst in Einklang und lerne, auch allein sein zu können
Ich habe mich schon mit einigen Menschen unterhalten, die von einer Verabredung zur nächsten gingen, nicht wissend, dass sie absolut keine Ahnung hatten, was sie eigentlich in einem Partner suchen. Es stellte sich heraus, dass die meisten von ihnen Angst vor dem Alleinsein hatten und auch nicht allein sein konnten. Das ständige Daten sollte sie einfach nur davor bewahren sich einmal mit sich selbst zu beschäftigen, als Individuum, mit Schwächen und vor allem Stärken.

Leider bedeutete früher das Singledasein (und ich mag behaupten, dass dies auch heute leider noch weitverbreitet ist), dass man von niemandem gewollt ist. Ich sehe das so: Ich weiß, was ich will. Ich weiß, was ich brauche. Ich weiß, wie ich mein Leben leben möchte. Ich kenne mich einfach. Daher weiß ich, wonach ich beim „shopping“ suche, und ich gebe mich nicht für weniger zufrieden. Das ist genau das, worum es bei dem Konzept F.L.Y. geht: First Love Yourself.

5. Sei stolz auf dich!
Viel zu wenige Menschen besinnen sich regelmäßig auch mal auf das, was sie in der Vergangenheit alles erreicht haben und noch heute erreichen. Ich kann es nicht oft genug sagen, dass man sich seines eigenen Wertes bewusst sein muss! Man kann Entscheidungen und Gefühle anderer Menschen nicht steuern, daher ist es entscheidend zu wissen, wer man selbst ist und was man kann, das gilt für unser Privatleben als auch im Beruf.

Nur wenn man seinen eigenen Wert kennt und in der Lage ist, auch einmal allein zu sein und ein eigenes Leben zu führen, wird die Suche nach einem Partner und die nächste Partnerschaft weniger kompliziert und harmonischer. Denn wenn man sich nicht selbst lieben kann, wird man wahrscheinlich Schwierigkeiten haben zu glauben, dass eine andere Person dies kann. Dies führt in den meisten Fällen zu Unsicherheit und Angst, die sich oft in Form von übertriebener Eifersucht zeigt und gar in eine Abhängigkeit vom Partner umschlagen kann. Daher sollten wir diesen anderen „besonderen Menschen“ immer als jemanden sehen der uns Gesellschaft leistet, wie ein Begleiter während unserer (Lebens-)Reise.

6. Probiere es mal positiven „Self-Talk“
Früher habe ich gedacht, dass mein eigenes Glück und Selbstwertgefühl von einer tollen Beziehung, einer erfolgreichen Karriere und tollem Aussehen, kurz: perfekt zu sein, definiert wurde.  Als dies nicht so recht für mich geklappt hatte, begann ich gegen mich selbst zu arbeiten und mein größter Kritiker zu werden. Bis ich merkte, dass diese Eigenkritik tatsächlich nichts anderes brachte, als mich daran zu hindern, meine Träume zu verfolgen. Also begann ich mich zu ermutigen, mir gut zuzureden und an mich zu glauben.

Ehrlich gesagt hatte ich mich Anfangs immer sehr davor gescheut, mir gut zuzureden, weil ich es seltsam fand und mich fragte, wie ich in einer positiven Weise von mir reden kann, ohne dabei arrogant zu werden. „Positive Selbstgespräche“ in Form von Affirmationen (Bekräftigungen) oder einfach nur das tägliche Aufschreiben einer positiven Eigenschaft für mindestens einen Monat, ist ein sehr effektives Hilfsmittel, das ich erfolgreich mit vielen Klienten angewendet habe. Du wirst sehen, dass du einiges über dich selbst wieder entdecken, oder dich an Eigenschaften erinnern wirst, die du schon vergessen hattest (während du so damit beschäftigt warst, dich selbst zu kritisieren). Der Vorteil einer Liste ist, dass man sie jederzeit hervorholen und lesen kann, wenn man mal wieder einen schlechten Tag hatte.

Also, Kopf hoch und sei stolz auf dich. Niemand hat die gleichen Dinge gesehen oder erlebt, die du erlebt hast. Erinnere dich, vor allem in schwachen Momenten, dass du ein toller Mensch bist und dass jeder, der mit dir zusammen ist, sich sehr glücklich schätzen kann! Ein tolles Buch zum Thema Selbstliebe ist übrigens Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest von Eva-Maria Zurhorst.


Karen Naumann hat sechs Jahre in den USA gelebt und dort ihren M.A. in Organisationspsychologie, und einen B.S. in Psychologie und B.A. in Kriminologie gemacht. Nach ihren Studien und Erfahrungen u.a. als Karrierecoach beschloss sie,wieder zurück in ihre Heimat Deutschland zu gehen, wo sie ein unerwartet heftiger Kulturschock erwartete. In dieser herausfordernden Zeit begann sie zu schreiben und gründete ihren Blog „Yogilation“. Seitdem wurden ihre Artikel mehrfach in den USA und Kanada online veröffentlicht und sogar von New York Times Bestseller Autoren weiterempfohlen und in einer nationalen U.S. Radio Show erwähnt. Karen’s Ziel ist es, andere zu inspirieren und zu motivieren und die Bedeutung und Schönheit des Lebens durch positives Denken auch in schwierigen Zeiten hervor zu heben. Besucht Karen auch unter www.yogilation.com | Facebook | Twitter | Instagram


'Wie du aufhören kannst, auf die Liebe deines Lebens zu warten' has 1 comment

  1. 26. Oktober 2016 @ 10:51 Helen

    Die Liebe deines Lebens … Du selbst ?!?? ;)


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