Ich habe meine Tage: Das hilft gegen die Hormonwut

Ich bin massiv wütend. Warum? Ich weiß es nicht. „Iss erst mal was.“, erinnert mich mein Freund. Ach ja. Da war ja was. Mir ist nach Schokolade. Und Chips. „Fett, Zucker, Salz, Coffein!“, schreit mein Uterus. Gib mir Upper. Ja genau, unschwer zu erraten: Ich habe meine Tage. Und das Richtige wäre jetzt etwas Anderes, als sich mit Süßigkeiten vollzustopfen, auf dem Bett in Embryonalhaltung zusammenzuschrumpfen und zu Netflixen.

Die Antwort auf alles ist natürlich wie immer Yoga

Gegen ganz schlimme Krämpfe gibt es einen Akupressurpunkt. Er liegt auf der Leiste, etwa zwei Daumen neben dem Schambein. Einfach da drücken, wo es besonders zwiebelt. Danach fühlt es sich viel besser an, versprochen.

Atmen hilft natürlich auch, wie immer bei jeder Art von Schmerzen und Krämpfen. Tief atmen, Wärme in den Unterbauch schicken. Sich zusammenkrümmen ist übrigens genau das Falsche. Eine gekrümmte Haltung verstärkt Krämpfe. Matsyasana, die Fischhaltung, wirkt dem entgegen und streckt den schmerzenden Bereich. Dhanurasana, die Bogenhaltung, auch. Die meisten Rückenbeugen haben einen beruhigenden Effekt auf Periodenschmerzen und wirken ausgleichend auf den Hormonhaushalt. Wenn ich mich hinknie und durchatme, hilft es mir, mir vorzustellen, dass ich tatsächlich durch die Vulva atme. Klingt erstmal komisch, aber wenn’s funktioniert…

Die Glückshormone müssen aktiviert werden

Avocado und gesalzene Nüsse haben den richtigen Fett und Salzgehalt, ohne dass hinterher ein pappiges und energieloses Gefühl zurückbleibt. Schokolade hilft natürlich auch. Je höher der Kakaogehalt, desto besser. Wer mag, macht sich einfach einen leckeren Glückssmoothie (Rezept gibt’s ganz unten).

Wenn ich hormonwütend werde versuche ich, gnädiger mit meiner Umgebung zu sein. Eigentlich kann meine Familie nichts dafür, dass es mir gerade schlecht geht. Meine Tochter ist gerade sogar zuckersüß und versucht mich aufzuheitern. Ich nehme ihre Aufmunterungsversuche an und lasse alle Freundlichkeit tief durch mich durchfließen. Chanten, gerade gemeinsam mit anderen geliebten Menschen, löst lockernde Glücksgefühle aus und wirkt auf die Atmung ein. Wärme, zum Beispiel heiß baden oder eine Wärmflasche, hilft auch gut.

Expecto Patronum – wie du den Dementor besiegen kannst

Für alle Harry-Potter-Fans habe ich eine Meditationsübung entwickelt. Sie heißt „Expecto Patronum“. (Wer kein Harry-Potter-Fan ist, darf auch mitmachen):

Zunächst denkst du an ein Erlebnis, bei dem du dich sehr glücklich gefühlt hast. Weißt du noch, wo in deinem Körper du das Glück gespürt hast? Kannst du eine Bewegung entwickeln, die dazu passt? Lasse die Bewegung immer größer werden. Wenn du das Gefühl hast, den ganzen Raum mit der Bewegung und vielleicht auch einem Ton oder Wort oder Chant gefüllt zu haben, lässt du das ganze wieder kleiner werden, bis du es nur noch geheim in dir drin spürst. Mit diesem Gefühl in dir drin besiegst du jeden Dementor (böse Wesen, die einem alles Glück absaugen, bis sogar die Erinnerung an alles positive verblasst).

Verwöhn dich mal!

Zuletzt noch eine kleine Erinnerung daran, dass wir nicht zu jeder Zyklusphase gleich leistungsfähig sein müssen. Manchmal hilft es auch, sich zu verkriechen, nach der Arbeit einfach mal den Haushalt Haushalt sein zu lassen und sich vielleicht auch mal was Fertiges zu essen zu kaufen. Oder sich mit einem richtig leckeren Gericht zu bekochen, ohne dabei zu sehr auf Geld zu achten. Noch besser, bekocht zu werden, aber das ist nun Mal ein Luxus, der nicht immer zu haben ist.

Glückssmoothie-Rezept:

Eine reife Banane und eine halbe Avocado mit Zimt, Kakaonibs, Vanille, Eiswürfeln und ein bisschen Apfelsaft und Wasser in der Küchenmaschine verarbeiten und genießen.

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Li-Ming Richter studiert Szenische Künste in Hildehsheim und ist gerade Hauptberuflich Mama. Sie bloggt auf smugasfuck.comüber ihr Leben mit Baby, Hipstern und Müllvermeidung. Sie experimentiert gerne in der Küche mit lokalen unverpackt-Lebensmitteln. Yoga macht sie schon seit sie elf ist. Außerdem schreibt sie an ihrem Satireroman "Der Yogalehrer".


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