Der Blog für Yoga, Ayurveda, Ernährung, Wellness & Lifestyle Happy Mind Magazine 2017-05-25T05:00:26Z http://www.happymindmagazine.de/feed/atom/ WordPress Iris Lange-Fricke http://www.irislange.com <![CDATA[Rezept: Linsen-Erbsenbällchen auf Quinoa-Bohnen-Salat (vegan)]]> http://www.happymindmagazine.de/?p=15763 2017-05-17T10:36:16Z 2017-05-25T05:00:26Z Frühling, Sonne und Lust auf Salat – ich habe so richtig Appetit auf etwas Gesundes, gerade nach dem Winter. Mein Körper schreit nach mehr Vitalstoffen, Energie und Leichtigkeit. Geht’s dir ähnlich?

Aber einfach nur an Salatblättern knabbern ist für mich nichts. Ich möchte satt werden, meine Frühlingsmüdigkeit abstreifen und etwas für meine Figur tun. Dafür packe ich jede Menge eiweiß- und kohlenhydratreiche Zutaten wie Linsen, Erbsen, Bohnen und Quinoa in die Schüssel. Rausgekommen sind Linsen-Erbsenbällchen mit Quinoa-Bohnen-Salat: Diese Kombination ist lecker und pusht meinen Stoffwechsel. Gerade nach einer Yogaeinheit brauchen meine Muskeln ordentlich Nahrung. Der Mix gibt mir Power und regeneriert meinen Körper.

Mit Eiweiß bleibst du länger satt

Das Tolle ist: Eiweiß ist ein echter Sattmacher und eine effektive Lösung gegen hartnäckige Pölsterchen. Wer abnehmen will, sollte daher nicht beim Eiweiß sparen und schon gar nicht hungern. Mit einer eiweißreichen Mahlzeit bleibst du länger satt, ohne mehr zu essen. Der Blutzucker stabilisiert sich und du bekommst nicht so schnell wieder Hunger. Ist der Insulinspiegel in Balance, kann wiederum die Fettverbrennung begünstigt werden. Wissenschaftler fanden heraus, dass Eiweiß einen höheren und längeren Sättigungswert hat, als Kohlenhydrate und Fette. Unser Magen ist mit der Verdauung der eiweißreichen Lebensmittel viel länger beschäftigt. So sendet der gefüllte Bauch jede Menge Sättigungssignale zum Gehirn. Das macht nachhaltig satt und leistungsfähiger.

Eiweiß pusht deinen Stoffwechsel

Ich gönne mir regelmäßig etwas Eiweißreiches. Zum Frühstück, Mittag und Abendessen ist bei mir immer etwas dabei. Das hat Gründe: Der Nährstoff wird vom Körper anders verarbeitet. Er benötigt mehr Energie, um die Eiweißbausteine zu verstoffwechseln. Mit mehr Proteinpower kommt dein Stoffwechsel richtig auf Touren und du hast mehr Energie. Zudem wird die Fettverbrennung angekurbelt und die Figur gestrafft. Eiweiß findest Du in vielen pflanzlichen Produkten wie in Hülsenfrüchten, Tofu und Sojaprodukten, Pilzen, Vollkorngetreide und Kartoffeln. Isst Du vegetarisch, kannst du die Proteine auch über Milchprodukte und Eier aufnehmen.

 

Erbsenbällchen mit Quinoa-Bohnen-Salat (vegan)

Zutaten für 2 Portionen:

  • 100 g Quinoa
  • 60 g rote Linsen
  • 200 g Erbsen, (frisch gepallt oder tiefgekühlt)
  • 1 Frühlingswiebel
  • 3 – 4 EL Haferflocken
  • 3 – 4 EL Linsenmehl
  • Meersalz, Pfeffer frisch gemahlen, Kräuter de Provence, Cayennepfeffer
  • 2 Karotten
  • 4 getrocknete Aprikosen
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Mohnsamen
  • 50 g kernlose rote Weintrauben
  • 100 g Kidneybohnen, gegart und abgetropft
  • 1 TL Sojasauce
  • 1 Prise Kreuzkümmel
  • 1 EL gehackte Minze
  • 100 g Soja-Sauerrahm

 

Zubereitung:

  1. Quinoa mit der 2,5fachen Menge Wasser ca. 15 – 18 Minuten weich garen und anschließend abkühlen lassen.
  2. Linsen ca. 15 Minuten in der doppelten Menge Wasser weich garen. Erbsen in etwas Wasser 5 Minuten garen. Beides abgießen und abkühlen lassen.
  3. Frühlingszwiebel waschen und in feine Ringe schneiden. 100 g Erbsen mit Linsen, Frühlingszwiebel, Flocken und Linsenmehl gut vermengen. Masse mit Salz, Pfeffer, getrockneten Kräutern sowie Cayennepfeffer würzen und 8–10 kleine Bällchen formen.
  4. Für den Salat die Karotten schälen und grob raspeln. Quinoa, Karotten und restliche Erbsen miteinander vermengen.
  5. Aprikosen in feine Würfel schneiden. 3 EL Olivenöl mit Zitronensaft verquirlen, mit den Aprikosen und Mohnsamen vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Salatzutaten mit dem Dressing vermengen.
  6. Weintrauben waschen und halbieren. Bohnen mit den Weintrauben, Sojasauce und Kreuzkümmel vermischen.
  7. Restliches Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bällchen darin von allen Seiten ca. 10 Minuten anbraten.
  8. Sojasauerrahm mit 2 EL Wasser und Minze, Salz und Pfeffer verquirlen. Bällchen mit dem Salat, Bohnen und Dip servieren :-)
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Katrin Schwerdtner http://www.newmoonyoga.de <![CDATA[Von einer, die auszog, eine Wohnung zu finden und sich selbst fand]]> http://www.happymindmagazine.de/?p=15724 2017-05-21T11:49:09Z 2017-05-22T05:00:43Z Ich bin gerade auf Wohnungssuche. In Hamburg. Als Selbstständige. Würde ich mich mit der Lösung des Hamiltonkreisproblems oder der Quadratur des Kreises befassen (Mathe Prüfungsfach, 1 Punkt) hätte das ungefähr genauso viel Aussicht auf Erfolg. Daher wäre ich auch schon für ein bezahlbares WG-Zimmer mit mehr als 7 Quadratmetern und ohne Schimmelpilz an den sich langsam ablösenden Tapeten sehr dankbar.

Und immer bin ich genau das, was gerade gesucht wird

Seit zwei Wochen verbringe ich nun also meine Abende an den verschiedensten WG-Küchentischen, erkläre wo ich herkomme, wo ich mich in 10 Jahren sehe und wie ich mir das Zusammenleben so vorstelle. Anhand des Anzeigentextes leite ich schon vor dem ersten Treffen ab, was gerade gesucht wird und bin dann einfach genau das. Also entweder total ruhig und unauffällig – eigentlich kaum zuhause, die aufgeschlossene Frohnatur – immer bereit eine Flasche Rotwein in der Küche zu köpfen und die Nacht durchzuquatschen, oder die Verständnisvoll-Unkomplizierte („Nö, stört mich gar nicht, wenn du es mal zwei-drei Wochen nicht schaffst abzuwaschen.“).

Was ich vorsichtshalber nicht bin, ist das, was ich wirklich bin

Yogalehrerin. Vegan. Besitzerin eines Hundes. Ziemlich „langweilig“, weil ich sehr früh aufstehe und auch sehr früh schlafen gehe. Gern allein mit mir und meinen Gedanken. Denn dann könnte ich mir die Zeit auch gleich sparen, mir ein Einmann-Igluzelt zulegen und mich zu den Aussteigern unter der Alsterbrücke gesellen. Da darf man wenigstens sein, wer man ist … also am Rande der Gesellschaft.

Wenn zumindest die Yogalehrerin doch zum Vorschein kommt, weil sie nun mal die Miete verdient und sich außerdem anhand der zusammengerollten Yogamatte im Zimmer der hoffentlich zukünftigen Mitbewohnerin ein gewisses Interesse ableiten lässt, dann bin ich natürlich meeeega undogmatisch, verleugne meine Räucherstäbchensammlung und alles, was sonst noch dazu führen könnte, dass ich vor dem inneren Auge meiner strengen Prüfer nackt bis auf die selbstgestrickten Ringelsocken um rituelle Feuerchen tanze, Om Shanti kreische und mit irrem Blick die düstere Zukunft der nicht veganen Erdenbewohner anhand meiner Glaskugel herleite.

Wenn ich darüber nachdenke, ist das schon ziemlich absurd

Da befasse ich mich seit Jahren mit meiner spirituellen Entwicklung, umrunde die ganze Welt auf der Suche nach der „Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“, bin quasi verwachsen mit meiner Yogamatte und bekomme ganz, ganz langsam einen winzig kleinen Eindruck davon, wer ich eigentlich wirklich bin und kann diese erhellende Einsicht in der Praxis nur in der Form nutzen, eben genau das möglichst nicht zu sein. Weil die, die ich bin, weder in einen konventionellen Beruf und schon gar nicht in eine konventionelle WG passt. Und ich frage mich:

Wozu dann also diese ganze Selbstfindung?

Natürlich bin ich nicht die Om Shanti kreischende Vollirre. Aber das, was die meisten WGs suchen, bin ich wohl eben auch nicht. Und wahrscheinlich muss man an dieser Stelle auch noch mal kritisch hinterfragen, wie die Tatsache zu bewerten ist, dass ich überhaupt nach einem WG-Zimmer suche, während meine Freunde heiraten, Kinder kriegen, befördert werden, Kredite aufnehmen, Häuser bauen und ihr Leben in den Griff bekommen. Läuft da womöglich irgendetwas grundlegend schief und sollte ich jede WG-Absage als Wink des Schicksals mit dem Zaunpfahl deuten, der mich zurück auf den rechten Weg bringen soll? Zurück zu Nine to Five, meinem Bürojob und stabilem Kontostand? Das lief ja damals alles super, also zumindest bis ich – der Himmel weiß warum – die ersten Schritte auf dem Selbstfindungstrip gewandert bin, begann mir unbequeme Fragen zu stellen und mein Leben auf den Kopf gestellt habe … und mich gleich im Kopfstand dazu.

Die Sache ist die, dass meine Biografie von außen betrachtet irgendwie als eine Geschichte des Scheiterns interpretiert werden könnte. Für mich fühlt sich aber (mal abgesehen von der momentanen Wohnungsnot) alles ganz richtig an … und das Leben der anderen aber auch nicht falsch. Es kommt eben immer auf die Perspektive an und die Fähigkeit, diese auch mal zu verändern und neue Blickwinkel auszuprobieren.

Instabilität macht kreativ und erfinderisch

Okay, ich ziehe vielleicht mal eine Orakelkarte im Zuge einer schwierigen Entscheidungsfindung. Aber, hey, das Leben ist auch echt zu komplex, um immer alles selbst zu entscheiden. Und das ist eben meine Form der persönlichen Prozessoptimierung. Und, ja, ich summe mal ein Mantra vor mich hin, spreche zu mir selbst („Einatmen – Ausatmen.“), zünde ein Räucherstäbchen an oder nehme es mit dem Perspektivwechsel ein bisschen zu wörtlich und stehe Kopf. Aber dafür bin ich auch ein echt entspannter Mensch und kann – einatmen – ausatmen – auch mal unkommentiert, ganz ohne Drama und anschließendes Ausdiskutieren im konstruktiven Sitzkreis, den Geschirrberg der letzten drei Wochen wegspülen. Klar, mein Einkommen ist nicht stabil, aber reichen tut es immer irgendwie. Und Instabilität macht kreativ und erfinderisch. Und das macht wiederum Spaß. Ich habe keinen geregelten Tagesablauf, dafür habe ich aber die Freiheit, mir Zeit zu nehmen, wenn ich gebraucht werde, wenn dein Herz gebrochen wurde, du vor Liebeskummer krank und all deine Freunde busy sind. Dann sitze ich mit dir in der Küche, schenke dir Rotwein nach und tröste dich mit Geschichten aus fernen Ländern.

Nur wie kriegt man all das jetzt in dem winzigen Zeitfenster unter, das einem beim WG-Vorstellungsgespräch eingeräumt wird, bevor der nächste Bewerber das Feld betritt (Festanstellung, geregelte Arbeitszeiten, total cooler Typ und befreundet mit dem Barkeeper des neuen In-Clubs um die Ecke)? Nun, ich werde wohl das Orakel befragen müssen, denn ich bin ratlos, wenn auch nach wie vor optimistisch.

Und wenn es kein WG-Zimmer wird, dann vielleicht doch das Einmann-Igluzelt

Ein neues Zuhause habe ich zwar (noch) nicht gefunden, aber dafür einen Text geschrieben, der dich (und mich) dazu ermutigen soll, das zu sein, was du bist. Sei skurril, sei anders, sei laut, sei leise, sei langsam, sei überdreht, sei langweilig, sei empfindlich, sei verrückt und trage selbstgestrickte Ringelsocken. Sei, was immer du bist, vielleicht sogar selbständige, vegane Yogalehrerin mit Hund auf Wohnungssuche in Hamburg. Ich jedenfalls probiere das jetzt mal aus. Höchstwahrscheinlich macht das die WG-Suche nicht unbedingt erfolgreicher, aber auf jeden Fall amüsanter für alle Beteiligten. Und was kann mir schon passieren? Ich glaube, im Keller liegt noch ein altes Einmann-Igluzelt. Vielleicht genau der richtige Ort, um sich noch mal ganz in Ruhe mit dem Hamiltonkreisproblem oder der Quadratur des Kreises auseinanderzusetzen. Und, liebe WGs, wollt ihr wirklich einer potenziellen zukünftigen Nobelpreisträgerin der Mathematik das Mitbewohnen eurer vier Wände verwehren?

Om Shanti, ihr Lieben.

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Redaktion <![CDATA[Warum du Hot Yoga und Aqua Yoga unbedingt mal ausprobieren solltest]]> http://www.happymindmagazine.de/?p=15780 2017-05-19T13:08:53Z 2017-05-19T05:00:31Z Meine erste Bikram Yoga Stunde war eine unglaublich interessante, aber auch anstrengende Erfahrung. Noch nie habe ich so geschwitzt. Es war so schlimm, dass mich die gerade ankommenden Yogis für die nächste Stunde ganz mitleidig ansahen. Ich war krebsrot im Gesicht, stieg mit dem letzten bisschen Kraft, die ich noch hatte in meinen Golf 3 und dampfte ab. Im wahrsten Sinne des Wortes mit von innen beschlagenen Scheiben. Uff!

Hot-Yoga hat bei uns ja schon vor Jahren geboomt, aber Aqua Yoga hab ich persönlich noch nicht ausprobiert und es hört sich für mein Verstehen auch ein wenig softer an als Hot-Yoga. Während beim Bikram-Yoga die 26 Asanas und Pranayama in einem 40 Grad Celsius warmen Raum praktiziert werden, passiert beim Aqua Yoga das Ganze in einem Pool mit einer Wassertemperatur von ca. 30 – 35 Grad. Die Yogaarten haben durch die Kombination mit den Naturelementen Wasser und Feuer einen therapeutischen Effekt und sind besonders schonend zu Gelenken und Muskeln. Österreicher aufgepasst: Der Yogafrühling Gastein ist die perfekte Gelegenheit, um diese beiden Yoga Arten mal zu testen.

Detox mit Kraft der Naturelemente

Besonders effektiv ist die Detox-Kur durch Yoga mit der unterstützenden Kraft der Elemente Feuer und Wasser. Durch den hydrostatischen Druck haben Wasser-Yogaübungen einen leichten Massageeffekt, der auf unseren Körper entwässernd wirkt. Beim Bikram Yoga wird durch die hohe Temperatur ein Entgiftungsprozess in Gang gesetzt, der dem Körper hilft, Giftstoffe schneller auszuscheiden. Die Wärme und das starke Schwitzen helfen bei der Entgiftung und Entschlackung des Körpers. Die Asanas haben nicht nur eine entgiftende Wirkung, sondern fördern insbesondere die Durchblutung und Funktionstüchtigkeit der am Entgiftungsprozess beteiligten Organe. Dazu gehören die Niere, Leber, Darm, Milz, Schild- und Bauchspeicheldrüse. Um eine noch bessere Wirkung zu erzielen, kann es sinnvoll sein zusätzlich auch andere Detox-Maßnahmen zu ergreifen, wie zum Beispiel das Trinken von Entschlackungstees oder der Verzicht auf Genussmittel. Für einen Intensivkurs mit zusätzlichem Erholungseffekt macht es natürlich total Sinn, dir eine entsprechende Yogareise zu buchen. Verschiedene Angebote dazu gibt es zum Beispiel bei den österreichischen Gasteiner Yogatagen.

Optimale Fettburner

Nicht ohne Grund sind Stars wie Julia Roberts und Demi Moore begeisterte Hot-Yoga-Fans und schwitzen sich regelmäßig aus. Pro Übungseinheit verliert man bis zu einem Liter Wasser und die Hitze kurbelt unsere Fettverbrennung an, was überflüssige Pfunde zum Schmelzen bringt. In einer Stunde Bikram Yoga verbrennen Yogis rund 650 Kalorien, ähnlich wie beim flotten Schwimmen. Wenn es dein Ziel ist abzunehmen und fit zu werden, ist Hot-Yoga der eindeutige Gewinner unter den Yogastilen. Da Hot-Yoga einiges an Disziplin und Willensstärke verlangt, ist es auch ein besonders effektives Mittel um mentale Stärke aufzubauen und innere Blockaden zu lösen. Gerade am Anfang kommen viele an ihre Grenzen, da sie es nicht gewohnt sind, sich körperlich bei so hohen Temperaturen anzustrengen.

 

Foto: Linda David

Trinken, Trinken, Trinken

Durch das Schwitzen kommt es zu einem hohen Wasser-und Elektrolytverlust, weshalb du dich viel schneller ausgepowert fühlst als bei anderen Sportarten. Doch wer bis zum Ende durchhalten will, muss sich auf sein Ziel konzentrieren und vor allem vorher und nachher viel trinken. Wem es allgemein schwer fällt seinen inneren Schweinehund zu überwinden und ein paar Kilos zu viel auf die Waage bringt, für den ist Aqua-Yoga geradezu ideal. Das nasse Element verleiht dem Körper nicht nur große Leichtigkeit, sondern ist als sanfter Widerstandsgeber optimal um deinen Körper zu straffen. Auf Grund der hohen Wärmeleitfähigkeit des Wassers muss der Stoffwechsel ordentlich dagegen powern, um den Körper während des Workouts warm zu halten. Dadurch verbrennt der Körper in einer Stunde Aqua-Yoga deutlich mehr Kalorien als bei der klassischen Variante. Durch die Schwerelosigkeit im Wasser sind die Übungen leicht und mühelos auszuführen, wodurch viele Übergewichtige ihre Lust auf Bewegung zurückerlangen. Zu sehen, dass man trotz Übergewicht viele Übungen problemlos schafft, stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern auch die Selbstachtung. So kannst du gemeinsam mit der Kraft des Wassers den überflüssigen Kilos den Kampf ansagen – und das Ganze in einem Tempo, dass zu dir passt.

Hot Yoga und Aqua Yoga kommen ohne spirituelles Gedöns aus

Wenn du bei OMs und Shantis immer die Augen verdrehst, dann ist dieses Yoga für dich: Das Tollste an Hot- und Wasser-Yoga ist, dass es eine perfekte Trainings-Kombination aus Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit ist. Zugleich ist es eine sportliche Yoga-Form ohne viel Gesang, die sich besonders für Anfänger und weniger Spirituelle eignet. Ein weiteres Plus ist, dass du weder für Hot-Yoga noch für Aqua-Yoga Vorkenntnisse brauchst. Hot-Yoga bedarf einiges an Konzentration, da der ganze Organismus angesprochen wird und durch die Hitze deine Ausdauer und Kraft stark belastet werden. Dabei besteht jede Haltung aus zwei Sets, zwischen denen du deine Muskulatur kurz lockern und entspannen darfst. Auch bei Aqua-Yoga wird ein ganzheitliches Konzept durch körperliche Übungen, Atemübungen, Meditation und Entspannung ausgeübt. Durch den erhöhten Wasserwiderstand ist ein gezieltes Kraft-und Muskelaufbautraining möglich und mittels stehenden Yogaposen wird die Balance und Grundstabilität trainiert. Dadurch verbessert sich deine Koordination, Flexibilität und Stärke. Bist du auf der Suche nach einem passenden Gesamtkörperworkout für den Alltag, dann besuch doch mal die Yoga-Tage in Gastein und lass dich inspirieren. Für ein wirkungsvolles Training solltest du zu Hause aber mindestens zwei bis drei Mal pro Woche ins kühle Nass springen oder bei tropischer Hitze schwitzen!

Bye bye Schmerzen

Viele leiden unter Verspannungen und schmerzenden Muskeln. Einige Sportarten sind dadurch nicht optimal, da bereits gereizte Muskeln, Gelenke und Nerven nicht überstrapaziert werden sollten. Hot-Yoga eignet sich dafür umso besser, da es besonders schonend für den Bewegungsapparat ist. Die Wärme erleichtert die Dehnung der Muskeln und die Beweglichkeit wird erhöht. Dadurch minimiert sich nicht nur das Verletzungsrisiko, sondern es ist auch für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen wie zum Beispiel Arthrose geeignet. Durch die hohen Temperaturen werden die Muskeln der Betroffenen weicher und die Arthrose-Stoffe können besser abtransportiert werden.

Besonderes Aqua Yoga mit Gasteiner Thermalwasser

Auch Aqua-Yoga ist besonders gelenksschonend und eignet sich hervorragend für Personen mit Übergewicht oder körperlichen Einschränkungen. Da der Körper durch den natürlichen Wasserauftrieb nur mehr zehn Prozent seines Eigengewichts wiegt, werden Gelenke, Rücken, Wirbelsäule und Hüfte entlastet. Zugleich ist Aqua-Yoga ein effektives Mittel gegen Osteoporose und Verspannungen, insbesondere in Kombination mit dem Gasteiner Thermalwasser. Das mit natürlichem Radon angereicherte Wasser wird über die Haut aufgenommen und regt verschiedene Selbstheilungskräfte des Körpers an. In Gastein kommt die heilende Wirkung von Radon nicht nur bei Kuraufenthalten oder Therapien zum Tragen, sondern auch bei verschiedenen Yoga-und Meditationsangeboten. So wird im Gasteiner Heilstollen meditiert und entspannt sowie Aqua-Yoga im Thermalwasser praktiziert. Das ist nicht nur gesundheitsfördernd und baut Stress ab, sondern hilft dir ewige Nackenschmerzen, lästige Rückenschmerzen und chronische Bandscheibenbeschwerden in den Griff zu bekommen.

Alle Infos zum Gasteiner Yogafrühling


Dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit Yoga in Gastein entstanden.

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Jasmin Schüller <![CDATA[Mantra Meditation – wie du mit einer Mala meditieren kannst]]> http://www.happymindmagazine.de/?p=15548 2017-05-18T19:13:09Z 2017-05-17T05:00:45Z Kirchen, Tempel, Moscheen – ich finde alle Arten von Gotteshäusern strahlen eine tolle, angenehme und friedliche Atmosphäre aus. Egal wo ich mich gerade befinde auf der Welt, diese Orte haben für mich etwas magisches, etwas meditatives und ich liebe es, dort etwas zu verweilen,die ruhige Stimmung aufzusaugen und für eine Weile in mich zu gehen. Menschen verschiedenster Herkunft und Religion dabei zu beobachten, wie sie ihre Religion ausüben, das finde ich echt faszinierend.

Vielleicht auch deshalb so anziehend für mich, weil ich selbst gar nicht religiös aufgezogen wurde. Das war bei uns Zuhause nie ein großes Thema. Zwar wurde ich getauft und auch konfirmiert (ich war jung und brauchte die Geschenke), doch als dann die Ausbildung kam und ich gemerkt hab, dass man Kirchensteuer zahlen muss, war das Thema für mich durch. Nicht falsch verstehen, ich bin nicht geizig und unterstütze gerne Projekte und Organisationen, bei denen ich ein gutes Gefühl habe. Aber etwas unterstützen, womit ich eigentlich nichts am Hut hatte und damit auch Ansichten, die nicht mit meinen übereinstimmen, das mag ich halt echt nicht.

 

Kernbotschaft aller Religionen ist die Liebe

Trotzdem finde ich, dass Religion auch vieles gutes hat, wenn sie denn richtig gelebt wird. Sie gibt den Menschen halt und vermittelt Werte, die uns das miteinander eigentlich verschönern sollten. Wie der Dalai Lama das schon mal so schön kurz und knackig verpackt hat:

Der Kern aller Religionen ist die Liebe.

Und auch sonst gibt es viele Gemeinsamkeiten zwischen den Religionen. Hast du bestimmt auch schon mal gesehen: Menschen, die irgendetwas vor sich hinmurmelnd eine Perlenkette durch ihre Finger gleiten lassen. Und da kommen wir auch schon zum Topic: Gebetsketten. Im Christentum heißen sie Rosenkranz, im Islam Misbaha und im Buddhismus ist es die Mala.

 

Malas – Mehr als nur ein Fashion-Item

Vielleicht hast du letztere schon bei uns im Shop entdeckt: Unsere schicken Mala Ketten mit 108 Perlen für die Mantra Meditation. Für die einen ist es ein Fashion Accessoire, was auch völlig okay ist. Aber falls du dich für Meditation und auch Mantras interessierst, bisher aber noch nicht so genau weißt wie das ganze funktioniert, dann bist du jetzt hier genau richtig.

 

How to Mala:

Die Mala Kette wird auch Japa Mala genannt und ist eine Gebetskette und besteht aus 108 aneinandergereihten Perlen. Im Hinduismus sowie im Buddhismus ist die 108 eine heilige Zahl. Immer wieder taucht diese Zahl in den alten Schriften auf und hat sowohl mehrere mystische, als auch mathematische und physikalische Bedeutungen.

Beim Meditieren mit Mantras werden diese also traditionell 108 Mal wiederholt. Die Mala Kette dienst dabei sozusagen als Zählhilfe. Während du das Mantra rezitierst, lässt du die Kette einfach immer eine Perle weiter durch deine Hände gleiten. Im Prinzip also genauso, wie im Christentum mit dem Rosenkranz gebetet wird.

 

Finde das Mantra, was dir am meisten zusagt

Mit welchem Mantra du meditierst, ist eine sehr persönliche Sache. Ich zum Beispiel liebe das Mantra „Aham Prema – Ich bin Liebe“ sehr. Eines der bekanntesten Mantras ist sicherlich „Om Mani Padme Hum“. Die genaue Übersetzung der verschiedenen Mantren ist oft gar nicht so einfach, da es für viel Sanskrit Wörter nur sehr ungenaue Übersetzungen gibt. Für ihre wahre Bedeutung gibt es in anderen Sprachen oft kein passendes Pendant. Einfach ausgedrückt beschreibt „Om Mani Padme Hum“ den Weg, auf dem man mit Hilfe von Meditation zur Erleuchtung kommen kann.

Für Mantra-Newbies eignen sich zum Beispiel auch gut die verschiedenen, meist einsilbigen Mantras, die deine verschiedenen Chakras ansprechen. Schau doch mal in unsere Chakra-Guides, dort haben wir die jeweiligen Mantras mit aufgeführt.

Du kannst aber auch mit einem sehr persönlichen Mantra beten. „Ich bin genug“ ist zum Beispiel so ein Mantra, das eine wunderbare Schwingung im Körper entstehen lässt. Nämlich Zufriedenheit und Frieden mit dir selbst.

Ob alleine Zuhause an deinem Wohlfühlort, oder in einer kleinen Gruppe von Yogis – Mantras haben eine wirklich kraftvolle Wirkung. Durch das Chanten von Mantras entstehen nämlich überall im Körper Schwingungen. Diese Schwingungen wirken sich unter anderem auch auf unsere Energiekanäle, die Nadis, aus. Was dann wiederum den Fluss unserer Lebensenergie, des Prana, anregt. Und gute Laune macht das ganze sowieso ;-)

Also, nichts wie ran an die Mala und Happy Chanting!

 

 

Fotocredit: Sina Niemeyer

 

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Silja Mahlow http://www.glücksplanet.de <![CDATA[Kosha Boost – Wie du deine Energiereserven ruckzuck wieder auffüllen kannst]]> http://www.happymindmagazine.de/?p=15715 2017-05-11T12:34:16Z 2017-05-15T05:00:48Z Je mehr ich Yoga übe, umso mehr habe ich auch Lust in diese wunderbare Philosophie einzutauchen. Und neulich stolperte ich über die verschiedenen Körperhüllen, diese sogenannten Koshas – was ich erstmal verdauen musste. Irgendwie dachte ich vor kurzem noch, dass meine eine Körperhülle durchaus reichen könnte. Nun aber, viele Workshops und Bücher später, ist irgendwie klar, dass mein „normaler“ Körper, also dieser physische, gar nicht das ist, um das es geht. Es geht viel mehr um die Harmonie zwischen all diesen Schichten und die Macht, die wir haben, wenn wir anfangen, das Zusammenspiel zu verstehen.

Das Spiel der Energie in uns

Es gibt Tage, da spüre ich schon während des Vormittags, dass meine Energie anders ist. Ich fühle mich langsamer, irgendwie bin ich mutlos. Mir kommen melancholische Gedanken, ich bin beschwert und ein wenig traurig. Würde ich mir in einem solchen Moment meine Energie vorstellen, dann wäre da eine graue Wolke. Andere Tage wiederum vergehen beschwingt. Ich könnte fast den ganzen Tag hüpfen und muss ständig grinsen. Mein Herz ist weit offen und eine Menge an Ideen durchströmt mich. „Ich könnte Bäume ausreißen“ sagt man an solchen Tagen schnell und gefühlt umgibt mich eine Wolke aus Glitzerstaub und Regenbögen. Dieses Wechselspiel unserer Energie, mit seinen einnehmenden Auswirkungen, kennt vermutlich jeder. Einer der Gründe für die Yogapraxis ist oft, ein wenig mehr Balance zu finden. Nicht so ein starkes Auf und Ab zu spüren. Und tatsächlich: Yoga hilft. Es macht uns gelassener und es hilft uns, achtsamer zu werden.

Die Yogaphilosophie

Manchmal hilft auch das Verstehen ein wenig, die eigenen Reaktionen deuten zu können. Alles hat einen Einfluss auf etwas anderes, alles steht in Beziehung zueinander. So lehrt das Verständnis der verschiedenen Koshas genau diese Beziehung zwischen den Schichten, die uns ausmachen. Die physische Hülle ist das, was wir meist gut kennen. Nach einem langen Arbeitstag ziept es im Nacken? Oder die Füße tun weh? Da meldet sich also dein physischer Körper, auch Annamaya Kosha genannt. Doch er reagiert auch auf andere Schichten, denn wir fühlen unser Herz pochen, wenn wir aufgeregt sind und bekommen kalte Füße bei Angst.

Was die Energie in uns beeinflusst

Pranamaya Kosha heißt die zweite, energetische Hülle und sie bewusst zu beeinflussen, ist wunderbar – daher dazu gleich mehr. Die Energie fließt durch die vielen tausend Energiekanäle in uns und wir fühlen schnell, wenn sich hier etwas verändert. Was oft passiert, denn unsere Energiehülle ist anfällig für das, was in den anderen Hüllen los ist. So lässt uns ein müder Körper auch energetisch schwer werden. Die Gedanken aus der sogenannten Intelligenzhülle unseres Verstandes (Vjanamaya Kosha) wiederum können unsere Energie entweder beflügeln oder regelrecht hinunterziehen. Zudem lösen unsere Gedanken und Assoziationen die Gefühle unserer emotionalen Hülle (Manomaya Kosha) aus. Wir empfinden stark und reagieren sofort in Körper und Energie – wer mal so richtig wütend war weiß, wovon ich spreche.

Wenn alles in Balance ist

Zur Vollständigkeit sei noch gesagt, dass die Manifestation unseres reinen Bewusstseins Anandamaya Kosha genannt wird – die Glückseligkeitshülle. Wir fühlen sie in diesen goldenen Momenten, in denen wir in völliger Balance sind. Dann, wenn wir unsere Verbundenheit mit unserem Wesen und unserem Ursprung spüren können. All das, was wir tun, im Leben und auf der Matte, ist letztlich eine Suche nach diesem Glückseligkeitsgefühl und Ankommen. All die Meditationen und Asanas, die spirituellen Bücher, die Yamas und Niyamas dienen diesen Augenblicken der Harmonie und Seligkeit. Und selbst, wenn unsere Erleuchtung noch auf sich warten lässt, hilft uns unsere Praxis eine Idee zu bekommen, wohin es gehen kann und was echte Balance ist.

Yoga nutzen, um die Energie zu verändern

Je mehr Bewusstsein wir haben über das, was Gedanken, Gefühle, Energie und Körperzustand mit unserer Glückseligkeit machen, umso mehr Einfluss können wir nehmen. Im Alltag tut mir besonders der bewusste Einfluss auf mein Energielevel gut. Ich übe nicht mehr nur, um meinen Körper schmerzfrei, geschmeidig und gesund zu halten, sondern auch, um ganz bewusst meine Lebensenergie zu fühlen und ausgleichen zu können. Wenn du Lust hast, das auch mehr zu tun, dann beginn z. B. damit, immer wieder im Alltag deinen Atem zu beobachten.

Der Atem als Wegweiser

Sind wir unglücklich oder voller Angst, gestresst oder gehetzt, dann atmen wir flach und unregelmäßig. Die erste Übung für mich ist daher immer, den Fluss meines Atems anzuschauen. Egal wo ich bin – immer dann, wenn ich das Gefühl habe etwas „läuft nicht so“, schaue ich auf meinen Atem. Nur ein paar Züge lang – danach weiß ich mehr. Dieses bewusste, kurze Innehalten kam mir anfangs ganz schön profan vor, dabei war es gar nicht so einfach. Alleine dran zu denken, ist schon eine echte Herausforderung. Klappt allerdings schon besser und mittlerweile gleiche ich zudem noch bewusst aus, was ich da wahrnehme.

 

Für mehr Balance im Leben probier einmal…

…langes Einatmen

Eine lange, tiefe Einatmung (länger als die Ausatmung) tut unwahrscheinlich gut und belebt. Zur Verstärkung hilft mir noch eine kleine Visualisierung. Ich mag es mir bildlich vorzustellen, wie der frische Atem alle Zellen in meinem Körper mit frischer, heller, klarer Energie versorgt. Was nicht falsch ist, denn immerhin enthält die Luft unser Lebenselexir Sauerstoff. Da wir normalerweise nur einen kleinen Teil unseres vorhandenen Atemvolumens nutzen, sorgt das bewusste, tiefe Einatmen tatsächlich für eine regelrechte Sauerstoffdusche in allen Zellen. So simpel und trotzdem unheimlich belebend.

…langes Ausatmen

Wenn ich hingegen merke, dass ich aufgeregt bin oder irgendwie nervös, dass Ängste überhand nehmen wollen oder einfach der Stresslevel steigt, dann versuche ich rechtzeitig die Ausatmung zu verlängern. Das beruhigt erwiesenermaßen das vegetative Nervensystem und hindert mein Hirn daran, weitere Stresshormone in Windeseile in meinen Körper zu pumpen. Letzteres hat den Vorteil, wieder klarer Gedanken fassen zu können, was mindestens genauso beruhigend ist. Mit einer langen Ausatmung beruhigt sich unser Puls wieder – und wir können ein wenig mehr entspannen. Was übrigens auch ein prima Einschlafmittel für mich ist: Einfach tief und lang ausatmen – und dabei stelle ich mir vor, tiefer in mein Kissen zu sinken. So schön und so entspannend!

…Kapalabhati

Und dann gibt es noch die Königin unter den Energiespendern: Die Feueratmung. Bitte übe sie nur, wenn du dich damit wohl fühlst, nicht schwanger bist, nicht unter Bluthochdruck leidest oder gerade deine Periode hast. Sie ist nämlich ganz schön intensiv! Dafür klärt der Feueratem die Energie sehr, sorgt für extra Power und wirkt bei mir wie ein doppelter Espresso.

Unsere Wahl

Wir können so viel wählen. Nicht nur die Routinen, die wir etablieren, um Körper und Geist Gutes zu tun oder die Intentionen, mit denen wir durch unser Leben gehen. Wir können auch anfangen bewusst zu beobachten, wie es uns geht. Was unsere Energie macht und was wir brauchen. Welche Gedanken tun uns gut und welche nicht? Welche Tagesabläufe lassen unsere Energie strahlen und was lässt uns müde werden? Je achtsamer wir hinschauen, desto mehr lernen wir, was zu tun ist, damit wir uns besser fühlen können. Und je besser wir uns fühlen, desto mehr dienen wir dieser Welt. Also, wenn das mal keine gute Sache ist.

Und falls du Lust hast noch etwas tiefer in das Thema Energie einzutauchen, dann habe ich noch einen super Buchtipp für dich: Die 8 Gaben des Menschen. Es enthält viele Übungen, um die Energie chakrengerecht zu beeinflussen – I like!

 

Namasté

Silja

 

 

Fotocredit: Sina Niemeyer

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Redaktion <![CDATA[Wenn Yoga durch den Magen geht – Ayurveda mit frischen Bergkräutern]]> http://www.happymindmagazine.de/?p=15732 2017-05-17T08:57:47Z 2017-05-13T05:00:13Z Indien kommt nach Österreich! Wenn du schon immer Lust hattest, tiefer in die Welt des Ayurveda abzutauchen, es aber bisher noch nicht nach Indien geschafft hast, dann gibt’s gute Neuigkeiten: Geht jetzt auch in Gastein. Ayurveda entdecken mit frischen Bergkräutern und Almbutter, zwischen Bergen und glücklichen Kühen. Was genau, wann und wo erfährst du hier:

 

Food for the mind: Wie beeinflusst Nahrung unser geistiges und spirituelles Wohlbefinden?

Yoga sucht die Verbindung nach innen, das heißt mit sich selbst in Kontakt zu kommen, um unserer inneren Stimme Ausdruck zu verleihen. Um dieses Ziel zu erreichen und die spirituelle Praxis zu unterstützen, legt der Yogi in der Regel großen Wert auf die richtige Ernährung. Denn was, wann, wie und in welcher Menge gegessen wird, hat großen Einfluss auf unser körperliches und geistiges Wohlbefinden. Dabei bildet die ayurvedische Ernährungslehre (Ayurveda = die Lehre vom langen, gesunden Leben) eine Richtschnur.

Wer sich mit der ayurvedischen Ernährungslehre vertraut machen möchte, hat während der Yogatage in Gastein die Möglichkeit, sich wichtige Tipps und Anregungen für die Praxis zu holen. Die Ayurveda-Kochexpertin Daniela Wolff zeigt, wie individuelle Ernährungsgewohnheiten mit der Einhaltung ayurvedischer Regeln verbunden werden können. Bei einer Kräuterwanderung erklärt Kräuterpädagogin Heidi Huber, wie heimische Wildkräuter Anwendung in der Küche finden und sich positiv auf Körper und Geist auswirken.

 

Jedes Nahrungsmittel hat seinen eigenen Spirit

Die wichtigsten Grundlagen einer yogischen Ernährung und wie diese sich auf das geistige und spirituelle Wohlbefinden auswirken, haben wir für dich zusammengefasst:

Nach Wissenschaft der Ayurveda hat jedes Nahrungsmittel einen eigenen Spirit und dieser soll einen entscheidenden Einfluss auf unsere geistige Konstitution und somit auch auf die Yoga- und Meditationspraxis haben. Dem Yogi geht es daher in Sachen Ernährung hauptsächlich um die Aufnahme reiner Energien und nur sekundär um die Aufnahme von Nährstoffen. So spielt nicht nur das was wir essen eine Rolle, sondern die ganze Geschichte eines Nahrungsmittels, von der Herstellung über die Zubereitung bis hin zur Verdauung.

 

Die drei Geisteszustände (Gunas): Sattva, Raja und Tamas

Im Yoga und Ayurveda stehen die drei Gunas Sattva, Raja und Tamas für die Gemütszustände des Geistes. Dabei werden Sattva Eigenschaften wie Ausgeglichenheit, Freude und geistige Klarheit zugeordnet. Menschen mit einem hohen Sattva-Anteil sind liebevoll, mitfühlend und wahrhaftig. Um uns zu versorgen oder in schwierigen Situationen Abwehr zu leisten, brauchen wir jedoch Rajas. Rajas steht für Aktivität und Stimulation, aber auch für Aggression und Egoismus. Die dritte Eigenschaft „Tamas“ gehört der Trägheit und Unbewusstheit und ist ein Zustand, den wir hauptsächlich im Schlaf vorfinden. Ohne Tamas würde es keine Erholung für Körper und Geist geben, auf der anderen Seite werden ihm Attribute wie Ignoranz und Gier zugeordnet. In Maßen ist jede Eigenschaft wichtig und dient ihrem Zweck. Schwierig wird es nur, wenn Rajas oder Tamas überhand nehmen. Neben Yoga, Meditation sowie moralisch motiviertem Handeln, können wir diese Anteile allerdings durch unsere Lebensweise und Ernährung beeinflussen. Wir spüren die Unruhe nach zu viel Chili, aber auch das Glücksgefühl nach einer frischen Mango. Im Wesentlichen geht es im Ayurveda darum Rajas und Tamas zu überwinden und Sattva zu steigern, um in ganzheitlicher Gesundheit und spiritueller Verbundenheit zu leben.

 

Die sattvische Ernährung, Yoga und Spiritualität

Die sattvische Ernährung verhilft dem Yogaübenden zu einem klaren Geist, zu innerer Leichtigkeit und Tiefe in der Meditation. Die wichtigsten Faktoren dieser Ernährungsweise ist ihre frische, vitalstoffschonende und liebevolle Zubereitung, sowie ein ähnlicher Verzehr. Fertignahrung in jeglicher Form ist tabu, da es im Vergleich zu einem selbst gekochten Essen immer minderwertig ist. Durch das Singen von Mantras (spiritueller Verse) beim Kochen soll die heilende Wirkung auf Körper und Geist noch verstärkt werden. Bei den Yogatagen in Gastein haben Gäste die Möglichkeit die Vielfalt von regionalen frischen Produkten wie Milch, Alpenhonig und Bergkräutern, welche direkt vom Erzeuger kommen, zu genießen. Eine morgendliche Sinneswanderung rund um den Mühlhof Bad Hofgastein mit Kräuterpädagogin Heidi Huber, die mit der Natur im Einklang lebt, zeigt die vielen Schätze der heimischen Kräuter, welche zu Säften, Marmeladen, Kräuteröl und Kräuteressig verarbeitet werden. Bei einem gemeinsamen Kräuterlunch werden die selbst gepflückten Kräuter anschließend in Dankbarkeit und Ruhe gegessen, was in der ayurvedischen Ernährung eine wesentliche Rolle spielt.

Wer ein strenges Yoga-Leben führt, für den gehören neben einer naturbelassenen Bio-Ernährung auch der Verzicht auf fleischliche Eiweiße wie Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch und Eier dazu. Durch Ahimsa, dem Prinzip der Gewaltlosigkeit, intensivieren wir unsere spirituelle Kraft und gewinnen an feinstofflicher Energie und geistigem Elan. Die wesentlichen Nahrungsmittel tierischen Ursprungs sind in der sattvischen Ernährung frische Biomilch, Butter, Ghee und Buttermilch.

 

Frisch zubereitete Almbutter

 

Rohkost enthält mehr „Prana“ (Lebensenergie) als Gekochtes. Diese soll uns besonders im Bereich der Bewusstseinsentwicklung und dem Finden unserer Bestimmung ungeahnte Dienste leisten.

 

Die sattvische Ernährung: Eine wertvolle Therapie für den Geist

Auch für Menschen, die sich nicht an die ayurvedische Lehre halten, kann eine sattvische Ernährung eine wertvolle Therapie sein. So sollte jeder Mensch darauf achten sich genügend Nährstoffe zuzuführen, welche das Gehirn ausreichend versorgen. Aufgrund von überdüngten und ausgelaugten Böden enthält gezüchtetes Massengemüse beispielsweise weitaus weniger Nährstoffe als Gemüse aus Demeter-Anbau (biologisch-dynamische Anbauweise).

Darüber hinaus spielt die Frische eines Lebensmittels eine entscheidende Rolle in der sattvischen Ernährung. Verdorbenes Gemüse oder faules Obst, das sich bereits im Abbau befindet, kann sich auch auf den Geist nicht positiv auswirken. Wie eingangs erwähnt, trägt jedes Nahrungsmittel einen Spirit, eine subtile Information, die Körper und Geist speichern.

 

Einen positiven Effekt können vor allem warme Speisen auf unseren Geist haben

So stimulieren gekochtes Gemüse und Getreide unser Herz-Energiezentrum/-Chakra. Warmer Brei am Morgen, eine warme Hauptmahlzeit oder eine Suppe zum Abendessen lösen Gefühle der inneren Geborgenheit aus und können besonders bei Depressivität für eine erhellende Stimmung sorgen. Zudem spielen Heilpflanzen in der ayurvedischen Küche eine große Rolle. Dabei kommen heimische Kräuter, als auch im westlichen Raum eher unbekannte Pflanzen, zum Einsatz. Bei einer spannenden Entdeckungsreise gehen Teilnehmer der Gasteiner Yogatage der Frage auf die Spur, inwiefern im Gasteinertal Kräuter zu finden sind, die eine ähnliche Wirkungsweise aufweisen wie ayurvedische Kräuter.

Wer mehr zum Thema yogische Ernährung erfahren möchte, sollte während der Yogatage in Gastein auf keinen Fall verpassen, an einem Vortrag oder Workshop zum Thema „Ayurveda Frühstücktipps“ teilzunehmen, beim Kräuterwandern mit anschließendem Kräuterlunch alles zu Alpenkräuter und Ayurveda zu erfahren oder eine Sinneswanderung mit Kräutern und Yogaübungen zu erleben.

 


Dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit Yoga in Gastein entstanden.

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Kaja Otto http://kajaotto.com/ <![CDATA[Magische Morgen-Momente, mit denen du super in den Tag kommst]]> http://www.happymindmagazine.de/?p=15676 2017-05-10T08:31:01Z 2017-05-09T13:26:59Z Kennst du auch diese Tage an denen es dir schwerfällt, die Augen zu öffnen? Wo du nicht voller Elan aus dem Bett springst? Lange Zeit habe ich damit gekämpft, dass ich morgens nicht so richtig in den Quark gekommen bin. Ich hatte schon immer ein unstetiges Leben, habe nicht an einem festen Arbeitsplatz gearbeitet, sondern war entweder unterwegs oder im Home Office. Aufgrund dessen war es für mich umso wichtiger eine Morgenroutine zu finden, die wirklich funktioniert. Ich habe festgestellt, dass es für mich 5 magische Morgen-Momente gibt, die absolut essentiell sind, um meinen Tag großartig werden zu lassen:

 

1. Stille

Ich habe für mich gemerkt, dass Stille am Morgen magisch wirkt. Für mich heißt Stille kein Telefon, keine Konversation und einfach spüren was ist. Das können auch einfach nur fünf Minuten sein, in denen ich im Tag ankomme. Ich habe das Ganze für mich mittlerweile über meine Morgenroutine hinweg ausgedehnt und beantworte E-Mails meist erst gegen Mittag. Außerdem konsumiere ich vorher keine Zeitungen, checke kein Spiegel-Online und kein Facebook. Denn wenn etwas für mich wirklich Wichtiges passiert sein sollte, werde ich schon telefonisch informiert werden. Stille bedeutet für mich meinen Raum zu halten, also aus mir heraus zu agieren. Im Job kann das bedeuten, erst die kreativen Aufgaben zu machen und danach die reaktiven Dinge zu tun, wie E-Mails beantworten.

2. Schreiben

Mit der Hand Dinge aufschreiben hat Magie. Es hilft mir, meine Gedanken zu ordnen und meinen Geist zu fokussieren. Und zwar indem ich die Seele sprechen lasse. Ich schreibe mir morgen meine Träume auf, während ich noch im Bett sitze. Anschließend lasse ich die Gedanken für ein paar weitere Minuten fließen und bin teilweise selber überrascht, was da so kommt. Das kann ganz unterschiedlich sein: Beispielsweise eine Erkenntnis aus meinen Traum, durch die mir klar wird, was meine nächsten Schritte sind oder auch Dinge, für die ich dankbar bin.

3. Tee trinken

Für mich ist meine Tasse Tee am Morgen ebenfalls Magie. Während ich die trinke mache ich sonst gar nichts, außer aus dem Fenster schauen und mir zu überlegen, was ich an dem Tag wirklich tun muss. Und was mich stolz machen würde, wenn ich es tue. Das muss jeweils nicht mehr als eine Sache sein. Oftmals sind dies dann auch die ersten Sachen, die ich tue.

4. Meditation

Direkt vorab: Ich sitze nicht jeden Tag schweigend für eine Stunde auf einem Kissen und meditiere. Sondern ich spüre rein, was gerade passend ist. Momentan meditiere ich mit Mantren, bei denen ich auch mitsinge. An manchen Tagen bietet es sich nicht an morgens eine Stunde zu sitzen, dann nehme ich die Mantren mit in den Zug und meditiere zuhause vielleicht nur 10 Minuten in Stille. Als Meditation bezeichnet man den Vorgang, in dem jemand durch die Anwendung bestimmter Techniken (der Körperhaltung, Atmung, Konzentration, durch das Wiederholen bestimmter sprachlicher Formeln usw.) einen bestimmten Zustand des Bewusstseins herbeiführt, in dem er Wahrheiten erkennt und seine Konzentration völlig in einem Punkt gesammelt ist. Thich Nhat Hanh, ein buddhistischer Mönch, ist beispielsweise ein bekannter Vertreter der Gehmeditation. Es muss also nicht immer das Sitzen auf dem Meditationskissen sein.

5. Bett machen

So banal es klingen mag; Wissenschaftler bestätigen es: Das Bett am Morgen zu machen ist nicht nur magisch, sondern führt auch zu mehr Erfolg. Man kann damit quasi direkt den ersten Erfolg verbuchen und unser Gehirn ist damit auf weitere Erfolge gepolt. Für mich ist das Schlafzimmer ein Ort der Ruhe, weswegen ich es immer ordentlich halte. Und es gibt für mich nichts schöneres, als abends in ein gemachtes Bett zu schlüpfen. Und wie ich einschlafe hat auch viel damit zu tun, wie ich am nächsten Morgen aufwache.

 

Finde deine eigene Routine

Egal für was du dich am Ende entscheidest und wie dein Morgen aussehen mag, es hilft total eine Routine zu haben. Routine bedeutet dabei, Dinge immer wieder zu tun und sie zu wiederholen. Wir alle haben eine Morgenroutine, wenn es um das Zähneputzen geht, das passiert automatisch und wir müssen gar nicht mehr darüber nachdenken. Und genauso wird es dir mit deinen magischen Morgen-Momenten gehen, wenn du sie quasi wie ein Mantra immer wiederholst.

Überfordere dich nicht

Baue deine Routine Schritt für Schritt auf. Wenn du alles auf einmal verändern willst ist die Gefahr groß, dass es deinem System zu viel auf einmal wird und du am Ende gar nichts tust. Wähle dir von deinen magischen Morgen-Momenten einen aus, mit dem du starten willst. Und dann nimmst du dir vor, diesen für 21 Tage jeden Tag in deine Routine einzubinden. 21 Tage brauch das Gehirn , um neue Verbindungen zu bilden, Sprich in 21 Tagen legen wir den Grundstein dafür, dass aus einer Tätigkeit eine Gewohnheit wird. Nach 21 Tagen fügst du dann den zweiten magischen Morgen-Moment hinzu. Das gibt dir auch Gelegenheit herauszufinden, ob die jeweilige Angewohnheit wirklich eine ist, die dir gut tut.

Wie auch immer deine persönliche Morgenroutine aussieht, ob du ein Morgensportler bist oder ein Kaffeetrinker, 15 Minuten oder zwei Stunden einplanst: Die Hauptsache ist, dass es für dich stimmig ist. Und vor allem, dass es dich glücklich macht. Wenn Schreiben nicht dein Ding ist, dann lass es! Für mich ist der Morgen wie ein kleiner Tempelbesuch. Was auch immer in deinen inneren Tempel gehört – viel Spaß dabei!

 

Fotocredit: Sina Niemeyer

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Redaktion <![CDATA[Anfängeryoga mit Young-Ho Kim auf 2000 Metern Höhe – ein Erfahrungsbericht]]> http://www.happymindmagazine.de/?p=15662 2017-05-13T00:54:57Z 2017-05-04T06:04:20Z Du bist blutiger Yoga Anfänger? Macht nix! Wir alle haben uns in der ersten Yogastunde selbst verflucht, als wir den Krieger 2 länger als drei Sekunden halten sollten und in der schiefen Ebene gewünscht, dass wir doch bloß zu Hause auf dem Sofa geblieben wären. Aber wie läuft das Ganze auf 2000 Metern Höhe? Eins ist leider gewiß: Der Krieger ist genau so anstrengend wie im platten Norden. Aber lies selbst.

 

Mein erstes Mal: Sonnengruß auf 2000 Meter in Gastein

Ausgestattet mit Bergschuhen, Sonnencreme, Yogamatte und einer Fließjacke spaziere ich mit einem leicht nervösen Kribbeln im Bauch zu meiner ersten Yoga-Stunde auf 2000 Metern Höhe. Dieses besondere Erlebnis, mitten in der Natur und in der frischen Bergluft Yoga zu machen, wird im Rahmen des Yogafrühlings in Gastein angeboten. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und habe mich gleich dazu angemeldet. Noch etwas fröstelnd komme ich schließlich um kurz vor neun Uhr am vereinbarten Treffpunkt – der Talstation Schlossalmbahn – an. Dort erwarten mich noch etwas verschlafene, aber freundliche Gesichter.

 

Namasté auf der Schlossalm 

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde fahren wir gemeinsam mit unserem Yoga-Lehrer Young-Ho Kim mit der Seilbahn auf die Bergstation Kleine Scharte. Auf 2000 Meter Höhe angekommen, küssen erste Sonnenstrahlen mein Gesicht und die frische Bergluft lässt meine Morgenmüdigkeit rasch vergehen. Umgeben von einer beeindruckenden Bergkulisse durchströmt mich ein Gefühl von Energie und zugleich Ruhe. Andere Teilnehmer atmen die Gasteiner Bergluft tief ein und strecken sich in der Sonne – bereit für unsere kleine Wanderung zum Schlossalmsee, wo unsere Yogaeinheit stattfinden wird.

 

Wanderung zum Schlossalmsee

Die Bergstation Schlossalmbahn oder auch kleine Scharte genannt, ist ein beliebter Ausgangspunkt für viele Wanderungen, erklärt uns Young-Ho Kim. Ein straßenbreiter Wanderweg führt uns südwärts in Richtung Schlossalmsee. Der künstlich angelegte Speichersee ist eine Neuheit auf der Schlossalm und liefert im Winter Wasser für die Beschneiung der Skipisten. Im Sommer fügt er sich idyllisch in das Landschaftsbild ein und bietet ein herrliches Panorama über die Hohen Tauern mit dem Stubnerkogel, Zittrauertisch, Silberpfennig und dahinter das Schareck.

 

Ruheoase in den Gasteiner Bergen 

Am Schlossalmsee angekommen, erwartet uns eine glitzernde Oase mitten in der schönen Gasteiner Bergwelt. Der Ort strahlt eine ganz besondere Kraft aus und berauscht alle meine Sinne. Frische Bergluft, duftende Bergkräuter und warme Sonnenstrahlen geben mir sofort Kraft und Energie. Erste Atemübungen lassen mich tief durchatmen und geben mir ein befreiendes Gefühl. Es wird Zeit diesen magischen Ort mit dem Sonnengruß zu begrüßen.

 

Indische Tradition in Gastein

Ich habe mich im Vorhinein ein wenig schlau gemacht und konnte erfahren, dass der Sonnengruß oder auch Surya Namaskar, die Mutter aller Yoga Asanas ist. Surya ist der Name des Sonnengottes und der Sonnengruß war und ist noch immer ein Gebet an die Sonne. Früher wurde er in Indien morgens mit dem Blick in Richtung Sonne praktiziert. Der Sonnengruß eignet sich besonders als morgendliches Wake-up Programm, da er sich langsam beginnen lässt, allmählich steigert und den Körper sanft aus seiner morgendlichen Steifheit erweckt. Die haben wir inzwischen durch unsere kleine Morgenwanderung zwar schon abgelegt, wir können es jedoch kaum erwarten mit unserer Einheit unter freiem, strahlend blauen Himmel zu beginnen.

 

Yoga vor atemberaubender Kulisse

Einführung Sonnengruß 

Bevor wir loslegen, erhalten wir eine kurze theoretische Einführung. Ich erfahre, dass der klassische Sonnengruß aus zwölf Yoga-Stellungen (Asanas) besteht, deren Abfolge ineinander fließt. In der Regel wird das Ganze zwölf Mal wiederholt oder ein Vielfaches davon. Dabei ist es wichtig, dass die Abfolge der Positionen entweder im Fluss des eigenen Atmens erfolgt oder für fünf Atemzüge gehalten wird. Deshalb machen wir zu Beginn einige Atemübungen. Das klingt zwar einfach, ist jedoch für Anfänger wie mich gar nicht so leicht. Denn seinen eigenen Atemrhythmus zu finden oder ihn zu halten und zugleich seinen Körper und Geist in Einklang zu bringen, bedarf einiges an Konzentration und bewusster Selbstwahrnehmung.

 

Wir begrüßen die Gasteiner Bergwelt 

Nachdem wir die Atemübungen abgeschlossen haben, startet unser Yoga-Lehrer mit der ersten Position, dem aufrechten Stand oder auch Tadasana genannt. Mein Atem muss tief sein und ich muss dabei gerade und gespannt stehen. Darauf folgt die zweite Position, bei der meine Handflächen über den Kopf zueinander schauen und mein Blick gegen den blauen Himmel gerichtet ist. Dabei spüre ich wie sich Brustkorb und Kehle öffnen und Energie durch meinen Körper fließt.

Danach folgen Pada Hastasana (die stehende Vorwärtsbeuge), die Sprinter-Stellung und der nach unten schauende Hund oder auch Adho Mukha Svanasana genannt. Schnell merke ich, wie sich meine Muskeln lockern und meine Bänder sanft gedehnt werden.

Die sechste Position, die Bretthaltung, fordert mich besonders heraus. Sie ist auch bekannt als schiefe Ebene, dabei liegt der Fokus vor allem auf der Körperspannung. Zugleich soll ich tief einatmen und den Atem anhalten. Die Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu finden, fällt mir gar nicht so leicht. Dafür kommt mein Herz-und Kreislaufsystem so langsam richtig in Schwung. Bei der siebten Position atme ich aus und lege meine Knie, Brust und Stirn sanft auf den Boden ab, bevor ich mich in die achte Position, die Kobra begebe. Nun lege ich auch mein Becken ab, spanne mein Gesäß an und richte meinen Rumpf leicht auf. Dabei ist mein Blick auf den Schlossalmsee gerichtet, in dem sich die Berge Gasteins wunderschön spiegeln.

 

Meditation und Reflexion 

Wir wiederholen das Ganze insgesamt zwölf Mal. Eine Abfolge der Positionen und somit der Sonnengruß dauert ca. drei Minuten. Nach der Zeit fällt es mir leichter die Übungen im Fluss meines Atmens zu machen und die ständige Wiederholung des Sonnengrußes versetzt mich in einen angenehmen, meditativen Zustand. Mein Körper ist trotz der körperlichen Anstrengung entspannt. Nach der Yoga-Einheit fühle ich mich ausgeglichen und zugleich voller Energie.

 

Harmonie in atemberauender Kulisse

Es ist ein besonderes Gefühl den Sonnengruß in den Gasteiner Bergen, wo man der Sonne wohl am nächsten ist, zu praktizieren. Yoga unter freiem Himmel, auf 2000 Metern zu machen, begeistert nicht nur Anfänger wie mich, sondern auch richtige Yogis. Es ist ein intensives und einzigartiges Erlebnis, das sich Besucher der Gasteiner Yogatage nicht entgehen lassen sollten.

 

Tipp: Wer danach noch einmal bewusst die bezaubernde Bergkulisse von Gastein bestaunen oder die frische Luft einatmen möchte, hat die Möglichkeit im Bergrestaurant Kleine Scharte eine große Tasse Tee oder Kaffee auf der herrlichen Sonnenterasse, die einen traumhaften Panoramablick bietet, zu genießen.

Text: Hannelore Wimmer


Dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit Yoga in Gastein entstanden.

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Silke <![CDATA[Leben im Jetzt: Tipps für deine Achtsamkeitspraxis]]> http://www.happymindmagazine.de/?p=15658 2017-04-30T04:54:46Z 2017-05-01T05:00:26Z

„Wenn wir wirklich lebendig sind, ist alles, was wir tun oder spüren, ein Wunder. Achtsamkeit zu üben bedeutet, zum Leben im gegenwärtigen Augenblick zurückzukehren.“
– Thich Nhat Hanh

Du weißt es, ich weiß es: Alles ist vergänglich. Alles ist endlich.

Gefühle kommen und gehen, Menschen kreuzen Deine Wege und gehen dann auf ihrem eigenen Pfad weiter, Beziehungen verändern sich, vermeintlich ähnliche Situationen spielen sich das nächste Mal doch ganz anders ab, heute und morgen gut gelaunt, übermorgen zu Tode betrübt, hier große Freude, Leichtigkeit, dort Begegnungen mit Krankheit, Tod, Verlust, Angst.

Die Wogen des Lebens sind mal sanft und leicht bewegt, mal groß und gewaltig, mal ruhig und beständig. Doch bei all diesen Bewegungen ist eines unendlich: das JETZT. Auch wenn sich jedes davon anders anfühlen kann. Das eine fließt ins nächste; es ist einfach immer.

Das Jetzt genießen

Ich bin der Meinung, dass eine 100%ige Achtsamkeit, die jeden Moment ehrt, sehr schwer zu erreichen ist. Zu groß und stark sind die alltäglichen Ablenkungen, menschlichen Abhängigkeiten, persönlichen Verpflichtungen und individuellen Muster. Und manchmal musst Du Dich eben mit Planungen befassen, die Deine Zukunft betreffen. Allerdings kannst Du achtsam planen. Ab und an in schönen Erinnerungen schwelgen ist ebenfalls wunderbar. Schlimm wird es dann, wenn sich die Aufmerksamkeit nur noch in Vergangenheit und Zukunft bewegt: Wäre das nicht passiert, dann … / Wenn das erst einmal so oder so ist, dann …

In diesen Momenten, die wir sicherlich alle kennen, verpasst Du Dein Leben – was im JETZT stattfindet und nur dort. Du lebst weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft. Niemand kann die Vergangenheit ändern. Niemand kann die Zukunft vorhersehen (außer vielleicht Du verfügst über hellseherische Fähigkeiten) – wenn Du auch ein wenig in Wunschrichtung steuern kannst und dann dem Prozess vertrauen musst.

Welche Wertschätzung Du dem Moment entgegenbringst – ob er sich nun besonders berauschend, furchtbar oder neutral anfühlt – wirkt sich auf Deine Lebensweise aus. Das echte und wahre Leben ist JETZT, mit allen Gefühlen, Höhen und Tiefen.

Wachstum durch beständiges Üben

Im Yoga Sutra 3.10. heißt es dazu: „Die Fähigkeit, über einen langen Zeitraum in einem Zustand der Ausrichtung zu verweilen, entwickelt sich durch regelmäßiges und ununterbrochenes Üben.“ Auch diese Ausrichtung auf das Jetzt kannst Du üben.

Die wundervolle Yogalehrerin Evgenia Ploch hat inspirierende und wahre Worte gefunden was das WOW im NOW für sie ausmacht – diese Gedanken darf ich dankenswerterweise mit Dir teilen:

„Und während ich so meinem Atem lausche und in den Moment eintauche, dehnt sich die Fülle der Gegenwärtigkeit wieder langsam aus in mir. Und enthüllt dieses Wissen. Diese tiefe Gewissheit, dass wir die Schöpfer unserer Wirklichkeit sind. Dass wir mit jedem Atemzug entscheiden können, welche Formen unser Sein annimmt. Dann passiert das Magische: Die Zeitlosigkeit schenkt sich mir!“

 

Tipps für Deine Achtsamkeitspraxis:

1. Erinnerung
Leider ist es so, dass der Geist gerne vergisst. So auch das Vorhaben einer beständigen Praxis. Schaffe Dir Erinnerungshilfen, die Dich niemals vergessen lassen, dass Du den Moment aufmerksamer erleben und genießen möchtest – z. B. bunte Klebezettel an zentralen Stellen, ein Wollknäuel vor Deiner Wohnungstür, Dein Wochenfokus (siehe Punkt 2) schön aufgemalt o. Ä.

2. Fokus
Verzetteln bringt nicht weiter. Niemand kann mehrere Gewohnheiten auf einmal über Bord werfen. Schritt für Schritt geht es zum Ziel. Wähle beispielsweise ein Motto pro Tag oder Woche aus, dem Du Dich widmen möchtest. Z. B. Deine Mitmenschen auf dem Weg zur Arbeit ernsthaft registrieren, die eigenen Schritte wahrnehmen (Gehmeditation), die Natur beobachten, Gefühle erkennen etc.

3. Akzeptanz
Sich in Akzeptanz und Hingabe zu üben, verlangt Disziplin und den Willen, es immer und immer wieder zu probieren. Es ist keine große Kunst, sich einem wunderschönen Moment hinzugeben. Bei einem herausfordernden Moment sieht das schon ganz anders aus … Je mehr Du lernst zu akzeptieren, was gerade nicht zu ändern ist, desto geringer werden Deine inneren Widerstände und desto weniger wirst Du darunter leiden.

4. Beobachtung
Es ist einfach, andere Menschen zu beobachten und gar über sie zu urteilen. Drehe den Spieß mal um und beobachte Dich selbst – beim Denken, beim Handeln, beim Sprechen. Was erkennst Du? Gerade wenn Du Deine eigenen Gedanken beobachtest, nimmst Du ihnen die Macht, die sie so gern über Dich zu erlangen versuchen.

5. Meditation
Meditiere – möglichst täglich! Es ist gar nicht so kompliziert. Schon ein paar Minuten täglich wirken Wunder. Z. B. eine Atemmeditation kann Dich absolut in den Moment katapultieren und Dir die Fülle des Jetzt offenbaren. Je regelmäßiger Du praktizierst, desto besser kannst Du diese Ruhe im Moment in Deinen Alltag integrieren.

6. Yogapraxis
Die Yogapraxis – hier in Form von Asanas – darf an dieser Stelle nicht fehlen. Für das Üben der Achtsamkeit empfehle ich eine Praxis ohne Musik und in Deinem individuellen Tempo. Nutze Deinen tiefen Atem, um Dich durch die Bewegungen führen zu lassen. Lausche dabei Deinem Atem als sei er Musik. Du kannst gar nicht anders, als im Moment zu sein.

7. Natur
Sich langsam und ohne Ablenkung in der Natur aufzuhalten, ist die höchste Form der Achtsamkeit. Der Aufenthalt in der Natur – ohne Gespräche, ohne Smartphone, ohne Zeitdruck – schenkt Dir absolute Gegenwärtigkeit.

Und als Lesetipp zum Thema ein absoluter Klassiker: Jetzt! Die Kraft der Gegenwart von Eckhart Tolle.

 

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Christina Waschkies http://www.happymindmagazine.de <![CDATA[Buchtipp: „Das Karma, meine Familie und ich“ von Stephanie Schönberger]]> http://www.happymindmagazine.de/?p=15605 2017-04-26T10:53:21Z 2017-04-25T13:39:08Z Die hypothetische Erziehung von meiner damals noch nicht geborenen Tochter Dora fühlte sich in der Schwangerschaft so unglaublich einfach an. Ich wusste ganz genau, wie ich alles regeln wollte. Ich dachte mir, ich bin doch Yogi, das mach ich mit links. Immer entspannt. Immer achtsam. Immer liebenswürdig. Nur leider wurde relativ schnell nach der Geburt klar: Da ist noch jemand, der ständig sein Veto einlegt. Das Kind. Wer Eltern ist, weiß: Auch mit Kleinkindern kann man sich gehörig zoffen! 

Da hilft nur: Entspannt bleiben. Ach nee. 

Die Mamas und Papas unter euch nicken jetzt zustimmend: Der trubelige Familienalltag braucht eine große Portion Loslassen, Achtsamkeit und Zen. Mehrere Persönlichkeiten wollen tagtäglich zusammen existieren und oft kracht es zum ersten Mal fünf Minuten nach dem Aufstehen. Aber wie können wir entspannt mit unserer Brut umgehen? Und vor allem mit unseren eigenen Mustern und überholten Glaubenssätzen?

 Patanjali als Erziehungsratgeber

Die yogischen Prinzipien aus dem Yoga Sutra von Patanjali sind nicht nur als Single Yoga Lady, die von einem Yoga Retreat zum nächsten jettet, gut anwendbar. Natürlich gilt der yogische Leitfaden auch für Eltern und Kinder. Und genau davon handelt das Buch „Das Karma, meine Familie und ich“ von Yogalehrerin und Journalistin Stephanie Schönberger. 

Aha-Momente inklusive 

Liebe Stephanie, du hattest mich schon beim Vorwort! Die Erkenntnis, dass wir alle einzig und allein nach dem Gutfühlen streben hatte ich doch schon mal! Ich korrigiere: Nicht nur einmal, sondern mindestens hundertmal. Nur irgendwie schaffe ich es immer wieder, diese bahnbrechende Neuigkeit zu vergessen. Dabei ist es doch so einfach: Wir alle wollen uns gut fühlen und jeder braucht dafür etwas anderes. Und genau deswegen geraten wir alle so oft aneinander. 

Yogische Erziehungsprinzipien – Jasper Juul meets Bhagavad Ghita 

Mir war von Anfang an klar, dass ich mein Kind so erziehen will. Mit Meditation, Downdog und Mantra chanten. Mit Neins aus Liebe. Mit Fantasiereisen und Tarotkarten. Mit abendlicher gemeinsamer Reflektion des Tages. Mit bindungsorientierter Elternschaft. In Theorie alles super super super,bis du eines Tages merkst, dass du fuchsig wirst, wenn dein Kind alles an Essen erst mal auf den Boden feuert. Dass du in völlig regressive Verhaltensweisen rutscht, in denen DU dich aufführst wie das Kleinkind. 

Wissen, warum 

Was immens hilft ist zu wissen, welcher Schleier uns gerade vor Augen liegt (die guten alten Kleshas a.k.a. die Wahrnehmungsverzerrer aus der yogischen Philosophie) wenn wir selbst zu genervten Kröten mutieren. Genau so wie das Wissen, dass eine Situation immer nur so dramatisch ist, wie wir sie wahrnehmen. Und dass wir jederzeit die Entscheidung treffen können, unsere Wahrnehmung zu ändern. Bist du also stark genervt von deinem Kind, das sich nicht anziehen lassen will, liegt es an dir: Du könntest jetzt auch entscheiden,nicht genervt zu sein und schon wäre die Situation viel angenehmer. 

Fazit: 

Wenn du Mama/Papa bist und dir eine neue und leichte Sichtweise auf das ganze Konstrukt Familie wünschst, bist du fündig geworden. Wenn dein Uterus schon etwas kribbelt und du vor hast, eine yogische Familie zu gründen oder einfach einen kleinen Auffrischer in Sachen Yogasutra und Yoga Philosophie benötigst, dann auch. Und wenn du mal wieder herzhaft lachen magst, erst recht! Dieses Buch zu lesen macht einfach Spaß. Es ist spritzig und herzlich geschrieben, bringt einem die Yoga Philosophie ohne lautes Gähnen näher und liest sich flott in einem durch. Und tatsächlich löst es große Erleichterung in mir aus. Aha, alle sind also genervt von ihren Kindern! Von mir also eine uneingschränkte Empfehlung für ein Buch, in das ich in meinen Leben als Mama mit Sicherheit noch das ein – oder andere Mal reinschauen werde. 

Die Autorin im Kurzinterview

Stephanie Schönberger, Journalistin, Autorin, Mutter von zwei Kindern, Leiterin der Yoga-Lehrerausbildung bei Paracelsus Kempten.

Verrate uns bitte dein wichtigstes Familien-Mantra 

Eigentlich sind es zwei. Das erste lautet: „Wir wollen eigentlich alle nur das Eine: uns gut fühlen! Wir greifen aber gerade zu den falschen Mitteln“ Das wiederhole ich mental und auch laut immer wieder, wenn ich das Gefühl habe, alle  – natürlich mit Ausnahme von mir ;) – benehmen sich völlig daneben, unverständlich, unmöglich oder außer Rand und Band. Das hilft mir, meistens, mich emotional aus der Situation zu nehmen, überlegter und ruhiger zu reagieren und dadruch vielleicht eine geeignete Methode zu finden, die Lage zu entschärfen . Mein zweites Mantra lautet „Ahimsa“, die Abwesenheit von Gewalt. Das sage ich mir zum einen immer wieder, damit ich meine Kinder und meinen Mann nicht verbal verletze (dass ich keine körperliche Gewalt anwende, versteht sich von selbst), wenn ich wütend bin. Und ich sage es mir zum anderen, damit ich selbst Wut, Zorn und Ärger nicht zu lange in mir herum trage. Denn auch das ist eine Form von Gewalt, mir selbst gegenüber, die sich zusätzlich in meinen Handlungen und Reaktionen anderen gegenüber bemerkbar machen kann.

Das Karma, meine Familie und ich

Autorin Stephanie Schönberger

Dein liebstes Morgen-Ritual?

Ich wünschte, ich hätte Zeit dazu. Tatsächlich sieht es unter der Woche bei mir so aus: Augen zu und durch. Die Kinder innerhalb von maximal eineinhalb Stunden mit einem Frühstück versorgen, Pausenbrote schmieren, Zähneputzen, Anziehen, schulfertig machen bzw. in den Kindergarten bringen und anschließend das Chaos zuhause aufräumen. Da bleibt kein Raum für Rituale. Aber ich habe eins für den Abend. MIt meinen Kindern schaue ich an, was an diesem Tag nicht so toll für sie war und was ganz besonders schön war, worüber sie sich gefreut haben und wofür sie dankbar sind. Dann beten wir gemeinsam. Ich mache das für mich selbst auch immer vor dem Einschlafen, schon seit meiner Kindheit. Die Art unserer Gedanken bestimmt schließlich unseren Schlaf und das Aufwachen am nächsten Tag. Wenn ich also mit friedlichen Gedanken einschlafe, wache ich auch friedlicher wieder auf. Mein Abend-Ritual ist quasi meine Prophylaxe für den Morgen.

Drei Buchtitel, die mit auf die einsame Insel kommen?

Upasana: Das gute Gefühl“* von Eberhard Bärr, „Maybe It’s You: Cut the Crap. Face Your Fears. Love Your Life.“* von Lauren Handel Zander. Und „Unterleuten“* von Juli Zeh, weil das sehr dick ist und seit Wochen unausgepackt neben meinem Bett liegt und ich befürchte, erst auf eine einsame Insel ziehen zu müssen, um die Zeit zu haben, es zu lesen.

Vielen Dank, liebe Stephanie!

Das Buch bekommst du hier:

Das Karma, meine Familie und ich: Yoga-Philosophie für einen entspannteren Alltag

 


Dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit der Autorin entstanden und enthält Affiliate Links*. Vielen Dank für das Vertrauen in unsere Arbeit.

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Christina Waschkies http://www.happymindmagazine.de <![CDATA[Quick Tipps: Sleek & Chic von der Matte zum Business Termin mit Mandala]]> http://www.happymindmagazine.de/?p=15630 2017-04-26T10:26:02Z 2017-04-24T16:51:53Z Von der Matte zum Business-Lunch? Easy peasy. Mit diesen Klamotten bist du auf jeden Fall nicht nur sportlich und bequem, sondern auch super chic angezogen. Zum Business-Termin dann einfach Sneaker gegen ein paar Sandalen (Jahaaa, der Sommer kommt!) und die Yogatasche gegen einen schwarzen Shopper tauschen und schwupps, bist du fantastisch angezogen. Die Frage mit dem Outfit muss ja leider jeden Tag aufs Neue geklärt werden und je minimalistischer der Kleiderschrank, desto einfacher lässt sie sich beantworten.

By the way: Hast du eigentlich schon meinen Text von meinem Capsule Wardrobe Experiment gelesen? Ich lebe seit über einem Jahr mit nur 33 saisonalen Kleidungsstücken! Super interessant finde ich auch den neuen Service Zalon.de. Dort kannst du dich kostenlos von Stylisten beraten lassen und dir dann eine Box mit deinen individuellen Outfits schicken lassen. Hat die liebe Rebecca von Elfenkindberlin letztens ausprobiert und sie sah wirklich sehr gut angezogen aus. Werd ich auf jeden Fall in naher Zukunft ausprobieren.

1 – Eins meiner Lieblingsyogalabels Mandala hat tatsächlich immer so wunderschöne, schlichte Knitwear. Hält dich nicht nur in Savasana kuschelig warm, sondern kleidet dich auch vorher und hinterher extrem gut. Dieser loose fit Merino Pullover sitzt entspannt, sieht stylo aus wegen den clever gesetzten Nähten und das Material kühlt bei Hitze und wärmt dich in dieser ungemütlichen Zwischenzeit, die sich hier in Deutschland Frühling nennt.

2 – Ich hab meinen Sommerschuh gefunden: Die Minimal Sandals von YouTube Legende Moin Yamina. Mit diesen Barfuß-Sandalen machst du einfach alles richtig. Du unterstützt vor allem eine sehr sympathische Bloggerin & Vloggerin. Ich mag die Frau total. Wenn du sie noch nicht kennst, dann kannst du hier aufholen. Doch zurück zum Schuh: die Sandalen sind fair produziert, vegan, so bequem wie ein großes NICHTS an den Füßen. Ich will und ich werde. Und zwar hier: Highfeels.com

3 – Ich verehre meine Nintaanzi Mala in hot pink und meditiere jetzt schon ungefähr vier Jahre damit. Für ein schlichteres Outfit finde ich vor allem diesen natürlichen Ton sehr ansprechend. Die Mala ist gerade auf 49,00€ bei den lieben Leuten vom GreenYogaShop reduziert, klick hier. 

4 – Und da ist sie: Meine every day Frühlings-/und Sommer Hose von, drei mal darfst du raten, Mandala Fashion. Die Studio Pants in Black ist so oberbequem und weich, ich mag sie gar nicht mehr ausziehen. Aus Tencel hergestellt, mit flotten Raffungen gegen Langeweile und forever cool in schwarz. Beim Yin Yoga, beim Vinyasa, beim Abhängen im Café und beim Kuscheln mit dem Baby auf dem Sofa. Klare Kaufempfehlung. Mandala Fashion

Dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit Mandala Fashion entstanden, vielen lieben Dank für das Vertrauen in meine Arbeit!

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Christina Waschkies http://www.happymindmagazine.de <![CDATA[Spirituelles Multitasking – wie du als Mama doch noch zu deinem OM kommst]]> http://www.happymindmagazine.de/?p=15597 2017-04-22T07:43:27Z 2017-04-19T17:57:19Z Meine erste Yogastunde allein – 8 Monate nach der Geburt meiner Tochter- hat sich angefühlt wie…hach, das ist schwer zu beschreiben. Es war so erholsam wie ein Yoga Retreat. Es war aufregend wie eine durchtanzte Nacht. Es war wie der 18. Geburtstag oder der bestandene Führerschein in einem. So frei! So unabhängig! Es war wie nach einer langen Reise nach Hause kommen. Sich so voller Vorfreude mit einem Seufzer auf die Couch plumpsen lassen. Nur etwas anstrengender. Einfach fantastisch.

Leider klappt das nicht jede Woche. Mal zahnt das Kind, mal bin ich zu müde. Aber meine spirituelle Praxis lass ich mir nicht nehmen. Die brauche ich. Zumindest in abgespeckter multitasking Version.

Doch wie schleicht man als Mama im ersten Babyjahr das ein oder andere OM in seinen Alltag?

Ich hab mir in den letzten 9 Monaten einiges einfallen lassen, um an meine Dosis Spirit zu kommen – denn darauf hoffen, dass das Baby mal zwei Stunden am Stück pooft, ist mir zu riskant.

Spiritual multitasking für Mamas – meine Tagesroutine

KERZE ANZÜNDEN 
creates a holy moment, ganz wichtig. Jedes noch so kleine Ritual trägt dazu bei, dass wir uns an unseren göttlichen Funken erinnern. An unsere Essenz, in Liebe geboren und hier auf Planet Erde um Liebe zu schenken und zu erhalten.

KARTE ZIEHEN
Gibt meinen Gedanken und Gefühlen eine positive Richtung. Mach ich jeden Morgen während Dora in ihrem Babystuhl ihr Frühstück mümmelt und ich den ersten Café schlürfe – bzw Dora zieht die Karte. Oder zwei. Oder drei. Sie liebt das!
Ich nehme die Gabby Bernstein Karten oder die Truthbombs von Danielle LaPorte. Manchmal auch The Motherpeace Tarot Deck*, wenn ich etwas mehr Zeit habe. Im Moment schlage ich immer eine Seite aus meinem aktuellen Schmöker Light Is the New Black* auf und lasse mich davon inspirieren, mir neue Fragen zu stellen, die ich mir sonst nicht gestellt hätte.

ORGANISIEREN
Der etwas langweilige und wenig holistische Punkt dieser Liste – aber trotzdem sehr wichtig! Für mich das A und O. (bzw. das O und M) meines Tagesablaufs. Ich nehme mit drei to-dos vor, die nicht länger als 15 Minute dauern. Susanne Mierau von geborgen wachsen nennt das “ kleine Päckchen packen.“ Sobald ich meine drei Prioritäten für den Tag gesetzt habe und weiß, dass ich sie heute irgendwann abhake, habe ich auch den Kopf frei für Spirit Krams. Mein DESIRE MAP PLANNER* von Danielle LaPorte hilft mir wahnsinnig dabei, sowohl meine to-do’s als auch meine Wohlfühl-Liste jeden Tag umzusetzen. Drei Dinge die müssen, drei Dinge die gut tun. Zack. Bumm. Mein Mann arbeitet neuerdings auch mit einem Planer, und zwar mit KLARHEIT*. Dort gibt es auch einen fantastischen Coaching Teil und unsere Familienorga ist sooo viel besser seit dem. Fokussierter, minimaler, effizienter. Somit bleibt viel mehr echte Quality Time.

WALKING CHAKRA MEDITATION
Gegen Vormittag muss das Baby gelüftet werden. Also ab in die Trage und raus. Dabei mache ich immer eine walking Chakra Meditation. Wenn du von Chakras noch gar nix gehört hast, lies mal hier. Wenn du schon ein alter Chakra Hase bist, dann lies gleich weiter. Die Chakras haben ja jeweils ein Mantra. Das Muladhara Chakra LAM, Svadhisthana VAM, Manipura RAM, Anahata YAM, Vishudda HAM, und OM für das Ajna Chakra.

Also chante ich (mental oder leise-laut) beim gehen LAM LAM LAM LAM LAM so oft wie es sich gut anfühlt und konzentriere mich auf das erste Chakra. Stelle mir die Farbe vor. Spüre nach, wie das bija mantra an dieser Stelle vibriert. Irgendwann ist das Chakra gut durchgechantet und dann geht’s weiter zum zweiten. VAM VAM VAM VAM VAM – lass dich nicht beirren, dein Körper weiß genau wann er genug hat. Sing einfach weiter bis du denkst, jetzt reicht’s. Oder singe 108 mal mit Hilfe einer Japa Mala.

So singst du dich durch all deine Chakras bis du mehrmals OM chantest für dein Stirnchakra. Bis dahin sollten sich Körper, Kopf, Geist und Herz sehr frei und leicht anfühlen.

Für das siebte Chakra visualisiere ich einen weißen Lichtstrahl, der durch das Stirnchakra eintrittt und in L-Form aus dem Kronenchakra austritt. Das pustet den Kopf noch mal so richtig gut durch.

Und danach, believe it or not, bin ich die Queen of Zen.

VIPARITA KARANI ODER KATZE/KUH
für die zwei ist immer Zeit. Irgendwie. Irgendwo. Irgendwann. Anleitung hier oder hier.

BABY HERZ MEDITATION
Kannst du toll beim Stillen oder kuscheln machen. Habe ich letztens schon in einem Beitrag gepostet. Schau mal hier.

So, ich hoffe sehr dass auch für dich was dabei ist, was du in deinen vollen Alltag quetschen kannst. Vielleicht hast du ja auch noch ein paar Tipps für uns? Ich freue mich über einen Kommentar von dir!

Alles Liebe, Christina


*Fotocredit: Sina Niemeyer
* Dieser Artikel enthält Affiliate Links

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Jasmin Schüller <![CDATA[Bye Bye Ama: Ayurvedische Mundpflege leichtgemacht]]> http://www.happymindmagazine.de/?p=15506 2017-04-05T06:10:55Z 2017-04-05T06:09:52Z Im Ayurveda fängt die Gesundheit des Körpers schon mit der Aufnahme unserer Nahrung an – nämlich im Mund. Denn schon im Mund kann sich ordentlich Ama ansammeln. Ama heißt soviel wie „Unverdautes“ und es handelt sich um Rückstände, die den Körper belasten und die er nicht alleine abgebaut bekommt. Dazu braucht er ein wenig manuelle Hilfe, die wir ihm mit einer sorgsamen ayurvedischen Mundpflege geben können.

Zungenschaben

Bestimmt ist dir beim Zähneputzen auch schon öfters aufgefallen, dass du mal mehr und mal weniger Belag auf der Zunge hast. Dieser weiße Belag besteht aus Nahrungsbestandteilen, Zellen und Bakterien. Im Ayurveda gilt die Zunge als Verlängerung des Magen-Darm-Traktes und auch in der westlichen Medizin spielt sie eine wichtige Rolle. Erfahrene Ärzte können z. B. bereits mit einem Blick auf die Zunge bestimmte Krankheiten erkennen.

Die Bakterien, die sich auf der Zunge sammeln, sind u. a. Verursacher für Mundgeruch, Karies und Parodontitis. Deshalb sollte die Reinigung der Zunge genauso zur täglichen Routine gehören wie das Zähneputzen. Und eigentlich auch kein großes Ding, denn es geht super einfach und blitzschnell. Zungenreiniger bekommst du in den meisten Drogeriemärkten oder auch in der Apotheke. Ich persönlich benutze einen aus Kupfer, du kannst aber zum Beispiel auch einfach einen Löffel verwenden.

Und so geht’s:

Setze den Zungenschaber/Löffel einfach soweit hinten wie möglich an und zieh ihn dann mit leichtem Druck nach vorne. Danach den Schaber gut abspülen und das ganze noch 1 – 2 mal wiederholen. Am besten reinigst du die Zunge, bevor du mit dem Ölziehen beginnst.

Ölziehen

Auch Ölziehen ist eine super Sache, die du in deine tägliche Morgenroutine mit einbauen solltest. Am Anfang fand ich es noch etwas ungewohnt, aber mittlerweile mache ich es nebenbei während ich mich dusche, eincreme oder schminke. Diese Entgiftungstechnik, die auch aus der ayurvedischen Heilkunde stammt, verbessert nicht nur die allgemeine Mundgesundheit, sondern kann auch bei anderen Krankheiten Abhilfe schaffen. Durch das Ölziehen werden Bakterien im Öl gebunden und später dann ausgespuckt. Das geniale ist, dass das Öl auch Stellen erreicht, die ansonsten wirklich schwer bis gar nicht zu erreichen sind wie z. B. Zahnzwischenräume und Zahnfleischtaschen. Auch das Ölziehen beugt Karies, Mundgeruch und Parodontitis vor. Zusätzlich werden Zähne und Zahnfleisch gestärkt.

Aus ayurvedischer Sicht verhindert das Ölziehen auch das Entstehen anderer Krankheiten, da sich so die Bakterien, die sich im Mund befinden, entfernt werden und keine anderen Krankheiten verursachen können.

Bei der Frage nach dem perfekten Öl scheiden sich wie so oft die Geister. Ich selbst mache es mit reinem, nativen Kokosöl. Im Ayurveda wird traditionell Sesamöl verwendet, aber auch reines Sonnenblumenöl wird empfohlen.

So funktioniert’s:

Reinige zuerst deine Zunge mit dem Zungenschaber. Nimm dann einen Esslöffel voll Öl in den Mund und beginne, das Öl im Mund zu bewegen und durch die Zähne zu ziehen. Zwischendurch solltest du es kurz ein wenig ruhenlassen (damit sich das Öl verteilen und die Bakterien aufnehmen kann) und es dann weiter bewegen. Dies solltest du mindestens 15 Minuten lang machen, besser sind sogar 20 Minuten. Hört sich jetzt schrecklich lang an, aber du kannst es wie gesagt auch super nebenbei machen. Es wird auch teilweise empfohlen, dass Öl nach ca. 3 – 4 Minuten auszuspucken und einen neuen Löffel Öl zunehmen. Dies dann 5 – 6 Mal wiederholen, so dass du insgesamt auch auf 15 – 20 Minuten kommst. Durch das zwischenzeitige Ausspucken und erneuern wird eine

Wenn die Zeit rum ist kannst du das Öl einfach in ein Papiertaschentuch oder direkt in den Mülleimer spucken. Auf keinen Fall runterschlucken, da das Öl ja jetzt voller Bakterien ist. Anschließend den Mund gründlich mit warmem Wasser ausspülen und wie gewohnt die Zähne putzen – am besten mit ayurvedischer Zahncreme, doch dazu gleich mehr. Optimaler Zeitpunkt für das Ölziehen ist übrigens am Morgen direkt nach dem Aufstehen, damit die über Nacht im Mundraum angesammelten Bakterien direkt entfernt werden können.

Zahncreme & Mundwasser 

Es gibt einen ganzen Haufen ayurvedischer Zahncremes aus Indien, die leider häufig bedenkliche Inhaltsstoffe haben. Doch zum Glück gibt es auch in Deutschland produzierte Alternativen, wie die neue ayurvedische Zahncreme Muskanadent von der Münchner Zahnärztin Dr. Annette Jasper.

Sie schmeckt mild-krautig-ayurvedisch mit ein wenig Frucht – das dürfte der Beerengeschmack sein – und ist als zertifizierte Naturkosmetik klassifiziert. Das bedeutet, dass diese Zahncreme keine Füllstoffe, Schäumer, Fluoride, Duftstoffe, Parabene, Paraffine und PEG-Verbindungen enthält. Sehr beruhigend. Dafür enthält sie einen Haufen natürlicher Goodies wie Neemöl, Kokosöl, Salbei, Ringelblume und Kamille.

Das dazu erhältliche Mundwasser gibt einen Frische-Kick und enthält viel Salbei. Dies ist ein Antioxidans, wirkt antibakteriell und antiviral, wirkt gegen Entzündungen im Mundraum. Kamille wirkt beruhigend auf irritierte Haut und unterstützt die Regeneration.

Zungen – und Zahnfleischgel

Das Zungen – und Zahnfleischgel aus der Reihe hat mir persönlich sehr gut gefallen. Falls man den Kardinalsfehler begangen hat, Zwiebeln oder Knoblauch gegessen zu haben, dann genügt ein wenig sorgfältig in die Zunge massiertes Gel und ein paar eifrige Striche mit dem Zungenschaber, schon ist man den penetranten Geschmack wieder los. Ebenso wirkt dieses Gel bei Zahnfleischreizungen und hilft, eine gesunde Mundflora aufzubauen. Die Kombination spezieller pflanzlicher Wirkstoffe aus Salbei, Neem, Nelke, Canola und Pfefferminz pflegen besonders sehr empfindliches, trockenes, zu Reizungen, Schwellungen und Blutungen neigendes Zahnfleisch.

Lippenpflege

Auch die Lippen wollen gut gepflegt sein! Die Muskanadent Lippenpflege enthält Alpenrose, Zimt, Lavendel und Öle wie Jojoba und Canola sowie Shea-Butter und hinterlässt durch die enthaltene Pfefferminze ein sehr angenehmes, kühlendes Gefühl auf den Lippen. Sie ist auch bei Lippenbläschen anwendbar.

Mehr dazu: www.Muskanadent.com und hör auch unbedingt mal beim Podcast „Gesundheit, Schönheit und Vitalität“ von Dr. Annette Jasper rein. 


Disclaimer: Dieser Artikel ist in freundlicher Kooperation mit Muskanadent entstanden, vielen Dank für das Vertrauen in unsere Arbeit!

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Johanna Langner http://simplicitycooks.blogspot.ch <![CDATA[Rezept: Gemüsewaffeln aus den Resten deines Entsafters]]> http://www.happymindmagazine.de/?p=15567 2017-04-25T21:30:07Z 2017-04-05T06:00:55Z Passend zum Frühlingsbeginn habe ich mit dem festen Vorhaben, mit dem Jahreszeitenwechsel einen inneren Frühjahrsputz in Form eines 7-tägigen Saftfastens durchzuführen, meinen Entsafter in der Mitte meiner Küche platziert.

Ich liebe diese Auszeiten, in denen das Thema, mit dem ich mich beruflich und hobbymäßig so viel beschäftige, für ein paar Tage in den Hintergrund rückt: Das Essen. Nach einer Phase des Fastens starte ich immer voller Frische und neuer Ideen in meinen Küchenalltag.

Saftfasten ist super, doch was machen mit dem „Abfall“?

Mein Entsafter zaubert in diesen Tagen herrlich bunte Säfte (meistens grüne) und versorgt mich mit ausreichend Wasser, Vitaminen und Nährstoffen. Nur eine Sache gefällt mir beim Entsaften nicht: So viel kostbares Material wandert in den Biomüll. Ich schmeiße allgemein nicht gerne Lebensmittel weg; wenn es dann auch noch Sachen sind, die ich gerne essen würde und nur aufgrund des Fastens zu dem Zeitpunkt nicht zu mir nehmen möchte, tut mir das besonders weh.

Für dieses Dilemma habe ich jetzt die optimale Lösung gefunden: Bunte Gemüsewaffeln

Dieses Mal habe ich alle meine „Reste“ vom Entsaften gleich eingefroren für die schmackhafte „Zeit danach“ und gestern einen bunten Beutel aus dem Eisschrank gezogen. Ich war mir im Vorfeld etwas unsicher wegen des Geschmacks, weil in dieser Tüte querbeet von Apfel über Gurke und Fenchel bis hin zu Roter Beete vieles vertreten war und ich mir nicht genau vorstellen konnte, wie ein solches Sammelsurium auf meinem Teller schmecken könnte. Aber ich war überrascht: Diese Gemüsewaffeln sind herzhaft fruchtig und farblich ein Hingucker – und dazu noch vegan.

Für 10 Waffeln brauchst du Folgendes:

  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 EL Kokosfett
  • 2 Becher geraspeltes Gemüse (Karotte, Zucchini, Rote Beete etc.) oder Entsafterreste
  • 300 g Dinkelvollkornmehl
  • 5 EL Süßlupinenmehl
  • 250 ml Mandelmilch
  • 1 EL Salz
  • Wasser

 

Zubereitung:

  1. Wasche und schneide die Frühlingszwiebeln in feine Ringe.
  2. Erhitze das Kokosöl in einer Pfanne und brate darin die Frühlingszwiebeln an.
  3. Gib das Gemüse zur Pfanne hinzu und würze die Mischung mit reichlich Salz.
  4. In einer Schüssel: Kombiniere Dinkelmehl mit Süßlupinenmehl.
  5. Gib das Gemüse und die Mandelmilch zur Mehlmischung hinzu.
  6. Fülle Wasser nach und verrühre gut (du brauchst so viel Wasser, bis die Konsistenz des Teigs flüssig ist – wie für Pfannkuchen).
  7. Heize dein Waffeleisen und bestreiche es mit etwas Kokosfett.
  8. Backe die Waffeln bei mittlerer Hitze für ein paar Minuten goldbraun.

Schmeckt hervorragend mit Hummus und Apfelmus und ist auch ganz ohne das Entsaften vorher ein Lieblingsgericht für die abwechslungsreiche und ausgewogene Küche. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Katrin Schwerdtner http://www.newmoonyoga.de <![CDATA[Einmal Sorgenfrei to go, bitte: Eine Expedition zu den verflixten Gründen unserer Angst]]> http://www.happymindmagazine.de/?p=15519 2017-04-02T01:48:51Z 2017-04-03T06:00:19Z So viele Entscheidungen. So viele Optionen. So viele Konsequenzen. So viel Unsicherheit. So viel Angst.

Je mehr wir uns mit uns selbst auseinanderzusetzen, desto mehr hinterfragen wir die Strukturen, in denen wir uns bewegen und finden uns in Situationen wieder, die große Entscheidungen von uns verlangen und nicht selten auch einen Richtungswechsel sowie einschneidende Veränderungen bedeuten. Und Veränderungen konfrontieren uns immer auch mit unseren großen und kleinen Ängsten.

Klar, bei dieser Entwicklung hat natürlich Yoga mal wieder seine Finger im Spiel, denn es macht uns wach und achtsam, lüftet den Schleier. Es lenkt unseren Blick weg von dem, was immer schon war hin zu unserem Potenzial und dem, was möglich ist, wenn du dich aus alten Gedanken- und Verhaltensmustern löst. Du hattest dich gerade gemütlich in deiner Komfortzone eingerichtet und dir selbst glaubhaft versichert, dass alles total super ist, da nimmt Yoga dir die rosarote Brille von der Nase und lässt dich wieder klar und deutlich deinen Horizont und seine Grenzenlosigkeit erkennen. Ist das alles wirklich so toll oder nur gemütlich? Bin das wirklich ich, oder bin ich das, was von mir erwartet wird? Bin ich wirklich Opfer der Umstände, oder könnte ich etwas verändern, wenn ich nur mutig meine Flügel ausbreiten und durch die weit geöffnete Käfigtür hinaus in die Ungewissheit fliegen würde?

Hach, was waren das noch für Zeiten, als meine größte Angst die vorm Zahnarzt und vor haarigen Achtbeinern war?

Mein Leben verlief in sicheren Bahnen und die Entscheidungen, die es zu treffen gab, drehten sich eher darum, ob ich am Sonntagabend lieber den indischen oder den vietnamesischen Bringdienst bestelle, bevor am Montag wieder täglich das Murmeltier grüßt und man sich treiben lässt auf den sanften Wogen des Alltagstrotts. Klar, da gab es nicht viel Raum für Verrücktheit und Veränderung, aber eben auch nicht viel Raum für Angst und Unsicherheit. Unglücklich war ich nicht, aber eben auch nicht glücklich. Und je mehr ich mich Yoga widmete, desto mehr begann ich mich und mein Leben zu hinterfragen und zu ahnen, dass irgendetwas schief lief.

Es folgte eine Weltreise … eine Yogalehrerausbildung … New Moon Yoga … und als letzte Konsequenz – nicht als Zeichen meines Mutes, sondern weil es unausweichlich und nicht mehr mit meinem Leben und meinen Wertvorstellungen zu vereinbaren war – die Kündigung meines festen Arbeitsverhältnisses und der Schritt in die Selbständigkeit.

Große Freiheit. Und mit der Freiheit kam die Angst.

Ich kann mich nicht mehr hinter den Strukturen eines Konzerns verstecken, sondern lege in jede Yogastunde, jede Yogareise, jede Massage auch ein Stück von mir selbst. Die Miete, Versicherungen, Telefon und Lebensmittel bezahlen zu können ist keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern hängt davon ab, ob und wie viele Menschen dieses Stück von mir haben möchten, was wiederum von so vielen Faktoren abhängig ist, dass es ohne eine große Portion Urvertrauen wohl gar nicht gehen würde. Und immer wieder, meist dann, wenn ich gerade besonders zufrieden bin mit meinem Leben, wenn ich mittags mit einem guten Freund im Café sitze, mir die Sonne ins Gesicht scheint und die Luft nach Frühling riecht, reist der Verstand plötzlich mit mir in die Zukunft und stellt unangenehme Fragen: Ist das alles nur ein kurzer Moment des Glücks und gar nicht das echte Leben? Kann mir das wieder weggenommen werden? Was wird sein in 10 Jahren – 20 Jahren – 30 Jahren?

Ist Angst der Preis, den wir für die Freiheit bezahlen?

Bei den großen Fragen des Lebens lohnt es sich ja immer, mal einen Blick auf die literarischen Ergüsse spiritueller Großmeister zu werfen. Denn wenn sich schon mal jemand ausführlich mit der Thematik auseinandergesetzt hat, kann ich mir die Zeit ja im Grunde sparen und nach kurzer Lektüre direkt über „Los“ in Richtung Erleuchtung weiterziehen. Quasi Sorgenfrei to go. Frei nach dem Motto: Man muss nicht wissen, wie es geht, sondern nur, wo es steht.

Tja, nur ist das mit der Angst so eine Sache, denn sie ist vieles, aber ganz bestimmt nicht in einem Satz zu erklären. Ich befrage Google und Wikipedia, lese wissenschaftliche Abhandlungen, psychologische Fachliteratur, große Worte weiser Yogis und Zitate weltberühmter Denker und Philosophen, aber wirklich schlauer werde ich nicht. Wir empfinden Angst als bedrohlich, was natürlich erstmal kein schönes Gefühl ist, aber im Zweifelsfall auch lebensrettend sein kann. Angst kann uns lähmen, aber genau so kann sie uns auch zu Höchstleistungen antreiben. Ich stoße auf ein Zitat von Osho:

„Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, statt dessen ist es die totale Gegenwart von Angst – mit dem Mut, ihr zu begegnen.“

Also ohne Angst kein Mut?

Je mehr ich lese, desto komplexer gestaltet sich das Ganze. Woher genau kommt die Angst denn nun? Und viel wichtiger: Wie werde ich sie los, damit ich meine Freiheit endlich so richtig schön genießen kann, ohne ständig wachsende Sorgenfalte zwischen den Augen und ohne permanent über Altersarmut und Unterversicherung nachzudenken?

Benjamin Franklin hat gesagt:

„Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“

Das bringt mich zum Grübeln. Sind meine Ängste Ausdruck meines inneren Wunsches nach mehr Sicherheit? Und habe ich diese Sicherheit nicht gerade mit wehenden Fahnen und Pauken und Trompeten hinter mir gelassen, mit dem Wunsch nach mehr Freiheit? Wie viel Sicherheit verträgt die Freiheit?

Ach, es ist doch verflixt. Wie es scheint, ist die Angst immer da und schon immer da gewesen.

Sie sichert unser Überleben und hat in vielen Situation absolut ihre Berechtigung. Die Kunst ist wohl, die positiven Aspekte der Angst zu erkennen, genau hinzugucken, klug abzuwägen und für sich selbst eine Entscheidung zu treffen, wie viel Freiheit und wie viel Sicherheit das richtige Gleichgewicht für das eigene Leben bilden. Sich nicht von der Angst, sondern vom Vertrauen, von der Liebe leiten zu lassen, das „Jetzt“ zu genießen, auch wenn die Angst immer Teil dieses „Jetzt“ ist. Wahre Sicherheit können wir nicht auf unserem Bankkonto finden und kein Arbeitsvertrag kann sie uns vertraglich zusichern. Sie lässt sich nicht in einem schönen Haus am Stadtrand einmauern und auch nicht über die Rentenversicherung für die Zukunft konservieren.

Wahre Sicherheit können wir nur aus uns selbst heraus entstehen lassen

Und dann stoße ich am Ende meiner Recherchen auf ein Zitat, das mich ganz besonders wach rüttelt.

„Geh los! Warte nicht, die Angst wird nur größer!“

Wer das gesagt hat? Einer, der es wissen muss. Einer, der die Welt von ganz oben gesehen hat. Einer, der dem Himmel zum Greifen nah war und diesem Traum sogar einen Zeh geopfert hat. Einer, der sich wie kein anderer nach Freiheit und Weite sehnt, aber verstanden hat, dass es ohne Sicherheit nicht geht und man die Angst immer im Schlepptau hat. Der gute, alte Reinhold Messner war’s.

Du musst ja nicht gleich den Mount Everest besteigen. Aber was auch immer dein Traum ist: Geh los! Mach dich auf den Weg. Hab den Mut, immer mal wieder einen Richtungswechsel vorzunehmen. Fall hin. Steh wieder auf. Nimm die Angst an, aber nicht mit. Lass dich nicht von deiner Angst regieren, sondern nur beraten. Sei mutig. Sei frei. Sei grenzenlos. Und, egal was du tust, pass gut auf deinen Zehen auf ;-)

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