Ayurvedisches Ghee ganz einfach selber machen

Rezept: Ayurvedisches Ghee selber machen und 7 Wege, es zu benutzen

Wer Yoga praktiziert, befasst sich oft auch mit dem Thema Ernährung und kommt auch an der ayurvedischen Lebensweise nicht vorbei. Mittlerweile sind jetzt auch einige dieser Produkte in Supermärkten und Drogerieketten erhältlich, so zum Beispiel Ghee. Erstmal scheint das ganz praktisch, ihn fertig kaufen zu können – aber Ghee ist  besonders energetisierend, wenn er selbst mit Liebe gekocht wird.

Doch was ist Ghee und wofür ist es gut?

Ghee ist ein Butterschmalz und gilt im Ayurveda als Lebenselixier, Verjüngungsmittel und Stärker der Verdauungsorgane. Es regt die Abwehrkräfte an und kann auch cholesterinsenkend wirken. Es stärkt die Sehkraft, ist ein natürlicher Radikalfänger und macht in der richtigen Dosierung die Speisen bekömmlicher. Ghee enthält die Vitamine A, E, Niacin und die Mineralstoffe Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Mittlerweile gibt es Ghee schon fertig in Gläsern zum Kaufen, das Selbermachen geht aber auch sehr klangvoll und ist ganz einfach:

Hier das Rezept für Variante 1:

  • 500 g frische, ungesalzene Sauerrahmbutter in einen Topf geben, in kleine Stücke zerteilen und kaltes Leitungswasser darüber geben. Dann das Wasser wieder abgießen Dieses Waschen der Butter so oft wiederholen, bis das Wasser klar bleibt und alle Milchrückstände entfernt wurden.
  • Nun die Butter auf kleiner Stufe schmelzen lassen. Das beim Schmelzen der Butter entstehende köchelnde Geräusch zeigt Dir, dass noch Wasser vorhanden ist. Dieses muss unbedingt raus köcheln, denn sonst ist das Ghee später nicht rein und könnte ranzig werden. Also durchhalten, bis kein köchelndes Geräusch mehr zu hören und damit das Wasser verdampft ist.
  • Reines Ghee ist sehr lange haltbar. Zur Probe am Schluss darum noch einen kleinen Soundcheck vornehmen und einen Tropfen Wasser auf die geschmolzene Butter geben: wenn es so klingt, als würde der Wassertropfen auf einer heißen Herdplatte verdampfen, ist das Ghee fertig.
  • Das fertige Ghee nun durch ein Leinentuch oder einen einfachen Teefilter aus Papier in ein Glas abseihen, das Glas sofort verschließen und: Voilá, fertig!
  • Das Ghee außerhalb des Kühlschranks aufbewahren und vielfältig einsetzen.

Hier das Rezept für Variante 2:

  • Schmelze 500 g (möglichst Demeter-Bio) Butter auf kleiner Stufe im Topf.
  • Lasse das Ganze komplett erhitzen und ein wenig brodeln, bis sich die Milchrückstände an der Oberfläche anfangen zu tummeln.
  • Jetzt kannst du sie mit einem Löffel abschöpfen.
  • Köchel dein Ghee ca. 30 Minuten weiter, bis auch hier alles Wasser verkocht ist. Sobald das leise Zischen aufhört, ist dein Ghee fertig.
  • Fahre mit dem Abseihen fort wie oben.

Hier ein paar Beispiele zur Anwendung für Dich:

  • Zum Dünsten, Verfeinern und Backen von Speisen
  • zum Entgiften bei der ayurvedischen Pancha-Karma-Kur
  • Bei Bindehautentzündung (z.B. durch Heuschnupfen, Zugluft o.ä. verursacht) sowie roten, überlasteten Augen wirkt Ghee kühlend und neutralisierend, wenn in jedem inneren Augenwinkel je ein Tropfen gegeben und anschließend etwas davon auf die Augenlieder gegeben wird
  • Ghee am Abend dünn über die Fußsohlen verreiben – beruhigt, stärkt und bringt einen erholsameren Schlaf
  • Bei starkem Fieber und großer Hitze bringt Ghee über die Brust verteilt angenehme Linderung
  • zur Unterstützung der Wundheilung bei Herpes 1 TL Ghee mit ½ TL Gelbwurzelpulver zu einer Paste vermengen und auftragen – er wirkt kühlend und desinfizierend
  • als Hautpflegemittel, leicht erwärmt, zieht es schnell ein pflegt und nährt die Haut

Egal ob gekauft oder selbst gemacht, Ghee ist ein Vielkönner und sicherlich ein guter Alltagsbegleiter. Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren. Sag gern in den Kommentaren Bescheid, wie es geklappt hat.

Dieser Beitrag ist im Original am 7. Februar 2014 erschienen


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Nicole ist als Jugendliche durch ihre Tanzlehrerin zum Yoga gekommen. Da es im Anschluss zum Jazzdance Kurs Kundalini Yoga gab, ist sie dorthin - und geblieben. Beruflich war sie über 15 Jahre Theaterschauspielerin, bis sie dann ihre Yoga Lehrerausbildung Stufe1 absolviert hat. Zurzeit ist sie (noch bis September 2018) in Ausbildung der Stufe 2.Für Nicole ist Kundalini Yoga bereichernd, herausfordernd, inspirierend und motiviert sie, immer offen für Entwicklungen im Leben zu bleiben und Antworten auf Fragen zu finden. In ihrem Unterricht möchte sie diesen Funken an Begeisterung, die Mischung aus Form und Freiheit und Selbstentdeckung weiter geben und teilen. Neben dem Yoga gibt Nicole auch Entspannung durch Autogenes Training und gibt Thai Yoga Massagen.


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