Dragon Fly

Was ist eigentlich Yin Yoga?

Yin Yoga – Loslassen lernen

 Als ich vor zwei Jahren meine erste Yin-Yoga-Klasse besucht habe, war das wie eine Offenbarung für mich: Ich war entspannter und ruhiger denn je! Durch das lange Verweilen in den Asanas hatte ich viel mehr Zeit, bei mir selbst anzukommen. Das kann natürlich auch zur Herausforderung werden. Je länger ich eine Position hielt, desto mehr ließ der Körper los und ich konnte noch tiefer hinein sinken. Für mich war deshalb schnell klar, dass Yin-Yoga die perfekte Ergänzung meiner dynamischen Yogapraxis ist.

Im letzten Jahr durfte ich den Begründer des Yin-Yoga – Paul Grilley – bei einer Ausbildung in Hamburg kennenlernen und viel von ihm lernen. Eine inspirierende Erfahrung! Er verdeutlicht, wie unterschiedlich jeder Körper ist und es somit auch nicht die „perfekte“ Asana geben kann. Jeder hat beim Yin-Yoga die Ruhe und den Raum, die Position seinem Körper anzupassen.

Aber worum geht es beim Yin-Yoga genau?

Es steht nicht in Konkurrenz zu den dynamischen Yogastilen, die sehr yang-lastig sind. Im Gegenteil! Yin und Yang bilden eine Einheit. Yang ist die männliche Kraft, die unseren Muskeln zugeordnet ist und so wie unser Alltag mit viel Bewegung verbunden ist. Yin steht für die weibliche Energie, die uns zur Ruhe kommen lässt und mit Knochen und Gelenken in Beziehung steht. Das eine kann nicht ohne das andere existieren.

Während wir im dynamischen Yoga den Fokus auf die Muskulatur setzen und eher aktiv sind, sind wir im Yin-Yoga passiv. Der Fokus liegt hierbei auf den tieferen Schichten des Körpers wie Bindegewebe und Faszien. Diese werden im dynamischen Yoga oft gar nicht erreicht.

Ein Merkmal des Yin-Yogas ist, dass der Rücken immer rund ist. Im Gegensatz zum dynamischen Yoga, wo wir den Rücken bewusst gerade halten. Der runde Rücken trägt zur Dehnung bei. So können wir besser in den tiefen Schichten arbeiten. Übrigens eine wunderbare Vorsorge. Im Alter werden unsere Gelenke zunehmend unbeweglicher. Durch Yin-Yoga können wir diesem Prozess vorbeugen.

Noch ein paar Worte zur Praxis

Die Übungen werden in der Regel zweieinhalb bis fünf Minuten gehalten. Denn der Körper beginnt erst nach ein paar Minuten, sich zu öffnen. Auch hier gilt: Höre auf Deinen Körper und gehe nicht von Anfang an Deine Grenzen! Sinke viel mehr Stück für Stück in die Haltung. Dadurch erhöht sich in unserem Körper die Flexibilität und zum Teil können Anspannung gelindert und sogar gelöst werden. Der gesamte Chi-Fluss in unserem Körper wird harmonisiert. Wer einmal fünf Minuten in der Vorwärtsbeuge lag, ahnt, was ich meine.

Hier findest du ein paar Yin Yoga Übungen für Zuhause. 

Wenn du noch ein wenig mehr über Yin Yoga erfahren möchtest, dann versuch’s doch mal mit einer DVD zu Hause:

Und dies ist das passende Buch dazu:

 


<img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4874" alt="Text über Yin Claudia ist Yogalehrerin. Sie unterrichtet YOGI FLOW (eine Verbindung aus dynamischen Yoga und YIN Yoga) in ihrem Yogaraum www.yogiflow.de, in Firmen, Fitness Studios und Personal Yogastunden. Einmal im Monat unterrichtet sie eine reine YIN YOGA Stunde. Diese Termine , sowie Ankündungen von Workshops und Retreats findet ihr unter www.yogiflow.de oder bei Facebook oder schreib einfach eine Mail an Claudia.Claudia freut sich auf Euren Besuch. Lest auch gerne in unserem Hamburg Yoga Guide ein kleine Vorschau, was euch in ihren Yogastunden erwartet.


'Was ist eigentlich Yin Yoga?' have 5 comments

  1. 28. August 2013 @ 08:58 Woman Wisdom: Feiert die Weiblichkeit | Happy Mind Magazine

    […] ging es mit einer Runde Nadi Shodana (Wechselatmung) und einer Übungsreihe aus dem Yin Yoga. Im Yin Yoga geht es darum, die Energien von Yin und Yang, also dem weiblichen und dem männlichen […]

  2. 24. November 2014 @ 07:18 Yoga und Meditation: Wie sie mein Leben verändert haben | Planet Backpack

    […] Aber ich mache auch sehr gerne Vinyasa Flow und Yin Yoga. […]

  3. 26. Februar 2015 @ 10:42 Happy Healthy Monday: 5 spannende Facts über Faszien

    […] Yin Yoga ist ein hervorragender Yoga Stil um unsere tief liegenden Körperfaszien anzusprechen. Durch die passiven, lang gehaltenen Asanas wird das sogenannte Tiefengewebe gedehnt und stimuliert. Zudem wirkt es spezifisch auf Bänder und Sehnen, die auch zum faszialien Körpergewebe zählen. […]

  4. 21. Januar 2016 @ 11:15 Mario

    Liebe Claudia,

    Dein Bericht über Yin Yoga ist toll geschrieben und gliedert sich gut in Deine ansprechende Homepage ein.

    Auch mir ging es so, dass ich zuerst lieber Yang-Kurse besucht habe – wirkliches Power-Yoga – nun aber die Mischung aus Yang und einer anschließenden Yin – Session liebe.

    Alles Gute für Dich

    Mario

    http://amzn.to/1lyctJH

  5. 1. April 2016 @ 14:34 Meine erste Yin Yoga-Stunde | YOGASTERN

    […] beschrieben, was Yin Yoga bedeutet und was das Besondere an dieser Yogarichtung ist. Auch das Happy Mind Magazin erklärt wunderbar, um was es beim Yin Yoga genau geht. Seit kurzem gibt es in meinem Wiesbadener […]


Would you like to share your thoughts?

Your email address will not be published.

© Dein Blog für Yoga, Ayurveda, Ernährung, Lifestyle & Wellness.