Eine Hand zeigt ein typisches Mudra

Kirtan Kriya – die Meditation für Veränderung

Wie wir ja schön öfter erwähnt haben, reduzieren Meditationen den Stresspegel und machen dich insgesamt ausgeglichener und somit auch zufriedener. Klare Sache. Aber so manche Meditationen haben es einfach total in sich. Heute möchten wir dir eine tolle Meditationsübung aus dem Kundalini Yoga vorstellen:

Die Kirtan Kriya.

Yogi Bhajan, der Kundalini Yoga in den Westen gebracht hat, sagte zur Kirtan Kriya Folgendes: Selbst wenn alle Überlieferungen und Lehren aus dem Kundalini verloren gingen – die Kirtan Kriya alleine würde genügen um ein glückliches, erfülltes Leben zu führen. Zudem soll diese Meditation einem dabei behilflich sein, karmische Verstrickungen zu lösen, die Bestimmung im Leben zu finden und alte Gewohnheiten abzulegen sowie neue zu kultivieren:

Wer 40 Tage übt, erlangt neue Fähigkeiten. Wer 90 Tage übt, manifestiert diese neuen Fähigkeiten und verankert sie im Bewusstsein. Wer 1000 Tage übt, der meistert seine neuen Fähigkeiten.

Was also hat es auf sich mit der Kirtan Kriya und wie geht sie?

Die enthaltenen Mantras sind SA TA NA MA – also Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt. Der ewige Zyklus, der Kreislauf des Lebens, die ständige Erneuerung. Diese Mantras werden während der Meditation mit Mudras, also Fingerhaltungen, kombiniert.

Setze dich bequem im Schneidersitz auf den Boden und halte dich möglichst gerade in der Wirbelsäule. Du kannst das Kinn leicht senken, um Jalandhara Bandha zu aktivieren. Platziere die Hände locker mit den Handflächen nach oben auf den Knien.

Nun beginnt ihr erst, zwei Minuten laut SA TA NA MA zu singen.

  • Bei SA berühren sich Daumen und Zeigefinger (Gyan Mudra)
  • Bei TA berühren sich Daumen und Mittelfinger
  • Bei NA berühren sich Daumen und Ringfinger
  • Bei MA berühren sich Daumen und kleiner Finger

Nach zwei Minuten des lauten Singens fahre dann zwei Minuten mit dem Flüstern des Mantras fort. Sobald du zwei Minuten SA TA NA MA geflüstert hast, gehe für drei Minuten dazu über, das Mantra im Kopf zu rezitieren. Dem folgen wieder zwei Minuten flüstern und ihr beendet das 11 Minütige Mantra mit weiteren zwei Minuten laut Singen.

Zu der Meditation gehört auch eine Visualisierung!

Sie beschreibt den Weg des Prana, also der kosmischen Energie. Es handelt sich dabei um eine L-Förmige Bewegung, die an der Krone des Kopfes beginnt, zwei Punkte im Kopf passiert und schließlich im Stirnchakra austritt. Das Mantra ist an diese Orte gebunden, SA ist der Punkt an der Krone deines Kopfes, TA ist etwas tiefer liegend, NA ist etwa auf Höhe der Hypophyse und MA ist der Austrittspunkt zwischen den Augenbrauen. Diese Strecke ist als „goldene Schnur“ bekannt. Es ist wichtig das Prana zu lenken, nur dann kann die Medi so richtig wirken. Außerdem hilft die Visualisierung dabei, tiefer in den Prozess des Meditierens einzutauchen

Stelle dir also vor, wie die Energie in deinem Scheitelpunkt eintritt, bis zur Mitte des Kopfes fließt und dann in L-Form aus dem dritten Auge wieder heraus.

Zum Abschluss atme tief ein, hebe die Arme weit über den Kopf mit ausgebreiteten Fingern, halte die Luft an und aktiviere Mula Bandha (den Energieverschluss am Ende der Wirbelsäule). Kurz halten, dann loslassen und über die tolle Energieverteilung im Körper freuen. Es fühlt sich großartig an!

Sei achtsam, wie sich das Mantra mit der Lautstärke verändert. Es ist eine ganz wundervolle Meditation, die einen in Ruhe und Freude versetzt und dir zudem hilft, deine alten Gewohnheiten abzulegen und neue zu entwickeln.

Wem dies gerade viel zu kompliziert erscheint: Es ist ganz einfach. Wir haben euch ein Youtube-Video rausgesucht, mit dem ihr die Mantra Meditation ganz einfach üben könnt, ohne euch die Stoppuhr stellen zu müssen.

 


Unser heiliger Gral in Sachen Kundalini Yoga Bücher:

Kundalini-Yoga: Mit der universalen Lebenskraft zum wahren Selbst

 


Christina ist Mama, Yogini und Full-Time-Bloggerin. Sie praktiziert Yoga seit vielen Jahren mit großer Freude und findet, dass Spiritualität eine sehr persönliche Angelegenheit ist: Jeder lebt sie ein bisschen anders!Nebenbei designt Christina liebevolle yogische Geschenksets sowie spirituellen Schmuck, den du in ihrem HAPPY MIND SHOP kaufen kannst.Privat mag Christina das Übliche: Zeit mit ihrer Tochter und ihrem Mann verbringen, gutes Essen, Filme, Musik, Reisen und einen netten Umgang miteinander. Schreib eine Mail an Christina. Oder sag hallo auf Google+


'Kirtan Kriya – die Meditation für Veränderung' have 11 comments

  1. 16. Mai 2013 @ 15:52 Matthias

    Danke für diesen Beitrag! Ich habe diese Meditation vor einem halben Jahr begonnen, nachdem ich nach einer Möglichkeit gesucht habe, unliebsame Gewohnheiten loszuwerden, mit denen ich schon lange kämpfe. Kirtan Kriya ist seitdem ein fester Bestandteil meiner Morgenmeditation, den ich nicht mehr missen möchte. Die Meditation ist in der Tat alles andere als kompliziert. Das Resultat ist eine zunehmende Klarheit im Alltag. Die Übung lässt sich außerdem auch gut während eines Spaziergangs im Park machen.

  2. 17. Mai 2013 @ 11:13 Christina

    Hallo Matthias,
    danke für deinen Kommentar – wie machst du die Kirtan Kriya? Laut, leise? Über deine Erfahrungen würden wir uns freuen!
    LG Christina

  3. 8. Oktober 2013 @ 08:02 Du kannst nicht schlafen? Wir haben 7 Tipps gegen Schlaflosigkeit

    […] Entweder meditiere selbst oder mach eine geführte Meditation an. Ich empfehle den Body Scan von Jon Kabat-Zinn, der mich […]

  4. 9. April 2014 @ 11:17 Der Ego Eradicator - vernichte dein Ego mit dieser Kundalini Übung!

    […] Glücksgefühl inklusive. Du findest eine super Anleitung drüben bei Fuck Lucky Go Happy. Auch die Kirtan Kriya ist eine sehr tolle Meditation, die große Veränderungen bewirkt und die du bestenfalls volle 40 […]

  5. 9. Dezember 2014 @ 11:33 Natascha

    Hallo Christina!
    Auch ich bin grade mit der Kirtan Kriya beschäftigt und sie ist großartig! Sie balanciert das gesamte System und hat ich bis jetzt aus jedem Loch geholt! Ein kleiner Tipp, zu der Meditation gehört auch eine Visualisierung! Sie beschreibt den Weg des Prana, also der kosmischen Energie. Es handelt sich dabei um eine L-Förmige Bewegung, die an der Krone des Kopfes beginnt, zwei Punkte im Kopf passiert und schließlich im Strinchakra austritt. Das Mantra ist an diese Orte gebunden, SA ist der Punkt an der Krone deines Kopfes, TA ist etwas tiefer liegend, Na ist etwa auf Höhe der Hypophyse und Ma ist der Austrittspunkt zwischen den Augenbrauen:-) Diese Strecke ist als „goldene Schnur“ bekannt. Es ist wichtig das Prana zu lenken, nur dann kann die Medi so richtig wirken. Außerdem hilft die Visulaisierung dabei tiefer in den Prozess des meditierens einzutauchen:-) Alles Liebe!
    PS: Eure Seite ist toll!

  6. 9. Dezember 2014 @ 12:17 Christina

    Ohhh toll Natascha! Das freut mich ja ungemein! Und du hast Recht, die Visualisierung gehört dazu und wird auch in dem Video so beschrieben. Aber danke dass du es noch mal erwähnt hast. Viele liebe Grüße
    Christina

  7. 27. Dezember 2014 @ 14:11 Yoga Must-Haves für die Balireise

    […] Stick “Sa Ta Na Ma” hab ich zugleich mein liebstes Mantra aus der famosen Kirtan Kriya Meditation immer dabei und es passt in jeden Rucksack. Bestes Yogi Travel Kissen ever! Via The Grace of […]

  8. 2. Januar 2015 @ 08:39 Digital Yogis: Unsere liebsten Meditations- und Yoga Apps

    […] ist ein toller Meditationstimer, bei dem du Meditationszeit und einen Zwischengong (der z.B. zum Praktizieren der Kirtan Kriya aus dem Kundalini Yoga hilfreich sein kann) einstellen kannst. Außerdem bietet die App noch kleine […]

  9. 2. Februar 2015 @ 07:00 #montagsmantra: Ich bin offen für Veränderung

    […] meine Shiva-Playlist auf Spotify. Im Happy Mind Magazine gibt es noch ein super Anleitung für eine Kirtan-Kriya aus dem Kundalini Yoga für […]

  10. 18. November 2016 @ 15:38 The Power of Mantra – Silbuch

    […] stärkste Mantra, dass ich kenne, ist und bleibt „SA TA NA MA„. Sie bedeutet die Meditation für Veränderung und ich kann bestätigen, dass sie einen zur […]

  11. 10. Januar 2017 @ 21:00 Genveränderungen und Meditation | Was macht dich lebendig?

    […] hörten (Lavretsky et al., 2012, Black et al, 2013). Mehr über Kirtan Kriya Yoga in diesem Artikel mit Video vom Happy Mind […]


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