Lerne deinen eigenen Zyklus kennen und dich selbst verstehen

Meinen Zyklus habe ich erst kennengelernt, als ich die Pille mit Anfang 30 absetzte. Klar – wer die ganze Zeit künstlich Hormone zuführt, hat eben auch keinen regulären Zyklus. Der Eisprung fällt ja komplett weg. Ich hab das ganze  Gedöns mit Temperaturmessen, Kurven zeichnen und Zyklusbeobachtung mitgemacht, als ich schwanger werden wollte. Zum einen, um den Kontrollfreak in mir ein wenig zu pflegen. Zum anderen, um endlich mal meinen eigenen Zyklus kennenzulernen.

Jeder Zyklus durchläuft die immer wiederkehrenden gleichen Phasen.

Er verändert sich und transformiert sich ständig, in verlässlichen Kreisen. Irgendwann, nach einer Zeit der Beobachtung, erlangst du ein tiefes Verständnis für die jeweilige Phase. Deine Erfahrungen mit deinem eigenen Zyklus kannst du dann in deinen Alltag integrieren und brauchst dich nicht mehr in die Schublade von der menstruierenden Vollzicke schieben lassen. Du weißt einfach, dass die nächsten Tage ein wenig Ruhe und Rückzug erfordern und gibst dir liebevoll Zeit, in Ruhe den Zyklus zu beenden und einen neuen zu beginnen.

Auch die Kundalini Yogis praktizieren dies schon lange. Im Kundalini beobachten die Frauen ihre Mondpunkte, worüber meine liebe Autorin Nicole schon mal ausführlicher geschrieben hat.

Im Ayurveda wird der Zyklus in folgende Phasen eingeteilt.

  • Vata-Phase: Die Zeit der Menstruation:
    In dieser Zeit sehnen sich die meisten ganz intuitiv nach viel Ruhe. Einfach mal Zuhause bleiben und nichts tun. Ein schöner langer Spaziergang kann in dieser Phase auch gut tun. Alles, was zu viel Energie fordert besser für die nächste Phase aufheben.In diesen Tagen solltest du dir extralange Shavasana gönnen. Auch gestützte Rückbeugen, wie Supta Baddha Konasana, sind super, da sie Bauch- und Rückenschmerzen lindern können und auch gegen Stimmungsschwankungen und Müdigkeit helfen können. Ebenso beruhigend ist Baddha Konasana, eine entspannende Vorbeuge aus dem Yin Yoga. Bringe hierfür deine Fußsohlen vor deinem Becken zusammen und lass dich ganz entspannt mit rundem Rücken über deine Beine sinken. Halte drei Minuten und lass so gut es geht los.

 

Baddha Konasana – der Schmetterling

 

  • Die Kapha-Phase: Ende der Menstruation bis zum Eisprung:
    In dieser kraftvollen und kreativen Zyklusphase fühlen sich die meisten Frauen besonders mit ihrer weiblichen Kraft verbunden. Der Östrogen-Spiegel steigt während der Menstruation, was zu besonders viel Kraft und Energie führt. Das ganze hat auch eine logische Erklärung, denn rund um den Eisprung ist der Körper auf Fortpflanzung gepolt. Wenn man sich dann zurückziehen würde und keine Lust auf Gesellschaft hätte, wäre dies eher ungünstig. Stattdessen überwiegt die Sonnenenergie und damit der Drang rauszugehen, was zu erschaffen und zu erleben.In dieser Zeit ist eine aktive Yang-Yogapraxis wunderbar geeignet, um deine Energie und die Kreativität zu unterstützen. Jetzt hast du z. B. die Power für Umkehrhaltungen wie Unterarmstand oder Schulterstand. Gerade diese haben nach der Menstruation eine heilende Wirkung auf unsere Gebärmutter.

 

  • Die Pitta-Phase – Eisprung bis zum Beginn der Menstruation:
    Zum Ende des Zyklus möchten sich die meisten eher zurückziehen. Die Mondenergie ist jetzt aktiv und viele sind besonders sensibel, launisch und möchten einfach nur ihre Ruhe haben. Jetzt ist eine eher ruhige Yin-Yogapraxis optimal um loszulassen, zu reflektieren und sich zu entspannen. Du findest ein paar Inspirationen für Übungsreihen am Ende dieses Artikels, ich verlinke sie dir dort. Eine sehr einfache Übung ist zum Beispiel Viparita Karani. Lege dich einfach auf den Rücken und rutsche mit deinem Sitzbeinhöckern dicht an die Wand. Die Beine legst du ganz entspannt an der Wand ab. Liege hier für 3 Minuten, oder so lange es bequem für dich ist.

    Umkehrhaltung

    Viparita Karani

So lernst du deinen Zyklus kennen

Deine Zyklusbeobachtung kannst du natürlich ganz klassisch einfach durch achtsames „Reinspüren“ in deinen Körper machen. Wiederkehrende Muster kannst du dir sehr gut in einem übersichtlichen Monatskalender notieren und nach ein paar Zyklen schauen, ob es sich wiederholende Muster gibt. Ebenso hilft das Führen eines Tagebuchs über wiederkehrende Emotionen und Schwankungen in deinem Energielevel.

Außerdem gibt es mittlerweile kleine Helferlein, wie zum Beispiel den Zyklustracker Ava

Ava ist ein Armband, das du nachts für ein paar Stunden an der nicht dominanten Hand trägst und am nächsten Tag per USB mit deinem Rechner connectest, um die Daten per App auszulesen. So wird zum Beispiel die Hauttemperatur, die Herzfrequenz, die Schlafqualität, deine Bewegungen im Schlaf und deine Atemfrequenz gemessen. Diese Daten lassen Rückschlüsse auf den Hormonspiegel im Laufe des Zyklus zu. Dazu gibt es selbstverständlich noch eine App.

In erster Linie ist Ava dafür gedacht, ein Baby anzusetzen und zuverlässig zu wissen, wann genau der Eisprung einsetzt und die fruchtbaren Tage beginnen. Aber natürlich kannst du es auch benutzen, um mit deinem Zyklus ein wenig auf Tuchfühlung zu gehen und deinen Körper besser kennenzulernen. Vor allem in Kombination mit einem Tagebuch und einer liebevollen Selbstwahrnehmung kannst du schon bald deinen Zyklus mit den passenden Yoga Übungen und Entspannungsmaßnahmen unterstützen.

Allerdings solltest du unbedingt beachten: Ava kann nicht zur Verhütung eingesetzt werden und ist kein zugelassenes Verhütungsmittel. 

Ich fand die Bedienung von Ava sehr intuitiv und einfach und das Armband ist komfortabel beim Tragen. Nur das grüne Licht, das auf der Unterseite des Sensors manchmal herausblitzt, empfand ich in unserem komplett abgedunkelten Zimmer als etwas störend. Das Auslesen der Daten hat auch problemlos funktioniert: Einfach die App runterladen, den Rechner mit dem Armband connecten und über Bluetooth verbinden. Die App ist ebenso sehr übersichtlich gestaltet und schön gelayoutet. Falls in den nächsten Jahren ein Geschwisterkind für Dora ansteht, wird Ava sicher noch mal zum Einsatz kommen.

Weitere Infos zu Ava findest du hier: avawomen.com. Mit dem Code happymind20 bekommst du 20 € Rabatt auf dein Ava Armband


Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Ava entstanden. Wir bedanken uns für das Vertrauen in unsere Arbeit.

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Christina ist Mama, Yogini und Full-Time-Bloggerin. Sie praktiziert Yoga seit vielen Jahren mit großer Freude und findet, dass Spiritualität eine sehr persönliche Angelegenheit ist: Jeder lebt sie ein bisschen anders!Nebenbei designt Christina liebevolle yogische Geschenksets sowie spirituellen Schmuck, den du in ihrem HAPPY MIND SHOP kaufen kannst.Privat mag Christina das Übliche: Zeit mit ihrer Tochter und ihrem Mann verbringen, gutes Essen, Filme, Musik, Reisen und einen netten Umgang miteinander. Schreib eine Mail an Christina. Oder sag hallo auf Google+


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