Meine Reiki Einweihung: Wie das mit dem Handauflegen genau funktioniert

Von Reiki hast du bestimmt schon mal in irgendeinem Zusammenhang gehört, aber weißt du auch, was genau sich dahinter verbirgt? Ich hatte bis zum letzten Jahr eigentlich keinen so richtigen Schimmer, was es damit auf sich hat. Das einzige was ich wusste war, dass die Mama meines Ex-Freundes, mit der ich auch heute noch eine ganz tolle Verbindung habe, den Reiki-Meistergrad hat. Aber so richtig darüber ausgetauscht hatten wir uns bis dahin seltsamerweise noch nie.

Spontane Entscheidungen sind meist die besten

Das änderte sich dann, als ich letzten Sommer noch ein paar freie Tage in Deutschland hatte, bevor die Sommerferien zu Ende gingen und ich wieder zurück nach China fliegen musste. Ich wollte die letzten Tage irgendwie „sinnvoll“ nutzen und wie aus dem nichts kam mir dann plötzlich Reiki in den Kopf. Google-sei-Dank hab ich dann auch recht schnell den Bewusstseinsraum in Hagen entdeckt, die passenderweise genau in dem mir verbleibenden Zeitraum ein Seminar anboten. Die Homepage war vielversprechend und der erste Kontakt mit Michael auch, ich hatte sofort ein gutes Gefühl. Hab dann gar nicht lange gezögert und mich ohne viel Vorwissen angemeldet. Ich finde es wundervoll, wie viele Informationen man heutzutage im Handumdrehen im Internet finden kann. Aber manchmal kann zu viel „Wissen“ auch schlichtweg die Vorfreude nehmen oder man geht schon voreingenommen an eine Sache ran. Und genau das wollte ich diesmal vermeiden.

Wenn du schon einmal in Hagen warst dann weißt du wahrscheinlich, dass die Stadt einem nicht gerade wie der spirituellste Ort auf Erden vorkommt (sorry liebe Hagener!). Einer meiner ersten Gedanken war also eher sowas wie „Oh nein, worauf hast du dich denn hier schon wieder eingelassen?“. Im Bewusstseinsraum angekommen hab ich mich dann aber sofort pudelwohl gefühlt und wusste, dass es eine gute Wahl gewesen war. An drei Tagen fand dann hier in Einzel- und Gruppensitzungen die Einweihung in die Reiki-Grade 1 und 2 statt.

Aber was genau ist denn jetzt Reiki?

Reiki kommt ursprünglich aus Japan und wurde von Dr. Mikao Usui begründet. „Rei“ bedeutet im japanischen so viel wie „universal“ und „Ki“ entspricht dem chinesischen „Qi“ oder dem Sanskrit Wort „Prana“, es beschreibt also die universelle Lebensenergie, die durch uns durchfließt.

Wie bei allem, das mit „Energien“ zu tun hat ist es auch bei Reiki nicht so einfach, alles genau zu beschreiben. Vielleicht erkläre ich dir deshalb zunächst einmal, was genau bei der Einweihung passiert ist. Am Anfang war es so, wie ich mir eine Therapiestunde bei einem Psychologen vorstelle. Wir haben Engelskarten gezogen und dann darüber gesprochen, was sie in uns auslösen, wie wir sie für unsere Momentane Lebenssituation interpretieren usw. Das hat mich direkt schon angesprochen, ich liebe es, Karten zu ziehen. Die Themen, um die es ging, waren zum Beispiel Selbst- und Nächstenliebe, also im Prinzip Werte, die auch beim Yoga eine große Rolle spielen. Dann haben wir natürlich auch noch mehr über Reiki gelernt. Woher es genau kommt, was es bedeutet und bewirken kann, wie wir es anwenden etc.

Mit verschiedenen Ritualen wird der Reiki-Energiekanal geöffnet

Bei der Einweihung selbst öffnet dann ein Reiki-Meister, in meinem Fall Michael, mit verschiedenen Ritualen den Energiekanal des Kronenchakras. Man sagt, dass dieser Kanal bei Neugeborenen noch viel weiter geöffnet ist aber je älter wir werden, desto weiter schließt er sich. Deshalb sind z. B. Kinder noch sehr viel empfänglicher für feinstoffliche Energien und Reiki-Behandlungen sprechen bei ihnen meist sehr gut an (bei Tieren, insbesondere bei Katzen, übrigens auch).

Durch die Öffnung ist man dann anschließend in der Lage, die universelle Energie zu empfangen und auch an andere weiterzugeben. Das macht man dann zum Beispiel durch das Handauflegen, von dem du in diesem Zusammenhang vielleicht schon mal gehört hast. Man muss den Körper des Empfängers aber nicht unbedingt berühren, um die Energie zu übertragen. Mit der Einweihung in den 2. Reiki Grad lernt man dann auch drei verschiedene Symbole kennen und ist dann in der Lage, auch eine Fernbehandlung durchzuführen.

Reiki aktiviert die Selbstheilungskräfte

Reiki als eine „Heilmethode“ zu bezeichnen ist falsch und auch gefährlich. Denn mit dem Wort „Heilen“ muss man sehr vorsichtig sein. Reiki kann immer unterstützend genutzt werden, aber es ersetzt niemals den Besuch eines Arztes oder Heilpraktikers. Man kann aber schon sagen, dass die positive Wirkung von Reiki mittlerweile anerkannt ist, denn sogar in diversen Uni-Kliniken wird es mittlerweile ergänzend in der Schmerztherapie angeboten.

Das Tolle an Reiki ist, dass es auf allen Ebenen wirken kann: der körperlichen, der geistigen, der emotionalen und der seelischen. Es kann die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren, Blockaden lösen und die Chakren ausgleichen, von Giftstoffen reinigen, entspannen, Stress abbauen, das Immunsystem stärken uvm. Was man als Reiki-Gebender allerdings nicht kann, ist irgendwelche „Erfolge“ zu versprechen.  Denn letzten Endes hat man keine Kontrolle darüber, was die Energie im eigenen Körper oder im Körper der anderen bewirkt. Die Energie wird immer dahin fließen, wo sie gerade gebraucht wird. Da man als Reiki-Gebender sozusagen wie ein Übertragungskanal wirkt, wird man beim Geben selbst auch harmonisiert. Es ist also nicht so, dass ich nach einer Reiki-Behandlung plötzlich ganz ausgelaugt und geschwächt bin, ganz im Gegenteil.

Meine bisherige Erfahrung mit Reiki

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass ich mich in den 1. und 2. Grad habe einweihen lassen. In dem letzten Jahr habe ich Reiki meistens bei mir selbst angewandt und (leider) nur einige wenige Male bei anderen. Doch immer, wenn ich Freunden oder Bekannten eine Reiki-Behandlung gegeben hab, waren sie nachher total begeistert. Ich hoffe sehr, dass sich in Zukunft noch mehr Leute aus meinem Umfeld dafür interessieren werden, denn die Behandlungen sind auch für mich total entspannend und es fühlt sich herrlich an, sich mit einem fremden Körper zu verbinden und die Energie fließen zu lassen. Definitiv ein Thema, mit dem ich mich in Zukunft noch intensiver mit beschäftigen möchte um mich dann in Zukunft vielleicht sogar in den Meistergrad einweihen zu lassen.

Wenn du noch weitere Fragen rund um Reiki hast, dann kannst du mir sehr gerne einen Kommentar hinterlassen.

 

 

 

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Jasmin ist Yogalehrerin für Kinder und Erwachsene und lebt nun schon seit einigen Jahren in Asien. Sie träumt davon, irgendwann ein kleines Retreat (am liebsten am Meer) zu eröffnen, wo sie die Menschen mit Yoga, Massagen, Reiki und veganem Essen verwöhnen kann. Sie unterstützt Christina hier beim Happy Mind Mag hinter den Kulissen.


'Meine Reiki Einweihung: Wie das mit dem Handauflegen genau funktioniert' have 4 comments

  1. 31. Oktober 2017 @ 10:10 Karin

    Hallo Jasmin, das ist ein sehr schöner Artikel und macht mich ganz neugierig auf Reiki… hast Du vielleicht einen Buchtipp dazu, damit ich mal ein bischen was Genaueres darüber lesen kann? Vielen Dank! Karin

  2. 5. November 2017 @ 15:54 Jasmin Schüller

    Liebe Karin,
    das freut mich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat. Ich kann dir das Buch „Ich bin berührt – Reiki oder die Schule des Lebens“ von Peter Michael Dieckmann empfehlen. Darin findest du die wichtigsten Infos und dazu noch jede Menge wundervolle Weisheiten/Gedichte des Autors <3 Viel Spaß beim Lesen! LG, Jasmin

  3. 5. November 2017 @ 21:25 Helena

    Hallo,
    so wie mir bekannt ist, soll Reiki gar nicht toll sein, wegen der Symbole sollte man vorsichtig sein, denn diese würden es Wesenheiten erlauben sich an dein Energiesystem anzuzapfen und so Energie rauben. Auch braucht es keine Einweihung!
    Energie (Hände auflegen) kann und darf jeder, auch ohne Einweihung. Liebe Grüße

  4. 7. November 2017 @ 05:51 Jasmin Schüller

    Liebe Helena,
    danke für deine Meinung dazu. Ich habe bisher nur sehr positive Erfahrungen mit Reiki gemacht und auch die Einweihung selbst war ein tolles Erlebnis, das ich nicht missen möchte.
    Gruß, Jasmin


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