Wie möchtest du dich fühlen? Wie du lernen kannst, deine Ziele in Gefühle umzuwandeln

Bald ist Silvester und viele von uns werden diesen Tag nutzen, um für das nächste Jahr „gute Vorsätze“ zu fassen. Oder unsere Ziele neu zu definieren und zu analysieren, wie weit wir bislang mit unseren Plänen gekommen sind.  Meist wird beides eher mit Frust als mit Lust assoziiert – die guten Vorsätze sind schnell vergessen und so richtig weit sind wir mit unseren Lebenszielen auch nicht gekommen. Zumindest nicht so weit, wie wir das geplant haben oder meinen, sein zu müssen.

Ich habe dutzende von Notizbüchern, angefüllt mit Dingen die ich noch erledigen und machen will, Zielen, die ich noch erreichen will. Manchmal fühlt es sich an, als würde es mir die Luft abschneiden, so viel will ich und so sehr will ich es. Und so sehr schmerzt es, jetzt noch nicht da zu sein, sondern noch irgendwo davor, auf einer undefinierbaren Stelle, aber auf jeden Fall noch nicht am Ziel. Denn wenn ich am Ziel angekommen bin – das weiß ich genau – dann würde ich mich anders fühlen. Angekommen und… irgendwie gut!

Es macht mir Angst, dass einige der Ziele vielleicht nie in Erfüllung gehen würden.

Es macht mir so viel Angst, dass ich mich verkrampfe und meine, sehr hart für alles arbeiten zu müssen. Um weiter zu kommen. Um endlich anzukommen. Um mich endlich gut zu fühlen.

Aber vor einigen Jahren bin ich auf eine Methode gestoßen, die Ziele anders definiert. Nicht mehr über „Was willst du machen?“ sondern über „Wie möchtest du dich fühlen?“. Und plötzlich wird alles weicher. Mehr „im Flow“. Indem ich mich frage, wie ich mich fühlen möchte, kann ich dieses Gefühl schon jetzt in meinen Alltag einbauen. Die Angst vor dem Nicht-Erreichen der großen Ziele ist weg.

„Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklich-sein ist der Weg.“ – Buddha

Die Idee dahinter ist, dass wir bestimmte Ziele verfolgen um uns auf eine bestimme Art und Weise zu fühlen. Letztlich natürlich immer, um uns gut zu fühlen. Aber wie genau gut sich anfühlt ist für jeden von uns unterschiedlich. Und kann sich auch immer mal wieder ändern. Es gibt zwei Gefühle, die mich schon mein ganzes Leben lang begleiten, wie ich im Rückblick festgestellt habe. Und zwei Gefühle, die sich immer mal wieder ändern.

Keine Sorge, ich habe trotzdem noch viele Ziele, die Notizbücher gibt es immer noch. Einige der Ziele habe die ich auf meiner Eimer-Liste zusammengefasst.

Wenn du auch mehr fühlen und weniger machen möchtest probiere doch mal folgende Tipps aus:

 

1. Meditation
Ja, ich weiß, den Tipp gebe ich immer. Muss ich auch, ich bin schließlich Meditationslehrerin. Aber es geht natürlich um mehr: Meditation bringt uns in Kontakt mit unserem Bauchgefühl und unserem Herzen. Und das wiederum sagt uns immer wieder, was „richtig“ für uns ist. Es ist unser Kompass in dieser kopfgesteuerten Welt, in dem unser Ego mehr Geld, mehr Macht, mehr Erfolg, mehr Aufmerksamkeit haben will. Unser Herz und unser Bauch brauchen das nicht. Sie hören auf das, was dir wirklich gut tut.

2. Bilder
Erstelle dir eine Pinnwand, real oder virtuell z. B. auf Pinterest mit Bildern, die dich ansprechen. Du musst erst einmal gar nicht genau wissen, warum sie dich ansprechen. Ein Beispiel: Ich hatte einen Katalog mit wunderschönen Kleidern, die ich alle haben und kaufen wollte. Irgendwann merkte ich, dass es mir gar nicht um die Kleider ging, sondern um das Gefühl, dass ich mit den Kleidern assoziierte. Sofort ließ das Bedürfnis zu kaufen nach, denn ich konnte Wege finden, das in meinem Alltag zu bringen ohne hunderte von Euros auszugeben. Und der Katalog? Eines der Bilder hat es auf meine Gefühle-Pinnwand geschafft und erinnert mich dort an mein Lieblingsgefühl.

3. Alltag
Wartet nicht auf das Erreichen der großen Ziele, um euch das Leben schön zu machen! Ihr könnt jeden Tag kleine Dinge tun, um euch wirklich gut und angekommen zu fühlen. Was braucht ihr, um euch so zu fühlen, wie ihr euch fühlen wollt? Macht eine Liste (die einzig wahre To-Do Liste) und versucht, so viel wie möglich so oft wie möglich zu machen.

 

Wenn du diese Arbeit noch vertiefen möchtet:

Am 22. Januar 2017 biete ich in Hamburg-Altona den Workshop „Bauchgefühle“ für Frauen an. Passend zum neuen Jahr beschäftigen wir uns unter anderem mit dem Erfühlen unserer Ziele und dem Finden unserer persönlichen Bauchgefühle. Hier gibt es mehr Informationen und die Anmeldung.

Danielle LaPorte ist die Frau, über deren Bücher ich auf die Herzenswunschgefühle gekommen bin. Sie nennt es „Core Desired Feelings“ und hat das Buch „The Desire Map“ geschrieben, das es auch auf Deutsch gibt.  Auf ihrer Webseite gibt es noch viele andere Produkte, unter anderem einen kleinen Kurs zum neuen Jahr um die Gefühle für 2017 zu erkunden.

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Wie möchtest du dich fühlen? - Wie du lernen kannst, deine Ziele in Gefühle umzuwandeln
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Wie möchtest du dich fühlen? - Wie du lernen kannst, deine Ziele in Gefühle umzuwandeln
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Die Angst, bestimmte Ziele nicht erreichen zu können, kann zu Angst und Blockaden führen. Maike verrät uns ihren Trick: statt Zielen einfach versuchen bestimmte Gefühle zu erreichen und diese mit in den Alltag einzubauen.
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Happy Mind Magazine
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Maite ist ausgebildete Meditationslehrerin und zertifizierter ganzheitlicher Gesundheitscoach. Sie liebt und lebt das genussvoll gesunde Leben. Außerdem ist sie selbstständige Filmproduzentin, Geschäftsführerin der Ella Filmproduktion GmbH und Mutter von zwei Kindern. So kann sie aus täglicher Erfahrung über die Herausforderungen von Achtsamkeit und Meditation im Alltag sprechen. Der rote Faden ihrer Arbeit ist Menschen auf vielfältige Weise zu inspirieren und zu berühren. Informationen zu ihren Workshops gibt es unter www.maitewokoeck.de


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