Die Bedeutung des großartigen Adi Shakti Mantra

Adi Shakti Mantra: Eine Liebeserklärung an die Hymne aller Yogamamas

Adi Shakti, Adi Shakti, Adi Shakti, Namo Namo

Sarab Shakti, Sarab Shakti, Sarab Shakti, Namo Namo

Pritham Bhagvati, Pritham Bhagvati, Pritham Bhagvati, Namo Namo

Kundalini Mata Shakti, Mata Shakti, Namo Namo“

 

 Das Adi Shakti-Mantra hat für mich als Mama eine ganz besondere Bedeutung. Ich lernte es während meiner ersten Schwangerschaft vor fünf Jahren kennen und lieben und chante es heute von Herzen gerne mit meinen zwei Minis. Es war genau genommen das erste Mantra, das die beiden trällerten. Höchste Zeit unsere Lovestory aufzuschreiben!

 Adi Shakti-Mantra: Liebe auf die erste Sanskrit-Silbe

Mit wachsendem Babybauch nahm mein Interesse an Kopfstand, Krähe und körperlichen Verausgabungen aller Art ab. Parallel dazu wuchs mein Verlangen nach einer entspannteren, der Schwangerschaft angepassten Praxis. Eine Bekannte aus dem Geburtsvorbereitungskurs schwärmte mir zu jener Zeit, als wir nach Feierabend in Reih und Glied vor einer engagierten Hebamme auf großen Petzi-Bällen hopsten, von Kundalini-Yoga für Schwangere vor. Ein Yogastudio um die Ecke lockte mit 30 Tagen Yoga für 30 Euro. Ein Angebot, mit dem man mich zu Beginn des Mutterschutzes sofort rumkriegte! Schließlich war ich gerade dabei, mein Geld in Pucktücher, Tragesysteme und Co., für den aus meiner damaligen Vorstellung sicherlich immer zufriedenen und tiefenentspannten Nachwuchs zu investieren. Das Kundalini-Schnäppchen kam mir also sehr gelegen.

Unser erstes Date

An einem Montagmorgen fand ich mich in der Woche darauf in einem lichtdurchfluteten Yogaraum auf einer zum Studio gehörigen, himmlisch weichen Schurwollmatte wieder. Neben mir dampfte ein Glas mit Tee. Um mich herum: Rund ein dutzend werdender Mamas mit Babykugeln im Schneidersitz. Wahlweise mit ähnlich erwartungsvollem Blick wie meinem oder einem mit geschlossenen Augen und einem selig-entrückten Lächeln auf den Lippen.

Die hochgewachsene und gütig lächelnde Lehrerin stellte sich uns als Angela vor. Sie wolle heute mit uns das Adi Shakti-Mantra chanten. Chanten ist Yogi-Sprech für Singen, so viel wusste ich. Von Adi Shakti hatte ich bis dahin noch nie etwas gehört. Nur von Shakti, der weiblichen Ur-Kraft des Universums. Kurz zuvor aß ich in einer Bio-Bäckerei in Hamburg-St.-Georg vegane Skakti-und-Bakti-Quiche, die mir wegen ihres originellen Namens und meines anschließenden Sodbrennens in Erinnerung geblieben war. Angela holte mich zurück auf die Schurwollmatte. Sie war gut vorbereitet und holte einen Stapel mit Pappen hervor. Darauf standen in großen Buchstaben die einzelnen Sanskrit-Silben des heutigen Mantras. Wie bei einer Karaoke-Session – nur ohne Fernseher und bei Tageslicht – sollten diese Plakate uns beim Singen helfen, und wahrscheinlich auch jeglichen Ausrede-Versuch (Stichwort: Textunsicherheit) im Keim ersticken. Die Chef-Yogini erklärte den Sanskrit-Song so:

 

Adi Shakti Adi Shakti Adi Shakti Namo Namo“ – Ich verbeuge mich vor der ursprünglichen Kraft.

 „Serbe Shakti Serbe Shakti Serbe Shakti Namo Namo“ – Ich verbeuge mich vor der allumfassenden Kraft und Energie.

 „Pritham Bhagvati Prittam Bhagvati Pritam Bhagvati Namo Namo „– Ich verbeuge mich vor allem, durch das Gott gestaltet.

 

Die Bedeutung des großartigen Adi Shakti Mantra

Jetzt auf Pinterest merken!

 

Ich hatte das Gefühl, auf meiner Matte abzuheben!

So weit so gut. Angela schritt zur Tat, also zum CD-Player, und chantete mit geschlossenen Augen los. Der Chor der werdenden müden Mamas wollte an diesem Montagmorgen erstmal noch nicht so richtig in Fahrt kommen. Verhaltenes Lächeln, leise, dünne Stimmen. Angela munterte uns auf und legte noch einen oben drauf: Zu den Sanskrit-Silben sollten wir jetzt auch noch unsere Händen und Arme bewegen. Unsere gertenschlanke Lehrerin ließ sich von unserer Zurückhaltung nicht beirren und zeigte uns eine richtige Choreografie. Daraus werde aus dem Chanten, eine „Celestial Communication“, eine Meditation in Bewegung, erklärte sie einmal mehr mit gütiger Strenge. „YMCA“ war nichts dagegen, schoss es mir durch den Kopf, das bekomme ich niemals hin! Angelas aufmunternder Blick, ließ mich dann aber doch einstimmen und meine Arme und Hände fuchtelten erstmal etwas unbeholfen durch die Luft. Ich blieb dran. Mein Blick wurde – oh Wunder! – Wiederholung für Wiederholung immer weicher und ich hatte das Gefühl, auf meiner Matte abzuheben. Ja, das Adi Shakti-Mantra machte mich high! Lange war ich nicht mehr so im Flow und im Einklang von Körper, Geist und Seele.

Angelas Stunden besuchte ich von da an bis zur Geburt meines Buddha Boys und freute mich jedes Mal, wenn sie ihre Sanskrit-Pappen hervorkramte. Wir sangen noch viele andere Mantren, aber das Adi Shakti sollte von nun an einen festen Platz in meinem Herzen haben.

Eine Bedeutung, die jede Schwangere zur Superwoman werden lässt

Jahre später erfuhr ich von Kundalini-Yogalehrerin Nicole Haribir Kaur noch viel mehr. „Das Mantra bringt dich in Verbindung mit der Divine Mother und in grenzenlose kreative Kraft. Wir Frauen sind Teil des Ganzen und aktive Gestalterinnen unseres eigenen Lebens und werden geschützt. Adi Shakti hat die Kraft, dich zu unterstützen und dich von Unsicherheiten, welche dein freies Handeln blockieren, zu befreien.“ Seufz, Worte, die jede Schwangere zur Superwoman werden lassen!

Sie erklärte außerdem, dass das Mantra auch zur Feier des 120. Tages in der Schwangerschaft im Kreise der Familie und der Gemeinde von Kundalini-Yogis gechantet wird. „Am 120. Tag der Schwangerschaft zieht aus yogischer Sicht die Seele in den Körper des Fötus ein“, schrieb sie weiter. „Die Frau erhält Geschenke, gute Wünsche und Unterstützung aus ihrer Umgebung. So kann sie entspannt sein, sich sicher fühlen und das Kind in sich nähren. Vom 120. Tag bis zur Durchtrennung der Nabelschnur werden die Erfahrungen der Mutter zur Grundlage des Unterbewusstseins des Kindes. Verhaltens- und Gedankenmuster sowie deren Veränderungen werden direkt an das Kind weitergegeben. Vor dem 120. Tag besteht eher eine subtile Verbindung zwischen der Seele und den Körperzellen des Embryos. Mutter und Kind stehen bereits in Kommunikation zueinander, zum Beispiel hat die Mutter schon jetzt den Drang, ihren Lebensstil zu ändern oder konkrete Ahnungen über ihr werdendes Kind.“

Ein bisschen Adi Shakti für die Abenteuerreise zur Mutter

Bei meiner ersten und zweiten Geburt dudelte das Mantra im Kreißsaal rauf und runter und heute – eine Ausbildung zur Prä- und Postnatal Yogalehrerin später – chante ich das Mantra gerne in meinen eigenen Klassen für werdende Mamas. Wenn ich die ungläubigen Blicke meiner Schülerinnen sehe, dann sehe ich mich vor ein paar Jahren – und freue mich über das bisschen Adi Shakti, das ich ihnen auf die Abenteuerreise zur Mutter mitgebe.

Ich mag diese You-TubeVersion des Adi Shakti, die ich auf meinem Blog verlinkt habe, übrigens sehr gerne.

 

 

Willst du Glückspost von mir?

Liebe Christina, bitte sende mir wöchentlich und jederzeit widerruflich deine schönsten Inspirationen, Rezepte, Neuigkeiten, Infos und Angebote zu Yoga, Ayurveda und Meditation per Email zu.


Hinweise zum Newsletterversand, der Auswertung und Datenerhebung mit meinem Anbieter ConvertKit findest du in meiner Datenschutzerklärung. Mehr Infos zum Newsletter findest du hier.

Deine Daten werden ausschließlich zum Newsletter Versand verwendet. Powered by ConvertKit
Summary
Adi Shakti-Mantra – ein Liebeserklärung an die Hymne aller Yogamamas
Article Name
Adi Shakti-Mantra – ein Liebeserklärung an die Hymne aller Yogamamas
Description
Kennst du schon das Adi Shakti-Mantra? Es kommt aus dem Kundalini Yoga und eignet sich besonders für werdende Mamis. Warum? Liest du hier!
Author

Kathrin ist zweifache Mutter, Journalistin und Yogalehrerin für Pre- und Postnatalyoga. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Ihren Alltag mit Mini-Menschen, Macbook und Matte meistert sie mit viel Herz, Humor und Dankbarkeit. Nach ihrer Ausbildung bei Qbi, Dirk und Eric Bennewitz von Poweryoga Germany und bei Patricia Thielemann von Spirit Yoga sorgt sie bei ahoiYoga für die entspanntesten Mamas und Babys der Stadt.


'Adi Shakti Mantra: Eine Liebeserklärung an die Hymne aller Yogamamas' has no comments

Be the first to comment this post!

Would you like to share your thoughts?

Your email address will not be published.

Ich akzeptiere

© Happy Mind Mag 2018 || Dein Blog für Yoga, Ayurveda, Meditation & Achtsamkeit || Fotos © Christina Waschkies | Sina Niemeyer (falls nicht anders angegeben)