Was ist autogenes Training

Autogenes Training: Wie geht das überhaupt?

Durch die Medienlandschaft taucht wieder vermehrt das Thema „Stress, dessen Ursachen und Folgen“ auf.
„Stress“, ein Dauerthema in unserer Gesellschaft? Vermutlich und leider ja, denn unser Alltag ist gekennzeichnet von Reizüberflutung, Lärm, Hetze, Atemlosigkeit und Leistungsdruck.

Die Gegenpole wie Ruhe, Ausgeglichenheit, Entspannung und Gelassenheit kommen oftmals zu wenig zum Tragen. Da ist der Punkt, an welchem es kritisch werden kann dann leider schnell erreicht.

Wenn der/die Gestresste nicht mehr über genügend Ressourcen verfügt um den Stress zu bewältigen, wird´s leider schnell „eng“ und der Druck zu groß. Der Stress kann oft nicht mehr ohne immense Anstrengung abgebaut werden und beginnt uns auf allen Ebenen zu schwächen.

Ursprünglich gibt es zwei Sorten von Stress, den positiven Eustress und den negativen Distress. Eustress erleben wir, wenn wir uns Herausforderungen stellen, und diese erfolgreich meistern können. Distress kennzeichnet Ohnmachtsgefühle des Ausgeliefertseins, der Erschöpfung und der Überforderung. Dies erzeugt dann einen negativen Stress in Uns. Schädlich kann es werden, wenn Strategien zur Abwendung oder Lösung aus schwierigen Situationen fehlen, wenn Dauerbelastungen nicht mehr kompensiert werden können und ständig neue Anforderungen ein Ende der Stresskette nicht in Aussicht stellen. Dann sollte gezielt die Spannung abgebaut werden.

Aber wie? Yoga, körperliche Betätigungen, Meditation und Entspannungsverfahren können hier helfen und auch gerne schon präventiv eingesetzt werden. Ganz wichtig hierbei: Das gewählte Entspannungsverfahren darf und sollte von Dir gerne praktiziert werden, es dient Dir ja schließlich und ist für Dich da. Zum Wohlfühlen, Auftanken, und Regenerieren. Hast Du schon Deine passende Methode für Dich entdeckt?

Wer zur Zeit „kein Typ“ für Sport, Meditation und körperdynamische Techniken ist, jedoch eine aufwandslose, den Körper und Geist entspannende Methodik erlernen möchte, dem sei hier heute die Methodik des Autogenen Trainings ans Herz gelegt.

Wie geht das Autogene Training – und wo kommt es überhaupt her?

Das A.T. funktioniert über positiv formulierte, an dein Selbst gerichtete Sätze, frei nach dem Motto:

„Über’s Well Thinking zum Well Feeling trägst Du Dich direkt ins Well Being hinein.“

Die Ursprünge des A.T. wurden um 1900 von Yogis als Entspannungsmethode für die Engländer entwickelt, um dem westlichen Mitmenschen eine Vorstufe des Yogas anzubieten. In den Jahren 1926-1932 hatte dann Professor Dr. Med. Heinrich Schultz das bis heute wissenschaftlich und medizinisch anerkannte Autogene Training als Entspannungsverfahren weiter entwickelt.

Gelehrt wird hierbei eine Selbstentspannung durch gezielte Selbstbeeinflussung. Präzise und regelmäßige Wiederholungen Formelhafter Suggestionen, auch Formelhafte Vorsätze genannt, „programmieren“ und beeinflussen das Unterbewusstsein auf positive Weise. Zusätzlich wird ein Abschalten und Umschalten auf innere Ruhe, eine Entspannung des Muskel,- Kreislaufs,- und Nervensystems erwirkt.

Gelernt wird das A.T. klassischer Weise im Liegen, kann aber später jeder Zeit und überall angewandt werden. Nach einer einleitenden Ruhetönung, welcher auch zwischen den jeweiligen Suggestionen nachgespürt wird, erlernst Du in der Unterstufe des A.T. dann die 6 Grundübungen:

  • Ruhetönung (z.B.: Ich bin ruhig, vollkommen ruhig und gelassen)
  • Die Schwereübung (z.B.: Meine Arme sind schwer, ganz schwer, angenehm schwer)
  • Die Wärmeübung (z.B.: Meine Beine sind warm, angenehm warm, strömend warm)
  • Die Atemübung (z.B.: Mein Atem fließt tief, ruhig und gleichmäßig)
  • Die Herzübung (z.B.: Mein Herz arbeitet gleichmäßig, zuverlässig und regelmäßig)
  • Die Sonnengeflechtsübung (z.B.: Mein Bauch ist warm, angenehm warm, strömend warm)
  • Die Kopfübung (z.B.: Meine Stirn ist kühl, wohlig kühl, ganz angenehm kühl)

Danach erfolgt die Rücknahmeformel – es sei denn, Du möchtest weiter in den Schlaf gleiten.

Ob im Einzelunterricht oder beim Gruppenunterricht, die Reihenfolge der Formelhaften Vorsätze ist festgelegt. Ganz wichtig beim Lernen der Formeln ist, dass diese so formuliert sind, dass sie zu Dir passen, damit Du sie freudig in Dir aufnehmen, spüren und verankern kannst. Einmal mit Deiner Praxis begonnen wirst Du vielleicht schon bald erleben, wie effektiv und einfach Entspannung für Dich sein kann. Und damit sollte der Distress Dir nicht mehr wirklich viel anhaben dürfen! Ist das nicht eine wunderschöne Perspektive?

Relax, take it easy.

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Nicole ist als Jugendliche durch ihre Tanzlehrerin zum Yoga gekommen. Da es im Anschluss zum Jazzdance Kurs Kundalini Yoga gab, ist sie dorthin - und geblieben. Beruflich war sie über 15 Jahre Theaterschauspielerin, bis sie dann ihre Yoga Lehrerausbildung Stufe1 absolviert hat. Zurzeit ist sie (noch bis September 2018) in Ausbildung der Stufe 2. Für Nicole ist Kundalini Yoga bereichernd, herausfordernd, inspirierend und motiviert sie, immer offen für Entwicklungen im Leben zu bleiben und Antworten auf Fragen zu finden. In ihrem Unterricht möchte sie diesen Funken an Begeisterung, die Mischung aus Form und Freiheit und Selbstentdeckung weiter geben und teilen. Neben dem Yoga gibt Nicole auch Entspannung durch Autogenes Training und gibt Thai Yoga Massagen.


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