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Mit Ayurveda durch den Herbst

Mit Ayurveda gut durch den Herbst

Es gibt genau zwei Sorten von Menschen: die eine Hälfte mag den Herbst und die andere nicht 😊

Doch ganz egal, zu welcher Sorte du gehörst: So wunderschön der Herbst auch sein kann (ich denke da an buntes Laub, ersten Reif, besondere Düfte in der Luft, goldener Sonnenschein, Altweibersommer, uvm.), stellt er uns doch vor einige Herausforderungen: es wird kälter, es gibt weniger Licht und mehr Dunkelheit, Nebel verdunkelt oft ganze Tage, die Wälder werden kahl und oft regnet es tagelang durch. 

Alles stellt sich auf Winterruhe ein und genau das kann uns Menschen zu schaffen machen: der Herbstblues. Doch keine Sorge! Mit Ayurveda hast du einen starken Begleiter gefunden, der dich sicher durch dunkle Nächte und feuchte Tage leitet. Hier die besten Tipps: 

Der Herbst aus ayurvedischer Sicht

Im Herbst herrscht das Vata Dosha vor: es ist die Jahreszeit des Windes. Vata ist das Dosha der Trockenheit, Leichtigkeit, Rauheit. 

Bemerkst du im Herbst Symptome wie Nervosität, Unruhe, Kopf- und Gliederschmerzen bzw. Erkältungssymptome (ohne Schleim), trockene Haut, Verstopfung, kalte Hände und Füße, Schlaflosigkeit oder unterbrochener Schlaf, trockene Augen, sprödes Haar, trockene Atmungsorgane und Schleimhäute wie Nase oder Hals, dann ist gerade Vata am Werk.

Da im Ayurveda mit Gegensätzen gearbeitet wird, steht in dieser Zeit alles im Mittelpunkt, dass dich nährt, erdet und mit Feuchtigkeit versorgt. 

Der Speiseplan im Herbst

Lass deine Speisen saftig, warm und nährend sein und achte darauf, alle sechs Geschmacksrichtungen zu verwenden. Im Herbst sollte wenn möglich nicht gefastet werden, da der Körper nun alle Energie benötigt für die Vorbereitung auf den Winter. 

Vermeide alles, was Vata erzeugt oder fördert und lass keine Mahlzeiten ausfallen. Am besten geeignet für den Herbst – und Winter – sind gute Suppen und Eintöpfe.  

Besonders Herbstgemüse wie Kürbis und Wurzelgemüse sorgen für die nötige Erdung. Wähle wärmende Gewürze wie Ingwer, Kurkuma, Nelken und Zimt und vermeide nach Möglichkeit alles was kühlend auf den Körper wirkt. 

Denke auch im Herbst daran, genug zu trinken, da Vata den ganzen Körper und die Haut austrocknet.

Gerade Vata-Typen leiden im Herbst am meisten und sollten daher besondere Aufmerksamkeit walten lassen: Der Mittelpunkt des Speiseplanes sollten leichte, süße, warme und saftige Mahlzeiten sein, die den Körper nicht unnötig mit Schwere belasten und die Verdauung durcheinander bringen. Gerne mit einer guten Portion hochwertigem Fett (zB. Ghee) versehen. 

Pitta Typen brauchen Nahrung die ihnen die Energie gibt, die sie so nötig brauchen, aber auch gleichzeitig für den so wichtigen Ausgleich sorgt. Daher empfiehlt sich alles was süß, leicht herb und deftig ist, wie zum Beispiel Kohlgerichte. 

Kapha Typen brauchen jetzt alles was leicht, herb und warm ist. Gerne auch etwas bitter und zusammenziehend. Da Kapha Typen gerne an trägem Agni leiden, empfiehlt es sich Schärfe aus Ingwer, Pfeffer und Knoblauch in die Nahrung einzubauen, um die Verdauung anzuregen. 

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Routine beibehalten

Der erste Schritt ist und bleibt wie immer deine ayurvedische Morgenroutine. Vernachlässige sie nicht in der dunklen Jahreszeit, denn sie gibt dir Frische und Beständigkeit. 

Behalte weiterhin dein Pflegeritual bei: Zunge schaben, Öl ziehen, Nase spülen und anschließend mit etwas Sesamöl innen betupfen (hilft gegen austrocknen der Schleimhaut), heißes Wasser am Morgen usw.

Wenn du morgens etwas mehr Zeit erübrigen kannst, versuche es doch mal auf diese Art: Öle dich mit einem wärmenden Öl ein und lasse es eine halbe Stunde einziehen. In dieser Zeit kannst du dein Pflegeritual vollziehen. Anschließend ab in die Dusche. Du wirst merken, das Öl auf deiner Haut umgibt dich den ganzen Tag wie ein unsichtbares Schutzschild. Der Bonus sind samtweiche Haut und tiefe, innere Ruhe und Frieden. 

Gönne dir auch sonst regelmäßige Ölmassagen, viel Ruhe, gute und reichhaltige Pflege.  Halte deine Füße und Hände warm und gepflegt. Wenn du ein Vollbad nimmst, achte darauf nicht zu lange und zu heiß zu baden. Gib ein gutes Öl hinzu, um das Austrocknen der Haut zu vermeiden. 

Rituale und Routinen wirken ausgleichend und harmonisierend, und bringen dir die nötige Stabilität bzw. Beständigkeit und das Fünkchen Gewohnheit in deinen Alltag, dass dir den nötigen Halt gibt. 

Eine beruhigende, wärmende und heimelige Atmosphäre schaffen

Erschaffe dir deinen sicheren Hafen, deinen Rückzugsort, an dem du Energie aufladen und dich in Geborgenheit ausruhen kannst. 

Wähle warme Farben wie Terracotta, Gelb, Senfgelb, Rot, Burgund, Orange, Zimt usw. Sie bringen Wärme und Licht ins Gemüt, auch wenn die Sonne sich selten blicken lässt. 

Nutze auch die Kraft ätherischer Öle und wähle alles, was dich erdet: Patchouli, Kiefernnadel, Weihrauch, Vanille, Benzoe, Rosenholz usw. 

Für die richtige „Gefühlswärme“ bzw. gegen saisonbedingte Depressionen empfehlen sich Düfte von Rose, Jasmin oder anderen Blüten bzw. alle Düfte, die stimmungsaufhellend und antideppressiv wirken wie Mandarine, Bergamotte, Orange, Melisse, Zitrone, Lavendel, Limette, Geranium, usw. 

Gegen die unausweichliche Erkältungs-Epidemie empfehlen sich alle Öle und Räucherungen, die antiseptisch und antibakteriell wirken wie Weihrauch, Edeltanne, römische Kamille, Latschenkiefer, Litsea, Myrrhe, usw.

Verwende gute Naturmaterialien – auch für deine Kleidung – und sorge für Harmonie, Gemütlichkeit und Wärme in deinem „Nest“.  

Bewahre dir ein fröhliches Gemüt

Körper und Geist sind eine Einheit und sollten auch im Herbst gut gepflegt werden. Versuche mehr Sattva in deinem Leben zu erzeugen und so deinen Geist zu beruhigen und für den wichtigen Ausgleich zu sorgen. 

Ein ausgeglichener Geist sorgt auch bei deinen Handlungen und Taten für ausgeglichenere Ergebnisse als ein unzufriedener, deprimierter Geist. 

Versuche also, nicht nur deinem Körper, sondern auch deinem Geist stets Gutes zu tun. 

Sattva steht für Harmonie, Gleichgewicht, Lebensfreude, Klarheit. Vermeide daher alles, was Rajas (Anhaftung, Aggressivität, Leidenschaft, usw.) oder Tamas (Schwerfälligkeit, Passivität, Lethargie, negative Gedanken, usw.) erzeugt. 

Nutze dazu deine Ernährung und wähle sattvische Lebensmittel bzw. Zubereitungsarten: So frisch wie möglich, nicht aufgewärmt oder aufgetaut, nichts Altes oder Verdorbenes (Ja, dazu zählt zum Beispiel auch Edelschimmelkäse), keine toten Speisen wie Fast Food, keinen Alkohol, kein raffiniertes Weißmehl, keinen raffinierten Zucker, nicht frittiert, usw. 

Bevorzuge frisches Obst und Gemüse, Süße Getreidesorten wie Dinkel, Reis, Kamut und Hafer. Wähle gute Milchprodukte wie Ghee, Butter und Milch und nutze hochwertige Fette wie Olivenöl oder Sesamöl. 

So ausgerüstet steht einem gelungenen Jahreszeitenwechsel nichts mehr im Wege. Viel Spaß im Herbst!

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Angelika Stranger kommt aus Österreich und schreibt seit 2017 auf ihrem Blog www.umgekrempelt.at. Sie verbindet ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung mit moderner Spiritualität und hilft dadurch ihren Lesern, ihre Ziele zu erreichen.


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