Wie du Ayurveda in den Yoga Unterricht einbauen kannst

Ayurveda ist eine uralte Wissenschaft, die sich mit einem ganzheitlichen Leben in kompletter Balance beschäftigt. Neben der passenden Ernährung und den vielfältigen Therapieformen, spielt auch das Leben im eigenen sowie im universellen Rhythmus eine sehr große Rolle.

Als Yogalehrerin bzw. Yogalehrer kannst du von den reichhaltigen Grundsätzen und Empfehlungen auch einige ganz wunderbar in deine Yogaklassen integrieren. Deine Stunden können dadurch neue Impulse bekommen und vielleicht siehst du deine Schüler ja dann auch einmal aus einer ganz anderen (ayurvedischen) Perspektive?

 

So kannst du Ayurveda in deinen Yoga Unterricht einbauen

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3 Tipps & Tricks für Yoga-Teacher, um Ayurveda in deine Stunden zu integrieren

1. Jedes Dosha ist anders – auch auf der Matte

Kennst du das auch? Du hast eine wunderbare Yogaklasse, es macht wirklich viel Spaß sie zu unterrichten und jeden einzelnen Schüler auf seinem persönlichen Yoga-Weg zu begleiten. Doch es gibt immer die eine Schülerin, die noch ein paar Chaturangas mehr einbaut und zwischendurch wild in den Handstand hüpft. Daneben liegt der gemütliche Typ, der am liebsten die ganze Stunde in Childs Pose oder Savasana verbringt. Und warum hat die grazile Frau in der ersten Reihe während der Endentspannung eigentlich immer die Augen auf und wippt unruhig mit dem Fuß? Hat ihr die Praxis denn gar nicht gut getan und sie in Entspannung versetzt?

Versuche, deine Schüler besser kennenzulernen

Willkommen in der wunderbaren Welt der verschiedenen Doshas! Die erste Dame ist sicher ein leistungsstarker Pitta Typ, der gerne die Challenge sucht und immer wieder sanft gebremst werden muss, um sich selbst nicht zu verletzen. Mister Kapha daneben genießt die chilligen Aspekte der Praxis und braucht zwischendurch mal einen gut gemeinten Knuff, um sich zu bewegen. Und Fräulein Vata fand die Yogastunde eigentlich super, aber ist so flattrig, dass sie die Augen einfach nicht schließen kann. Ein Augenkissen und eine angeleitete Entspannung helfen ihrem aufgepushten Monkey Mind, zu fokussieren und runterzukommen.

Seitdem ich mich so ausführlich mit Ayurveda beschäftige, kann ich meine Schüler viel mehr aus diesem Kontext sehen, statt mich über (so manch lustige) Eigenart zu wundern .Diese Sichtweise kann dir als Lehrperson helfen, deine Schüler und ihre Grundkonstitution besser zu verstehen und ihnen unterstützend zur Seite zu stehen.

2. Der Tagesrhythmus macht es!

Auch diesen Bereich wirst du wahrscheinlich ganz intuitiv und mit einer guten Portion gesundem Menschenverstand schon für dich klar haben. Aber trotzdem ist auch hier die ayurvedische Sichtweise spannend. Zu jeder Tageszeit ist ein anderes Dosha dominant und somit auch dessen Qualitäten. Die Yogapraxis ist ein wunderbar unterstützender Weg, um das vorherrschende Dosha sanft auszugleichen.

So passt du deine Stunde an die jeweiligen Doshas an

Zwischen 6 Uhr und 10 Uhr morgens regiert Kapha. Eine Zeit, die durch Ruhe, Stabilität und Langsamkeit geprägt ist. Eine aktivierende, dynamische Praxis bringt Schwung und beugt einem Übermaß an Kapha (z. B. Trägheit, Lethargie) optimal vor. Mittags zwischen 10 Uhr und 14 Uhr hat Pitta seine Hochphase. Eine kühlende, langsam fließende Yogastunde, die körperlich nicht zu fordernd ist, tut jetzt besonders gut. Von 14 Uhr bis 18 Uhr dominiert das Vata Dosha, somit ist das Bewegungsprinzip ziemlich ausgeprägt. Das ist vor allem auch auf geistig-mentaler Ebene zu verstehen. Eine Yogaklasse, die erdend wirkt, den Geist fokussiert und Klarheit verschafft ist jetzt eine reine Wohltat! Anschließend startet wieder die Kapha Zeit. Da sich der Tag nun dem Ende neigt, kann wie am Morgen entweder eine ausgleichende Praxis angestrebt werden oder das Kapha Dosha durch eine ganz entspannte Stunde (z. B. Restorative Yoga) gefördert werden. So kann jeder Yogi anschließend wunderbar in einen erholsamen Schlaf gleiten.

3. All year around!

Nicht nur im Tagesverlauf, sondern auch im Fortgang der Jahreszeiten ist immer wieder ein anderes Dosha dominant. Im Frühling ist Kapha Zeit. Es ist eine Zeit der Aktivierung, der Reinigung und des Neustarts. Kriyas und Detox-Phasen stehen auf dem Programm.

Im Sommer kommt Pitta zum Vorschein. Eine Phase, in der Kühlung, Langsamkeit und Innehalten gut tun. Im Herbst und Winter meldet sich das Dosha Vata. Diese Zeit ist häufig von Stress geprägt, man denke nur an die (Vor-)Weihnachtszeit. Eine Verschnaufspause, Auftanken neuer Energie und Auszeiten, in Form von Retreats, wirken jetzt besonders gut.

Sei offen für Neues!

Auch als erfahrener Yoga-Teacher ist so eine neue bzw. andere Blickrichtung erfrischend und kann den Horizont erweitern. Ayurveda und Yoga sind die zwei Seiten einer Medaille, ergänzen sich gegenseitig und gehören einfach zusammen.

Vielleicht ist ja der ein oder andere Aspekt dabei, der sich dir mit dieser ayurvedischen Sicht viel besser erschließt oder dir neuen Input liefert?

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Wenn es um Gesundheit und Well-Being geht ist Janna vielseitig interessiert. Sie ist Ärztin, unterrichtet Yoga und ist als selbstständige medizinische Ayurveda- und Ernäherungsberaterin in Zürich tätig. Zudem gibt sie regelmäßig in diesen Bereichen Workshops und Fortbildugen in Deutschland sowie der Schweiz. Ihre persönlichen Wellbeing-Inspirationen und Gesundheits-Tips kann man als Health-Letter abonnieren  oder sie auf ihrem Blog In Good Health besuchen. Oder schreib eine Mail an Janna.


'Wie du Ayurveda in den Yoga Unterricht einbauen kannst' has 1 comment

  1. 1. November 2016 @ 9:47 Ayurveda im Yoga Unterricht

    […] meiner Kolumne für das happymindmagazine.de spreche ich im Detail über die drei Tipps, mit denen du Ayurveda […]


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