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Geht Ayurveda überhaupt vegan?

Ayurveda für Veganer: Geht Ayurveda überhaupt vegan?

Gott sei Dank wird die Welt immer veganer – zumindest hier in Deutschland! Das ist genial, denn Yogis sowie auch Ayurvedis waren schon immer darauf aus, nicht nur ihren happy mind und happy body, sondern auch ihr happy heart sowie ihr Karma zu „pflegen“.

Zwar bemühen sich die meisten Ayurveda-Einrichtungen in Deutschland heutzutage auf eine gute Qualität der Milch, des Ghees, Lassis und Honigs für ihre therapeutischen Zwecke zu achten, aber jemand, der den veganen Lebensstil voll und ganz durchzieht, möchte den Ayurveda auch tierfrei genießen können. Das geht neuerdings immer besser, denn die Firmen und Resorts richten sich auf die Ethik- und Bewusstheitseinstellung ihrer veganen Kunden ein.

So weisen Ayurveda-Kurhotels neuerdings darauf hin, dass man ihre Programme auch als vegane Variante buchen kann, oder nennen eine Kur von vorne herein „Vegane Panchakarma Kur“. Der vegane Ayurveda-Kochbuch-Markt wächst stetig und selbst Ayurveda-Großhändler wie Amla Natur weisen seit 2015 bei jedem Produkt daraufhin.

 

Bist du Veganer/in und fragst dich, ob eine Ayurvedakur für dich in Frage kommt? Hier findest du wichtige Details, die dir bei deiner Entscheidung helfen können:

 

  • Das Essen während einer Panchakarma Kur ist generell fast immer vegan. Das sind natürlich schon mal super Neuigkeiten. Üblicherweise sollte während einer Entgiftungskur auf schwer verdauliche Nahrungsmittel verzichtet werden und deshalb sind Ayurveda-Kuren immer fleisch-, fisch-, eier- und käselos sowie milch- und joghurtarm. Vor allem die europäischen Ayurveda-Kuranbieter sind auf Veganer eingestellt, zaubern ihr wundervoll duftendes Essen auch gerne ganz vegan und verzichten dabei sogar auf Ghee. Daher haben die auf Ayurveda spezialisierten Hotels auch meistens eine extrem leckere, vegane Küche, denn sie kochen jeden Tag so und müssen nicht erst rumexperimentieren.
  • Auch Veganer brauchen Detox. Ja, meistens denkt ein Veganer er sei von Grund auf kerngesund, da er sich ja vegan ernährt. Dennoch nimmt leider jeder zivilisierte Mensch von heute Giftstoffe mit der Ernährung auf, (natürlich etwas weniger, wenn man immer Bio isst). Giftstoffe fliegen auch durch die Luft und landen in unseren Lungen, Medikamente hinterlassen ihre Spuren usw. Zudem gibt es die im Ayurveda als „Bösewichte“ bezeichneten Ama: Das sind eigens hergestellte Stoffwechselabfallprodukte. Isst man mal über seine Verdauungskapazität hinaus, isst man häufig zu spät oder direkt vor dem Schlafen gehen, isst man ungesund oder nicht gemäß seiner Konstitution, dann produziert man diese kleinen Partikelchen viel schneller, als einem lieb ist. Das kann auch jedem Veganer passieren. Zum Beispiel wenn eine Vata Person mit empfindlichem Verdauungstrakt ständig Salate isst und dabei eher seine Leber überfordert, anstatt sich Gutes zu tun. Oder wenn eine Kapha Person zu viel Schweres und Süßes isst und dadurch immer schwerer wird. Pitta Personen haben da etwas mehr Glück, denn sie verfügen meist über eine sehr starke Verdauung, die quasi alles verbrennt, was man in den Ofen hineinschiebt. Doch auch sie können ihren Körper allein durch die Ernährung in eine Inbalance bringen, wenn sie zum Beispiel zu viel Saures oder Scharfes essen. Kurz: Ayurveda Panchakarma Kuren, die den Körper von innen blitzeblank putzen, sind wirklich für jedermann.
  • Therapeutisch werden im Ayurveda gerne Ghee und Honig eingesetzt, es geht aber auch ohne. Traditionell werden bei Panchakarma Kuren verschiedene Entgiftungsgetränke eingesetzt, die jeweils individuell auf den Gast abgestimmt werden. Das berühmteste und eindeutig gängigste ist natürlich das Ghee (reines Butterfett). Es soll die fettlöslichen Toxine sowie Stoffwechselabfallprodukte binden, um sie später aus dem Körper zu schwemmen, und hat durch seine Eigenschaften eine ganz speziell reinigende Wirkung. Für Veganer gibt es eine Alternative, nämlich das Sesamöl. Es weist nicht exakt dieselbe Wirkung auf wie Ghee, kann aber auch für denselben Zweck eingesetzt werden. Bei den nicht fett-basierten Zusammensetzungen wird teils mit Honig gearbeitet, die meisten Pflanzen-Entgiftungsgetränke sind jedoch von vorneherein vegan. Zum Beispiel frisch gepresster Ingwersaft mit Palmzucker, oder Aloe Vera Saft mit verschiedenen Kräuterpulvern. Es gibt ein paar wenige, medizinische Präparate sowie Massageöle, die Milch enthalten. Jedoch kann man die Mehrzahl davon als „vegan“ betiteln. Und dann gibt es noch die allzu beliebten Einläufe. Davon gibt es zwei Sorten, nämlich die Nährenden und die Ausleitenden. Beide enthalten meist etwas Öl, wofür auch veganes Öl eingesetzt werden kann.
  • Tee und heißes Wasser sind die Ayurveda Tausendsassas und natürlich immer vegan. Da man während einer Ayurveda-Entgiftungskur keinen Alkohol trinkt, ist man sowieso vor mit tierischen Eiweißen geklärten Bier- oder Weinsorten gefeit.
  • Bisher weiß ich noch von keinem Ayurveda-Hotel, das sich im Mobiliar als rein vegan ausweist.
  • Prävention ist alles! Ayurveda-Ärzte können dich gut beraten, damit du deine Ernährung auf Basis deiner ethischen Einstellungen und Grundkonstitution ideal zu Hause umsetzten kannst.

Ayurveda & vegan leben. Geht das?

Aber wie steht Ayurveda nun genau zum Veganismus?

Ayurveda ist ein ganzheitliches Gesundheitssystem und Ernährung spielt dabei eindeutig die allergrößte Rolle. Ayurveda sagt: der Mensch ist nicht nur, was er isst – er ist vielmehr das, was er verdauen kann! Wie schon oben erwähnt werden Ernährungsempfehlungen im Ayurveda immer an die individuelle Dosha – Konstitution des Einzelnen angepasst, denn jeder hat einen anderen Verdauungsmotor. Man muss das Ganze so sehen, wie bei den verschiedenen Autotypen. Am besten bespricht man sich mit einem Ayurveda-Experten um herauszufinden, wie man sich am vitalsten ernähren kann.

Zu tierischen Produkten bezieht der eher wissenschaftliche Ansatz der alten Ayurveda-Bücher keine ethisch wertende Stellung. Medizinisch gesehen setzt Ayurveda sogar wenn nötig manchmal Fleischprodukte oder Meerestiere ein (nicht jedoch bei Panchakarma Kuren). Ein traditionelles Tonikum bei Schwäche oder Auszehrung ist zum Beispiel, wie auch in Europa, die Hühnersuppe. Um im Alltag möglichst gesund zu bleiben, setzt Ayurveda generell jedoch eine Diät mit kaum bzw. gar keinen Fleischprodukten, Fisch oder Hartkäse voraus. Milch, Joghurt, Ghee und Honig andererseits haben einen hohen Stellenwert und gelten auch als psychoimmunisierend, also als sattvisch.

Jedoch stellt sich hier die Frage:

Wie sattvisch sind Milch und Honig heute noch? Hier wird der spirituelle Ansatz des Ayurveda gefragt und muss an die modernen Rahmenbedingungen angepasst werden. Denn sicher sind diese Produkte nicht mehr so sattvisch wie damals vor rund 5.000 Jahren in Indien, selbst wenn Bio draufsteht. Und was nicht sattvisch ist, ist bei regelmäßigem Konsum auch für den Körper nicht gesundheitsfördernd. Wer noch von den guten Eigenschaften dieser Nahrungsmittel profitieren möchte, muss sich also auf die Suche begeben, um bei einem freundlichen Bauern reine und wirklich natürliche Produkte zu ergattern, dann sind auch Frischmilchprodukte und Honig gesund, zumindest laut dem klassischen Ayurveda.

Also: Im Ayurveda darf man selbst aussuchen, ob man ganz auf Fleisch verzichtet oder nicht, denn solange man die ayurvedischen Prinzipien der Ernährung beherzigt, kann sich jeder gesund essen!

Photo by Brooke Lark on Unsplash

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Carina liebt das ayurvedische Leben, vegane Essen und Meditieren. Sie ist Tochter der Eigentümerfamilie des Ayurveda Parkschlösschen ***** Hotels sowie Buddha-Museums in Traben-Trarbach und Hatha Vinyasa Yogalehrerin. Als Geschäftsführerin im Hotel genießt sie ihre tolle Aufgabe um in der Welt Gutes zu tun und gibt dort zudem wöchentlich Vorträge über Ayurveda und Yoga.


'Ayurveda für Veganer: Geht Ayurveda überhaupt vegan?' have 2 comments

  1. 22. Januar 2018 @ 9:47 Christina Waschkies

    Liebe Stephanie, herzlich willkommen und schön dass du da bist! Alles Liebe von mir. Christina

  2. 21. Januar 2018 @ 9:47 Stephanie

    Hallo Christina
    Ich beginne gerade mich mit dem Thema Aryuveda zu beschäftigen und bin zufällig auf deinen tollen Blog gestoßen. Wundervoll, hier komme ich öfter vorbei!
    Viele Grüße
    Stephanie


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