Shine on - zeig dein inneres Strahlen!

Be the light – don’t be a Elektrosparlampe!

Ich habe jahrelang in der Musikbranche gearbeitet. Mit viel Freude, an manchen Tagen mehr, an manchen weniger – je nachdem, wie die Künstler mir auf den Puffer gegangen sind – aber nirgendwo habe ich mehr verdreht große Egos erlebt, mit so wenig dahinter, als im Yoga.

Ich will ja gar nicht ausschließen, dass das an meiner Wahrnehmung liegen könnte. Vielleicht habe ich meine Mitte noch nicht richtig ausgelotet oder nicht genügend grüne Smoothies ge-ext oder schlicht und einfach nicht genügend auf dem Kopf gestanden.

Aber es kommt mir so vor, als ob jeder halbwegs Yogapraktizierende und Lehrende, sowie alle angesagten Yogablogs, Wellnesszeitschriften, Apothekenumschauen stündlich mit neuen Dogmata um die Ecke kommen. Alle wissen alles besser und jeder will einem etwas Neues vorschreiben und aufobtruieren.

Laaaaaaaaaangweilig.

Die, die am lautesten schreien „ICH bin das Licht!“ und „Hier geht’s lang!“, stehen so richtig im Dunkeln. Das ist ja wohl schon seit Menschengedenken so.

Dieser Branche würde ein wenig mehr Introspektion gut zu Gesicht stehen. Sich mehr um die „Sache Yoga“ zu kümmern und sie mal wirklich versuchen zu leben und in den durchgeknallten Alltag zu integrieren, anstatt sich nur damit „Wortmäßig“ zu schmücken, sich um sich selbst zu drehen und anderen Mitlebewesen den Tag zu vermiesen.

Es geht hier nicht um Perfektion, verdammt!

Auch Attila Hildmann, der vegane Vorzeige-Bodybuilder Deutschlands und Autor diverser veganer Koch-Lifestylebücher (z.B. „Vegan for Fit“, „Vegan for Youth“), scheint ein cooler und bodenständiger Kerl zu sein. Auf seiner Facebookseite postete er vor einigen Tagen auf die Hater-Kommentare zu seinem neuen Porsche:

„(…) Und da immer wieder einige meinen, ein Veganer hat dieses oder jenes zu tun, frage ich mich bei euren überkorrekten Kommentaren, ob einige von euch im Wald leben, woher sie den Strom für ihre PCs haben und wie sie so durch die Lande fahren. Ein Veganer der Porsche fährt, ist genauso wenig schlecht, wie ein Mensch, der ab und an Biofleisch isst (…)“.

YEAH BABY!!

Yoga und der damit assoziierte Lifestyle wird als das ultimativste Allheilmittel gepriesen, was es ja auch durchaus für viele sein kann, versteht mich nicht falsch. Es ist toll, wenn Menschen achtsamer werden mit allem: mit sich, dem Planeten und all seinen Bewohnern. Aber bleib damit doch bitte vor deiner eigenen Tür.

Yoga ist nicht ein nach „Außen“. Es war und ist schon immer ein nach „Innen“ gewesen. Deshalb ist es auch Hupe, ob Du täglich detoxed, was für Designerleggins du trägst, wie groß oder klein dein Hintern in eben jenen Yogahosen ist , ob Du Fahrrad fährst oder Auto, ob du Fleisch isst oder Vegatarier oder Veganer bist.

Ist alles irgendwie super – für Dich!

Du bist und bleibst nur ein Meinungsvertreter und kein Vorbild, egal wie laut Du Deine Erleuchtungen nach außen schiebst, damit möglichst alle sie schnell sehen können. Man kann ziemlich schnell eine Glühbirne von der Elektrosparlampe unterscheiden. Denn nur eine spendet wirkliches, warmes Licht.

Solange Du aber positiv durch Dein eigenes Leben leuchtest, wie ein zufriedenes, kleines Glühwürmchen, können sich auch andere an Dir erfreuen, fühlen sich von Deinem Licht angezogen und würden Dir viel eher mal zuhören.

Denn echt sein, ist warm.

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Julie Meyer-Christian ist Yogalehrerin, Mantrasängerin und Mama einer hervorragenden Tochter. Am liebsten arbeitet sie an verschiedenen Yogaprojekten, Workshops und Retreats mit ihr gleichgesinnten Seelen und gibt leidenschaftlich gern dynamische Vinyasa Power Yoga Classes, sowie, als Ausgleich, sanftes Yin Yoga. Ihr findet Julie und ihre Projekte hier www.peace-love-yoga.de und hier www.juliaelena.de oder schreib einfach eine Mail an Julie.  


'Be the light – don’t be a Elektrosparlampe!' have 5 comments

  1. 16. Februar 2014 @ 9:47 Christina

    Dank dir für das Kompliment :) LG Christina

  2. 14. Februar 2014 @ 9:47 Emma

    Ein geiler, geiler, geiler Artikel!!!

    Lieben Dank dafür!

  3. 11. Februar 2014 @ 9:47 Christina

    Ja, das ist leider oft zu vermissen bei den so-called Yogis… Aber auch da ist es wahrscheinlich am Besten, wenn man sich ganz auf sich selbst konzentriert und zusieht, dass die eigene Glühbirne möglichst warm und authentisch strahlt :)
    Liebe Grüße
    Christina

  4. 11. Februar 2014 @ 9:47 Kathrin

    Danke für diesen Artikel! Ich bin es so leid, die Fotos zu sehen, von perfekten Verdrehungen mit der Bildüber- oder Unterschrift, es geht nicht darum eine Asana perfekt ausführen zu können. Hhhmmmm, klar. Noch schlimmer allerdings die Yoga-Lehrer/innen, die einfach nur schauspielern und sich in ihrem Egoismus suhlen. Ein wenig Authentizität wäre mal angenehm!

  5. 11. Februar 2014 @ 9:47 Madhavi

    Amen.


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