Yoga Mamas - welche Yogalektionen dein Baby dir bei bringt.

3 Yoga Lektionen, die mich mein Baby lehrte

Be my Buddha, Baby! 3 Yoga-Lektionen, die ein Einjähriger mich lehrte

Ich wollte als Yoga-Mama so werden wie Gisele Bündchen oder Hilaria Baldwin. Mindestens. Mit meinem Baby auf der Matte Richtung Erleuchtung turnen. Vielleicht sogar einen Instagram-Account für unsere gemeinsamen Sunrise-Sessions einrichten! Die Wahrheit ist, dass ich seit der Geburt meines Sohns so wenige Sonnengrüße, Down Dogs und Kopfstände gemacht habe, wie nie zuvor seit meinem ersten Om vor zehn Jahren. Trotzdem habe ich mehr über Yoga gelernt, als mich jeder Ashram-Aufenthalt im Himalaya lehren könnte. Hier die wichtigsten Weisheiten, die ein Krabbelkind mir beibrachte:

1. Lass los!

Beim Schwangeren-Yoga war alles noch im himmelblauen Flow. Ich atmete mit einer Hand auf dem Bauch ein und mit der anderen auf dem Herzen alle Zipperlein weg. Ich visualisierte beim Kundalini-Yoga die Wehen und malte mir die spontane, zu 100 Prozent natürliche Geburt meines Kindes in den schillerndsten Farben aus.

Wie es kommt, ist es richtig

Zuhause arbeitete ich enthusiastisch an einer Playlist und stellte mir vor, wie ich meinen Krümel zu „Here Comes the Sun“ von den Beatles auf die Welt pressen würde. Dazu trank ich Himbeerblättertee und philosophierte über die Hockposition und den Vierfüßlerstand als perfekte Geburtspositionen. Dann kam alles anders. Kaiserschnitt. Uff! Wie es sich anfühlte? Großartig! Na ja, zumindest der Moment, als das kleine Bündel käseschmierenschön auf meiner Brust lag. Mamasein bedeutetet Loslassen. Auch die Vorstellung von der Bilderbuch-Geburt. Wie es kommt, ist es richtig.

2. Yoga ist jetzt!

Zum Glück hatte ich die „Holistic Silk Baby Yoga Rug Mat mit beruhigendem Lavendelaroma“ im Hormonrausch der Schwangerschaft noch nicht bestellt. Denn die 99 mal 46 cm kleine Matte hätte bei uns zuhause ein tristes Dasein geführt. Mein Sohn entpuppte sich noch bevor der Rest seiner Nabelschnur abfiel, als Yoga-Hater. Er torpedierte jeden meiner Versuche, mich zu entspannen und zu dehnen mit penetrantem Gequake. Spätestens nach den Sonnengrüßen war Schluss mit Lustig. Da half auch das originellste liebevoll auf der Krabbeldecke drapierte Spielzeug nichts. Natürlich hatte er auch immer einen guten Grund. Mal waren es die Dreimonatskolliken, dann ein heftiger Wachstumsschub, ein anderes Mal das erste Zähnchen oder eben einfach nur der kleine Hunger zwischendurch. Das Baby hat immer Recht, brachte es unsere PEKIP-Kursleiterin Barbara auf den Punkt.

Einatmen-Ausatmen-Windelnwechseln

Ich holte mir meine Entspannung also erstmal häppchenweise. Navasana auf der Krabbeldecke, Malasana beim Schlaflied vorm Gitterbett, Virabhadrasana 3 mit dem Kinderwagen im Anschlag an der Alster. Einen klitzekleinen Yogi meinte ich dann übrigens doch noch in meinem Zwerg zu erkennen. Er liebt es, wenn ich chante! Ob allerdings das Gayatri-Mantra oder „Atemlos“ von Helene Fischer ist ihm schnurzpiepegal …

3. Wachsen tut weh!

Den Buchklassiker „Oje, ich wachse“ habe ich von einer weisen Mutter zur Geburt geschenkt bekommen. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mit dem Begriff Wachstumsschub etwa genau so viel anfangen wie Kate Moss mit Detoxen. Wenige Wochen später sah das anders aus. Acht Wachstumsschübe machen Babys laut der Bestseller-Autoren Hetty van de Rijt und Frans X. Plooij währen der ersten 14 Monate durch. Den gigantischsten erlebte ich aber selbst durchs Mamawerden.

Willkommen im Spucktuch-Milchstau-Schnuller-Universum

Mein Krümel katapultierte mich mit der Geburt aus der Komfortzone meines aufgeräumten Lebens ins Spucktuch-Milchstau-Schnuller-Universum. Ich ging wie jede andere Neu-Mama ans Limit und darüber hinaus. Manchmal fühlte ich mich wie ein Zombie, wenn ich nach einer durchwachten Nacht mit meinem Baby im Tragetuch durch den Park spazierte. Trotzdem will ich keine Sekunde missen. Mein Junge ist seit seiner Geburt 20 Zentimeter gewachsen und hat sein Gewicht verdreifacht. Mein Wachstum lässt sich nicht in Zahlen messen.

Liebe Mamas: Der Tag an dem ihr das erste Mal nach der Geburt ein Yogastudio betreten werdet, wird kommen – und er wird sich für Euch wie Weihnachten-Diwali-und-Ganeshas-Geburtstag zusammen anfühlen. 

Bildquellen: Hilaria Baldwin auf Instagram | Gisele Bündchen auf Instagram

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Kathrin ist zweifache Mutter, Journalistin und Yogalehrerin für Pre- und Postnatalyoga. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Ihren Alltag mit Mini-Menschen, Macbook und Matte meistert sie mit viel Herz, Humor und Dankbarkeit. Nach ihrer Ausbildung bei Qbi, Dirk und Eric Bennewitz von Poweryoga Germany und bei Patricia Thielemann von Spirit Yoga sorgt sie bei ahoiYoga für die entspanntesten Mamas und Babys der Stadt.


'3 Yoga Lektionen, die mich mein Baby lehrte' has 1 comment

  1. 10. November 2014 @ 9:47 Laura

    Aaah kommt mir bekannt vor!! Ich werde immer beklettert und beturnt von meiner fast 11 Monate alten Maus!


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