Du willst Glücklich sein?

Choose happy: Glücklichsein ist eine Wahl

Herrje, war ich ein schlechtgelaunter Teenager. Warum hat mich damals niemand bei den Haaren zum Yoga gezerrt? Mir Audio-Ratgeber von Robert Betz oder Meditationen von Thich Nhat Hanh aufgezwängt?

Ich war chronisch mies drauf.

Überzeugt davon, dass es niemals einen Job für mich geben wird, der mir Spaß machen könnte. Mit dem konstanten Gefühl, komplett allein zu sein und um alles kämpfen zu müssen. Überzeugt davon, dass nicht genug da ist. Für mich sowieso nicht. Und habe doch tatsächlich mit diesen Gewitterwolken einige Zeit verbracht.

Es hat gedauert, bis ich überhaupt gemerkt habe, was für ein rauschendes Fest der negativen Gedanken ich jeden Tag in meinem Oberstübchen abhalte. Um genau zu sein hat es 29 Jahre gedauert. Nämlich bis zu meiner ersten Yogastunde, also, RICHTIGEN Yogastunde. Die Male davor waren Yogastunden im Hamburger Turnverein oder im Fitnessstudio – yogisches Geturne, wie ich es mal liebevoll betiteln möchte.

Dann erst kam „richtiges“ Yoga – 

mit Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und Eigenwahrnehmung. Und da hab ich verstanden, dass ich eine Aufgabe habe: Die lebenslange Aufgabe, mich selbst zu beobachten, Gedankenmuster aus alten, längst vergangenen Zeiten zu korrigieren und auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Zu ersetzen mit neuer Wahrnehmung. Gefühlen wie Wut, Trauer, Aggression –  Attribute, gegen die man sich gerne wehrt, weil sie so uncool sind – einen Platz in meinem Herzen einzuräumen und sie dadurch so anschmiegsam zu machen wie einen mit Perwoll gewaschenen Kaschmirpulli.

Falls du denkst, es kam von heute auf morgen, muss ich dich leider enttäuschen.

Es gab keinen persönlichen Urknall mit plötzlicher Erleuchtung. Es hat hunderte von Yoga – und Lebensstunden, Meditationen und Krisen gebraucht. Zumindest bei mir. Mein Unterbewusstsein ist nämlich schwer auszutricksen. Eigentlich wissen Herz, Kopf und Körper ganz genau was ihnen gut tut. Nur kommt mir da mein alter Kumpel, das Ego, dazwischen.

Ego, der alte Miesepeter, redet mir gerne ein, dass es okay ist auf der Couch liegen zu bleiben.

Ego flüstert mir ständig alte Gedanken zu, die ich längst nicht mehr denken will. Ego kann und will einfach nicht die Klappe halten. Wie ich mittlerweile mit Ego umgehe? Ich zwinkere ihm zu, sage freundlich hallo und wünsche ihm dann einen schönen Tag.

Und heute ist alles anders.

Ich habe mir einen super bequemen Ohrensessel-Alltag zurecht manifestiert, in dem ich es so richtig großartig finde. Allein bin ich immer noch, sind wir ja tatsächlich alle, auch wenn wir in tollen Beziehungen leben, fantastische Freundinnen haben und einen Bekanntenkreis in der Größe Schleswig Holsteins. Aber ich fühle mich nicht allein, denn da ist ja immer jemand: Ich. Und das Schlammcatchen um Dinge und Zustände hat auch aufgehört. Ich manifestiere jetzt, und höre mich dabei wahrscheinlich an wie eine Audio CD von Louise Hay. Aber verdammt – es funktioniert!

Warum?

Weil ich mich für das happy sein entschieden hab. Erst rational, dann kam das Herz hinterher.  Es erfordert einfach Übung, genau wie dein herabschauender Hund oder dein Chaturanga. Erst hängen die Schultern noch an den Ohren und irgendwann merkst du, wie du im herabschauenden Hund einen ganz freien Schultergürtel bekommst. Mit viel Arbeit, die aber doch leicht fiel, weil alles immer besser wurde. Genau so ist es auch mit dem Happy sein. Es will geübt werden. Weil plötzlich Leichtigkeit eintritt, weil du sofortige Ergebnisse sehen kannst. Und du irgendwann lernst, der alten Schreckschraube Ego nicht mehr so genau zuzuhören. Klappt nicht immer, aber immer besser.

Es gab ein Buch von Gabby Bernstein, das mir wirklich geholfen hat, mehr Happiness, Leichtigkeit und Freude in meinen Alltag zu bringen. An 40 Tagen und mit verschiedenen, kleinen Übungen lernst du, deine Selbstwahrnehmung zu schulen, deinen Selbstwert noch mal genau zu betrachten und dir zu gestatten, dir Herzenswünsche zu erfüllen und Wunder in dein Leben zu lassen. Es hilft dir, deine Ängste und Blockaden zu durchschauen und somit Schritt für Schritt ein wenig mehr Happiness in dein Leben zu lassen. Wenn du es noch nicht kennst, dann gib ihm eine Chance.


Könnte Wunder bewirken: Das 40-Tage-Programm Um Ihr Leben Grundlegend Zu Verändern


Weiterführende Lektüre: Lies meine 50 gute Laune Tipps.

Dieser Text ist im Rahmen der Blogserie „Das Glück in dir“ entstanden.

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Christina ist Mama, Yogini und Full-Time-Bloggerin. Sie praktiziert Yoga seit vielen Jahren mit großer Freude und findet, dass Spiritualität eine sehr persönliche Angelegenheit ist: Jeder lebt sie ein bisschen anders! Nebenbei designt Christina liebevolle yogische Geschenksets sowie spirituellen Schmuck, den du in ihrem HAPPY MIND SHOP kaufen kannst. Privat mag Christina das Übliche: Zeit mit ihrer Tochter und ihrem Mann verbringen, gutes Essen, Filme, Musik, Reisen und einen netten Umgang miteinander. Schreib eine Mail an Christina. Oder sag hallo auf Google+


'Choose happy: Glücklichsein ist eine Wahl' have 13 comments

  1. 19. Mai 2015 @ 9:47 Den eigenen Körper akzeptieren lernen: Gar nicht so leicht!

    […] Choose happy: Glücklichsein ist eine Wahl […]

  2. 23. Februar 2015 @ 9:47 Christina

    Liebe Sylvia,

    danke für deine lieben Worte. Ich denke auch, es ist eine lebenslange Aufgabe, immer wieder zwischen Ego und Sein zu unterscheiden. Und Kundalini Yoga ist toll – ich kann die Kirtan Kriya nur immer wieder empfehlen.
    Liebe Grüße
    Christina

  3. 21. Februar 2015 @ 9:47 Sylvia

    Liebe Christina,

    das macht Mut – DANKE !! :))
    Genauso war und bin ich auch leider immer noch. Ich bin jetzt 32 und habe seit letztem Jahr intensiver angefangen mich mit mir und meinem Ego und Sein auseinanderzusetzen. Gott, mein Ego ist so stark und mächtig… :( aber es wird, ich bleibe dran auch wenn es steinig ist !
    Bald fange ich wieder mit Kundalini Yoga an :)
    Liebe Grüße, Sylvia

  4. 18. Februar 2015 @ 9:47 SANDRA

    Wunderbar! Meine Erfahrung ist ähnlich. Und Leichtigkeit ist sowieso immer dufte! ;)

  5. 18. Februar 2015 @ 9:47 Christina

    Gerne liebe Christiane. Ich schick dir liebe Grüße!
    Christina

  6. 18. Februar 2015 @ 9:47 Christina

    Danke für deinen lieben Kommentar, Soul Sister :)
    Viele Grüße, Christina

  7. 18. Februar 2015 @ 9:47 Christiane

    Liebe Christina,
    das hast du wirklich super toll beschrieben! Einfach zu merken, dass wir dem Chaos in unserem Kopf und unseren eingefahrenen Mustern nicht hilflos ausgeliefert sein müssen, ist schon der erste Schritt. Alles weitere braucht tatsächlich Zeit und Durchhaltevermögen. Danke dass du deine Erfahrungen so ehrlich geteilt hast :)
    Lieben Gruß, Christiane

  8. 18. Februar 2015 @ 9:47 Sybille

    Hi Christina..
    Ich habe Deinen Text gelesen und konnte mich zu 100% damit identifizieren ..
    Es ging mir absolut genauso und es ist ein gutes Gefühl, das es Seelenverwandte gibt…

  9. 17. Februar 2015 @ 9:47 Christina

    Liebe Anja, da gebe ich dir Recht. Danke für deinen Kommentar. Liebe Grüße, Christina

  10. 17. Februar 2015 @ 9:47 Christina

    Liebe Anne,
    mir hilft dann vor allem eins: Nicht zu generalisieren. Nicht zu denken, dass es jetzt für immer so bleibt, sondern dass es eine Phase ist, die vorbei geht. Wenn mal für ein paar Wochen alles anstrengend ist, dann ist das nicht schlimm. Das darf auch sein. Versuch einfach, so nett wie es geht mit dir umzugehen. Besuche einen Meditationskurs. Geh zum Yoga. Sprich mit Freunden. Oder, wenn es wirklich lange andauert, scheu dich nicht mit einem Therapeuten Kontakt aufzunehmen. Es ist total okay wenn wir uns Hilfe holen, wenn wir sie brauchen. Schick dir viele Grüße! Christina.

  11. 13. Februar 2015 @ 9:47 Anne

    Klar, ihr habt alle recht und ich bin ganz eurer Meinung vom Gluecklichsein als Entscheidungssache. Aber wie geht ihr in schlechten Zeiten damit um? Wenn alles schief geht und ihr euch am komplett falschen Platz fuehlt? Genau dann laeuft das bei mir eben doch nicht mehr so rund. Habt ihr Tipps?
    Gruessle, Anne

  12. 12. Februar 2015 @ 9:47 Anja

    Hallo Christina,

    richtig, Glücklichsein kommt nicht von heute auf morgen. Der erste Schritt ist schon gemacht in dem Moment, in dem man entscheidet, glücklich sein zu wollen. Ich selber praktiziere „positive Affirmationen“ und generell finde ich, dass das funktioniert: mal gut, mal weniger gut. Wir Menschen sind Gewohnheitsmenschen und um unser Unterbewusstsein zu verändern braucht es gut 3 Wochen. Ob Yoga praktizieren, sich gesünder ernähren oder glücklich sein…jeden Tag sollten wir bewusst etwas dafür tun bis es automatisch in uns verankert ist. Möglich ist es und sich glücklich fühlen und sein, das ist einfach toll :)

    Liebe Grüße,
    Anja

  13. 11. Februar 2015 @ 9:47 Thomas

    Hi Christina,

    es freut mich, dass Du bei der Blogserie mitgemacht hast. Ich finde es super, die verschiedenen Sichtweisen auf das Glücklichsein zu lesen.

    In Deinen Text kann ich mich sehr gut reinversetzen, denn ich war genau so ein Miesepeter (Okay bin ich heute auch noch öfters, vor allem morgens) aber dauerhaftes glücklichsein und happy sein ist sowieso schwer möglich. Wenn man sich ganz bewusst für das Glück entscheidet lässt man es aber Stück für Stück immer mehr zu und führt ein offeneres und glücklicheres Leben.

    Wichtig ist nur, Glück kann man nicht erwzingen, sich aber jederzeit dafür entscheiden.

    Liebe Grüße
    Thomas


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