Das Dakini Prinzip: Lebe deine Weiblichkeit

Neben Shiva und Shakti haben es mir auch die Dakinis und Dakas sehr angetan. Naja, zugegeben, mein Fokus liegt hierbei mehr auf dem Dakini-Aspekt. Mich spricht diese natürliche weibliche Kraft, die furchtlose Entschlossenheit und Individualität stark an. Nachdem ich so ziemlich jeden Lebensweg von diesen faszinierenden, erleuchteten Frauen gelesen habe, will ich mal versuchen meine Begeisterung dafür zu teilen und etwas davon in den hiesigen Alltag zu übernehmen.

Was sind Dakinis?

Eine Dakini ist eine “Himmelswandlerin”, ursprünglich ein tantrisches Geistwesen, welches alten Mythologien zufolge die Seelen der Verstorbenen in den Himmel bringt und den Lebenden als Geberinnen von Tatkraft schnell und effektiv auf dem spirituellen Pfad zur Seite stehen kann. Sie schützen die Belehrungen, sind achtsam, weise, furchtlos und entschlossen. Ihr männliches Pendant ist der Daka.

Vermutlich waren Dakinis und Dakas u.a. einst auch Schamaninnen und Schamanen gewesen, welche durch wilde, extatische Tänze in Trance gelangten und so andere Welten bereisen konnten. (Daher wohl auch der Name Dakini (tibet. Khandro), welcher mit Himmelswandlerin, Himmelstänzerin oder Himmelsläuferin übersetzt werden kann.)

Im Buddhismus sind Dakinis weibliche Wesen mit viel – und oft auch sehr wildem und wandelbarem- Temperament. So können sie friedlich, zornvoll oder auch gemischt friedlich-zornvoll erscheinen.

Was tun Dakinis denn so, wie sehen sie aus?

Sie ermutigen und inspirieren den Dharma-Praktizierenden auf dem spirituellen Weg. Sie überprüfen die spirituelle Praxis und schützen die lebendige Übertragung vor falschen Belehrungen und Anwendungen. Als ihr Wohnort gilt der spirituelle Ort der Liebe in himmlischen Sphären.

Dakinis sind zeitlos, körperlos und langlebig, können sich aber auch in menschlicher, körperlicher Form als Frau manifestieren. Oft sieht man sie auf Zeichnungen schön und nackt abgebildet, wobei die Nacktheit und Schönheit hier für Natur und Wahrheit steht.

Am bekanntesten sind wohl die meist tanzenden Adibuddhas und Abbildungen dieser 5 Dakinis, welche Du oft in Mandalas findest und welche für die 5 ursprünglichen Weisheiten stehen:

  • Karma Dakini: strahlend weiße Hautfarbe. Ermöglicht eine Wiedergeburt im menschlichen Daseinsbereich, verleiht weltlichen Erfolg.
  • Padma Dakini: rosa Hautfarbe. Kann eine Wiedergeburt in niedere Daseinsformen verhindern.
  • Ratna Dakini: goldene Hautfarbe. Verhindert eine Wiedergeburt in der Höllenwelt, verleiht weltlichen Wohlstand.
  • Vaja Dakini: rote Hautfarbe. Verhindert den Absturz in niedere Daseinsbenen.
  • Buddha Dakini: bläuliche Hautfarbe, verleiht langes Leben und ermöglicht eine Wiedergeburt im Dakini-Paradies.

Dakinis reagieren auf die Energie des jeweils Praktizierenden und prüfen und testen diesen in Bezug auf seine Wahrhaftigkeit und Reinheit der Absichten. Dakinis sind frei von Konventionen, ihr Verhalten gilt immer als offenbarend und mysteriös. Sie können sowohl schützend und wohlwollend als auch plötzlich wild und beängstigend das Weltbild des Praktizierenden auf den Kopf stellen! Solche Befreiungsschläge dienen dem Lösen alter Fesseln und Beschränkungen, das muss nicht unbedingt immer angenehm sein….

Dakinis wollen aufrütteln und scheuen nicht vor den ungewöhnlichsten Wegen zurück, um dem Praktizierenden auf seinem spirituellen Weg zu helfen. Hat der Praktizierende die Tests bestanden, darf er an „ einen Ort der Erleuchtung und der Wonne“ im Dakiniland aufsteigen.

Ich wage jetzt mal den Brückenschlag und frage: Was hat eine Dakini mit mir und Dir zu tun? Um eine Dakini erleben zu können müssen wir nicht unbedingt nach Himmelstänzerinnen suchen, Dakiniqualitäten kann man in einem spirituellen Gegenüber-egal welchen Geschlechts- erleben.

 

Du kannst die Attribute Deiner eigenen, Dir innewohnenden „Dakinikraft“ in Dir spüren, zum Beispiel indem Du Dich:

  • Deiner gesamten Gefühlspalette öffnest, Gefühle nicht negierst, unterdrückst oder verleugnest
  • Du Deine natürliche Anmut -des Körpers und des Geistes- auslebst
  • Deine Ängste und Selbstzweifel klar anerkennst, sie hinterfragst und mutig durch sie hindurch gehst
  • Achtsamkeit pflegst und umsichtig versuchst zu handeln
  • Du Dich zur Entschlossenheit entschließt und den Mut findest, mutig zu bleiben
  • Dich und Andere liebevoll behandelst und die Weiterentwicklung Deiner Praxis versuchst zu erhalten
  • Deine Wertvorstellungen, Überzeugungen, das was Dich ausmacht und was Dir wirklich wichtig ist, beschützt und hütest
  • Du Deiner inneren Weisheit folgen magst und Dir selbst vertraust
  • Du Deine Einzigartigkeit und die Deines Gegenübers herzlich umarmst
  • Du ab und zu mal etwas völlig neues ausprobierst um Dich selbst damit zu überraschen und zu beglücken.

 

Hier ein paar Anregungen. Ich bin sicher, Dir fällt noch viel mehr ein:

  • Besuche den neuen Yoga-, Gesangs, Mal- oder Sprachkurs anstatt davon zu träumen
  • Tanze ausgelassen, alleine oder mit Freunden
  • Lese ein Buch über ein Dir völlig unvertrautes Thema
  • Trage Deine Lieblingskleider- in Deiner persönlichen Farbkombination
  • Miste aus, was Dich stört, räume die Möbel in der Wohnung um oder dekoriere neu und extravagant
  • Gehe auf Entdeckungsreise, z.B. mal auf anderen Wegen zum Job, durchstreife unbekanntere Stadtteile und neue Cafés, Ausstellungen, Gärten
  • Verbringe Zeit in deiner neuen Hängematte, lieg mal träumend auf einer neu entdeckten Wiese….
  • Bestelle Dein Lieblings-Dessert als Hauptspeise, egal was der Tischnachbar denkt

 

Sei bei unserem Dakini Power Workshop in Hamburg dabei!

 

Einen ganzen Vormittag lang wollen wir uns unserem natürlichen, innewohnenden Dakini Prinzip widmen und uns der Weiblichkeit und Intuition hingeben.  Wir starten mit einer sanften Vinyasa Klasse mit Christina vom Happy Mind Mag und werden dann immer feinstofflicher mit kraftvollen Meditationen und Kriyas aus dem Kundalini Yoga, unterrichtet von Nicole. Alle Infos findest du nach dem Klick.

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Dakini WS

 

Falls Du Dich intensiver mit den spirituellen Dakinis beschäftigen möchtest, hier ein paar Buchtipps für Dich:

Bildquelle: http://resources.tsemtulku.com


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Nicole ist als Jugendliche durch ihre Tanzlehrerin zum Yoga gekommen. Da es im Anschluss zum Jazzdance Kurs Kundalini Yoga gab, ist sie dorthin - und geblieben. Beruflich war sie über 15 Jahre Theaterschauspielerin, bis sie dann ihre Yoga Lehrerausbildung Stufe1 absolviert hat. Zurzeit ist sie (noch bis September 2018) in Ausbildung der Stufe 2. Für Nicole ist Kundalini Yoga bereichernd, herausfordernd, inspirierend und motiviert sie, immer offen für Entwicklungen im Leben zu bleiben und Antworten auf Fragen zu finden. In ihrem Unterricht möchte sie diesen Funken an Begeisterung, die Mischung aus Form und Freiheit und Selbstentdeckung weiter geben und teilen. Neben dem Yoga gibt Nicole auch Entspannung durch Autogenes Training und gibt Thai Yoga Massagen.


'Das Dakini Prinzip: Lebe deine Weiblichkeit' have 2 comments

  1. 13. Februar 2016 @ 9:47 Christina Waschkies

    Liebe Eva, danke für deinen Kommentar. Die Dakinis in das Leben zu integrieren, mit all ihren Qualitäten, kann wirklich sehr bereichernd sein. Ich wünsch dir ein tolles Wochenende und ganz liebe Grüße, Christina

  2. 12. Februar 2016 @ 9:47 Eva

    Schöner Artikel! Er hebt sich trotz des Wellness-Aspekts wohltuend (:-) von vielen eher oberflächlichen „Tantra“-Artikeln ab und erklärt, wieso die Idee der Dakini auch in die Tiefe geht. Denn der machtvolle und „zornvolle“ Aspekt dieser liebevollen Wesen darf nicht ignoriert werden. Wir müssen ja auch unsere dunklen Seiten integrieren, und dabei helfen die Dakinis (es gibt auch schwarze!). Eine kleine Ergänzung möchte ich noch anbieten: Die Bedeutung von „Natur“ in diesem Zusammenhang ist nicht Erde und Grünzeug, sondern „Natur des Geistes“ müßte es vollständig heißen, also das Wesen, die Qualität, die Art und Weise, wie unser Geist arbeitet — das wird in seiner Unverhülltheit erfahren. Dafür steht die Nacktheit. Die Schönheit ist ein Attribut der erleuchteten Wesen, die durch ihre Erleuchtung die Jugendlichkeit ihres Bewußtseins und teils auch ihres Körpers erhalten haben. Erleuchtete werden auch krank und sterben — aber sie leiden nicht, sondern verlassen ihren Körper, mit dem sie sich nicht identifizieren. Diese Wohnstätte des Geistes zu pflegen und auch als Geschenk an die Wesen anzubieten macht durchaus Sinn. Darum finde ich es schön, wie hier die spirituellen und die materiellen Aspekte verbunden werden.


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