Dein ayurvedisches Winterfrühstück: Reinigendes Reis-Kanji mit Feigen und Zimt

Morgens vom Vogelzwitschern geweckt werden, die wärmer werdenden Sonnenstrahlen genießen und die Lust auf frisches Grün – verspürst auch du schon Frühlingsgefühle?

Mit dem ayurvedischen Frühlingsbeginn Ende Februar beginnt wieder die Zeit, in der das Kapha Dosha in und um uns besonders präsent wird. Die Übergänge zwischen den Jahreszeiten gelten im Ayurveda seit jeher als bedeutende Umbruchphasen. Sinusitis, ein müdes Verdauungsfeuer, Frühjahrsmüdigkeit, innere Schwere – oftmals fühlen wir uns in
diesen Zeiten nämlich alles andere als frühlingsfrisch und voller Energie. Deswegen legt der Ayurveda viel Wert auf eine gute saisonale Routine, mit der wir uns in den Übergangszeiten sanft ausbalancieren können.

Das Ansteigen von Kapha in uns ist jedoch nichts Schlechtes und sollte nicht pathologisiert werden, sondern entsteht aufgrund von ganz natürlichen, sich alljährlich wiederholenden Prozessen, die uns einfach nur daran erinnern: Jetzt ist die perfekte Zeit für Reinigungsrituale und einen kleinen inneren Frühlingsputz.

Zum Fasten ist es noch zu kalt – besser ist es jetzt dich mit bitterer, herber, scharfer und wärmender Nahrung zu entlasten und deinen Stoffwechsel anzuregen. Morgens ist ein warmes und leichtes Frühstück wie dieses Kanji ideal. Rein-Kanji oder Congee ist ein Reisbrei, der in Asien vor allem zum Frühstück gegessen wird. Zur Zubereitung wird ein Teil Reis mit einem Vielfachen an Wasser oder Brühe aufgekocht und mehrere Stunden gegart,
bis der Reis zerfallen und ein sämiger Brei entstanden ist. In Asien handelt es sich meist um einen sehr scharfen, würzigen Brei. Hier habe ich eine milde, süße Variante für dich, die du jedoch natürlich auch ganz nach Belieben variieren kannst.

Da du das Kanji recht lange garen musst, macht es Sinn, wenn du für deine Reinigungstage gleich eine größere Menge vorbereitest und den Reisbrei portionsweise erwärmst. Kanji ist das fadeste Gericht auf Erden, regt jedoch auch jedes noch so müde Verdauungsfeuer an und sorgt für neue Energie, Leichtigkeit und Sättigung.

Rezept für 1-2 Portionen:

  • 60 g Basmatireis (ich nehme braunen Reis oder ½ weißer Reis ½ brauner Reis)
  • 2 getrocknete Feigen, geviertelt
  • 1 daumengroßes Stück frischer Ingwer
  • 1 Kardamomkapsel
  • 1 Prise Steinsalz
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Ghee
  • 1 TL Honig
  • Optional: Frisches Fruchtkompott

Reis, Feigen, Salz, Ingwer und Kardamom mit etwa 450 ml Wasser in einem großen Topf mit aufliegendem Deckel zum Kochen bringen. Auf kleinster Flamme den Brei 2-3 Stunden köcheln lassen. Zwischendurch überprüfen, ob genügen Wasser vorhanden ist. Vor dem Servieren Kardamomkapseln und Ingwer entfernen und je nach Belieben mit Zimt, Ghee und Honig abschmecken und mit ein wenig Fruchtkompott servieren.

Alles Liebe
Verena

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Photocredit: Joanna Kosinska via Unsplash.com

Wenn das ayurvedische Frühjahr Ende Februar beginnt, ist es immer noch zu kalt zum Fasten, doch unser Körper muss in Schwung kommen - so gehts!
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Verena ist leidenschaftliche Ayurveda-Praktikerin, Ethnologin, Yogalehrerin und Köchin. Nach ihrer Ausbildung als Heilpraktikerin zieht es sie dieses Jahr an eine indische Universität, um in die Tiefen des Ayurveda einzutauchen. Aktuell beginnt sie ihre Promotion über die ganzheitliche Wirkung der Ayurveda- Ernährung. Mehr von Verena findest du hier: www.livinlightly.de.


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