Die drei größten Energieräuber – Happy Mind Magazine | Yoga Blog | Ayurveda & Achtsamkeit

Die drei größten Energieräuber

Weißt du, was für mich der größte Schatz eines Menschen ist? Der, den du am besten hüten musst? Die wichtigste Ressource (außer der Zeit, versteht sich)?

Seine Energie. Darum machen wir den ganzen Selbstfürsorge-Kram doch: wegen der Energie. Ohne Energie, ohne Kraft und ohne innere Stärke, bist du nicht in der Lage für dich selbst – geschweige denn für andere – zu sorgen. 

Nun gibt es ja bekanntlich verschiedene Arten und Wege, um seine Energie wieder aufzuladen. Genauso wie es diverse Arten und Verhaltensweisen gibt, welche Energie verbrauchen – im positiven wie im negativen Sinn: zum Beispiel Stress, Freundschaften, familiäre Verpflichtungen, Hektik, Probleme verschiedenster Arten, Freizeitaktivitäten. 

Neben diesen großen Teilen, diesen großen „Verbrauchern“, gibt es noch drei subtilere Arten. Du merkst es vielleicht nicht, sie sind schwer zu entlarven und doch tun wir es Tag für Tag. Sie kosten dich Energie auf einer anderen, spirituelleren Ebene: 

Jammern, Lügen und Lästern

Hast du es schon geahnt? Oder bist du vielleicht etwas überrascht ob dieser Erkenntnis? Habe ich dich vielleicht bei der einen oder anderen Angewohnheit ertappt?

Keine Sorge. Du brauchst deswegen kein schlechtes Gewissen zu haben. Wir alle tun es, meistens unbewusst. Diese drei Angewohnheiten gehören fast schon zum „guten Ton“ in der Gesellschaft bzw. dort, wo sich Menschen treffen und zusammenkommen. 

Dennoch lohnt es sich, einmal darauf zu achten, wie oft du Gebrauch von ihnen machst. Wenn du eine Woche lang eine Strichliste führst, und für jedesmal wenn du lügst, lästerst oder jammerst, einen Strich hinzufügst, wirst du überrascht sein. Es lohnt sich daher immer, darauf zu achten und diese Gewohnheiten im Zaum zu halten.

Doch warum genau verbrauchen diese eher unscheinbaren Kandidaten deine Energie? Schauen wir uns das mal an. 

Jammern

Stell dir vor, du besitzt einen wundervollen Garten. Bunt bepflanzt blüht er und überwältigt dich mit seiner Pracht. Alles ist üppig, saftig und grün. Blumen blühen, Obst hängt dick von den Bäumen und das Gemüse ist stark und kräftig. 

Doch die Sache hat einen kleinen Haken: du musst diesen Garten natürlich täglich pflegen: gießen, jäten und Ungeziefer entfernen. 

Wässerst du ihn täglich, wird er weiterblühen und dich mit seiner Schönheit erfreuen. Du kannst Blumen pflücken und die Früchte ernten. 

Doch vergisst du darauf, wird er langsam aber sicher schwächer werden, austrocknen. Das Unkraut wird sich vermehren und die schönen Pflanzen überwuchern. Ungeziefer frisst dir den Ertrag deiner Bemühungen vor der Nase weg. 

Worauf will ich damit hinaus? Stell dir dein Leben, deine Persönlichkeit, dein Inneres als diesen wundervollen Garten vor. Dein Seelengarten sozusagen. 

Wenn du ihn täglich gießt und pflegst, fütterst du ihn. Du hegst ihn sozusagen mit deinen guten Gedanken, deiner Dankbarkeit, Freude und Anerkennung. 

Doch wenn du jammerst und immer nur das schlechte siehst, wird dein innerer Garten schwach werden. Es ist, als würdest du ihn nicht mehr (mit Dankbarkeit und Freude) gießen. Das Ungeziefer und Unkraut (die negativen Gedanken und Angewohnheiten) vermehren sich, bis sie dir die Sicht auf die Schönheit des Ganzen versperrt. 

Das Unkraut wächst und gedeiht, bis von der ganzen Pracht nichts mehr übrig ist. 

Genau das passiert bei Menschen, die nur das schlechteste sehen (wollen). Sie jammern und beklagen sich über alles und finden an jeder noch so guten Seele ein Manko. 

Denkst du, diese Personen haben einen üppigen Seelengarten? Denkst du, sie sind wirklich glücklich? Denkst du, sie können erkennen, wieviel Schönes sie in ihrem Leben besitzen?

Oder ist ihr Seelengarte doch eher  voll mit Unkraut? Eingetrocknet und kahl?

Wenn du dich nur auf das schlechte konzentrierst, wird es mehr werden. Auf einmal beginnst du, überall schlechtes zu sehen: du kennst doch diese Tage, an denen es dir niemand Recht machen kann. An denen du „schon mit dem falschen Fuß aufgestanden bist“. 

Genau dieses Prinzip ist damit gemeint: bereites Morgens läuft etwas schief und der restliche Tag ist nur noch Mist. Schlechtes vermehrt sich, wenn du dich darauf konzentrierst. 

Natürlich sage ich jetzt nicht, dass du dich niemals wieder über etwas beklagen darfst. Nein. Aber ich schlage dir vor, bewusster darauf zu achten, wann und wie oft du dich beschwerst. Im Gegenzug dazu solltest du nicht darauf vergessen, das Schöne und Gute in deinem Leben noch öfter Wertzuschätzen. 

Versuche es mal eine Zeit lang mit diesem Spiel: Für jeden einzelnen negativen Gedanken oder Kritikpunkt, erschaffst du 5 positive Gedanken oder Komplimente als Ausgleich. Ich wette, dein Glücks- und Energielevel steigt in schwindelnde Höhen. 

Lügen

Und damit sind auch die allerkleinsten Notlügen mitgemeint. 

Lügen sind Energieräuber, weil sie dein wahres Ich verbergen. Sie sind anstrengend, du musst schauspielern um sie vorzutragen, du musst dich an ALLE deine Lügen später noch erinnern, damit du sie nicht aus Versehen selber aufdeckst. Und außerdem: die meisten Lügen werden sowieso früher oder später – durch Kommissar Zufall – enttarnt. Dann geht die Katastrophe erst richtig los mit gekränkten Freunden, Partnern oder Familie. Enttäuschten Kollegen und Kindern. Selbstzweifel und Selbsthass, Vorwürfen und verlorenem Vertrauen. 

Natürlich hängt das jetzt von der Größe und Schwere der Lüge ab 😉 Doch schon kleine Lügen können ungewollte Folgen haben. 

Folgendes Beispiel ist aktuell aus meinem Umfeld (und es ist nicht das einzige mal, dass so etwas passiert, in verschiedenen Konstellationen): 

Eine Frau hat sich eine neue Frisur schneiden lassen und sieht – entschuldige die Wortwahl – ziemlich doof aus damit. Sie fragt nun alle ihre Freunde: „Und, wie gefällt dir meine neue Frisur?“

Alle denken sich: „Sieht Scheiße aus“.  SAGEN tun sie aber: „Sieht super aus!“

Wenn nun alle sagen, die neue Frisur steht ihr super, obwohl sie wirklich wie dein Depp damit aussieht, denkst du, das ist fair?

Jeder Mensch, der sie damit sieht, denkt sich das gleiche: scheiße Frisur. Gaukelt ihr aber vor, wie toll sie aussieht. Was bedeutet das für sie, als Freunde?

Eine Freundschaft sollte Ehrlichkeit aushalten. Und wer sonst, wenn die nicht engen Vertrauten, sollte Kritik entgegenbringen? Es ist ein Vertrauensbruch, NICHT die Wahrheit zu sagen. 

Und sollte in ein paar Jahren das Gespräch – wie so oft – wieder darauf kommen und diese Freundin davon erfahren, denkst du, sie wird erfreut darüber sein, dass sie alle wie ein Deppen haben aussehen lassen? Das keiner den Mut hatte, ihr die Wahrheit zu sagen?

Diese Geschichte lässt sich auf alle Beziehungen samt ihren Notlügen ummünzen. Sei es, der vorgetäuschte Magen-Darm-Irgendwas um nicht zur Arbeit zu gehen oder die Zahnschmerzen der Kinder, um nicht zu XYs Party zu müssen. 

Besser ist es doch, gleich ehrlich zu sein. Zu sagen: Nein danke, ich habe keine Lust/Zeit. Ich komme nicht. 

Natürlich wird dein Gegenüber enttäuscht sein, aber als erwachsene Person muss sie diese Enttäuschung aushalten. Es gibt nichts befreienderes als bedingungslose Ehrlichkeit. Auch und vor allem dir selbst gegenüber. 

Die Menschen und du selbst erkennen dich wahrhaftig als der an, der du bist. Sie wissen zu 100% genau, wie du bist und womit sie rechnen können. 

Und du sparst dir Zeit und Energie, indem du einfach sein kannst, wie du willst. Du musst nicht mehr daran denken, wem du was erzählt hast und brauchst keine Sorge zu haben, wenn sie diese Leute ohne dich treffen: denn es gibt nicht, dass sie aus Versehen ausplaudern könnten. 

Lästern

Lästern ist die dritte unserer energieraubenden Eigenschaften. Wir alle haben es schon getan. Ich zeige ganz sicher nicht mit dem Finger auf jemanden, auch ich bin nicht unschuldig. 

Doch weißt du, was passiert, wenn du schlecht über andere sprichst?

Du erzeugst negative Energie. Du gibst dem anderen die Macht über dich und deine Gedanken, bis er dich komplett beherrscht. Derjenige ist jetzt in deinem Kopf.

Dies kostet dich wiederrum Kraft, du fühlst dich oft noch schlechter als vorher. Dabei sollte es umgekehrt sein: aus einem guten Gespräch mit Vertrauten sollte man immer stärker hervorgehen als vorher. 

Meist passiert das Lästern aus einer eigenen Unsicherheit heraus. Du oder dein Gesprächspartner selbst hat irgendwo einen vermeintlichen Schwachpunkt und möchte davon ablenken. Er richtet die Aufmerksamkeit also auf die Fehler von anderen Personen. Zwischen den Zeilen sagt er damit: „Ich bin besser als XY , weil ich mach das so und so und XY macht es schlechter/anders.“

Wenn du gerne über bestimmte Personen sprichst, über ihrem Verhalten brütest und dich vergleichst, denke einmal darüber nach, warum genau dieser Jemand dich so triggert. Um was geht es wirklich? Du wirst wahrscheinlich eine Unsicherheit in dir entdecken, mit der du haderst.

Aus einem Platz der Selbstsicherheit und Zufriedenheit heraus, entsteht keine Lästerei. Wenn du mit dir und deinem Verhalten zu 100% im Reinen bist, dann hast du es nicht nötig, dich mit anderen zu beschäftigen. Es ist also Einstellungssache. Und das kannst du ändern. 

Arbeite an deiner Haltung zu dir selbst, deiner Selbstakzeptanz und Selbstliebe. Wenn du dich voll und ganz annehmen kannst, wie du bist, brauchst du dich nicht mehr zu vergleichen, zu rechtfertigen oder auf andere deuten. 

Das Ganze geht auch umgekehrt: wenn du einen Menschen in deinem Leben hast, der gerne tratscht, versuche doch einmal seine Unsicherheiten zu entdecken. Streue Komplimente ein, baue denjenigen auf, gib Lob und Anerkennung. Vielleicht braucht er nur einmal einen guten Klaps auf die Schulter? Ein „gut gemacht“. Vielleicht muss er nur erkennen, wie wunderbar er bereits.

Wir selbst sind so blind, wenn es um uns geht. Wir brauchen oft die Bestätigung von Außen um zu erkennen: Hey, ich bin eigentlich ganz cool!

Lob tut jedem Gut und bringt dich selbst und deine Lieben viel weiter, als ständige Kritik. Probier es aus!

Unsere Editor Picks im April!
Pin mich auf Pinterest!

Fotocredit: Daoudi Aissa via Unsplash.com

Bitte melde dich hier für mein HAPPY MIND STARTER KIT an:

 mg 0205

Erhalte 5 einfache Übungen als PDF, wie du sofort mit Yoga, Ayurveda, Meditation & Achtsamkeit anfangen kannst, ohne irgendetwas darüber zu wissen!


Stimme zusätzlich bitte durch den Eintrag deiner E-Mail-Adresse hier zu, dass ich dich wöchentlich über Neuigkeiten zum Thema Yoga, Ayurveda, Meditation & Achtsamkeit sowie mein Coaching-Angebot & Neuigkeiten in meinem Unternehmen informieren darf. Bitte trag dich in meinen Newsletter ein. Du erhältst vor der Anmeldung noch eine genaue Schilderung der Anmeldung und zu den von dir gespeicherten Daten. Du kannst dich jederzeit über einen Link in dem Newsletter oder eine formlose Mail an die im Impressum angegebene E-Mail-Adresse wieder abmelden.

Hinweise zum Newsletterversand, der Auswertung und Datenerhebung mit meinem Anbieter ConvertKit findest du in meiner Datenschutzerklärung. Mehr Infos zum Newsletter findest du hier.

Deine Daten werden ausschließlich zum Newsletter Versand verwendet. Powered by ConvertKit

Avatar

Angelika Stranger kommt aus Österreich und schreibt seit 2017 auf ihrem Blog www.umgekrempelt.at. Sie verbindet ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung mit moderner Spiritualität und hilft dadurch ihren Lesern, ihre Ziele zu erreichen.


'Die drei größten Energieräuber' has no comments

Be the first to comment this post!

Would you like to share your thoughts?

Your email address will not be published.

Ich akzeptiere

© Happy Mind Mag 2019 || Dein Blog für Yoga, Ayurveda, Meditation & Achtsamkeit || Fotos © Christina Waschkies | Sina Niemeyer (falls nicht anders angegeben)