Ein Tag mit der Achtsamkeit

Ich bin auf meinem Weg der Achtsamkeit! Ein Achtsamkeitsholic sozusagen. Dieses „im-Hier-und-Jetzt-sein“ rockt einfach. Aber warum ist es manchmal so schwer, wirklich und aufrichtig bewusst zu leben und zu sein? Zu genießen statt zu hetzen? Tief zu atmen, statt diesen oberflächlichen Atemzügen? Oder von ganzem Herzen zuzuhören, wenn Dir jemand etwas erzählt, statt schon damit beschäftigt zu sein, welch wundervollen Rat man doch gleich erteilt?

Uneingeschränkte Achtsamkeit? Fehlanzeige!

Ich weiß es nicht. Der Samstag begann gut. Vom melodischen Klingeln meines Weckers aufgewacht, erstmal ein bisschen gestreckt und ein paar tiefe Atemzüge genommen. Toll, so kann es weiter gehen. Eine Aufwachdusche mit meinem neuen Kokosduschgel – ein volles Erlebnis. Und dann, schwupps, beim Frühstück in die Falle getappt. Das Telefon hat geklingelt. Also ein bisschen geplauscht und dabei das Müsli zu Ende gegessen. Toll! Weder richtig zugehört, noch das Essen wirklich geschmeckt. Egal, weitermachen. Es liegt ja noch ein ganzer Tag, voller achtsamer Momente, vor mir.

Auf geht´s ins Yogastudio und eine Flow&Relax-Stunde gegeben. Ach, war das schön. Zufriedene Gesichter, entspannte Lehrerin und die Stunde wirklich mit allen Sinnen erlebt. Auf dem Nachhauseweg war es dann wieder soweit. Gerade eben auf dem Fahrrad noch den Wind um die Nase gespürt und schon mit den Gedanken bei der Abendplanung: Wie hieß die Band nochmal, die heute Abend spielt? Und überhaupt: Wann geht´s los? Wer kommt noch mit? Was ziehe ich an? Vorbei das achtsame Rad fahren. Ein verschenkter Moment in Gedanken und Träumerei.

Liebe, Mitgefühl und Geduld sind gefragt

Also erst mal wieder on Track bringen. Räucherstäbchen an und für ein paar Minuten Stille genießen.

Mein Freund will noch schnell einkaufen gehen. Waaaas? Am Samstag? Oh nein, wie soll ich das mit der Achtsamkeit denn schaffen im Supermarkt, zwischen all den tendenziell unachtsamen Vordränglern an der Kasse und den überfüllten Einkaufsgängen? Hilfe, was für wilde Gedanken. Natürlich geht das! Mit Liebe, Mitgefühl und einer großen Portion Geduld. Weg mit den negativen Gedanken…

Es gibt so viel zu entdecken, wenn man achtsam bleibt

Und so ging es weiter, bis ich abends erschöpft ins Bett gefallen bin. Ganz schön anstrengend so ein achtsamer Tag. Da bleibt die Frage: Lohnt sich das überhaupt? Und die ganz klare Antwort: Und wie! Es ist zwar noch ein langer Weg bis zur ultimativen Achtsamkeit, aber diese kleinen Momente sind schon der Hammer. Sich die Zeit zu nehmen, den Apfel aus dem Frühstücksmüsli mit seinen vielfältigen Nuancen zu schmecken. Voller Konzentration zur Arbeit zu laufen und die kleine Blume am Wegesrand zu entdecken, die sich durch das Mauerwerk drückt. Oder das freundliche Gesicht in der Supermarktschlange. Es gibt so viel zu entdecken. Immer und überall: Was rieche ich, was spüre ich, was sehe ich, was höre ich…?

Und auch wenn ich noch viel Üben muss, mit jedem Tag gibt es ein bisschen mehr zu entdecken.

Wie war Dein Tag heute so? Ich freue mich auf Deine Kommentare!

Photocredit: Sam Young Photography


Vom 12. – 15. November bietet die Ganesha Yoga Lounge ein Wohlfühlwochenende zum Thema „Yoga & Achtsamkeit“ an im Kloster Hornbach an. Es sind noch einige wenige Plätze vorhanden. Mehr Infos dazu, findest Du hier.


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Als Inhaberin der Ganesha Yoga Lounge darf ich meine Liebe zum Yoga jeden Tag weitergeben. Ich unterrichte weltweit Yoga Retreats & Workshops zu den verschiedensten Themen. Außerdem liebe ich es zu schreiben und verfasse regelmäßig Gastartikel für Magazine & Blogs. Immer mehr Raum nimmt dabei Yoga für Frauen & das Wissen über den eigenen Körper ein. Retreats mit Jeanette: Das Ganesha Familien Retreat im Allgäu in Heidelberg. Sie unterrichtet einen Hatha Yoga, der von ihrer internationalen Yogaerfahrung und der Liebe zur Individualität jedes Einzelnen geprägt ist. Besucht Jeanette auf facebook.com oder ihrer Webseite www.ganesha-yogalounge.de. Jeanettes Retreat an der lykischen Küste solltet ihr euch auch unbedingt anschauen!


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