Kundalini Mondpunkte

Kundalini Knowledge: Finde Deine Mondpunkte

Das diesjährige deutsche Kundalini Yogafestival in Oberlethe bot wieder ein großes, vielfältiges Programm an. Leider konnte ich nur für zwei Tage dabei sein, aber die hatten es in sich: erfüllende Begegnungen, Gespräche und Workshops, Seminare und Studiengruppen sowie Konzerte am Abend.

Was will man(n) mehr? Frisch im Gepäck habe ich das Thema über Mondpunkte mitgebracht und gleich meinem Freund und meiner Spanisch-Lehrerin davon erzählt. Damit sie nun noch besser wissen, woher der Wind weht – pardon – die Stimmung. Und auch gleich weshalb und – ganz wichtig! – für in etwa wie lange das ganze dann so anhalten wird.

Der Workshop „Die Bedeutung von Mondpunkten & Emotionen in Beziehungen“ von Sat Hari Kaur hat mich also total inspiriert. Seitdem spüre ich dem Stand des Mondpunktes in mir nach und lerne einen neuen Rhythmus mit mir kennen. Spannend!

Doch was sind nun diese Mondpunkte und wo gibt es sie?

Der Mond steht sinnbildlich für das emotionale Fließen von Energien, Vorstellungen und Hormonen. Mondzyklen wirken auf auch auf der Erde und werden zum Beispiel sichtbar in den Gezeiten der Meere und dem Wachstum von Pflanzen. Mondpunkte sind Bereiche in unserem Körpersystem, welche auf die Mondenergie reagieren.

So hat der Mann zum Beispiel einen Mondpunkt am Scheitel und am Kinn. Der Bartwuchs am Kinn absorbiert die Sonnenenergie und soll dadurch den Einfluss des Mondes neutralisieren können. Während Männer stark durch die Sonnenenergie beeinflusst werden, wird die Frau durch den Mond beeinflusst.

Jede Frau hat ihren ganz individuellen Mondzyklus. Durch das Kinn fließt die Mondenergie ein und dann alle 2,5 Tage durch insgesamt 11 Mondpunkte. Dieser Zyklus dauert ca. 28 Tage und beginnt dann von vorne. Die Stimmung der Frau kann sich ändern, wenn sich ihr Mondpunkt ändert.

Erläuterung der 11 Mondpunkte:

  • Wenn sich der Mondpunkt in den Schenkeln befindet, ist die Frau standfest und möchte alles nochmal bekräftigen und bestätigen. Große Beharrlichkeit ist kennzeichnend, die eigene Meinung wird stark vertreten und durchgesetzt.
  • Wenn der Mondpunkt in der Vagina oder Klitoris ist, ist Geselligkeit angesagt, das Leben wird eher nach außen gerichtet gelebt, Bedürfnis nach Networking, das Auftreten ist sehr charmant. (Mondpunkt in der Vagina steht für Nähe-Bedürfnis im engeren, familiären und freundschaftlichen Nahbereich, Mond in der Klitoris steht für das Bedürfnis nach größeren sozialen Kreisen, z. B. den Ausbau von sozialen Kontakten).
  • Steht der Mond im Nabelbereich, ist die Frau am unsichersten und eher instabil. Oft treten Gedanken wie „mir gelingt gerade nichts“ auf, die Konzentration ist schwächer als sonst und es fehlt die Lust auf Geselligkeit, Rückzug ist angesagt. „Tage der Schusseligkeit“.
  • Mondpunkt in den Brüsten äußert sich u. a. durch großes Mitgefühl, hohe Geberqualitäten, sehr soziales Engagement und das Gefühl von überfließender Liebe.
    „Frau hat die Spendierhosen an und Mitgefühl für Alles und Jeden“.
  • Der Mond im Nacken erweckt den Wunsch nach Sinnlichkeit und Romantik. Bedürfnis nach Berührung durch Hautkontakt, durch Musik, romantische Literatur und Filme.
    „Zeit für ein Schaumbad bei Duftkerzenbeleuchtung“, „Romantische Kinofilmtage“.
  • Mond in den Wangen ist sehr kraftvoll und kann gefährlich werden, denn die Stimmung ist sehr reizbar. „Keiner sollte mir dumm kommen!“-Tage.
  • Mond in den Lippen lässt die Frau sehr redselig und gesprächig werden, „Quasselstrippentage“.
  • Mond in den Augenbrauen lässt Ideenreichtum erblühen, es werden Luftschlösser gebaut, „Zeit für Luftschlösser und Tagträume.“
  • Ist der Mond in den Ohrläppchen, werden Werte hinterfragt und diskutiert. „Fragen nach dem Sinn des Lebens“-Zeit.
  • Mond im Haaransatz zeigt Klarheit, Stärke und Entscheidungsfreudigkeit. Die Frau ist ganz bei sich und am meisten sie selbst. „Nichts kann mich erschüttern“-Tage.

Mein Projekt hat gerade erst begonnen, doch das Erspüren des inneren Mondpunktes bringt mir viel Spaß und hat mir schon jetzt dabei geholfen, direkter in den Tag zu starten. Einfach, weil ich wusste, welches Thema vorherrscht und die damit verbundene Bedürfnislage klar ist.

Vielleicht hast Du Lust bekommen, die persönliche Reise Deiner Mondpunkte kennen zu lernen oder auf den Zyklus Deiner Partnerin zu achten, um sie besser verstehen und aufeinander eingehen zu können? Dann los, spür in Dich hinein und beobachte :-)

Und zum Schluss hier noch zwei Tipps für Dich:

  • Um ausgleichend auf die verschiedenen Zentren zu wirken, kannst Du auf dem Bauch liegend, mit aufgestütztem Kinn, die SA TA NA MA- Meditation ausüben.
  • Singe, denn das Singen stimuliert alle Mondpunkte. Ist das nicht schön?
    Song? May the longtime sunshine… :-)

 


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Nicole ist als Jugendliche durch ihre Tanzlehrerin zum Yoga gekommen. Da es im Anschluss zum Jazzdance Kurs Kundalini Yoga gab, ist sie dorthin - und geblieben. Beruflich war sie über 15 Jahre Theaterschauspielerin, bis sie dann ihre Yoga Lehrerausbildung Stufe1 absolviert hat. Zurzeit ist sie (noch bis September 2018) in Ausbildung der Stufe 2. Für Nicole ist Kundalini Yoga bereichernd, herausfordernd, inspirierend und motiviert sie, immer offen für Entwicklungen im Leben zu bleiben und Antworten auf Fragen zu finden. In ihrem Unterricht möchte sie diesen Funken an Begeisterung, die Mischung aus Form und Freiheit und Selbstentdeckung weiter geben und teilen. Neben dem Yoga gibt Nicole auch Entspannung durch Autogenes Training und gibt Thai Yoga Massagen.


'Kundalini Knowledge: Finde Deine Mondpunkte' have 6 comments

  1. 30. Juni 2015 @ 9:47 Nicole D

    Liebe Franzi, Du hast Deine eigenen, individuellen und immer wiederkehrenden Rhythmus, genau. Meine letzeten 2 Tage waren z.B. sehr zurückgezogen, ich brauchte viel Zeit für mich und war sehr „anfechtbar“. Da tat ein Treffen zur „Peanut hour“ mit einer Freundin sehr wohl, sie war so überfließend mit Mitgefühl und Umsicht… Viel Freude und Entdeckungen und herzliche Grüße, Nicole D.

  2. 30. Juni 2015 @ 9:47 Franzi

    Liebe Nicole, herzlichen Dank für diesen unheimlich interessanten Artikel. Damit triffst du genau mein Interessengebiet!
    Chananjeet Kaur hat ja schon gefragt, in welcher Reihenfolge die Mondpunkte im Körper angesprochen werden. Ab sofort werde ich nun auch in mich hineinhören und fühlen.
    Das bedeutet somit, dass jeder Körper seinen eigenen Rhythmus hat? Verstehe ich das richtig? Nach einer gewissen Zeit des Beobachtens kann man dann sicherlich ein gewisses Bild feststellen.
    Ich bin gespannt und freue mich darauf meine Mondpunkte zu erforschen!
    Nochmals herzlichen Dank und viele Grüße :)
    LG Franzi

  3. 20. Juni 2015 @ 9:47 CHANANJEET KAUR

    Liebe Christina, liebe Nicole, von Herzen Danke für eure Antworten. Das hilft mir schon weiter. Dann werde ich in mich hineinspüren… und sicher auch fündig werden. :-) Sat Nam und liebe Grüße.

  4. 19. Juni 2015 @ 9:47 Nicole D

    Liebe Chananjeet Kaur, jede Frau hat Ihre individuelle Reihenfolge, welche immer wiederkehrt. Ich habe an einem für mich sehr eindeutig zu erkennenden Tag (mit einer kleinen Notiz dazu in meinem Kalender) begonnen, meine persönliche Mondpunkt-Reihenfolge zu erkennen. Sat Nam und liebe Grüße, Nicole D.

  5. 19. Juni 2015 @ 9:47 Christina

    Hm, gute Frage… ich geb deine Frage mal an Nicole weiter, die kann sie dir vielleicht beantworten. Viele liebe Grüße, Christina

  6. 19. Juni 2015 @ 9:47 Chananjeet Kaur

    Sehr spannend! Danke… Mich würde interessieren, in welcher Reihenfolge die Mondpunkte den Körper „durchwandern“ . Ist sie immer gleich oder wechselt sie bei jedem Zyklus? Wann beginnt dieser Zyklus … läuft er mit den Mondphasen? Start mit Neumond…? Oder muss ich selber herausfinden, wann und wo…? Hm… sehr subjektiv. Etwas Objektives … von außen … wäre mir lieber. Namasté.


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