The Groove-Festival Retreat Experience in Goa: Where the magic happens

„A place where you need so little and yet get so much“ – Daniel Scott

Da bin ich wieder. Mitten am Hamburger Airport, das obligatorische Schietwetter empfängt mich standesgemäß mit grau in grau und Nieselregen. Um mich herum hektisches Treiben, nervöses Multitasking. Ein für mich ganz merkwürdig gewordenes, rasantes Tempo. Alle scheinen voll im Vata-Wahnsinn.

Eine Parallelwelt im fernen Indien

Puh… vor nicht einmal 24 Stunden sah meine Welt noch völlig anders aus. Das Leben wirkte wie in einer perfekten Schneekugel. Nur ohne Schnee, dafür mit noch menschenleeren Stränden, badewannenwarmen Meerwasser und Temperaturen, die selbst nachts nie unter 25 Grad sanken.
Was war das für ein gutes Leben bei der Groove-Festival Retreat Experience in Goa, bei dem sich unsere knapp zehn Tage in Indien anfühlten, wie in einer Parallelwelt!

Eine Parallelwelt, in der man morgens in seiner Beach Hut aufwacht und nicht über Termine oder To-Do’s nachdenken muss. Mal abgesehen vom Date mit sich selbst auf der Yogamatte oder dem Treffen zum Essen, das man keinesfalls verpassen wollte. Eine Parallelwelt, in der man im wunderschönen und liebevoll gestaltetem Ashyiana Village in Mandrem mit 40 weiteren Yogis zu den einzigen Gästen zählt und die Ruhe genießen kann.

Groove Festival Goa

All photos: Hanna Witte Photography

Wo es sich mal wieder nur um einen selbst dreht

Und das alles, bevor die Hauptsaison in Goa beginnt und die Touristen nur so wie die Heuschrecken in den kleinen Straßen des Dorfes und den breiten Sandstränden einfallen. Eine Parallelwelt, in der man ausschließlich von entspannten Yogis aus aller Welt und somit mit richtig vielen Good Vibes umgeben ist. Und man jeden Tag nichts anderes tut, als im offenen Yoga-Shala mit Blick in den Palmenwald und seinen Lieblingslehrern wie Meghan Currie, Patrick Beach, Carling Harps, Simon Borg-Olivier oder Daniel Scott die Matte auszurollen, zu praktizieren, zu meditieren, zu atmen, Inspiration zu finden und es sich schlicht und einfach mal richtig gut gehen zu lassen. Sich selbst mal wieder zur absoluten Priorität zu machen.

Auf Tuchfühlung mit den Lieblingslehrern

Das ganze in einem so persönlichen und intimen Umfeld, dass es alle anderen Konferenzen oder Festivals mit ihren überfüllten Konferenz-Räumen sowas von in die Ecke stellt. Wir üben mit maximal 20 Leuten im Raum, lernen die Lehrer beim gemeinsamen Frühstück oder Abendessen, beim Abhängen in den Chill-Areas oder beim Spazieren am Strand wirklich kennen, blicken hinter die Kulissen ihres umtriebigen Lebens und die wahren Menschen hinter dem Bild, dass Instagram sonst so von ihnen entwirft.

Wir quatschen bei einem Stück dunkler Schokolade mit Meghan Currie darüber, wie es ist, nach drei Jahren ununterbrochenem Reisen ein moderner Nomade ohne festen Wohnsitz zu sein, und wie sich ihr erster Handstand angefühlt hat (ja, auch sie fand Handstand zum Beginn ganz schön angsteinflößend!). Wir sprechen mit Patrick Beach und seiner Freundin Carling Harps über Yoga & Social Media und Gaslight Anthem Songs.

Groove Festival in Goa

All photos: Hanna Witte Photography

Lassen uns von Simon Borg Olivier erzählen, wie es war, noch zu den westlichen Yoga-Pionieren zu gehören und als Jungspund bei den alten Gurujis in Indien gelernt zu haben – und das Aufkommen der Techno-Szene in Berlin miterlebt zu haben. Nebenbei lassen wir uns noch ein paar Wirbel von ihm einrenken (wenn er schon Physiotherapeuth ist). Wir erfahren vom kanadischen Sound Healer und Schamanen Darren Austin Hall sein Lieblingsrezept für Kakao-Shots und debattieren über Girlpower. Daniel Scott freut sich über mein selbstentworfenes Yoga-Shirt im New York Hardcore Style und inspiriert mich, doch noch eine Black-and-White Version für Männer zu drucken.

Endlich mal wieder tun, was gut tut

Und die beiden Organisatoren des Festivals, Liz Huntly und Roland Jensch sind ohnehin die besten Gastgeber der Welt. Man spürt in jeder Sekunde ihre Leidenschaft für Yoga und ihre Begeisterung dafür, Menschen aus aller Welt an einem Ort zusammenzubringen, um gemeinsam zu praktizieren, zu grooven, Spaß zu haben und zu erkennen, dass das Leben eigentlich gar nicht so schrecklich hart ist, wie wir manchmal glauben, wenn wir zu sehr in unserem Alltag festhängen.

Wenn man beim Groove Festival nicht gerade auf der Matte steht, chillt man am Strand und liest endlich all die Bücher, die seit Monaten schon im Bücherregal auf einen gewartet haben. Man unterhält sich mit spannenden Menschen aus aller Welt und wird mit frischem, gesunden Essen der nepalesischen Köche verwöhnt. Statt wie zu Hause das iPad oder den Fernseher anzuwerfen, sitzt man abends beim Kirtan, einem kleinen Konzert von Künstlerin Nely Daja oder bei einer kleinen Strandparty zusammen.

Wohlfühlmomente

Es ist kaum zu glauben was passiert, wenn man sich einfach mal eine Woche Zeit nimmt und ausschließlich Dinge tut, die einem wirklich gut tun, die einen inspirieren und nähren. Yoga, Meditation, Nährstoffe deluxe, Sonne, frische Luft, ausreichend Schlaf, liebe Menschen um einen herum – die Magie entfaltet sich ziemlich schnell.

Groove Festival in Goa

All photos: Hanna Witte Photography

Der Alltagsstress ist binnen Stunden verschwunden und alles wird plötzlich so einfach, leicht und unkompliziert. Man erkennt, dass man zum Glücklichsein nicht unbedingt Erfolg, Reichtum, Komfort, Luxus und Statussymbole braucht. Dass man kein Internet, keinen Kaffee, keinen Zucker, keinen Alkohol und auch keine Durchbeschäftigung oder Ablenkung benötigt. Man erkennt, dass der perfekte Tag aus warmem Porridge mit sonnengereiften Früchten, frischer Luft, ein bis drei Runden auf der Matte, Linsen Dal und Good Vibes bestehen kann und es wirklich nicht mehr braucht zum Glücklichsein.

„A place where you need so little and yet get so much“, so fasst Daniel Scott unsere gemeinsame Woche im Paradies perfekt zusammen…

Die kommenden Groove-Festival Termine:

19. bis 21. Februar 2016: Köln
17. bis 19. Juni 2016: Ontario
08. bis 11. September 2016: Kroatien

Alle Infos: www.thegroovefestival.com

Photo Credit: Hanna Witte Photography


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About

Bewegung spielte schon immer eine große Rolle in Nadines Leben – genauso wie das Schreiben, Bücher, gutes Essen und jede Menge Reisen durch die ganze Welt. Auf der Suche nach einem Ausgleich zu ihren herausfordernden Jobs in der PR- und Fashion-Branche betrat sie 2011 zum ersten Mal ein Yogastudio – und war hin und weg von der perfekten Kombination aus Bewegung, Körper, Geist und Seele. Je mehr sie sich mit Yoga beschäftigte, desto mehr begann ihr Leben sich im positiven Sinne zu verändern und mehr und mehr Raum in ihrem Leben einzunehmen. 2011 beendete sie ihr erstes Vinyasa Flow und Yin Yoga Teacher Training und unterrichtet seitdem feste Kurse, Workshops und Retreats. Seit 2015 ist sie fulltime Yogalehrerin und frischgebackene Studio-Besitzerin von Damn Good Yoga.


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