7 Wege um das Grübeln zu stoppen

Kennst du das, wenn sich der gleiche Gedanke immer wieder im Kopf dreht?

Das Ausmalen des Worst-Case-Szenarios, während du auf dein Smartphone starrst und nicht aufhören kannst, immer wieder an eine Situation oder eine Person zu denken? Vielleicht fieberst du aber auch einem Ereignis entgegen, das du dir unbedingt wünschst, aber es einfach nicht passieren will. Was machst du in so einer Situation? Fängst du an dir Sorgen zu machen, wütend oder gar traurig zu werden? Um dann eine Entscheidung zu treffen, die vollständig auf deiner vorübergehenden Emotion basiert? Wie das Senden eines unhöflichen Textes/E-Mail oder ein wütender Telefonanruf? In solchen Momenten solltest du unbedingt inne halten. Tu dir selbst einen Gefallen und leg dein Smartphone weg. Du kannst das Grübeln nämlich stoppen.

 

Gedanken und Sorgen, gepaart mit Phantasie und Wut

 

Ich stelle dir jetzt zwei destruktive Paare vor: Gedanken und Sorgen, gepaart mit Phantasie und Wut. Diese pessimistischen Paare haben immer etwas zu beklagen, nehmen das Schlimmste an und sagen die dunkelsten Szenarien voraus. Außerdem übertreiben und überanalysieren sie gern. Würdest du wirklich freiwillig mit denen zu einem Pärchen-Date gehen? Sicherlich nicht, oder?

 

Probiere es stattdessen doch mal mit diesen Strategien:

 

1. Geh unter Menschen!
Wie wäre es mit Freiwilligenarbeit? Anderen Menschen zu helfen ist eine der besten Möglichkeiten, Glück zu verbreiten. Außerdem wirst du selbst davon profitieren, da du dich gebraucht fühlen und das Gefühl der Zugehörigkeit und Sinnhaftigkeit wieder erleben wirst. Alfred Adler, der Pionier der Individualpsychologie, nannte dieses Gefühl das „Gemeinschaftsgefühl“, welches er für unsere mentale Gesundheit für absolut essentiell hielt.

Hast du mal versucht mit Fremden in der Warteschlange an der Kasse, neben dir auf einer Bank, im Zug oder Bus zu sprechen? Studien haben gezeigt, dass unser Glücksgefühl steigt, wenn wir mit Fremden sprechen, weil wir automatisch unser glückliches Gesicht aufsetzen und über angenehme Dinge reden, statt über unsere Sorgen. Klingt gut? Dann versuch es doch einfach mal.

 

2. Werde aktiv!
Bewegung und Aktivität lenken ab und helfen uns dabei den Gedanken, der uns nicht mehr aus dem Kopf zu gehen scheint, zu vergessen. Erinnere dich daran, dass du das Verhalten oder Handeln einer anderen Person nicht ändern oder kontrollieren kannst, sondern nur deine eigenen. Mir hat es sehr geholfen, genau diesen Satz auf ein Blatt Papier zu schreiben und da abzulegen, wo ich es im Notfall finden kann.
Also, zur Seite mit den Gedanken, schnapp dir dein Fahrrad, geh Wandern oder Laufen und sag „Hallo“ zu deinen neuen besten Freunden: Endorphine.

 

3. Werde kreativ
…und scheu dich nicht zu beginnen, aufgrund fehlender Inspiration. Frank Tibolt sagte einmal:

“We should be taught not to wait for inspiration to start a thing. Action always generates inspiration. Inspiration seldom generates action.”

Inspiration kommt von innen. Doch manchmal sind wir so damit beschäftigt uns selbst mental zu verprügeln, weil wir nicht inspiriert sind, dass wir uns unbewusst daran hindern, inspiriert zu werden. Klingt albern? Ja, das ist es! Also schalte diese kritische Stimme aus und beginn zu malen, schreiben, basteln, tanzen, singen, stricken oder was auch immer du magst. Lenke einfach deine Aufmerksamkeit weg von deinen Sorgen und fokussiere dich auf etwas Produktiveres und etwas, was deine Stimmung hebt.

 

4. Dreh die Musik auf!
Wann hast du das letzte Mal deine Lieblingsmusik aufgedreht und lautstark mitgesungen? Allein das wird dich automatisch zurück in eine glückliche Zeit mit deinen Freunden oder Familie bringen und somit deine Gedanken weg von deinen Sorgen. Aber Achtung: Traurige Musik, die dich an negative Erlebnisse oder Ex-Partner erinnert, sind tabu und zu vermeiden. Diese Songs müssen vorerst aus deiner Playlist verbannt werden.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Musik unsere Stimmung und unser Verhalten beeinflusst. Also, wenn du traurig bist, dann ertränke dich bitte nicht darin. Sicher hilft es manchmal richtig zu weinen, aber verfall nicht in eine Trauerstimmung. Höre stattdessen fröhliche oder erhebende Musik. Ich bevorzuge Musik aus den 80er oder 90er Jahren, zu der ich (schlecht) mitsingen kann. Allein der Akt des Singens hilft mir, mit dem Grübeln aufzuhören, denn ich bin viel zu sehr damit beschäftigt, mich an den Text des Liedes zu erinnern.

 

5. Ordne dich
Das Aufräumen und Ordnen von Dingen ist eine Win-Win-Situation in Zeiten des Grübelns, denn es reinigt nicht nur unsere Wohnung, sondern auch unseren Geist. Das Ausräumen und Entrümpeln sind gute Wege um das Loslassen zu üben, Raum zu schaffen und sich von den Sachen zu befreien, die man eigentlich gar nicht benötigt. Meistens fange ich damit an meine Kleidung zu sortieren und alte „Schätze“ anzuprobieren, die ich seit Jahren nicht mehr getragen habe. Es macht Spaß, hält die Hände und Augen vom Handy fern und gibt dir Zeit für dein schönes und fabelhaftes Selbst. Du wirst sehen, dass die Stunden (und dein Grübeln) in kürzester Zeit vorübergehen werden.

 

6. Sei ein Bücherwurm
Tauche ein in eine fiktive Welt mit einem tollen Roman oder lass dich von der Biographie einer Person inspirieren. Mir hat es auch schon geholfen, ein Kinderbuch zu lesen. Kein Witz! Es ist eine großartige Möglichkeit, aus meinem Kopf herauszukommen und mich zurück in meine Kindheit zu versetzen. In Zeiten des Glücks, in denen es keine Sorgen und keine wirklichen Verpflichtungen gab. Die spielerische und lustige Zeit, in der Jungs komisch waren und meine größte Sorge darin bestand, pünktlich zum Abendessen wieder zu Hause zu sein. Eine meiner Lieblings-Kinderbuchreihe ist „Fünf Freunde“ von Enid Blyton und ich bin mir sicher, dass du bestimmt auch ein Lieblings-Kinderbuch hast!

 

7. Geh Offline.
Schalte dein Smartphone und Computer aus. Halte dich in Zeiten des Grübelns wirklich fern von jeglicher Form von Social Media oder Telekommunikation. Wirklich! Textnachrichten sind eine großartige Möglichkeit, Missverständnisse zu erzeugen und Streit anzufangen. Ein virtueller Chat gibt kein Hinweis darauf, wie sich eine Person fühlt oder wie und welche Worte sie dir persönlich sagen würde. Du siehst kein Gesicht deines Gegenübers und hörst auch nicht den Tonfall, in dem diese Nachricht geschrieben wurde. Denk daran, dass du alles auf der Basis deiner aktuellen Stimmung und gemachten Erfahrungen mit anderen Menschen liest und interpretierst.

Sigmund Freud nannte dies „Wiederholungszwang“. Wenn du in der Vergangenheit negative Erfahrungen gemacht hast, zum Beispiel Vernachlässigung oder Ablehnung erlebt hast, dann wirst du wahrscheinlich eine fehlende Antwort von jemandem als Ablehnung interpretieren. Das kann dann wiederum Gefühle der Angst oder gar Panik auslösen. Ich bin mir sicher, dass du nicht in diese Falle tappen möchtest. Und sei mal ehrlich, wie oft hast du nach ein paar Tagen eine E-Mail erneut gelesen und gedacht: „Oh Gott! Und darüber habe ich mich aufgeregt“?

 

 

Fakt ist, dass die Zeit vergeht, genau wie deine Sorgen, schwierige oder auch schöne Zeiten. Der Trick ist, jede Sekunde davon zu genießen. Wenn du wirklich über etwas nachdenken und grübeln musst, dann versuche es doch mal über all die Dinge nachzudenken, für die du dankbar bist. Es ist erstaunlich, was Dankbarkeit für dich und deine Lebenseinstellung tun kann.

Und überhaupt: Was gibt dieser Situation oder Person überhaupt das Recht, dich zum Grübeln zu bringen und unglücklich zu machen? Eben.

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Foto: Sina Niemeyer

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Karen Naumann hat sechs Jahre in den USA gelebt und dort ihren M.A. in Organisationspsychologie, und einen B.S. in Psychologie und B.A. in Kriminologie gemacht. Nach ihren Studien und Erfahrungen u.a. als Karrierecoach beschloss sie,wieder zurück in ihre Heimat Deutschland zu gehen, wo sie ein unerwartet heftiger Kulturschock erwartete. In dieser herausfordernden Zeit begann sie zu schreiben und gründete ihren Blog „Yogilation“. Seitdem wurden ihre Artikel mehrfach in den USA und Kanada online veröffentlicht und sogar von New York Times Bestseller Autoren weiterempfohlen und in einer nationalen U.S. Radio Show erwähnt. Karen’s Ziel ist es, andere zu inspirieren und zu motivieren und die Bedeutung und Schönheit des Lebens durch positives Denken auch in schwierigen Zeiten hervor zu heben. Besucht Karen auch unter www.yogilation.com | Facebook | Twitter | Instagram


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