Happy Hips: Was Hüftöffner mit Emotionen zu tun haben

Happy Hips: Was Hüftöffner mit Emotionen zu tun haben

Du hast es sicher schon oft in der Yogastunde gehört: Hüftöffner bringen Emotionen zutage. Sie können deine kreative Energie in wahnsinnige Sphären heben, aber im Gegensatz auch unangenehme Gefühle hochholen. Doch warum ist das so?

Hüften und Becken sind der Platz, in dem sich dein zweites Chakra befindet. Das Svadhisthana Chakra steht für folgende Themen: Beziehungen, Kreativität, Spaß und Sinnlichkeit. So kann es natürlich auch in der Yogastunde passieren, dass du in diesem Bereich sowohl körperliche als auch seelische Blockaden erfährst. Vielleicht machen sich Erinnerungen an längst vergangene Beziehungen bemerkbar, denn auch diese speichern wir in unseren Hüften.  Das bedeutet nicht, dass du im tiefen Lunge auf einmal an deinen unzuverlässigen Exfreund denken musst und in Tränen ausbrichst. Nope.  Vieles geschieht auf einer unbewussten Ebene. Happy hips, happy mind!

Auf der körperlichen Ebene sind Hüftöffner ideal für uns Computermenschen, die den halben Tag sitzend verbringen: Du dehnst deinen Lendenmuskel, den Psoas, der für die Beugung im Hüftgelenk verantwortlich ist.

Hier findest Du eine kleine Reihe von Hüftöffnern, die du in circa 15 Minuten praktizieren kannst.

Ein besonders dickes Danke geht an Bee von BeeAthletica, die mir die „Alice in Wonderland“ ONZIE Leggings zur Verfügung gestellt hat sowie an Saskia von GLOW, in deren Räumen ich fotografieren durfte. Thanks Ladies!

Die „happy hips, happy mind“ 15 Minuten Serie

  • 1. Wärme dich mit ein paar Runden Sonnengrüße auf und komm in einen statischen Downdog.
  • 2. Hebe mit der Einatmung das linke Bein nach hinten und oben, lass die Ferse mit der Ausatmung Richtung Po sinken. Der Fuß ist aktiv, dein Knie strebt zur Decke. Schau unter deinem rechten Arm durch. Versuche, beide Hände gleichmäßig zu belasten. 5 Atemzüge hier.
  • 3. Strecke das linke Bein wieder mit der Einatmung, mit der Ausatmung stelle den linken Fuß zwischen die Hände für den Lunge. Komm hier erst einmal an. Dein Knie schwebt über dem Knöchel, deine Kniekehle schiebt Richtung Decke, die Füße ziehen auseinander Nimm ein paar tiefe Atemzüge, schieb dein Brustbein nach vorne und oben und lass mit der nächsten Ausatmung dein hinteres Knie zu Boden sinken. (4)
  • 5. Mit dem hinteren Knie und deinem Fußspan am Boden, lass dich hier Atemzug für Atemzug in Anjaneyasana wenig tiefer in deine vordere Hüfte sinken. 5 Atemzüge, dann atme tief ein, heb dein Herzzentrum nach vorne und oben und lass deine Arme an deinen Ohren vorbei, dein Steißbein Richtung Boden und dein Schambein Richtung Bauchnabel ziehen. Weitere 5 Atemzüge. Ziehe hierbei die Rippenbögen und den Bauchnabel Richtung Wirbelsäule. Löse langsam auf, bringe die Hände zum Boden und steig zurück in den herabschauenden Hund.
  • Wiederhole Bild 1 – 5 mit der anderen Seite (rechtes Bein)
  • 6. Beweg die Hüften kurz ein wenig durch, dann hebe dein linkes Bein für die Taube weit nach hinten und oben, setz den rechten Fuß zwischen deine Hände und wandere mit dem Fuß zum linken Mattenrand. Nimm den Fuß ein wenig näher zu dir heran, lege den hinteren Fußspann in die Erde und polstere dir ggf. dein Gesäß und Becken so ab, dass beide Hüftknochen gerade nach vorne ausgerichet sind. Richte dich noch einmal auf und schaffe Länge in der Wirbelsäule, beug dich dann mit rundem Rücken über dein vorderes angewinkeltes Bein. 15 Atemzüge hier. Dann rolle dich Wirbel für Wirbel wieder auf, stell die hinteren Zehen auf und komm zurück in den DownDog. Schüttel die Beine aus, beweg deine Hüften von rechts nach links, lockere alles durch. Dann übe die andere Seite.
  • 7. Stelle die Füße hüftweit auseinander und komme in einen tiefen Squat. Sollten deine Fersen nicht auf die Matte kommen, lege dir eine gefaltete Decke unter die Fersen um dir den Boden näher zu holen. Bringe die Hände in Gebetshaltung vor dein Herz und richte die Wirbelsäule ganz gerade auf. Dein Herz strebt nach vorn und oben. Schieb mit den Ellenbogen in die Innenseiten deiner Knie und richte dich mit jedem Atemzug etwas mehr auf. 10 Atemzüge hier.
  • 8. Lass dein Gesäß langsam nach hinten sinken, bis du zum Sitzen kommst. Winkle dein linkes Bein an und lege es parallel zum vorderen Mattenrand. Winkle nun das rechte Bein an und lege deine rechte Ferse auf dein linkes Knie für die Ankle-to-Knee Pose. Lass in den Hüften los. Solltest du Schmerzen im Knie verspüren, polstere dir dein rechtes Knie mit einer gefalteten Decke oder einem Bolster oder Klotz ab. Dann wechsle die Seite. Bei bekannten Knieproblemen solltest du diese Asana nicht üben.
  • 9. Lass dich auf den Rücken rollen und nimm die Beine erst mal ran zur Brust. Strecke jetzt die Fußsohlen Richtung Decke für die Happy Baby Pose und lass deine Knie rechts und links an deinen Rippenbögen vorbei ziehen. Greife jetzt an den Innenseiten des Knies entlang und schnapp dir die Außenkanten deiner Füße. Versuche, deinen unteren Rücken so gut es geht flach in die Matte zu bringen und deine Knie sanft Richtung Boden zu ziehen, während deine Fußsohlen weiter zur Decke zeigen. Bleibe hier 15 Atemzüge.
  • 10. Leg dich in Savasana. Geschafft! Bleibe hier mindestens 3 Minuten.

Was Hüftöffner mit Emotionen zu tun haben, erfährst du hier.

Achtung:

Diese Anleitung ersetzt niemals einen Yogalehrer deines Vertrauens! Gerade als Anfänger solltest du dich von einem kompetenten Lehrer anleiten und korrigieren lassen, damit sich keine Fehler einschleichen und du deinem Körper nicht auf Dauer vielleicht sogar schadest.

Eine wichtige Sache noch: Versuche in allen Rückbeugen immer deinen Core aktiv zu halten, um den unteren Rücken zu schonen. Lies mehr dazu in unserem Artikel zu Rückbeugen. In nahezu allen Yogahaltungen ist ein starker Core sehr wichtig. Eine tolle Core-Übung ist zum Beispiel die Planke bzw. das Brett, in der du deine Hände direkt unter den Schultern aufstellst und die Bauchmuskeln ganz aktiv hälst. Du kannst auch Navasana, das Boot üben, und dann Oberkörper und Beine mit der Ausatmung absenken für Ardha Navasana. Wenn du im Fitnessstudio trainierst, gibt es eine ganze Reihe von Übungen für einen starken Core – Inspiration findest du hier. Viele Übungen aus dem Yoga wiederholen sich sogar im Fitnessstudio, wie zum Beispiel Vasisthasana – die seitliche Planke.

 

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Christina ist Mama, Yogini und Full-Time-Bloggerin. Sie praktiziert Yoga seit vielen Jahren mit großer Freude und findet, dass Spiritualität eine sehr persönliche Angelegenheit ist: Jeder lebt sie ein bisschen anders! Nebenbei designt Christina liebevolle yogische Geschenksets sowie spirituellen Schmuck, den du in ihrem HAPPY MIND SHOP kaufen kannst. Privat mag Christina das Übliche: Zeit mit ihrer Tochter und ihrem Mann verbringen, gutes Essen, Filme, Musik, Reisen und einen netten Umgang miteinander. Schreib eine Mail an Christina. Oder sag hallo auf Google+


'Happy Hips: Was Hüftöffner mit Emotionen zu tun haben' have 4 comments

  1. 14. Juli 2016 @ 9:47 Sandra

    Liebe Elena, ich war am Wochenende auf einem Yoga Retreat und da habe ich durch langes Stretching der Hüften wohl eine Blockade gelöst: Erst kam viel Hass und Wut, danach sind Tränen geflossen. Jetzt habe ich seit 2-3 Tagen jeden Morgen Alpträume und wenn ich aufwache Angst im Bauch. Es ist ein bekanntes Gefühl und ich weiß, dass ich es lange unterdrückt habe.
    Meine Fragen an dich:
    Wie geht man danach mit diesen gelösten Blockaden und Emotionen um, damit man sie nicht wieder unterdrückt? Einfach normal mit der Yoga-Praxis fortfahren? Sorry, falls das zu psychologisch ist ;)

  2. 18. Februar 2015 @ 9:47 Dieter Brehm

    „Diese Anleitung ersetzt niemals einen Yogalehrer deines Vertrauens!“
    Diesen Satz kann ich nur dreifach unterstreichen. Selbst bei Übungen, von denen ich dachte, dass ich sie kann, findet mein Yogalehrer meistens noch Entwicklungspotential. Lernen ist & bleibt ein stetiger Prozess.

  3. 18. Februar 2015 @ 9:47 Christina

    Liebe Elena,
    danke für dein Feedback <3 Viel Spaß beim Üben :D
    Liebe Grüße
    Christina

  4. 18. Februar 2015 @ 9:47 Elena

    Liebe Christina,

    danke danke danke für die Zusammenstellung der Übungen!!! Für meine „noch nicht so ganz flexibel wie ich will“ Hüfte ist die Übungsreihe perfekt!

    LG, Elena


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