Achtsamkeitspraxis

Bist du ein Hardcore oder ein Softcore Yogi?

In Yogaklassen lassen sich zwei Typen Yogis beobachten: Die genussbetonten Yogis und die, die in jeder Yogastunde so richtig pushen müssen, als ginge es um die goldene Ananas. Grund genug für mich, mir die zwei Exemplare mal anzuschauen:

Hardcore Yogis versus Softcore Yogis

 

Hardcore Yogis

sehen die Asana als ein Ziel, das erreicht werden muss. Wie alles im Leben geht dies nur durch harte Arbeit und durch die Setzung eines Ziels: Die Asana so schnell wie möglich und so perfekt wie möglich auszuführen. Sie verstehen zwar rational die Selbstliebe, die so oft gepredigt wird, ignorieren diese aber durch ihren sportlichen Ehrgeiz oder reden sich ein, in dem Bereich schon längst losgelassen zu haben. Selbstwahrnehmung und so. Du erkennst sie daran, dass sie – sobald der Handstand angekündigt wird – sofort mit Begeisterung auf die Hände kommen und drauflos hüpfen, was das Zeug hält, sich im gedrehten Parivritta Parsvakonasana (gedrehten seitlichen Winkel) mit rotem Gesicht und anstrengend schnaufend immer weiter aufdrehen und in Pashimottanasana (Sitzende Vorbeuge) super super dringend ihr Gesicht auf den Kniescheiben ablegen möchten.

Softcore Yogis

hingegen betrachten die Asana eher als eine Möglichkeit, ihre körperlichen und geistigen Grenzen sanft auszutesten, anzuschubsen und neu zu setzen. Statt den Körper dazu zu benutzen, dass er sie in die Haltung bringt, lassen sie die Haltung zu sich kommen. Sie verweilen genüsslich in vermeintlich „einfachen“ Haltungen wie Tadasana (Berghaltung) und gönnen sich regelmäßig eine entspannende Childs Pose.  Sie öffnen sich dem inneren Feedback, das dein Körper dir konstant während deiner Yogapraxis gibt. Sie lassen los und erreichen dadurch Offenheit der Haltung gegenüber – sowohl auf der physischen als auch auf der mentalen Ebene. Allerdings kann es dem Softcore Yogi auch passieren, dass er bei der Ankündigung einer herausfordernden Umkehrhaltung schnell denkt: „Mein Körper und Geist sagen gerade nein – ab in die Childs Pose mit mir.“ In diesen Fällen könnten die Softcore Yogis ein wenig Hardcore gebrauchen und sich selbst etwas mehr pushen.

 

In welche Kategorie fällst du?

 

Yoga konnte für mich lange Zeit nicht anstrengend genug sein und wenn ich nicht durch mindestens 15 Vinyasas gegangen bin, habe ich die Stunde als Oma Yoga abgetan. Viele von uns, die einen sportlichen Hintergrund mitbringen, brauchen erst mal eine Zeit um sich einzugrooven und die Idee des „etwas-erreichen-müssens“ abzulegen. Dies hat sich bei mir erst mit der Zeit geändert. Heute kann ich eine sanfte, achtsame Praxis sehr genießen, weiß es zu schätzen, mich in einer Haltung wirklich einzurichten und die Zeit zu haben, die Asana zu mir kommen zu lassen anstatt mich in sie hineinzuwurschteln. Es hat mir ein tolles neues Gefühl von Selbstliebe und Verständnis von Weichheit in meiner Praxis gegeben.

Und wie yogst du? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren mit mir.

 

Willst du Glückspost von mir?

Liebe Christina, bitte sende mir wöchentlich und jederzeit widerruflich deine schönsten Inspirationen, Rezepte, Neuigkeiten, Infos und Angebote zu Yoga, Ayurveda und Meditation per Email zu.


Hinweise zum Newsletterversand, der Auswertung und Datenerhebung mit meinem Anbieter ConvertKit findest du in meiner Datenschutzerklärung. Mehr Infos zum Newsletter findest du hier.

Deine Daten werden ausschließlich zum Newsletter Versand verwendet. Powered by ConvertKit

Christina Waschkies

Christina ist Mama, Yogini, Spiritual Business Mentorin und Bloggerin. Ihre Mission ist es, Yoga, Ayurveda, Meditation und Achtsamkeit ganz unkompliziert zu leben und weiterzugeben. In der SPIRITUAL BUSINESS SCHOOL coacht Christina Frauen darin, ihre Bestimmung zu finden und sie zu einem profitablen Business zu machen. Außerdem designt Christina liebevolle yogische Geschenksets sowie spirituellen Schmuck, den du in ihrem HAPPY MIND SHOP kaufen kannst. Privat mag Christina das Übliche: Zeit mit ihrer Tochter und ihrem Mann verbringen, gutes Essen, Filme, Musik, Reisen und einen netten Umgang miteinander. Schreib eine Mail an Christina. Oder sag hallo auf Google+


'Bist du ein Hardcore oder ein Softcore Yogi?' have 16 comments

  1. 6. September 2015 @ 9:47 Christina

    :) Nächstes Mal gibt es ne Zwangsverordnung von Mama.

  2. 6. September 2015 @ 9:47 Jules

    Softi, aber ich versuche möglichst oft auf die Childs Pose zu verzichten. Die kommt nur zum Einsatz, wenn es gar nicht mehr geht.

  3. 25. August 2014 @ 9:47 Fräulein Julia

    Jaaa, die Childs Pose… eine meiner liebsten :) Aber so richtig entspannend ist sie doch nur, wenn ich vorher ein richtig anstrengendes Asana durchgezogen habe! Ob ich das tue – oder vorher auflöse – hängt bei mir immer von der Tagesform ab, also würde ich mich als gute Mischung zwischen Soft und Hardcore Yogini bezeichnen ;)

  4. 1. August 2014 @ 9:47 Antje

    Lena ,ich finde deine ehrliche Art total erfrischend und ich kann dich auch verstehen ,denn Yoga macht ja definitiv was mit dir und ich finde gut wie du es genießt und dich an dir und deinem Körper erfreust .
    Ich genieße auch meine anstrengenden ,schweißtreibenden Stunden wenn man komplett im Flow ist und enttäuscht ist wenn Savasana angesagt ist ,man könnte ja eigentlich noch eine tolle Einheit ranhängen ,aber nein ….
    Ich hoffe aber, dass du auf dich aufpasst und immer gut spürst was du da machst ,es kann so schnell schief gehen …lass krachen püppi…

  5. 31. Juli 2014 @ 9:47 Lena

    Ich oute mich hier ganz klar als Hardcore Yogi.
    Ich dreh völlig ab auf der Matte. Seit einem halben Jahr praktiziere ich Yoga intensiv. Ich liebe den Effekt, wie sich mein Körper dadurch verändert hat. Die neue Dehnbarkeit. Sicherlich werde ich aber auch irgendwann entspannter werden. ;-)
    Ich bleibe aber dabei auf meiner Matte.. das mache ich alles für mich. und es tut so gut.

  6. 21. Juli 2014 @ 9:47 Antje

    Das kann ich nur bestätigen ,von der Impingementschulter können manche ganze Essays schreiben … Aber ich denke irgendwann schaltet sich die Denkzentrale ein und sagt kräftig STOP ….man kann nur hoffen – beizeiten .

  7. 21. Juli 2014 @ 9:47 Christina

    Diese Hardcore Yogis sind einfach überall – ich bin trotzdem total überzeugt, dass alle irgendwann beim Softcore Yogen ankommen. Über die Verletzungsrate wird einfach nie so wirklich gesprochen und alle Yogis aus meinem Umfeld, die viel praktizieren, haben ständig irgendwelche Wehwehchen.

  8. 21. Juli 2014 @ 9:47 Christina

    hihi Antje, du sagst es. Keiner will einen Meniskus, der ciao sagt :D Liebste Grüße, Christina

  9. 20. Juli 2014 @ 9:47 Antje

    Man erwischt sich oft genug dabei ein Vinyasa im Upgrade durchzuführen obwohl man eigentlich die Kobra braucht nimmt man sich den Upward facing Dog und das nur weil auf der Nebenmatte wie doll und verrückt geyogt wird .Wo in jedem downward facing dog ein Löwe lauert und mit aller Macht zu Tage tritt .
    Loumasu und ihre Lehrerin sind mir äußerst sympathisch weil sie das machen was auch ich propagiere – einfach mal bei sich bleiben ,sich selbst umarmen und spüren was es braucht …Das braucht Zeit und wenn man diese Praxis verinnerlicht hat kann man auch herausfordernde Asanas mit Liebe und innerer Geschmeidigkeit und vorallem mit einem inneren Lächeln für sich selbst in Angriff nehmen .
    Das ist das was für mich Flow bedeutet ,entspannt durchgleiten durch die Yogastunde und mal mehr und mal weniger „schaffen“ ,nicht das sture harte workout -Yoga praktizieren bis die Rippen plopppen und der Meniskus ciao sagt .
    In diesem Sinne ,bleibt bei euch und lasst die Sonne in euer Herz ,liebe Grüße Antje

  10. 19. Juli 2014 @ 9:47 Tanja

    Eigentlich würde ich mich als softe Yogini bezeichnen – Allerdings bin ich von vielen Harcore Leuten umgeben, und manchmal mache ich dann doch Sachen die für mich (und vorallem mein Knie!) nicht so gut sind. Das merke ich dann später immer *hmpf* Aber da so Hardcore zu sein und zu sagen „Nein, ich bin jetzt soft!“ und zuzugeben das ich etwas nicht kann/tun will… Nicht so meine Stärke!

  11. 16. Juli 2014 @ 9:47 Christina

    Die Balance macht es :) Ganz liebe Grüße
    Christina

  12. 16. Juli 2014 @ 9:47 Christina

    Ich freu mich über deinen Kommentar :) Auf der eigenen Matte bleiben ist immer die beste Devise – manchmal gar nicht so einfach, aber es ist super schön am eigenen Yogaverhalten zu arbeiten. Liebe Grüße!

  13. 14. Juli 2014 @ 9:47 Loumasu

    Interessanter Artikel… Der mich darin bestätigt, auf dem -für mich- richtigen Weg zu sein. Ich praktiziere Yoga erst seit eineinhalb Jahren und bin definitiv „softcore“ veranlagt. Allerdings mehr durch meine physischen Voraussetzungen. Neben der „Weichteilsperre“, die häufig im Weg ist (Zitat Susanne Fröhlich) macht das ein oder andere Kilo zuviel auf den Hüften die ein oder andere Übung auch nicht unbedingt leichter ;-) Umso schöner, dass ich von Anfang an (durch eine wahnsinnig tolle Yogalehrerin) gelernt habe, auf MEINER Matte zu bleiben. Und nicht ständig vergleiche… Mental bin ich nämlich auch eher ehrgeizig und würde mich, sofern ich die Möglichkeit hätte, auch eher in die ein oder andere Asana zwingen. Insofern bin ich dankbar für Euren Artikel an dieser Stelle, der mich auf wundervolle Weise darauf aufmerksam macht, dass es jetzt genau so ist wie es sein soll. >3 Danke!

  14. 14. Juli 2014 @ 9:47 Kathrin

    Goldene Ananas, hihi.. Ich bewege mich irgendwo dazwischen.

  15. 13. Juli 2014 @ 9:47 Christina

    : )

  16. 13. Juli 2014 @ 9:47 jenny from the blog

    Voll erwischt. Child’s Pose und so.


Would you like to share your thoughts?

Your email address will not be published.

Ich akzeptiere

© Happy Mind Mag 2018 || Dein Blog für Yoga, Ayurveda, Meditation & Achtsamkeit || Fotos © Christina Waschkies | Sina Niemeyer (falls nicht anders angegeben)