Warum man im Ayurveda heißes Wasser trinken soll

Warum man im Ayurveda heißes Wasser trinken soll

Trinken ist absolut notwendig für unseren Körper und unsere Gesundheit. Doof nur, dass die meisten Menschen einfach immer zu wenig trinken und das auch erst merken, wenn sie schon dehydriert sind, nämlich dann, wenn sie Durst bekommen. Ich weiß, wovon ich spreche – mir geht es häufig genauso.

Aber wieviel soll ich trinken und vor allem: Was?

Als Faustregel kann man sich merken: Pro Kilogramm Körpergewicht sollte man täglich 30 – 40 Milliliter trinken. Das sind bei 50 Kilogramm zwei Liter Wasser täglich. Es gibt sogar im Internet Wasser-Trink-Erinnerungsuhren, die sich melden, wenn es mal wieder Zeit ist, sich ein paar Schlucke zu genehmigen.

Einfacher ist es aber fast noch, sich eine Thermosflasche Wasser auf den Tisch zu stellen und sie über den Tag zu leeren. Aus ayurvedischer Sicht wählt man als Hauptgetränk am besten warmes oder heisses Wasser. Ganz kalte Getränke sollte man hingegen meiden. Auch alle isotonischen Wellness-Spezial-Getränke kann man gut und gern beiseite lassen. Wasser reicht vollkommen aus. Einfach morgens ein bis zwei Liter Wasser aufsetzen und es fünf bis zehn Minuten ohne Deckel köcheln lassen. Optimal ist Tafelwasser oder mineralstoffarmes Mineralwasser. Es geht auch Leitungswasser, das man gefiltert hat. Dann das abgekochte Wasser in eine Thermoskanne geben und über den Tag verteilt im Abstand von 30 Minuten in kleinen Schlucken trinken.

Am besten beginnt man damit gleich morgens nach dem Aufstehen, NACHDEM man die Zunge gereinigt hat (sonst schluckt man die ganzen Keime, die sich über Nacht angesammelt haben, direkt wieder runter) und die Zähne geputzt hat.

Und warum wird im Ayurveda heißes Wasser getrunken?

Ganz einfach: Schon ein paar Schlucke abgekochtes Wasser können angelagerte Giftstoffe und Schlacken, die im Ayurveda „Ama“ genannt werden, aus unseren Körpergeweben (Dhatus) schwemmen. Dieses Ama entsteht, aufgrund eines wenig aktiven Agnis (= Verdauungsfeuers) – also wenn unsere Verdauung nicht optimal läuft und sich somit unverdaute Nahrungsreste ansammeln. Warmes Wasser hingegen kann das Agni aktivieren und die Darmtätigkeit anregen.

Außerdem, man glaubt es kaum, es kann ein Glas warmes Wasser ein echter Kickstart für den Tag sein und Müdigkeit vertreiben. Darüber kann es dabei helfen, Heißhunger-Attacken zu dämpfen – denn häufig verwechseln wir Durst mit echtem Appetit und essen, obwohl wir Durst haben.

Puh wie fad – das soll schmecken?

Ja, in der Tat. Das schmeckt. Dachte ich auch erst nicht, aber tatsächlich schmeckt abgekochtes Wasser leicht süßlich. Außerdem kann man, je nach Konstitution, das Wasser leicht „würzen“.

Wer zum Beispiel in Richtung Pitta-Konstitution neigt, also häufig Heißhunger hat und mit Sodbrennen und Aufstoßen zu tun hat, sollte sein Wasser nicht ZU heiß trinken, da die Hitze, die dem Pitta zugeordnet ist, sonst noch verstärkt wird. Für Pitta-Konstitutionen ist eher lauwarmes Wasser geeignet, dem man mit ein paar Fenchelsamen oder einer Gewürznelke etwas Geschmack verleihen kann.

Vata-Konstitutionen, die unregelmäßig Appetit und Durst haben und mit unregelmäßiger Verdauung zu tun haben, können ihr Wasser hingegen heiß trinken, denn häufig neigen sie zum Frieren und zu Trockenheit. Sie können in ihr Wasser außerdem etwas Öliges wie Ghee geben und es mit Süßholz aufköcheln. Kapha-Typen, mit einem langsam arbeitenden Metabolismus bzw. häufig trägem Agni, können ihr Wasser warm trinken und es mit frischem Ingwer oder Basilikum aufpeppen.

Ebenso kannst du dein Wasser ganz toll mit Edelsteinen oder der wunderschönen Karaffe mit der Blume des Lebens energetisieren, die du auf dem Foto siehst. So hübsch.  Die Karaffe bekommst du hier.*

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Dieser Artikel ist im Original am 12.12.2012 erschienen. 

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About

Saskia KopieSaskia Schmitz ist Yogalehrerin und Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Ayurveda-Therapie. Zudem gehören ayurvedische Massage und Thai Yoga Massage, Ohrakupunktur und Schröpfen zu ihrem Leistungsangebot. Mit Glow betreibt sie in der zentralen Hamburger Neustadt ihre eigene Praxis / Yogastudio, wo sie seit 2013 Yogalehrer-Ausbiludungen anbietet (200 Std. Yoga Alliance zertifizert). 
Auch als freie PR-Beraterin ist Saskia noch tätig und schreibt in ihrem Glow-Blog regelmäßig über Gesundheit, Yoga, Ayurveda und mehr.  Mehr über Saskia erfährst du hier:www.glow-yoga.de oder auf facebook unter: https://de-de.facebook.com/flowgrowglow

 


'Warum man im Ayurveda heißes Wasser trinken soll' have 3 comments

  1. 26. Juli 2013 @ 9:47 Wasser mit Geschmack - einfach & gesund zum selber machen!

    […] oder in anderen Lebenslagen, sollte noch viel öfter zum Wasserglas und zur Teetasse greifen. Trinkst du genug? Wenn nein, dann hol dir direkt schon mal ein Glas […]

  2. 13. Dezember 2013 @ 9:47 Sina

    Hallo liebe Saskia,
    ich als leidenschaftliche Tee-Trinkerin habe da mal eine Frage zu deinem Artikel.
    Wird Tee auch zu „warmem Wasser gezählt“ oder kann das Wasser durch den Tee dann nicht mehr richtig wirken?

    Liebe Grüße
    Sina

  3. 16. Dezember 2013 @ 9:47 Christina

    Liebe Sina, ich antworte hier mal an Saskias Stelle: Soweit ich weiß, zählt Tee ebenso wie Wasser um den Körper zu hydrieren, die entschlackende & reinigende Wirkung sollte also ebenso eintreten. Viele Grüße, Christina


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