Inspirierende Yoginis: Interview mit Kristin Rübesamen

Kristin Rübesamen ist zertifizierte Jivamukti-Lehrerin und erfolgreiche Journalistin und Schriftstellerin

Ihre Yogaausbildungen hat sie persönlich bei den Begründern des Jivamukti Yoga, Sharon Gannon and David Life, sowie bei Cyndie Lee (OM Yoga) absolviert.

Bekannte Yogalehrer haben seither ihren Yogaweg begleitet: Kristin übte u.a. bei und mit Judith Lasater, Baron Baptiste, Brian Kest, Rodney Yee, Mark Whitwell, John Friend und Genny Kapuler. Seit über 15 Jahren unterrichtet sie Yoga, nach eigenen Angaben einen „herausfordernden, ruhigen Stil“.

Sie hat über ein Jahrzehnt in New York und London gelebt, bis sie mit ihrer Familie nach Berlin gezogen ist

Kristin Rübesamen ist außerdem Chefredakteurin des Online Yogastudios yogaeasy und hat diverse Bücher geschrieben, darunter das bekannte Yogabuch „Alle sind erleuchtet“, welches gerade wieder als Taschenbuch beim Piper Verlag erschienen ist. Ihre Kolumne „Mattenstunden. Yoga von A-Z“ aus der „Welt am Sonntag“ wird im Herbst gebündelt als Buch bei Random House herausgegeben.


Happy Mind Mag: Liebe Kristin, dein Buch „Alle sind erleuchtet“ ist super angekommen – bei Yogis und Nicht-Yogis. Ich selbst hab´s dreimal gelesen und mir fällt immer wieder Neues auf. Wie ging es danach weiter? Und was ist aus dem Yogaraum in Berlins schlimmster Strasse geworden, mit dessen Besichtigung dein Buch endet?

KR: Ich weiß es nicht. Die Erinnerung daran ist ein bisschen traurig und unangenehm, weil ich gescheitert bin, ein bisschen wie die Erinnerung an einen peinlichen Flirt.

Happy Mind Mag: Planst du eine Fortsetzung? So à la: Nun machen wirklich alle Yoga, Berlin ist Yogacity, eigentlich wie New York vor 10 Jahren. Wenn ja, wo beginnt sie und wie endet sie?

KR: Die Fortsetzung haben eigentlich die Leser und Leserinnen geschrieben in all ihren Berichten über ihre Yoga-„Karrieren“, die sie mir geschickt haben. Im Wesentlichen ist es immer dieselbe Sehnsucht, die hinter dem Wunsch steckt, sein Leben ganz Yoga zu widmen, und es sind auch immer ähnliche Enttäuschungen, die einen dann erwarten, und das selbe sich wieder Aufrappeln und Weitermachen.

Happy Mind Mag: Erlebst du die Yoga-Szene in Berlin oder Deutschland allgemein als sehr anders als zu der Zeit, als du das Buch geschrieben hast? Was ist von dem geblieben, was du so mit als erste Yogalehrerin in Berlin erlebt hast?

KR: Berlin hat eine riesige Yogaszene bekommen. Finde ich super. Ich vermisse das Geheimbundhafte keine Spur, auch wenn man sich damals natürlich noch persönlich unter einander kannte.

Happy Mind Mag: Findest du die Entwicklung gut oder stehst du dem Yoga-Boom eher kritisch gegenüber?

KR: Wie gesagt, ich bin natürlich für die Demokratisierung von Yoga. Und von wegen Boom: Wo sind die Migranten, die Männer, die Alten, die Kranken, die Armen? Yoga ist ein elitärer Sport für dünne weiße Frauen aus der Mittelschicht. Wir sind noch nicht mal halbwegs da, wo wir hinmüssen.

Happy Mind Mag: Was macht einen guten Yogalehrer aus?

KR: Entscheidet jeder Schüler für sich.

Happy Mind Mag: Praktizierst du noch täglich? Hat sich deine Praxis in den letzten Jahren verändert?

KR: Täglich ja. Kaum noch Ashtanga, regelmässig Iyengar, am liebsten Savasana.

Happy Mind Mag: Was würdest du noch gern als Yogalehrerin erreichen, wo würdest du gern unterrichten oder wen und welchen Yogalehrer würdest du selbst gern noch mal treffen?

KR: Ich bin nicht ehrgeizig im Yoga. Ich finde es schön, den Kontakt zu den Schülern über eine längere Sicht zu halten, und inspirieren lasse ich mich genauso gerne von sogenannten „No Names“ wie von Stars der Szene.

Happy Mind Mag: Unterrichtest du noch regelmäßig? Planst du, eine Yogaschule zu eröffnen?

KR: Ich unterrichte regelmäßig, möchte aber auf keinen Fall eine Yogaschule eröffnen. Vielleicht, wenn ich richtig alt bin, dann setze ich mich in die Ecke auf einen Stuhl wie Patthabi Jois und zähle den Atem.

Happy Mind Mag: Was wäre, wenn wirklich alle mal erleuchtet wären?;)

KR: Alptraum!

Vielen Dank für das Gespräch!

 

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Britta ist leidenschaftliche Weltenbummlerin, liebt das Meer und arbeitet seit über zehn Jahren in der Kommunikation und im Journalismus. Sie hat alle möglichen Sportarten ausprobiert, aber bis die Liebe zum Yoga entfacht wurde, hat es einige Zeit gedauert. Mit Ashtanga Vinyasa Yoga hat sie ihre Stilrichtung gefunden und yogt nun fleißig seit einigen Jahren. Anfangs aus Fitnessgründen, mittlerweile aus allen möglichen anderen guten Gründen. "Leider bin ich niemand, der sich leicht verbiegen kann oder eben mal so in Utthita Hasta Padangusthasana hineingleitet - ich muss für die meisten Asanas hart arbeiten. Aber Yoga wirkt eben ganzheitlich und ist für mich trotz meiner furchtbaren Ungeduld extrem faszinierend." Als Lesefan hat sie vermutlich fast jedes Yogabuch auf dem deutschen Markt gelesen - Tipps dazu folgen bald.


'Inspirierende Yoginis: Interview mit Kristin Rübesamen' has 1 comment

  1. 8. April 2014 @ 9:47 Yoga Liebe: Friede, Freude, Eierkuchen. | wildehildemag.de

    […] Im Happy Mind Magazine gibt’s übrigens noch ein schönes Interview mit Kristin Rübsamen. […]


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