Karma ist das Gesetz von Ursache und Wirkung

Karma – das Gesetz von Ursache und Wirkung

„Was ich nicht will, was man mir tu…’“ oder Karma. 

 

1983 war ich vermutlich einfach noch nicht so weit, Boy George’s weise Worte in dem Song „Karma Chameleon“ zu verstehen. Ich dachte beim Refrain sehr lange nur an Damenbinden („kamakamakamakamakama- kameliaaaaaaaaaa“), was meine Schlichtheit bestätigt.

In einem Interview mit George, las ich kürzlich folgende Erklärung zum Song:

„Das Lied handelt von der schrecklichen Furcht vor Entfremdung die Menschen haben: die Furcht, sich für eine Sache zu engagieren. Es geht darum, wie man versucht, sich bei allen einzuschleimen. Grundsätzlich ist es so, wenn Du nicht Dir selbst treu bist, dann erhältst Du Karma-Gerechtigkeit; das ist der Weg der Natur, es Dir heimzuzahlen.“ (Quelle: www.songfacts.com)

Abgefahren.

 

Karma ist in aller Munde. Doch kennst du auch die Bedeutung?

 

Karma ist ja heutzutage auch eins dieser supergeflügelten Worte. Jeder kennt es, jeder benutzt es, oft ohne großen Hintergedanken. Karma ist das Gesetz von Ursache und Wirkung und bedeutet, dass keine Handlung ohne Folgen bleibt. Man kann dem Hinduismus zufolge (auch ähnlich, wie im Buddhismus), gutes und schlechtes Karma anhäufen, was dann in einer Wiedergeburt (Samsara – der Kreislauf der Wiedergeburten) resultiert. Ziel ist es, gar kein Karma mehr anzusammeln, um aus dem Kreislauf der Wiedergeburten aussteigen zu können. Man kann Karma, das man angesammelt hat, aber auch abbauen, indem man z. B. mildtätig ist, den Brahmanen etwas spendet, Tempel baut oder fastet.

Nun ja. Brahamanen gibt es in Deutschland nicht ganz so häufig und wenn ich einen Tempel vor meinem Haus errichten möchte, bekomme ich ziemlich bestimmt Ärger mit der Baubehörde und anderen lustigen Ämtern oder einfach mit meinen Nachbarn und fasten macht mir persönlich nur schlechte Laune. Ob man nun an Karma glaubt oder nicht, sich nach dem simplen Satz zu richten, dass alles, was wir tun ein Echo erzeugt (das uns je nach Tat zuflüstert oder anschreit), kann einem besser durch’s Leben helfen, als so manch’ andere 10 Merksätze.

 

Karma Yoga bedeutet der selbstlose Dienst, das Yoga der Tat

 

Nicht zu verwechseln mit dem Helfersyndrom. Ich helfe, weil Hilfe benötigt wird, nicht um mich besser zu fühlen und mir am Ende des Tages noch auf die Schulter klopfen zu können, was für ein unglaublich mitfühlendes Kerlchen ich doch bin. Der Zug fährt in die verkehrte Richtung. Man erhebt sich also nicht über andere, weil man vielleicht ein Ehrenamt ausübt oder irgendwie anders, innerhalb seiner Möglichkeiten, Mensch, Tier oder Natur unterstützt. Klar, wäre das toll, wenn mehr Menschen sich ehrenamtlich engagieren würden, aber ich wünsche mir auch schon seit Jahren ein Einhorn für den Garten, dass glitzernde, regenbogenfarbige Haufen macht.

Außerdem kann man ganz leicht, auch ohne ein offizielles Ehrenamt auszuüben, karmayogisch arbeiten und supernette Dinge für unsere Mitlebewesen machen. Es beginnt mit einem Lächeln und einem Danke für den Postboten, Blumen zu gießen für die verreisten Nachbarn, mal mit der Kassiererin im Supermarkt schnacken, dem frierenden Hinz&Kunz Verkäufer einen heißen Kaffee auszugeben, auf die Kinder der besten Freundin aufzupassen, damit sie mal in Ruhe zum Frisör gehen kann. Klingt jetzt total nach der „Merci“-Werbung, aber so ist es tatsächlich:

 

Helfe ohne Erwartungshaltung und Du wirst überrascht sein, was alles zu Dir zurückkommt.

 

Wenn Du ganz viel Glück hast, manchmal sogar Schokolade.

Wer sich für ein Ehrenamt interessiert, findet auf folgenden Seiten eine große Auswahl:

www.eaktivoli.de
www.spendenparlament.de
www.hamburger-tafel.de

Willst du Glückspost von mir?

Liebe Christina, bitte sende mir wöchentlich und jederzeit widerruflich deine schönsten Inspirationen, Rezepte, Neuigkeiten, Infos und Angebote zu Yoga, Ayurveda und Meditation per Email zu.


Hinweise zum Newsletterversand, der Auswertung und Datenerhebung mit meinem Anbieter ConvertKit findest du in meiner Datenschutzerklärung. Mehr Infos zum Newsletter findest du hier.

Deine Daten werden ausschließlich zum Newsletter Versand verwendet. Powered by ConvertKit

Julie Meyer-Christian ist Yogalehrerin, Mantrasängerin und Mama einer hervorragenden Tochter. Am liebsten arbeitet sie an verschiedenen Yogaprojekten, Workshops und Retreats mit ihr gleichgesinnten Seelen und gibt leidenschaftlich gern dynamische Vinyasa Power Yoga Classes, sowie, als Ausgleich, sanftes Yin Yoga. Ihr findet Julie und ihre Projekte hier www.peace-love-yoga.de und hier www.juliaelena.de oder schreib einfach eine Mail an Julie.  


'Karma – das Gesetz von Ursache und Wirkung' have 3 comments

  1. 14. August 2017 @ 9:47 Patrice C.

    Hallo Julie,

    Seit einigen Jahren kenne ich das von der Hawaiianerin Morrnah Simeona entwickelte, moderne Ho’oponopono. Dies ist ein Verfahren, das aus 14-Schritten besteht, 30 Minuten in der Durchführung dauert und das alleine durchgeführt werden kann. Damit ist es möglich, sich aus Problemen, Konflikten und Blockaden aller Art zu befreien wie auch aus negativen, unglücklichen Lebensumständen und Situationen. Karma war und ist auch bei den Hawaiianern bekannt. Durch die Anwendung des 14-Schritte Ho’oponopono nach Morrnah Simeona ist es in der Tat möglich, sich von unerwünschtem Karma zu befreien. Ziel dieses Verfahrens ist es, den Frieden und das Gleichgewicht in sich selbst, mit dem Umfeld, mit anderen Personen, mit der Natur, und mit dem Kosmos wiederherzustellen.

    Morrnah Simeona verbreitete ihr 14-Schritte Ho’oponopono-Verfahren auf der ganzen Welt und machte Ho’oponopono allen Menschen zugänglich. Dieses Ho’oponopono Verfahren ist ein Quantensprung im Bereich der Problemlösung. Du brauchst eine Situation oder die Ursachen Deiner Probleme nicht zu analysieren um sie lösen zu können oder um dich aus unglücklichen Umständen befreien zu können.

    Das Ho’oponopono von Morrnah Simeona kann Dir in vielen Bereichen des Lebens helfen. Ich persönlich, finde es ein gewaltiges Verfahren und ich kann es sehr empfehlen. Persönliche Probleme sind bei mir durch Anwendung dieses 14-Schritte Ho’oponoponos entschwunden und es haben sich bei mir viele positive Dinge ergeben. Auf meiner Webseite kann man mehr über das Ho’oponopono von Morrnah Simeona und über typische Anwendungsmöglichkeiten erfahren- und wo es erlernt werden kann ;-)

    https://peacejoyhappiness.wordpress.com/hooponopono-ein-verfahren-zur-problem-und-konfliktloesung

    Viele Grüsse und Aloha
    Patrice C.

  2. 10. November 2015 @ 9:47 Christina

    Lieber Asmus, vielen lieben Dank für deinen ehrlichen Kommentar. Das mit dem Bestellen funktioniert meiner Erfahrung nach wirklich und gibt mir immer das Gefühl, dass für mich gesorgt ist. Und öfter mal „Nein“ zu anderen sagen udn „Ja“ zu sich selbst und den eigenen Bedürfnissen ist auch meine Devise. Alles Gute für dich, Christina

  3. 5. November 2015 @ 9:47 Asmus

    Moin,

    ich glaube auch an das Karma im Leben. Ich war mal ein paar Jahre ziemlich depressiv und hatte das starke Gefühl, die Welt als Ganzes hätte etwas gegen mich. Dies lies sich an unzähligen Beispielen veranschaulichen. Was „allen“ Anderen mühelos geling, ging bei mir mit nahezu beängstigender Wahrscheinlichkeit daneben xD
    Dann begann ich eine mehrjährige Psychotherapie. Das hat mir sehr geholfen. Aber auch in dieser Zeit, in der ich sehr an mir und meinem Karma arbeite geschahen noch irrwitzige dinge im Alltag, die schief gingen. Zum Beispiel Kaffee trinken gehen: In einem Kaffe mit allgemein gutem Ruf, wo meine Begleitung schon mehrmals sehr zufrieden war, servierte mir einen völlig wässrigen Eiskaffee und krönte dies noch mit miesem Service und der Tatsache, dass eine Mitarbeiterin bei 30°C einen großen Sack (war so schwer, dass sie ihn nicht hochheben konnte) vergorende Orangensaftschalenhälften vom Saftpressen an uns quer durch den malerischen, von Wildrosen umwucherten Innenhof zog, dass einem die Gerüche direkt übel machten.
    Dann lernte ich zum Glück meine wundervolle Partnerin kennen. Ihr Karma hat meinem wohl den nötigen Boost gegeben um aus dem Tief heraus zu kommen. Ich bin wieder, wie in alten Zeiten, vom Pessimismus zum Optimismus gelangt.
    Meine Liebste hat so eine coole Rangehensweise. Wenn wir etwas möchten, was nicht in unserer Macht steht, „bestellen“ wir es. Beispiel: Wir wollen mit dem Auto in die belebte Kasseler Innenstadt. Parkplätze sind rar und die Wahrscheinlichkeit gering, einen zu ergattern. Dann bestellen wir gedanklich einen Parkplatz und siehe da, es funktioniert. Das Karma bedankt sich mit Führwollen und schenkt uns diesen Parkplatz.
    Dazu gehört die gesunde Portion Nächstenliebe, besonders für die Schwächeren in unserer Leistungsgesellschaft.
    Auch ich muss(te) mein Helfersyndrom zügeln. Da muss ich der Autorin leider widersprechen. Meine Erfahrung ist leider, dass man nicht das Maß an Engagement zurück bekommt, was man an andere verschenkt. Daher übe ich mich in „gesundem Egoismus“ und fahre damit ganz gut. Es hilft einem dabei die eigenen Ziele nicht aus dem Auge zu verlieren und seine Energie auf die Menschen zu konzentrieren, welche einem dies mit Wohlwollen danken.

    Beste Grüße
    Asmus


Would you like to share your thoughts?

Your email address will not be published.

Ich akzeptiere

© Happy Mind Mag 2018 || Dein Blog für Yoga, Ayurveda, Meditation & Achtsamkeit || Fotos © Christina Waschkies | Sina Niemeyer (falls nicht anders angegeben)