Mach’s dir nett im Wochenbett – meine Tipps für die Baby Bubble

Hello aus der Baby Bubble! Ich und Dora machen uns gerade den Rest der Wochenbett-Zeit, auch (zu Recht) Kuschelzeit genannt, so richtig gemütlich. Es gibt wirklich nichts Schöneres, als in diesem Mikrokosmos zu verschwinden und jeden Tag erneut darüber zu staunen, wie egal einem alles andere sein kann. Im Moment gibt es echt nur eins für mich: Meine kleine Familie. Stundenlang das Bébé anglotzen und es einfach nicht fassen können, dass dieses kleine Wunder bei uns eingezogen ist. Ob es ihr schon unangenehm ist, dass wir sie ständig so anstarren?

Manche Muttis entbinden am Mittwoch und sitzen am Freitag mit ihren Freundinnen wieder im Café oder schieben ihren Frischling durch den IKEA. Finde ich bewundernswert! Ich bin gerade sehr, sehr häuslich und zelebriere das Wochenbett total. Mein Radius ist – 6 Wochen nach Doras Geburt – immer noch sehr klein. Mein Fokus liegt nur auf dem Baby, ich hab zero Interesse an an gar nichts, außer an Dora und meinem Mann. Vor allem von Alltagsdingen wie Haushalt oder Emails will ich nichts wissen. In den ersten zwei Wochen nach der Geburt war ich körperlich noch wirklich ziemlich fertig (Kurzatmigkeit, eine pieksende Geburtsverletzung, ein heftiger Milcheinschuss, dazu ein Baby, das im Stundentakt futtern möchte) und hatte zum Glück meinen Mann hier, der sich um uns gekümmert hat.

Klar ist: Du brauchst Hilfe im Wochenbett. 

Und wenn du, wie ich, ein sturer Bock bist und ungern Hilfe annimmst, dann nimm wenigstens Geld in die Hand und beauftrage ein paar Dienstleister, dir das Leben zu erleichtern. Ich tu mich mit dem Punkt „Hilfe annehmen“ sehr schwer. Wahrscheinlich ein wenig psycho, diese Einstellung, nicht um Hilfe bitten zu mögen. Meine Nachbarin hat mir ungefragt einen Milchreis vorbeigebracht, und ich hab mich riesig darüber gefreut. Gefragt hätte ich danach nie. Deswegen hab ich hier ein paar Tipps für dich, wie du dir die Zeit im Wochenbett erleichtern kannst.

Wochenbett

Gut essen ist das A und O.

Biokiste bestellen:

Du brauchst viel Essen. Vor allem, wenn du stillst. Lass dir dein Essen liefern – und das bedeutet nicht, drei mal die Woche Pizza! Es gibt tolle Anbieter, die Biokisten liefern und so sparst du dir oder deinem Gatten lästige Trips zum Supermarkt. Mein Tipp: Stell dir deine Kiste selber zusammen und schau dir die Anbieter vorher an. Viele liefern außer dem saisonalen Gemüse und Obst noch Brot, Eier, Milchprodukte, Haferflocken, Sojamilch und was du eben noch alles an Basics benötigst. Mein Mann und ich bestellen mittlerweile jede Woche eine Kiste für knapp 80 € und essen die ganze Woche davon. Der Bio Supermarkt wird nur noch sehr, sehr selten aufgesucht. Pluspunkt: Deinem kleinen frischen Earthling ersparst du Neon Lichter und andere Menschen.

Am besten putzen lassen!

Putzen lassen – oder einfach gar nicht putzen

Entweder du pfeifst ganz gepflegt auf den Haushalt und machst nur das Allernötigste wie Wäsche oder Saugen. Oder du lässt dir jemanden kommen, der dir mal das Bad und die Küche so richtig auf Vordermann bringt und alles durchwischt. Darauf hast du nämlich so gar keine Lust, wenn du statt dessen mit deinem Baby rumschmusen kannst. Ich kann dir hier Helpling.de empfehlen, dort kannst du dir nämlich ohne Verpflichtungen stundenweise jemanden kommen lassen, wenn es mal gar nicht mehr geht. Und jede Woche fest jemanden hier zu haben, der rumwuselt und das Babyglück stört, könnte ich mir auch gar nicht vorstellen. Ich hab bei Helpling jetzt jemanden gebucht, der mir die Fenster putzt und freue mich schon, dass ich nicht selber ran muss und meine Schwiegermutter nicht die Augen verdreht, wenn sie das nächste Mal zu Besuch ist.

So kannst du es dir im Wochenbett richtig nett machen

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Ein toller Still-BH muss sein!

Da denkst du, die Geburt hast du hinter dir… und dann kommt der Milcheinschuss und das Stillen. Ich gehöre zu der Kategorie Frau, die vom Stillen furchtbar wunde Nippel bekommen hat und dementsprechend Schmerzen hatte. Die kleine Dora ist ein Piranha, wenn sie andockt und meist sehr, sehr ungeduldig (hat sie von mir). Ich hingegen hatte zwischendurch schon wirklich Angst vorm Stillen und war jedes Mal den Tränen nah. Nachdem ich mich mit meinen empfindlichen Brüsten zwei Wochen langmit einem Elasthan-BH rumgequält hatte, hatte ich die Schnauze voll und machte mich auf die Suche nach einem reinen Baumwoll-BH. Gar nicht so einfach! Fündig geworden bin ich dann doch schlussendlich – und hab einen Still BH mit 96% Baumwolle und 4% Elasthan ergattert. Er ist angenehm weich und freundlich zu den strapazierten Brustwarzen.  Wenn du ein Lingerie-Abo von Hunkemöller hast, kannst du damit sogar jeden Monat im Wert von 50 Euro einkaufen. Miss vorher unbedingt aus, welche Größe du brauchst – denn nach dem Milcheinschuss kann aus einem B-Körbchen ganz schnell D oder E werden. Außerdem empfehle ich dir waschbare Stilleinlagen – und zwar ausnahmsweise nicht die ökigen aus Wolle & Seide, sondern welche, die du in die Waschmaschine und den Trockner werfen kannst. Alles per Hand zu waschen kostet einfach zu viel Zeit und Nerven. Dann brauchst du unbedingt einen gekühlten Weißkohl zu Hause, für den Milcheinschuss oder einen beginnenden Milchstau. Die einzelnen Kohlblättern kannst du dir super in den BH legen. Die guten News kommen zum Schluss: Nach circa vier Wochen wurde alles besser und das Stillen hat funktioniert. Der Durchbruch kam bei mir durch eine Low-Level-Lasertherapie, die wirklich gut bei der Heilung geholfen hat. Danach haben meine Nip Nips einfach resigniert und sich ihrem Schicksal hingegeben.

Wochenbett

Kleine Verwöhn-Momente für die frische Mama: Unerlässlich!

Sei nicht nur Mama!

Nutze unbedingt die Pausen, die du bekommst, zum Schlafen. Das wird in den ersten Tagen nicht funktionieren, weil du so auf Hormonen bist, dass du kein Auge zubekommst. Du willst einfach nur dein Baby anglotzen. Dann bricht der schöne Status etwas ein und bei mir begann sofort die Heulphase, auch Babyblues genannt. Ich hatte fast stündlich ein tränenreiches Drama, das sich in unfassbarer Dankbarkeit für den neuen Earthling über wahnsinnige Sorge um das Baby bis hin zu komplettem Selbstmitleid meines nicht so gut funktionierenden Körpers gegenüber begründete.

Kurzum: Ich war nur am Flennen.

Ich hab dann irgendwann angefangen, mir in den Stillpausen, wenn Dora schlief, eine wirklich schöne Zeit zu machen. Mit Selbstmassagen, einem guten Buch und einer heißen Dusche. Ich hab die wunderbaren Weleda Produkte sehr zu schätzen gelernt, vor allem die tolle Mandel-Serie ist einfach wunderbar und nicht zu geruchsintensiv für empfindliche Babynasen. Es wird zum absoluten Luxus, sich zwischendurch die Beine einzucremen oder den Bauch mit Öl zu massieren. Wenn du Zeit hast, ein Buch in die Hand zu nehmen, empfehle ich dir „Geborgen wachsen“ von Susanne Mierau, das sich ganz wunderbar mit Schwangerschaft, Wochenbett und bindungsorientierte Elternschaft auseinander setzt. Ein wirklich tolles Buch – und der dazugehörige Blog ist ebenso Pflichtlektüre für alle Mamis.

Hast du noch weitere Tipps für diesen zauberhaften Ausnahmezustand? Ich wünsch allen frischgebackenen Mamis eine tolle Kuschelzeit!

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Christina Waschkies

Christina ist Mama, Yogini, Spiritual Business Mentorin und Bloggerin. Ihre Mission ist es, Yoga, Ayurveda, Meditation und Achtsamkeit ganz unkompliziert zu leben und weiterzugeben. In der SPIRITUAL BUSINESS SCHOOL coacht Christina Frauen darin, ihre Bestimmung zu finden und sie zu einem profitablen Business zu machen. Außerdem designt Christina liebevolle yogische Geschenksets sowie spirituellen Schmuck, den du in ihrem HAPPY MIND SHOP kaufen kannst. Privat mag Christina das Übliche: Zeit mit ihrer Tochter und ihrem Mann verbringen, gutes Essen, Filme, Musik, Reisen und einen netten Umgang miteinander. Schreib eine Mail an Christina. Oder sag hallo auf Google+


'Mach’s dir nett im Wochenbett – meine Tipps für die Baby Bubble' have 3 comments

  1. 14. Juli 2016 @ 9:47 Adriana

    Musste gerade ein wenig kichern – die kleine G. war auch so ein Piranha. Ich glaub, sie hätt sich auch an der Fensterscheibe festgesaugt. Alles Liebe für euch drei <3

  2. 14. Juli 2016 @ 9:47 Christina Waschkies

    Oh Mirjam, ich wünsch dir die wunderbarste Zeit! Ich fand es trotz aller wunderschönsten Momente und verliebtsein in Dora sehr fordernd und emotional aufwühlend, und hatte das Gefühl dass das nicht richtig ist. Mittlerweile betrachte ich es mit mehr Weichheit und denke: das darf auch alles sein. Man darf auch überfordernd sein mit dem Dauerstillen etc. Sei lieb mit dir. <3 Und alles Liebe für dich und dein kleines.

  3. 14. Juli 2016 @ 9:47 Mirjam

    Liebe Christina
    Nach deinem Artikel und den tollen Tipps, freue ich mich jetzt schon wenn es bei mir soweit ist. Diese Wunder-Zeit muss zelebriert werden und mit etwas Hilfe, erleichtert es den Alltag ungemein.

    Weiterhin viele schöne zauberhafte Momente.


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