Mehr Sattva für deinen Alltag

Mehr Sattva für deinen Alltag

Sattva ist eines der drei Gunas (Eigenschaften): Rajas, Tamas und Sattva. 

Rajas steht für Leidenschaften, starke Emotionen, Trieb und Drang. Tamas steht für die Trägheit, Verhaftung, Verfängnis, Langsamkeit. Sattva dagegen steht für Leichtigkeit, Klarheit, Helligkeit, Frieden, Reinheit, Ausgeglichenheit und Erfüllung. 

Sattva herrscht bei den Göttern vor, präsentiert durch die Farbe Gelb, und erlaubt Erkenntnis. Es wirkt erhellend und erfreuend. Herrscht Sattva in dir vor, treten all diese positiven Eigenschaften in den Vordergrund. Doch wie kreierst du mehr Sattva in deinem Leben?

Ganz einfach, im Ayurveda findest du dafür eine ziemlich gute Anleitung: 

1. Zeit in der Natur und mit Tieren

Die Natur sowie ihre Bewohner erlauben dir dich zu erholen, neu aufzutanken und in Verbindung mit dem schöpferisch-göttlichen zu treten. Die Natur erdet und belebt und schafft Ruhe im Geist. Ebenso ist der Kontakt mit Tieren förderlich, um mit der wahren Schöpfung in Kontakt zu treten. 

Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass Tiere stresslindernd wirken. Denke dabei an das Schnurren einer Katze, den liebevollen Beistand eines Hundes oder die entspannende Langsamkeit in einem Aquarium. 

Gehe mit der Flora und Fauna sorgsam um, liebevoll, beute sie nicht aus, genieße sie. Nimm nicht mehr als du brauchst und sei dankbar für alles, was dir gegeben wird. 

2. Typgerechte Bewegung

Bewegung ist zwingend erforderlich, wenn du deinen Körper gut pflegen und in Schuss halten möchtest. Dabei kommt es darauf an, welches Dosha in dir vorherrscht. Nicht alle Bewegungsarten sind für jeden Typ geeignet. 

So empfiehlt der Ayurveda für Vata-Typen zum Beispiel beruhigende, sanfte Bewegungen (wie: sanftes Yoga oder Spaziergänge) um den Geist zu beruhigen und mit dem Körper in Einklang zu bringen. 

Für Pitta-Typen empfiehlt sich dynamischer Sport, um überschüssige Energie abzubauen. Am besten für dich ist es jedoch, Sport ohne Wettkampfgedanken auszuüben. Denn dieser Druck erzeugt in dir zu viel Hitze und Rajas und treibt dein Pitta noch mehr in die Höhe. 

Für Kapha Typen geeignet ist ein flottes Sportprogramm, dass dich auch ruhig zum schwitzen bringen darf. Es bringt den eher trägen Kapha Kreislauf in Schwung. Das wichtigste dabei: immer schön regelmäßig. Sehr gut geeignet sind dabei leichtes Joggen, Radfahren oder Schwimmen. 

3. Sattva zu Hause

Auch wie und wo du wohnst, beeinflusst deinen Sattva-Level.  Ganz wichtig ist vor allem Ordnung und Sauberkeit. Nur in einer ordentlichen Atmosphäre fühlt sich dein Geist wohl und kann selber geordnet arbeiten. 

Versuche so viel Licht und Helligkeit in dein Heim zu bringen, wie es nur geht. Tageslicht hebt das Gemüt und bringt Energie in dein zu Hause. Sorge für Gemütlichkeit durch erdende Töne wie Weiß, Beige, Creme, Naturtöne und dekoriere liebevoll mit Pflanzen, Naturmaterialien und vielleicht Naturbildern. 

Momentan ist das Wort Hygge in aller Munde und ich kann es dir aus ganzem Herzen empfehlen: Gemütlichkeit durch heimelige Umgebung (Kerzen, Decken, Polster, Liebe!) bringt Sattva in dein Herz und Heim.

Versuche ebenso, dein Heim von negativen Energien frei zu halten. Vermeide Aggressionen, wütende Diskussionen oder negativen Besuch. Wenn du daran nicht vorbei kommst, kannst du zum Beispiel im nach hinein eine reinigende Räucherung vornehmen mit Salbei oder Palo Santo Holz. 

4. Pflege der Sinne

Mit deinen Sinnen bist du direkt mit deiner Umwelt verbunden. Sie  sind die Standleitung direkt in dein Innerstes und beeinflussen so deine Energie, dein Leben, deine Stimmung und dein Sattva. 

Sorge und Pflege sie gut und achte stets darauf, was du aufnimmst (so du es kontrollieren kannst). Gönne dir eine liebevolle Umgebung. Leichte Berührungen heben die Stimmung wie zum Beispiel Umarmungen durch liebe Menschen oder Massagen (Selbstmassagen zählen auch). 

Beruhige dich mit sanfter Musik, Naturtönen,  -düften und -materialien, inspirierender Literatur und „Gute Laune“-Filmen. Alles, was die Nerven zu sehr anspannt (zum Beispiel grelle Farben, Neonlicht, Horror, Thriller, laute und hektische Musik) ist nicht geeignet um deinen inneren Ruhepol zu aktivieren. Es wirkt zu stark anregend auf die Sinne. 

Nimm dir Zeit für dich, für deine Selbstfürsorge. Sei lieb zu dir selbst und gönne dir liebevolle Pflege. Sei nicht zu streng mit dir selbst, nimm eine Haltung der liebevollen Güte dir selbst gegenüber ein und sorge gut für dich. 

Sei dankbar, tue Gutes und hilf, wo du kannst: zum Beispiel durch freiwillige Arbeit oder indem du Zeit für Jemanden aufbringst, der alleine ist. Kümmere dich um deine Familie und Freunde und schätze alles Gute, mit dem du bedacht wurdest. 

5. Ernährung

Sattvische Ernährung ist süß, leicht und ölig. Sie ist geprägt durch außerordentliche Frische (frisch gekocht, nicht aufgewärmt, frische und reife Früchte, frisches Gemüse, usw.). 

Geeignet dafür ist Obst (auch Trockenfrüchte) und Gemüse, Getreide, Kräuter und Gewürze, Hülsenfrüchte, Wasser, Milchprodukte, Nüsse, hochwertige Fette und Öle. 

Verzehre nichts Altes, Aufgewärmtes, Tiefgekühltes oder Verdorbenes (zum Beispiel Gorgonzola, der Schimmel  – auch wenn es Edelschimmel ist  – ist etwas verdorbenes). 

Setze auf Saisonalität sowie Regionalität und Bio in höchster Qualität (zum Beispiel Demeter). Vielleicht hast du auch die Möglichkeit selbst etwas Gemüse anzubauen? Das wäre natürlich die allerbeste Lösung (sofern du ohne Chemiekeule arbeitest). 

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6. Spiritualität

Der wichtigste Punkt ist dein Zugang zum Göttlichen. Du kannst es nennen, wie du magst. Womit fühlst du dich am wohlsten? Universum, Energie, Gott, Göttin, Mutter, Vater, höheres Wissen, Schöpfer, Ewigkeit, Mutter Natur,  usw. 

Verbinde dich damit durch Meditation und Gebet (ohne Dogma). Strebe danach, dein Innerstes zu erforschen und damit in Verbindung zu treten. Erkenne den ewigen Kreislauf an und lebe darin und damit. Arbeite damit und akzeptiere die jeweiligen Stadien des Kreises: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Jungfrau, Mutter, Weise Alte. Kind, Erwachsen, Greis und Tod. Vater, Sohn und heiliger Geist. 

Dies alles ist Ausdruck des Lebenszyklus aus werden und vergehen. Verbinde dich damit, übe dich in Verhaftungslosigkeit und lebe (und ehre) das JETZT in jedem Moment. 

Lebe nicht in der Vergangenheit oder der Zukunft. Sei präsent in Harmonie, Liebe und Frieden. 

Namaste. 

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Foto: Brooke Lark via Unsplash.com


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Angelika Stranger kommt aus Österreich und schreibt seit 2017 auf ihrem Blog www.umgekrempelt.at. Sie verbindet ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung mit moderner Spiritualität und hilft dadurch ihren Lesern, ihre Ziele zu erreichen.


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