Menstruationstassen: Von Divacups & Lunettes

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Ein absolutes Frauenthema.

Welche Produkte verwenden wir Frauen in Deutschland wenn wir unsere Tage haben? Richtig, die meisten von uns greifen im Drogeriemarkt zu Einwegware wie Binden oder Tampons und für zwischendurch Einwegslipeinlagen. Selbst Guido erzählte neulich bei Shopping Queen, dass er früher immer einen Tampon für menstruierende Freundinnen dabei hatte. Was für ein sympathischer Typ!

In der letzten Agentur, für die ich gearbeitet hatte, gab es extra einen Frauenverteiler. Da ploppte dann hin und wieder ein „SOS – hat eine von Euch einen Tampon für mich?“ auf dem Bildschirm auf. Das stärkt vielleicht das Zusammengehörigkeitsgefühl der Frauen in einem Büro, zeigt aber auch, wie abhängig wir von den üblichen Damenhygieneartikeln sind.

Wer ist Dank einer plötzlich einsetzenden Menstruation nicht schonmal in Not geraten oder hatte das Produkt ihrer Wahl nicht dabei?

Eine kleine persönliche Geschichte dazu

Urlaub auf Sri Lanka – ein Land mit Sonne, Strand und Meer. Schön! Ein Land mit kaum aufzutreibenden Tampons. Unschön! Es war eigentlich nicht meine Zeit und ich reise gerne mit leichtem Gepäck, das heißt nur das Nötigste wird eingepackt – am besten nur Handgepäck. Diese Kombi brachte mich in die Situation, dass ich untypischerweise, typisch dann meine Tage bekam. Da ich auch ohne Haie anzulocken gerne schwimmen gehen wollte, wollte ich gerne, so wie bis dahin auch sonst, Tampons verwenden. Das war ich so gewohnt. Ich war zwar dankbar, dass unsere Köchin vor Ort mir erst einmal mit einer Binde aushelfen konnte. Ich bin aber nicht so der Bindentyp. Es sollten ein Tampons her. Ihr Mann fuhr mich mit seiner Rikshaw zum nächsten Dorf.

Kein einziger Laden führte Tampons

Man vertröstete mich damit, dass es vielleicht im nächsten Dorf welche geben würde. Ich wollte mich einfach nicht mit Binden abfinden, also fuhren wir zum nächsten Dorf, und zum Nächsten und zum Übernächsten. Es gab keine Tampons. Ich war frustriert! Ich wollte mich nicht damit abfinden nur am wunderschönen Infinitypool in der Sonne zu liegen, ich wollte auch hinein ohne rote Spuren zu hinterlassen. Ich war kurz vorm Ausrasten. Niemand führte Tampons. Auf mein mehrmaliges Nachfragen in jeder Pharmacy bekam ich oftmals mit schiefen Blick vermittelt, die Frauen hier benutzen keine Tampons. Ich fühlte mich unwohl.

Auf der Rikshaw sitzend visualisierte ich Bilder davon, wie ich mit Megaphon bewaffnet für Aufklärung vor Ort sorgte und schrie innerlich „Warum benutzt ihr hier keine Tampons? Sie sind praktisch.“ Mein Frust wurde größer, die Fahrt immer länger. Nach ca. 60 km erreichten wir eine größere Stadt und hier gab es das weisse Gold. Ich kaufte die ganze Stadt leer – zwei Packungen Tampons in mini. Besser als nichts! Ich hatte endlich Tampons, konnte schwimmen gehen und der Mann der Köchin hatte Muskelkater in den Armen vom Rikshaw fahren, kein Scherz. Wir mussten die 60 km ja auch wieder zurück. Ich war ihm unendlich dankbar, dass er zusammen mit mir nicht aufgegeben hat. Der Urlaub war gerettet!

Ich hielt Tampons eine ganze Zeit lang für DAS Produkt.

Sri Lanka war nur der Anfang, mir über Damenhygieneartikel Gedanken zu machen. Zurück in der Heimat war diese Geschichte Anlass mit einer Freundin darüber zu sprechen. Sie erzählte mir, dass sie einen Diva Cup verwendet. Einen was bitte? Menstruationstasse! Nie gehört. In anderen Ländern benutzen das viele Frauen. Aha, in Deutschland kennt man nur die üblichen Binden- und Tamponwerbespots „ die Geschichte der Menstruation – ist eine Geschichte voller Missverständnisse“ ihr erinnert euch? Ja, genau dachte ich nun bei mir. Wie wahr! Ich hatte ganz ehrlich bis dato noch nie was von Menstruationstassen gehört. Weder meine Mutter, meine Lehrerin im Sexualkundeunterricht, noch meine Frauenärztin hatten je von dieser Alternative berichtet. Es war eine ganz neue Welt. Meine Freundin berichtete mir über die Vorteile und für mich war sofort klar, dass will ich ausprobieren.

 

Einige Vorteile von Menstruationstassen:

 

  • Sie bestehen meist aus medizinischem Silikon oder Latex und werden wiederverwendet. Es entsteht weniger Müll und auf Dauer spart man Geld.
  • Eignet sich super für Reisen in Länder, wo es den normalerweise verwendeten Damenhygieneartikel nicht gibt.
  • Körperbelastende Stoffe und Probleme, die durch das tragen von Tampons entstehen können, werden vermieden.
  • Die Scheide trocknet nicht so aus, wie durch das häufige Tragen von Tampons und die Vaginalflora wird weniger gestört, was Vaginalinfektionen vorbeugt.

Man muss die Tasse nicht so häufig entleeren, wie man einen Tampon wechseln muss, da diese ein grösseres Fassungsvermögen besitzen.

Möchtest du auch eine Diva an deinen Tagen sein, kannst du dir eine Menstruationstasse in der Apotheke oder im Internet bestellen. Im Drogeriemarkt habe ich bisher leider noch keine gesichtet. Menstruationstassen gibt es von verschiedenen Herstellern, z.B. von Lunette oder Diva Cup. Achte auf Grösse und Material, falls du auf Latex allergisch reagierst.

Ich persönlich bin sehr zufrieden mit dieser Alternative, trage sie auch beim Yoga und finde es könnte ruhig mehr Werbung für Menstruationstassen gemacht werden, damit die Geschichte mit den Missverständnissen endlich mal aufhört. 

Bezugsquellen:

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Nicole Schröter ist Yogalehrerin und Inhaberin des Yogastudios Elbyogis in Wedel. Sie schreibt derzeit an ihrem ersten Buch für Teens und ist selbst Mutter. Ätherische Öle bereichern ihre Arbeit, ihr zu Hause und das Leben an sich in sämtlichen Lebenslagen. Die Öle von dōTERRA haben sie persönlich voll und ganz überzeugt. Aber auch ihr Sohn liebt es seinen Diffuser zu benutzen. Ob beim Einschlafen oder um morgens wach in den Tag zu starten. Die Öle bieten für jede Gefühlslage etwas oder unterstützen bei den kleinen oder auch größeren Wehwehchen. Nicole beantwortet dir alle Fragen zu den Ölen und ihrer fantastischen Wirkung unter Lovely Oils oder schreibe ihr einfach eine Mail.


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