Zimt als Trockenshampoo: So geht Zero Waste

Zero-Waste-Bathroom – Warum Zimt, Zitronen und Rote Beete in dein Bad gehören

Ob du es glaubst oder nicht: Es ist möglich, ganz ohne Müll zu leben. Zero Waste Ikone Bea Johnson
hat es bewiesen. Ich leider noch nicht, aber ich arbeite daran. Und zumindest der Plastikmüll ist schon ganz schön in sich zusammengeschrumpft.

Weg mit dem Müll, weg mit den Labels

Zero-Waste heißt dieses Prinzip und es ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für dich. Kein Verpackungsmüll, dass heißt auch: fast keine Labels. Und das ist wie Urlaub für die Augen. Wir geben uns immer Mühe, nur geschmackvolle Dinge in unser Leben zu lassen. Warum sollten Verpackungen da eine Ausnahme bilden? Die beknacktesten Designs erscheinen uns für Joghurts, Seifen und Tomaten als akzeptabel. Das muss nicht sein. Deswegen habe ich mir ein paar Vorratsgläser angeschafft und den Vorsatz, zwei Mal die Woche auf den Markt zu gehen, umgesetzt.

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Für Reis mache ich ab und zu eine Ausnahme in der Verpackungsfreiheit, so auch für Butter und ab und zu andere Dinge. Außerdem finde ich eingeglaste Sachen okay. Vor allem die, wo Pfand drauf ist. Nudeln werden jetzt meistens selbst gemacht. Das ist zwar etwas mühsamer, aber auch verdammt lecker. Und Essen, sowie kochen, wird zu einem ganz anderen Erlebnis. Verpackungsfreiheit zwingt einen dazu, das meiste dort zu kaufen, wo es auch erzeugt wurde. Es bringt einem dem näher, was man täglich zu sich nimmt. Und die meisten ungesunden Sachen verschwinden ganz von selbst aus dem Speiseplan. Allerdings ist Essen nicht die einzige Sache, die in viel Verpackung daherkommt: Auch im Bad gibt es oft ein Sammelsurium von Fläschchen und Dosen, Einwegrasierern und Wattepads.

Sowohl nach Yoga als auch nach Zero-Waste- und Zen-Prinzipien ist es gut, sich von Plunder zu lösen und zu „decluttern“. Aber schön sein will ich natürlich trotzdem. Deswegen habe ich ein paar Tricks, mit denen Kompromisse sogar Spaß machen. Und es gibt kein besseres Detox, als sich von giftigen Chemikalien in Kosmetika und Essen zu trennen. Wenn du noch einen kleinen Schubs brauchst: Checke die kostenlose ToxFox App des B.U.N.D.

Hier nun also meine persönlichen Zero-Waste-Beauty-Tipps für dich:

  • Ich habe eine superempfindliche Haut. Sogar von Öko-Cremes bekomme ich Ausschlag. Was mich aber begeistert hat, seit eine Freundin mir davon berichtete: Kaffeesatz. Wenn du nach einer Gesichtsreinigung suchst, die gut riecht, fast nichts kostet und nach der ich mich wie aus dem Ei gepellt fühle, dann ist Kaffeesatz das richtige. Einfach noch warm ins Gesicht, rubbeln, abwaschen, fertig. Netter Nebeneffekt: Du fühlst dich super wach.attepads und Makeuptücher lassen sich durch Lappen ersetzen. Wer noch mehr Leistung will: Makeup Eraser-Tücher sollen gut sein. (Buzzfeed hat darüber ein Video. Ich benutze kein starkes Makeup und kann deswegen nicht wirklich etwas weiterempfehlen.)
  • Wattestäbchen zum Ohrenputzen sind so eine Sache: Je mehr du sie benutzt, desto mehr brauchst du sie. Eigentlich reicht es völlig, sich die Ohren zu waschen. Eine gesunde Menge Ohrenschmalz ist sogar sehr gesund. Wenn die Ohrenschmalzmenge nicht stimmt, solltest du zum Ohrenarzt gehen. Das kann Zeichen für einen Infekt sein. Wenn du allerdings gerade erst aufgehört hast, Wattestäbchen zu benutzen, kann die Menge erst mal zunehmen, weil sich dein Körper darauf eingestellt hat, dass er das nachproduziert, was du normalerweise entfernst.
  • Das gleiche gilt für Shampoo: Je öfter du dir die Haare wäschst, desto mehr Talg produziert deine Kopfhaut. Fast ohne Verpackung kommen die Shampoostücke von Lush aus.
  • Haare sind schon ein bisschen strähnig, aber du willst sie noch nicht waschen? Ein bisschen Zimtpulver tut’s bei meinem Skalp (Ich bin allerdings dunkelhaarig. Bei Blondinen vielleicht eher Backpulver.). Gibt je nach Teint auch ein gutes Puder. Backpulver kann die Haare auch etwas griffiger machen. Ich benutze es manchmal zum stylen.
  • Ein großes Glas Kokosöl steht für weichere Haut und polierte Fingernägel in unserem Bad.
  • Wenn dir von Lippenstift auch wie mir immer die Lippen spröde werden, dann probiere es doch mal mit Rotebeetesaft. Bei mir funktioniert das sogar als Blush.
  • Als Pubertierende hatte ich manchmal mit unreiner Haut zu kämpfen. Da ich leider (oder vielleicht auch zum Glück) schon immer auf Parfüm und Konservierungsstoffe mit noch mehr Pickeln reagiere, habe ich mir einen Trick ausgedacht: Statt Clearasil und Co. lieber Sprudelwasser mit einem bisschen Zitrone. Pass jedoch mit den Augen auf! Die Fruchtsäure hat bei mir die Pickel ausgetrocknet, ohne meine restliche Haut zu beschädigen. Und es löst den Schmutz von der Haut.
  • Trockene Lippen? Honig hilft. Und bei bienenfairen Imkern hilfst du sogar den Bienen. Meine Faustregel: Auf meine Haut kommt am besten nur das, was man auch essen kann.

Hast du Lust bekommen, noch mehr selbst auszuprobieren? Dann kannst du hier mehr über DIY Beauty-Produkte erfahren. Und auch Wellness-Treatments müssen nicht immer teuer und aufwändig sein. Hier findest du tolle Rezepte zum Ausprobieren und mit Zero-Waste-Garantie! Kokosöl ist übrigens auch eine absolute Geheimwaffe, check it out!

 

 

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Li-Ming Richter studiert Szenische Künste in Hildehsheim und ist gerade Hauptberuflich Mama. Sie bloggt auf smugasfuck.comüber ihr Leben mit Baby, Hipstern und Müllvermeidung. Sie experimentiert gerne in der Küche mit lokalen unverpackt-Lebensmitteln. Yoga macht sie schon seit sie elf ist. Außerdem schreibt sie an ihrem Satireroman "Der Yogalehrer".


'Zero-Waste-Bathroom – Warum Zimt, Zitronen und Rote Beete in dein Bad gehören' has 1 comment

  1. 10. April 2016 @ 9:47 Tine

    Toller Beitrag und sehr inspirierend, herzlichen Dank!


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