Kundalini Yoga Lehrer Yogi Bhajan

Review: Das Kundalini Festival in Frankreich

“There is a way through every block”  – Yogi Bhajan

Unter diesem Motto stand in diesem Jahr das Europäische Kundalini Yogafestival in Fondjouan.

10 Tage in Frankreich auf dem wohl größten europäischen Yoga Festival zu verbringen war für mich ein wunderschönes und sehr intensives Erlebnis. Ein tiefes Eintauchen in eine andere Welt, welche es einfach machte, den Alltag völlig draußen vor zu lassen um mich tief in die Energie und die Atmosphäre des Festivals ein zu lassen.

Auf dem Weg dorthin musste ich zunächst ein paar persönliche Blockaden überwinden, so bin ich zuletzt vor 22 Jahren durch Canada gezeltet, hatte überhaupt kein Equipment mehr, und musste damals kein einziges Mal mein Zelt selbst aufbauen…Auch finde ich Großveranstaltungen oft nicht sehr einladend, weil es für mich einfach sehr schnell zu viele Menschen und zu wenig Privatsphäre gibt. Und dann noch der körperliche Aspekt: Schaffen meine Knie das überhaupt, all das mit zu machen?

Doch der Festivalanreiz war größer als meine Ego-Blockaden, und somit ging’s dann jeder Einzelnen systematisch an den Kragen.

Die Belohnung dafür war groß, denn die Erfahrung, sich ausschließlich dem Kundalini zu widmen, sich auszutauschen, zu unterstützen und zu miteinander und von einander zu lernen ist einmalig schön. Selten habe ich in so kurzer Zeit so tief vom Alltag abgeschaltet, meine Energien aufgeladen und durch das Reisen mit minimalstem Gepäck meine verwöhnten, städtischen Angewohnheiten abgestreift. Es ist phantastisch, mit wie wenig Dingen wir auskommen können, ohne etwas zu entbehren oder zu vermissen. Das macht unglaublich frei, nicht nur im Herzen, auch im Geist.

Morgens um 4:00 wurden wir durch Gesang geweckt und nach dem Ishnaan ging´s dann zum Sadhana. Gegen 8:00 dann das Frühstück, eine heiße Suppe, 2 Bananen, 2 Orangen, Tee. Das braucht man dann auch, denn in der Früh war´s noch ziemlich feucht und kalt gewesen. (Kleiner Tipp: unbedingt eine Wasserabweisende Unterlage und warme Decken mitnehmen, ich hatte die Feuchtigkeit und Kühle anfangs total unterschätzt.)

Über den Tag verteilt konnten wir uns dann – je nach Seva Dienst – aus dem vielfältigen Angebot individuell die Workshops zusammenstellen. Am späten Nachmittag gab es dann Dinner, dann Abendyoga, Konzerte, einen Bummel über den Festival-Bazar oder anregenden Austausch beim Yogi Tee.

Bild via Nicole Dirks

Bild via Nicole Dirks

Die letzten 3 Tage waren ganz dem weißen Tantra gewidmet, welches hier durch sintflutartige Regengüsse eine besondere Herausforderung darstellte. Doch trotz des Unwetters und einer regelrechten Überflutung des Geländes wurde durch gehalten und weiter praktiziert. Wir sind dabei über uns selbst ein Stück weit hinaus gewachsen und somit ein ganzes Stück über eigene Grenzen hinausgewachsen. Das ist im Rückblick für mich persönlich vielleicht die wichtigste Erfahrung gewesen: Durch die eigenen Blockaden durch zu gehen, die vermeintlichen eigenen Grenzen zu überwinden, „einfach“ durch zu halten um zu spüren und zu erleben, dass es immer weiter gehen kann! Das viel mehr, als es die eigene Haltung es uns glauben machen möchte, zu erreichen gibt!

Dass das Verlassen der eigenen Komfort Zone eine wunderschöne Kraft und Freiheit schenkt, sich der persönliche Blickwinkel weitet, und Vertrauen, Liebe, Dankbarkeit und Zuversicht einstellen. Der Körper ist sehr viel stärker und wissender als wir im Alltag erahnen. Das Motto des Festivals hat sich für mich als persönliche Erfahrung verwirklicht, die Kraft daraus nehme ich in den Alltag mit, um sie zu teilen.

Zur Motivation und Prävention von Blockaden ein paar persönliche Tipps für Dich:

  • Pflege Deine tägliche Yogapraxis zu einer festen Zeit und einer Dauer, welche Du gut einhalten kannst. 
  • Pflege den Austausch mit Anderen, inspiriere und lasse Dich inspirieren um im Fluss zu bleiben.
  • Nutze die Kraft der Gruppe, um Motivationslöchern vor zu beugen und um eigene Grenzen zu überwinden.
  • Beginne den Tag früh mit Ishnaan, Dein Körper und Dein Geist werden es Dir danken und Dein Tag wird so viel besser beginnen. ☺
  • Versuche Dich zu fordern, nicht zu quälen☺, bleibe liebevoll und wertschätzend zu Dir, dann kannst Du´s auch leicht zu Anderen sein.
  • Trau Dich, überrasche Dich selbst und schenke Dir ab und zu einen kleinen Ausflug vom Alltag.
  • Reise immer mit leichtem Gepäck ☺

Song: “May the longtime sun shine”

Bildquelle: kundaliniyoga-basel.ch


Nicole gibt ab September zwei neue Kundalini-Stunden in ihren Räumen in der Isestraße: Mittwoch früh und Freitag Abend. Alle Infos gibt es hier.

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Nicole ist als Jugendliche durch ihre Tanzlehrerin zum Yoga gekommen. Da es im Anschluss zum Jazzdance Kurs Kundalini Yoga gab, ist sie dorthin - und geblieben. Beruflich war sie über 15 Jahre Theaterschauspielerin, bis sie dann ihre Yoga Lehrerausbildung Stufe1 absolviert hat. Zurzeit ist sie (noch bis September 2018) in Ausbildung der Stufe 2. Für Nicole ist Kundalini Yoga bereichernd, herausfordernd, inspirierend und motiviert sie, immer offen für Entwicklungen im Leben zu bleiben und Antworten auf Fragen zu finden. In ihrem Unterricht möchte sie diesen Funken an Begeisterung, die Mischung aus Form und Freiheit und Selbstentdeckung weiter geben und teilen. Neben dem Yoga gibt Nicole auch Entspannung durch Autogenes Training und gibt Thai Yoga Massagen.


'Review: Das Kundalini Festival in Frankreich' have 2 comments

  1. 3. September 2014 @ 9:47 Christina

    Liebe Sina, das ist ein sehr guter Tipp :) Dankeschön! Liebe Grüße Christina

  2. 2. September 2014 @ 9:47 Sina's Welt Lifestyle-Blog

    Toller Beitrag! Mein liebster Tipp „Versuche Dich zu fordern, nicht zu quälen“

    Liebe Grüße, Sina :)


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