Speak your inner truth: Sag mal „Nein“ zum „Ja“

Wie oft passiert es Dir, dass Du ohne nachzudenken einfach „Ja“ sagst, um Deinem Gegenüber einen Gefallen zu tun?

Wenn Deine Antwort mit „sehr oft“ oder „eigentlich immer“ ausfällt, dann ist es an der Zeit darüber nachzudenken, warum das so ist und was Du für Dich tun kannst.

Dann ist es auch an der Zeit neue Grenzen zu ziehen, um Deine Kräfte zu bewahren und Deine Nerven zu schonen. Um nicht „unterzugehen im Alltag“ oder „aufgefressen zu werden.“

Wie kam es zu der Überfülle des „Ja“-Sagens in Deinem Leben?

Um des lieben Frieden willens, um zu gefallen? Der Einfachheit wegen, um nicht diskutieren zu müssen? Um Zeit zu sparen? Um Dein Gegenüber zu entlasten, um zu beeindrucken, um Anerkennung zu bekommen, um geliebt zu werden, um Bewunderung zu erhalten, um ja- „um was zu“-eigentlich?

Wie oft handelst Du dabei gegen Dein inneres „eigentlich nicht“ oder Dein inneres „Nein“? Wie oft belastest Du Dich sehr durch ein „Ja“, wenn es doch eigentlich keins ist? Warum fällt es so schwer, ein klares „Nein“ auszusprechen und sich selbst dadurch zu schützen? Ein „Nein“ ist eine Absage und eine Abgrenzung.

Dies könnte vom Empfänger als Zurückweisung, als unhöflich bewertet werden. Vielleicht könntest Du in Gänze als „nicht nett, nicht pflegeleicht“, „nicht hilfsbereit“ und „kühl“ gelten. Außerdem scheint die Gefahr extrem hoch zu sein, als arrogant und egoistisch betitelt zu werden. Oder noch schlimmer: als nicht belastbar, welch ein Alptraum! Ein „Nein“ macht also unattraktiv und grenzt aus.

 

Stimmt das? Ja. Nein. Vielleicht.

 

„Mit einem Nein mache ich mich unattraktiv und grenze mich aus“ haben wir einen inneren Glaubenssatz entlarvt. Dieser Glaubenssatz dürfte nicht grundsätzlich richtig, falsch oder der Realität entsprechend sein. Das ist dem Glaubenssatz eigentlich auch völlig egal, denn dieser Satz lebt ja davon, dass Du an ihn glaubst. Er wird dann auftauchen, sobald es die „Ja oder Nein-Frage“ zu beantworten gilt.

Glaubenssätze sind kleine, hartnäckige und ausgebuffte innere Formeln, welche uns unreflektiert konsequent durch unser Leben manipulieren können. Das fatale: Sie können Deine Erlebnis-und Sichtweise derart lenken, dass Du die Welt durch „ihre Brille“, durch Ihre Vorgaben und Ansichten siehst. Und er-lebst.

 

Wo kommen diese Glaubenssätze her?

 

Sie werden Dir durch Erziehung („Männer weinen nicht“,„die linke Hand ist die Schmutzige“, „Mädchen sind weniger wert als Jungs“ etc.) beigebracht. Unser soziales und kulturelles Umfeld prägen unsere Glaubenssätze. Erfahrungswerte, welche diesem Glauben entsprechen werden eifrig gesammelt und als bestätigende Erinnerung abgespeichert. (Wiederlegende Erfahrungen werden dafür aber vergessen. Oder als Ungültig, vielleicht auch als Ausnahme bewertet). So schließt sich der Kreis, aus einem Glaubenssatz wird eine innere Überzeugung. Die prägt und entscheidet Dein Verhalten, bestimmt Deine Handlung. Deine Handlungen erschaffen Deine neue Realität und die daraus resultierenden Konsequenzen. Gefangen im Vermeintlichen, ohne die Chance auf Änderung oder Bewährung?

Nur, solange Du Deine inneren Glaubenssätze nicht auf Deinen Prüfstein stellst. Denn nicht alle Glaubenssätze wirken gegen Dich. Im Gegenteil, positive und für Dich stimmige Glaubenssätze sind große Motivationsstützen und Helfer. Darum lohnt es sich, eine Bestandsaufnahme der inneren Glaubenssätze aufzustellen.

Starte einen Test, frage Dich bei jedem Deiner Sätze: Ist diese These dienlich, hilfreich, heilsam? Wenn nicht, wird es Zeit, ein „Nein“ zu diesem Glaubenssatz auszusprechen und sich zu verabschieden.
Song? „Ich sag´nicht Ja!“

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Nicole ist als Jugendliche durch ihre Tanzlehrerin zum Yoga gekommen. Da es im Anschluss zum Jazzdance Kurs Kundalini Yoga gab, ist sie dorthin - und geblieben. Beruflich war sie über 15 Jahre Theaterschauspielerin, bis sie dann ihre Yoga Lehrerausbildung Stufe1 absolviert hat. Zurzeit ist sie (noch bis September 2018) in Ausbildung der Stufe 2. Für Nicole ist Kundalini Yoga bereichernd, herausfordernd, inspirierend und motiviert sie, immer offen für Entwicklungen im Leben zu bleiben und Antworten auf Fragen zu finden. In ihrem Unterricht möchte sie diesen Funken an Begeisterung, die Mischung aus Form und Freiheit und Selbstentdeckung weiter geben und teilen. Neben dem Yoga gibt Nicole auch Entspannung durch Autogenes Training und gibt Thai Yoga Massagen.


'Speak your inner truth: Sag mal „Nein“ zum „Ja“' has 1 comment

  1. 17. April 2014 @ 9:47 Mathias

    <3 <3 <3 <3 – DANKE für diese drei Hinterfragungen!!!!
    Nicht nur im Wort, auch im Denken und Handeln ist das eine sehr, sehr gute Frage: "Ist es: dienlich, hilfreich, heilsam?"


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