Yoga Ernährung

Sattva: Die Do’s & Dont’s der Yoga Ernährung

Logo, wir YogiNis achten auf Ernährung. Das beweist allein schon der Prozentsatz vegetarisch und vegan lebender Yoga-Fans. Green Smoothies, Detox-Ernährung, Clean Eating finden wir toll. Aber gibt es so etwas wie eine klassische yogische Ernährungsweise?

Na klar. Die gibt es.

Der Kern der yogischen und auch ayurvedischen Ernährung hat mit „Sattva“ zu tun. „Sattva“ ist in der yogischen Philosophie eine der drei Qualitäten der Welt und bedeutet in etwa „Reinheit“. Reinheit ist das oberste Ziel des Yogis: Körper und Geist sollen so rein und klar sein, dass das wahre Selbst (für manche YogiNis ist das Gott) erkannt werden kann.

Zu vermeiden ist dagegen alles, was den zwei anderen Eigenschaften der Welt zugerechnet wird: „Tamas“ und „Rajas“. Tamas meint das, was schwer, dunkel und träge ist – oder macht. Rajas dagegen zeichnet sich dadurch aus, dass es aktiviert, begehrt, Unruhe verbreitet. Das ist nur logisch, denn ein träger oder unruhiger Körper-Geist wird nur schwer innere Ruhe und Klarheit erlangen. Was bedeutet das nun konkret?

 

Die Dos und Don’ts der yogischen Ernährung

 

Yeah, Yeah, Yeah!

  • Die yogische Ernährung besteht essentiell aus frischen und vollwertigen Zutaten. Frische Tomaten statt Dosen-Pomodoro,  Vollkorndinkel oder Glutenfrei statt Weizen-Spaghetti. So bekommt der Yogi alle wertvollen Nährstoffe aus der Natur. Superfoods wie Quinoa, Haferflocken und Kurkuma bekommen uns Yogis sehr gut. Eine richtig tolle Übersicht über die Benefits der Superfoods findest du bei healthy happy.
  • Am besten ohne Giftstoffe: Optimalerweise sollte alles Bio-Qualität haben, denn der yogische Körper möchte bitte keine toxischen Stoffe aufnehmen. Bei Wasser gilt deshalb: Plastikflaschen pfui, Glasflaschen hui. Übrigens sollte der Yogi viel trinken – vor allem stilles Wasser und Kräutertee – denn das spült Giftstoffe aus dem Körper!
  • Alle Zutaten sollten auch bei genauer Betrachtung eine „reine Weste“ haben: Dazu gehört zum einen die vegetarische Ernährung – Yogis halten ihr Karma sauber UND vermeiden Antibiotika, Stresshormone und Umweltgifte etc., die sich in Fleisch und Fisch anreichern. Sauber sollte auch die Produktion und Verarbeitung der Zutaten ablaufen – regional, saisonal, fair lauten hier die Stichworte.
  • Das Essen soll dir richtig gut schmecken! Wer vermeintlich gesundes Essen runterwürgt und keine Freude am Essen hat, tut sich nichts Gutes. Manchmal kann es natürlich etwas dauern, bis Du sattvige Alternativen zu alten Lieblingsgerichten wie Burger und Muffins gefunden hat – der Effekt, den die yogische Ernährungsweise auf Dein Leben hat, ist es aber definitiv wert!

No, No, No!

  • Tamasige Zutaten, also alles, was schwer verdaubar oder verdorben ist, soll gemieden werden. Dazu gehören u.a. alter Käse, Knoblauch und Pilze. Aber auch zu viel oder wenig Essen: Denn wer der Völlerei fröhnt, wird faul, wer zu wenig isst, wird schwach. Streng genommen ist auch alles tamasig, was nicht frisch zubereitet wird, also die Reste von gestern oder noch schlimmer: Aufgetautes aus dem Tiefkühler. Übrigens zählen auch Fisch und Fleisch zu Tamas: Fisch und Fleisch verderben viel schneller als Obst und Gemüse und entwickeln dabei Giftstoffe.
  • Rajasige Qualitäten haben u.a. Alkohol, Kaffee, Zwiebeln – was unruhige Aktivität von Körper und Geist hervorruft, ist nicht gewünscht. Die westliche Welt gilt im Yoga sowieso schon als „rajasig“ –  auf Nahrung, die uns noch hektischer, lauter und unruhiger macht, sollten wir  also verzichten. Deshalb stehen auch raffinierter Zucker, Weißbrot und andere Kohlenhydrate, die den Blutzucker schnell in die Höhe treiben, auf der schwarzen Liste. Denn die geben zwar kurzfristig einen kräftigen Energieschub – führen aber nach kurzer Zeit in einen Blutzuckermangel und damit zu absoluten Energielosigkeit.

 

Kurz zusammengefasst:

Wer sich yogisch ernährt, nimmt ausschließlich leicht verdauliche Lebensmittel von bester Qualität zu sich – also prall voll mit Nährstoffen und Vitaminen und kaum mit Giftstoffen belastet. Das Ergebnis: Der Körper braucht nicht viel Energie zum Verdauen, bekommt aber maximale Energie aus der yogischen Nahrung = der Yogi fühlt sich topfit und klar im Kopf.

Hinweis:
Alle, die Knoblauch und Zwiebeln lieben, müssen nicht verzweifeln. Yogis können als Ersatz beim Kochen Asafoetida, auch Asant oder Hing genannt, verwenden. Asafoetida kann bei einschlägigen Internet-Shops bestellt werden, ist allerdings nicht ganz billig. Am besten einfach beim nächsten Indien-Trip ein Kilo mitnehmen!

Hier noch ein kleines Rezept, das eindeutig beweist, dass yogisches Essen nicht Verzicht, sondern vielmehr echten Genuss bedeutet:

Die leckerste Sattva-Süßigkeit der Welt

2 KG gemahlene, gemischte Nüsse
2 L Bio-Sahne
3 EL Agavendicksaft

  • Alle Zutaten unter regelmäßigem Rühren einkochen (vorher möglicherweise noch mal pürieren), bis alles zu einer braunen, zähflüssigen Masse geworden ist
  • Die Masse auf ein tiefes, sehr gut gesäubertes Blech (mit Anti-Haftbeschichtung) schütten und gleichmäßig verlaufen lassen
  • Die Oberfläche mit Sesam bestreuen
  • Die Masse auskühlen lassen und dann über Nacht in den Kühlschrank stellen
  • Am nächsten Morgen in kleine Rechtecke schneiden und auf einem tollen Tablett präsentieren!

Übrigens: Wenn du Lust hast, das ganze Sattva-Ding mal auszuprobieren, melde dich jetzt für meinen Online Kurs an: 7 Tage Ayurveda!


Text: Katharina Goßmann

 

Willst du Glückspost von mir?

Liebe Christina, bitte sende mir wöchentlich und jederzeit widerruflich deine schönsten Inspirationen, Rezepte, Neuigkeiten, Infos und Angebote zu Yoga, Ayurveda und Meditation per Email zu.


Hinweise zum Newsletterversand, der Auswertung und Datenerhebung mit meinem Anbieter ConvertKit findest du in meiner Datenschutzerklärung. Mehr Infos zum Newsletter findest du hier.

Deine Daten werden ausschließlich zum Newsletter Versand verwendet. Powered by ConvertKit

About

Die Happy Mind Redaktion stellt dir alles mögliche vor, was uns über den Weg läuft: Events, Studios, Aktionen, Shops, Produkte & Projekte vor, die von besonderen Personen ins Leben gerufen wurden und von uns für famos befunden wurden. Hier herrscht eine no-bullshit-policy und wir zeigen euch nur Dinge, die uns tatsächlich überzeugt haben. Großes Yogi Ehrenwort!


'Sattva: Die Do’s & Dont’s der Yoga Ernährung' have 2 comments

  1. 9. Dezember 2015 @ 9:47 Happy Detox – meine Saftfasten Woche | Just Do Yoga | Yoga in Würzburg - Energie für Körper und Geist

    […] dich die yogische Ernährung interessiert – hier geht’s zu einem sehr interessanten Artikel zu diesem […]

  2. 5. November 2013 @ 9:47 Energiebällchen mit Aprikosen und Datteln: Köstlich und gesund!

    […] könnt ihr sie komplett eurem Ernährungsstil anpassen. Vegan sind sie sowieso und wer rohen Kakao einsetzt, der hat einen prima Rohkost […]


Would you like to share your thoughts?

Your email address will not be published.

© Happy Mind Mag 2018 || Dein Blog für Yoga, Ayurveda, Meditation & Achtsamkeit || Fotos © Christina Waschkies | Sina Niemeyer (falls nicht anders angegeben)