Beziehungs-Yoga: Gibt es „Soulmates“?

Dieser Beitrag enthält Affiliate Links*.

Soulmates. Seelenverwandte. Der Partner für’s Leben. The One and Only. Es gibt viele Begriffe für dieses Phänomen und die Meisten von von uns haben schon oft darüber nachgedacht: Gibt es Soulmates überhaupt? Wo bleibt mein Soulmate, wenn es ihn gibt? Und was mache ich, wenn ich meinen Soulmate durch eine Unaufmerksamkeit verpasse? 

Natürlich ist es eine tolle und romantische Vorstellung, dass da draußen exakt eine einzige Person rumläuft die unser Leben auf die einzig wahre, richtige Art berührt, am Besten so, wie es vorher noch nie passiert ist. Was aber, wenn dieser Mensch rein zufällig in Nicaragua zur Welt gekommen ist? Und wir dieses Land aus irgendeinem bescheuerten Grund nicht auf unserer Liste der nächsten Reiseziele haben? Auf diese einzige Person zu hoffen oder zu warten, kann einem eine Menge Zeit, Geduld & Energie rauben – und nicht zuletzt die Chance auf echte Liebe.

Was also tun?

Ich habe irgendwann zwischen Teenagertraum und Singledasein in meinen späten Twens beschlossen, eine neue Definition von dem Wort anzunehmen. Mir war die traditionelle Definition zu müßig und zu langwierig und auch zu unlogisch.

Ich glaube ein Soulmate ist jemand, zu dem man sich auf unerklärliche Weise so sehr hingezogen fühlt, dass man mit ihm in einer tieferen Verbindung, also einer Beziehung stehen will. Der einem neue Sichtweisen auf die eigenen, alten, vielleicht eingefahrenen Muster gibt. Der einen inspiriert, Seiten an sich zu kultivieren, denen man vielleicht bisher keine Beachtung geschenkt hat. Der einen man selbst sein lässt – und eben noch ein bisschen mehr.

Denn sein wir mal ehrlich: Es hat schon seinen Grund, warum wir uns nur zu wenigen Menschen so sehr hingezogen fühlen, dass wir eine Beziehung mit ihnen möchten – und das, obwohl wir schon tausenden von netten, attraktiven, liebenswerten Menschen in diesem Leben begegnet sind.

“REMEMBER THAT THE BEST RELATIONSHIP IS ONE IN WHICH YOUR LOVE FOR EACH OTHER EXCEEDS YOUR NEED FOR EACH OTHER.” (THE DALAI LAMA)

Da sagt er was, der Dalai Lama. Denn auch er hat erkannt: haben wir eine wundervolle, spezielle, alles vorherige übertreffende Person gefunden, bedeutet es natürlich nicht, dass wir uns von jetzt an zurücklehnen und das Glück der vollkommenen Liebe bis zum Ende unserer Tage genießen können, ohne auch nur einen Finger zu rühren.

Eins ist klar. 

Wir können mit absoluter Gewissheit davon ausgehen dass es zu Auseinandersetzungen kommen wird. Wir sprechen nicht von Konflikten, das ist ein zu aggressives Wort. Wir sprechen von Unterschiedlichkeiten. Man muss es sich so vorstellen: da prallen zwei Menschen aufeinander. Beide haben komplett unterschiedliche Leben gelebt. Solange man diesen Unterschiedlichkeiten (von kleinen Dingen wie „Tagesablauf“ oder „Halten der Gabel“ oder großen Dingen wie „Verhalten bei Auseinandersetzung“ oder „Fähigkeit, Gefühle zu zeigen“ nicht bewertet, sondern sie einfach das hinnimmt, was sie sind – nämlich Unterschiede – fährt man ziemlich gut.

Denn aus genau diesen Situationen kann man LERNEN. Nicht nur über das Gegenüber, sondern auch über sich. Streit besteht nun mal aus zwei Polen. Und wo große Liebe ist, da ist auch Potenzial für Schmerz – soviel sei gesagt.

Wir alle wollen Love, Peace & Quiet to all Eternity

Aber das ist nun mal leider nicht möglich. Nun kann man aber trotzdem das Beste aus jeder Situation und jedem Drama herausholen – indem man sie sich (nachdem die Wogen geglättet sind) noch mal in aller Ruhe ansieht. Die meisten Dramen, die wir durchleben sind uralt und haben eine Weile in uns geschlummert – sie kommen nun mal erst dann hervor, wenn jemand, den wir lieben, daran herumpiekst.

Was nicht an die Oberfläche kommen darf, kann auch nicht richtig verheilen. Daher ist das Wort der Stunde: Heilung durch Schmerz.

Was einen Soulmate von einem geschätzten Weggefährten unterscheidet ist, dass er einem die Möglichkeit gibt, aus diesen Situationen zu lernen. Sich mit sich selbst auseinandersetzen zu dürfen – durch die Auseinandersetzung mit jemand anderem und dadurch zu lernen und – mit ganz viel Zeit & Geduld – ein angenehmerer, zufriedenerer, sicherer Mensch zu werden und sich in seiner Persönlichkeit zum Besten zu entwickeln.

Denn auch wenn es mal hart wird: Das Dranbleiben lohnt sich – vorausgesetzt natürlich, die Gefühle füreinander stimmen. Sich für die Liebe zu entscheiden bedeutet, sich immer wieder für die Liebe zu entscheiden.

Fassen wir also noch mal zusammen:

Soulmates sind Personen, mit denen wir wachsen können. Dies ist unabdingbar mit Auseinandersetzung und Schmerz verbunden – wer es aber schafft, die Auseinandersetzung als Lernprozess zu verbuchen, ist auf dem Weg, sich persönlich zu entwickeln und ein wunderbarer, von Liebe erfüllter Mensch zu werden. Alles was man jetzt noch tun muss: Die Herausforderung annehmen.

Wer in dieser Hinsicht noch ein wenig weiter forschen möchte, der kann sich hier noch ein paar weitere Tipps abholen.
Außerdem möchte ich euch zu diesem Thema ein tolles, kleines Buch ans Herz legen: der Glücksforscher Wilhelm Schmid, hat eine tolle Abhandlung zum Thema geschrieben:  Liebe: Warum sie so schwierig ist und wie sie dennoch gelingt*

 

Willst du Glückspost von mir?

Liebe Christina, bitte sende mir wöchentlich und jederzeit widerruflich deine schönsten Inspirationen, Rezepte, Neuigkeiten, Infos und Angebote zu Yoga, Ayurveda und Meditation per Email zu.


Hinweise zum Newsletterversand, der Auswertung und Datenerhebung mit meinem Anbieter ConvertKit findest du in meiner Datenschutzerklärung. Mehr Infos zum Newsletter findest du hier.

Deine Daten werden ausschließlich zum Newsletter Versand verwendet. Powered by ConvertKit

Christina ist Mama, Yogini und Full-Time-Bloggerin. Sie praktiziert Yoga seit vielen Jahren mit großer Freude und findet, dass Spiritualität eine sehr persönliche Angelegenheit ist: Jeder lebt sie ein bisschen anders! Nebenbei designt Christina liebevolle yogische Geschenksets sowie spirituellen Schmuck, den du in ihrem HAPPY MIND SHOP kaufen kannst. Privat mag Christina das Übliche: Zeit mit ihrer Tochter und ihrem Mann verbringen, gutes Essen, Filme, Musik, Reisen und einen netten Umgang miteinander. Schreib eine Mail an Christina. Oder sag hallo auf Google+


'Beziehungs-Yoga: Gibt es „Soulmates“?' has no comments

Be the first to comment this post!

Would you like to share your thoughts?

Your email address will not be published.

© Happy Mind Mag 2018 || Dein Blog für Yoga, Ayurveda, Meditation & Achtsamkeit || Fotos © Christina Waschkies | Sina Niemeyer (falls nicht anders angegeben)