Warum du dich priorisieren solltest

Warum es so wichtig ist, sich zur Nummer 1 seiner To-Do Liste zu machen

In meinen letzten beiden Beiträgen habe ich dir verraten, wie man sich seinen ganz persönlichen #selfcaresunday einrichtet und 7 Ideen dafür mit dir geteilt.

Selfcare stand nicht immer an erster Stelle meiner To-Do Liste, im Gegenteil, ich bin ohne Pause gerannt und habe mich dabei um alles andere gekümmert, nur nicht um mich. Mittlerweile habe ich allerdings bemerkt, dass es das Wichtigste ist, mich selbst zur obersten Priorität meines Lebens zu machen und genau davon erzähle ich dir heute.

You cannot serve from an empty cup

Beinahe zwei Jahre lang war ich neben meiner Tätigkeit als Yogalehrerin und -bloggerin in einem 40 Stunden Job angestellt. Das bedeutete ganz besonders früh in die Arbeit, in meinem Fall 6.15 Uhr, um so früh wie möglich wieder zu Hause zu sein, um an den eigenen Projekten arbeiten und am Abend noch Yogaunterricht geben zu können. Auch die Wochenenden waren der Arbeit vorbehalten. Freizeit oder Zeit für mich gab es keine und war dafür auch kein Platz. Wie du dir vorstellen kannst war ich ziemlich am „hustlen“. Eine Zeit lang ging das auch gut aber irgendwann kamen die Tage wo ich nach der Arbeit erschöpft auf meine Couch fiel, oft weinte und einfach keine Energie mehr hatte. Ich fühlte mich müde, ausgebrannt und bemerkte, so konnte es nicht mehr weitergehen….

Ich kann keinen guten Job abliefern, wenn ich selbst aus dem letzten Loch pfeife und uninspiriert und ohne jegliche Kreativität arbeite. Ich habe so weder gute Ideen noch kann ich am Ende eine gute Yogalehrerin sein und meinen Schülern das geben, wofür sie eigentlich zu mir kommen. Ich bin auch nicht gut in meinem Privatleben und in den Beziehungen, die ich führe, wenn ich mich ausgelaugt fühle, bei jeder Kleinigkeit an die Decke gehe und meine Unausgeglichenheit an meinen Lieben auslasse.

 

Ich habe mich selbst wieder zur Priorität in meinem Leben gemacht

Ich entschloss mich dazu das zu ändern und von nun an mehr für mich selbst zu tun. Das ging nicht von heute auf Morgen – oft strich ich Dates mit mir selbst weiterhin von meiner To-Do Liste und gab anderen Dingen den Vorzug. Wenn ich Dinge für mich tat, hatte ich sehr oft ein schlechtes Gewissen und es kamen Gedanken wie: „Mach doch etwas Sinnvolles anstatt dir hier ein heißes Bad zu gönnen,“ oder „in der Zeit, in der du dich jetzt um dich selbst kümmerst, könntest du 3 weitere Sachen von deiner To-Do Liste abarbeiten.“

Immer wenn ich aber wieder damit begann andere Dinge wichtiger zu nehmen als mich, nahmen der innerliche Stress und Angstgefühle wieder zu und Kreativität und Inspiration wurden weniger. Deshalb entschied ich mich vor einiger Zeit dazu kein To-Do mehr über mein persönliches Wohlbefinden kommen zu lassen.

Je öfter ich das tat und je mehr Selfcare in meinem Leben zur Gewohnheit wurde, umso natürlicher fühlte es sich an und umso kleiner wurde das schlechte Gewissen und die dummen Gedanken, die mir kamen, wenn ich mit selbst etwas Gutes tat.

Auch heute geht es noch immer nicht automatisch, aber viel besser, da ich weiß wie schön es ist voller Freude, Kreativität und Freude an die Arbeit zu gehen und all das entsteht nur dabei, wenn ich mir selbst genügend Auszeiten gönne.

 

Mach dich selbst zur Nummer 1 deiner To-Do Liste

Wenn du noch immer daran zweifeln solltest, wie wichtig es ist, sich zur obersten Priorität in seinem Leben zu machen, dann habe ich hier einen Auszug aus Oprah Winfreys Buch „What I know for sure“, für dich:

„What I know for sure is that giving yourself time to just be is  essential to fulfilling your mission as a human being. So I give myself Sundays. Sometimes I spend the whole day in my pajamas, sometimes I have church under the trees communing with nature. Most times I just do nothing – piddling, I call it – and let my brain and body decompress. Whenever I’ve slipped up and missed a Sunday, I’ve noticed a definite change in my disposition for the rest of the week. I know for sure that you cannot give to everybody else and not give back to yourself. You will end up empty, or at best, less than what you can be for yourself and your family and your work. Replenish the well of yourself, for yourself. And if you think there is no time to do that, what you are really saying is: “I have no life to give to or live for myself.” And if you have no life to live for yourself, then why are you here?”

Wie ist das in deinem Leben? Bist du die oberste Priorität? Wie bewerkstelligst du das? Oder was hält dich davon ab?

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Julia ist ehemalige Juristin aus Österreich, die ihre Berufung in Yoga, dem Schreiben und einem kreativen Leben gefunden hat. Am glücklichsten ist sie, wenn sie nach dem Surfen in ihrem home away from home Bali barfuß am Strand spazieren und aufs Meer starren darf. Julia liebt kraftvolles Vinyasa Flow Yoga, betreibt selbst den Yoga & Lifestyle Blog www.yogaandjuliet.com, unterrichtet in Wien Yoga und veranstaltet Yoga Retreats.


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