Sprouting: der Trend mit den Sprossen. Einfach, gesund, lecker.
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Sprouting: Sprossen einfach selber ziehen

SproutingSprouting liegt voll im Trend! Dabei handelt es sich nicht etwa um eine hippe Extremsportart, sondern um ein altbekanntes Handwerkzeug, das selbst unsere Oma schon kannte und auf der heimischen Fensterbank kultivierte.

Sprouting ist nichts anderes als das Züchten von nahrhaften Sprossen aus kleinen Samen. Ob Brokkoli-, Alfalfa- oder Kressesprossen – immer mehr Menschen hierzulande verwandeln ihre Fensterbänke in kleine Gärten. Das Sprouting als Trend schwappt – wie vieles aus dem Gesundheitssektor – aus den USA zu uns herüber. Absolut zu Recht, wie ich finde. Denn die selbstgezogenen Sprossen sind wahre Wunderwerke für unsere Gesundheit und können so einfach in unsere tägliche Ernährung integriert werden.

Warum? – 7 Gründe, die dafür sprechen

  • Pflanzliche Proteine: Sprossen sind insbesondere für Sportler ein perfekter Lieferant von hochwertigem Protein. Experten schätzen, dass in Sprossen mehr pflanzliches Protein enthalten ist, als in ungekochtem Gemüse oder in Früchten. Bei den Alfalfasprossen zum Beispiel liegt der Proteingehalt bei rund 20 Prozent. Das ist beachtlich!
  • Volle Vitaminpower: Nicht nur die Menge an lebenswichtigen Vitaminen ist in Sprossen besonders hoch, auch die Vielfalt an Vitaminen kann sich sehen lassen: Sprossen enthalten die Vitamine der Gruppe B sowie Vitamin A, C, D, E und K. Außerdem weisen sie Folsäure, Eisen, Kalium, Jod, Zink und Magnesium auf. Die Zusammensetzung an Vitaminen und Mineralstoffen ist je nach Sprossenart verschieden. Daher ist es auch empfehlenswert, möglichst unterschiedliche Sprossenarten zu essen.
  • Super einfach, auch ohne grünen Daumen! Wer keine Zeit zum aufwendigen Gärtnern hat oder wem grundsätzlich der grüne Daumen fehlt, der ist mit der eigenen Sprossenzucht gut bedient. Sprouting ist wirklich nicht schwierig und gelingt eigentlich immer. Der tägliche Zeitaufwand ist mit rund 1 Minute sehr überschaubar. Das schafft ihr selbst neben dem Job und anderen Hobbies!
  • Mehr Bio geht nicht: Wie für selbstangebautes Gemüse und Obst gilt auch beim Sprouting: Mehr Bioqualität werdet ihr nirgendwo finden. Das ist das Charmante am Sprouting! Es kostet so wenig Zeit und trotzdem erhaltet ihr kleine Lebensmittel in 100% Bioqualität. Frei nach dem Motto: An meine Sprossen kommen nur Wasser, Luft und Licht!
  • Die Vielfalt im Glas: Im Grunde kann aus jedem Samenkorn ein Keim gezogen werden. Für eure Sprossenzucht solltet ihr jene Pflanzenarten nehmen, die schnell keimen und deren Sprossen ungiftig sind. Die bekanntesten Sprossen-Lieblinge sind Kresse, Alfalfa, Brokkoli, Mungbohnen, Senf, Amarant, Kürbis- und Sonnenblumenkerne. Aber auch vieles andere kann mit etwas Wasser zum Sprießen gebracht werden.
  • Perfekt für den kleinen Geldbeutel: Sprossenziehen macht nicht nur Spaß, sondern ist auch noch günstig. Ein Tütchen der kleinen Samenkörner könnt ihr schon im Biomarkt oder in der Gärtnerei für rund 2€ erstehen. Da für jedes Sprossenglas mit 1 l Fassungsvermögen nur rund 2 EL der Samen benötigt werden, kommt ihr mit einem Tütchen schon sehr weit.
  • Lecker-Schmecker: Ob als Topping zum frischen Sommersalat, in Gemüsegerichten, im selbstgebackenen Brot oder zum rohköstlichen Knabbern zwischendurch. Sprossen sind überaus lecker und einfach etwas Besonderes. Ich züchte eigentlich ständig neue Sprossen nach und esse sie nach der Ernte entweder direkt auf frischem Brot oder bewahre sie für 1-2 Tage im Kühlschrank auf, um sie etwas später zu verwenden.

 

Wie züchtet ihr Sprossen ganz einfach auf eurer Fensterbank?

Ihr braucht lediglich die entsprechenden Samen sowie ein oder mehrere Keimgläser. Die könnt ihr entweder im Reformhaus oder im Biomarkt kaufen bzw. auch ganz einfach aus einem alten Einmachglas mit gelöchertem Deckel selber basteln.

Für die eigene Sprossenzucht nehmt ihr pro Glas etwa 2 EL der Samen und weicht sie für rund 12 Stunden in lauwarmem Wasser ein (am besten über Nacht). Dann das Wasser am nächsten Morgen abgießen. In den weiteren Tagen des Keimes an einem hellen Standort ca. 1-2 Mal am Tag die Samen wiederum mit lauwarmen Wasser für rund 1 Minute durchspülen und das Wasser durch den gelöcherten Deckel abgießen, damit sich kein Schimmel bildet und die Keime immer gut befeuchtet bleiben. Ihr könnt den Sprossen fast stündlich beim Wachsen zuschauen. Das ist echt faszinierend! Am letzten Tag solltet ihr die Sprossen einmal dem direkten Sonnenlicht aussetzen (aber bitte nicht draußen), damit die kleinen Blätter Chlorophyll ausbilden und schön grün werden. Je nach Sprossenart dauert es ca. 3-7 Tage, bis sie erntereif sind. Dann nehmt ihr sie aus dem Glas, spült die losen Samenhülle mit Wasser ab und könnt sie direkt verzehren oder auch einige Tage im Kühlschrank aufheben.

Sprouting ist also wirklich ganz einfach und bietet so viele Vorteile für unsere Gesundheit. Seit ich im letzten Jahr mit der Sprossenzucht begonnen habe, ist mein Keimglas im Dauereinsatz. Ich kann mir die kleinen Kraftpakete nicht mehr aus meiner Ernährung wegdenken und hoffe, dass immer mehr Menschen dem „Sprouting“ eine Chance geben. Nicht nur eure Oma wird sich freuen….;-)

 

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About

Kristin schreibt auf ihrem eigenen Blog Eat Train Love seit Anfang 2012 über einen gesunden Lebensstil, mit dem sie andere Menschen inspirieren möchte. Sie ernährt sich nach dem Clean Eating Konzept, hat ihre Leidenschaft zum Kochen entdeckt, praktiziert Yoga, liebt knallharte HIIT Workouts und versinkt liebend gern in Selbstfindungswerken von Osho, Louise L. Hay und Co. Besucht Kristin auf ihrem Blog oder auf Facebook und schreibt ihr gern eine Mail.  


'Sprouting: Sprossen einfach selber ziehen' have 3 comments

  1. 9. März 2014 @ 9:47 Kasselfood

    Ich muss sagen, diese „lose“ Art des Ziehens habe ich noch nie ausprobiert. Ich selbst ziehe Mungobohnen in einem Topf mit Gewichten, damit sie schön dick werden:
    http://kasselfood.com/2012/10/07/mungsprosen-selber-ziehen/

    Ob sowas auch mit anderen Sprossen geht?

  2. 19. August 2013 @ 9:47 Mein Gastartikel im Happy Mind Magazine - Sprossen einfach selber ziehen - Eat Train Love

    […] heutigen Post findet ihr nicht wie üblich auf meinem Blog, sondern auf der Seite des Happy Mind Magazine. Juuuhuuu, ich freue mich, dass ich für die liebe Christina und ihr Redaktionsteam erstmalig als […]

  3. 19. August 2013 @ 9:47 Julie

    Liebe Kristin!
    Vielen Danke für Deinen Artikel! Ich sproute schon länger und bin jedesmal begeistern, wie schnell die Dinger wachsen und wie lecker und frisch die jeden Salat machen. Senfsprossen sind auch super!


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