Sraddha: Vertrauensvoll in das Jahr 2015 starten

Sraddha: Vertrauensvoll in das Jahr 2015 starten

Nun ist es fast vorüber: ein Jahr voller wunderbarer Erlebnisse, eindrucksvoller Begegnungen, umgesetzter Ideen, tiefer Gefühle und Vielem mehr. Wenn ich auf das Jahr 2014 zurückblicke, so fällt mir sehr viel Schönes ein, aber auch das ein oder andere Traurige oder Enttäuschende. Mir kommen da auch (selbst oder fremd) auferlegte Verpflichtungen in den Sinn oder turbulente Gefühlswelten. Doch ohne diese Zeiten könnten wir die „guten“ Phasen gar nicht so intensiv genießen. Das Prinzip von Yin und Yang eben.

Oft steigt der Druck in den letzten Wochen des Jahres, ob von außen oder von innen

Ganz häufig ist er jedoch hausgemacht: Wie Flüchtende (vor was eigentlich?!) treiben wir uns selbst an, indem wir uns ein fast nicht leistbares Pensum auferlegen: nahezu jeden Abend Verabredungen mit lieben Menschen (die wir genauso aber auch im Januar oder Februar treffen könnten), Geschenke besorgen für alle unsere Lieben, angefangene Projekte im Beruf und im Privaten zu Ende bringen … Vermutlich mit der Intention, schnell noch ALLES auf die Reihe zu kriegen, bevor das neue Jahr anbricht.

Bei diesen ganzen Aktivitäten könnte man meinen, dass uns nach dem Jahreswechsel für all das keine Zeit mehr bliebe. Oder ist es vielleicht so, weil das neue Jahr so viele vermeintlich neue Möglichkeiten bietet und wir diese ohne Ballast nutzen möchten? So tut sich das neue Jahr erst einmal wie ein großes, weites Feld voller Chancen vor uns auf. Doch viel zu schnell holen uns Alltag, Pflichten und Gewohnheiten wieder ein – und das Jahr für Jahr. Eine Erfahrung, aus der wir lernen können, oder?

Verbunden ist der Jahreswechsel oft auch mit vielen guten Vorsätzen

Als würden wir den Resetknopf betätigen, als neuer Mensch durchstarten und alle bestehenden Gewohnheiten, Muster und Verhaltensweisen von jetzt auf gleich über Bord werfen. Manch einer nutzt jeden Jahreswechsel für einen Vorsatz, manch einer lässt es bleiben, in dem Wissen, dass sich jeder Tag, jede Stunde unseres Lebens dazu eignet, etwas zu verändern – mit der nötigen Disziplin und Geduld.

Gerade in dieser für viele von uns intensiven Zeit kann es nützlich sein, sich mal ein paar Minuten zu nehmen, um in sich hineinzuhören: Was fühle ich? Wonach sehnt sich mein Herz? Wirklich zu hören, was das Herz sagt, erfordert etwas Übung. Wenn es sich aber äußert, kann das ebenso spannend und erlösend wie auch aufwühlend und offenbarend sein – wenn wir z. B. spüren, dass wir auf der falschen Fährte sind. So bewegen wir uns in unseren gewohnten Bahnen auf vertrautem Terrain und diese Gewohnheit vermittelt Sicherheit. Doch je nachdem, was sich beim Hineinhören zeigt, merken wir, dass wir handeln müssen. Handeln bedeutet aktive Veränderung. Und Veränderung kann Angst machen. Denn woher weiß man wirklich, was diese Veränderung mit sich bringt? Es gibt keine wirkliche Sicherheit im Leben – aber auf der sicheren Seite sind wir, wenn wir unserem Herzen folgen können. Und das hat nichts mit dem Jahreswechsel zu tun.

Ich wünsche uns allen, dass wir dem Jahr 2015 und uns selbst unser volles Vertrauen entgegenbringen: mit dem festen Glauben an unsere Fähigkeiten, mit unendlicher Hoffnung und hingebungsvollem Tun – ganz gemäß dem Sraddha (Yoga Sutra I.20), das uns die nötige Energie schenkt, unsere Visionen im Blick zu behalten. Sraddha ist eine ganz elementare Eigenschaft auf dem Yogaweg – und damit in unserem Leben.

Wenn du dem zurückliegenden Jahr Dankbarkeit zollen und dich an wunderbare Momente erinnern möchtest, kannst du es mit dieser kleinen Fantasiereise probieren:

Fantasiereise – in Dankbarkeit für das Jahr 2014

Mach es dir auf deiner Matte, auf dem Sofa oder dem Bett bequem. Erinnere dich an eine Situation, in der du in 2014 richtig glücklich warst und dein Herz vor Freude gehüpft ist. Das muss kein wahnsinnig großer Moment gewesen sein. Es kann ein stiller Spaziergang in der Natur gewesen sein, eine wunderschöne bunte Blumenwiese, die sich vor dir aufgetan hat, das freundliche Lächeln eines Fremden auf der Straße, die ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühling auf deiner Haut, wenn du zum ersten Mal wieder draußen im Café gesessen hast. Aber auch ein inspirierendes Gespräch mit einer guten Freundin oder einem guten Freund, der Abend vor dem Kamin mit einem Glas Wein, die entspannende Badestunde, bei der du im duftenden Wasser alle Sorgen loslassen konntest oder vielleicht eine belebende Yogastunde. Stelle dir deinen glücklichen Moment noch einmal ganz lebendig vor deinem inneren Auge vor, nimm die Farben wahr, rieche die Umgebung und spüre noch einmal die Emotionen.

Mit den Erinnerungen an diese besonderen Momente kehrt die Dankbarkeit in unsere Herzen ein und zeigt uns, wie reich und besonders unser Leben bereits jetzt ist. Das nimmt den Druck, von jetzt auf gleich alles neu machen zu müssen, sensibilisiert aber gleichzeitig auch für das, was uns gut tut.

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About

Silke praktiziert seit vielen Jahren Yoga und unterrichtet in Mainz und Wiesbaden mit großer Leidenschaft den Vinyasa Flow-Stil. Verwurzelt im Tanz, kreiert sie immer wieder Yoga Music-Flows für Specials, frei nach dem Motto „Let it flow & breathe to the beat!“. Sie liebt den Umgang mit Sprache und Worten. Vielleicht hat es sie beruflich auch deshalb in den Bildungsbereich verschlagen. In ihrer Freizeit lebt sie neben dem Yoga Kreativität, Kultur und Genuss in Form von Malen, Möbel aus Paletten bauen, Lesen und Filme schauen, Kochen u. a. m. Mehr Informationen zu ihrem Yogaangebot gibt es auf ihrem Blog www.lebensflow.de.


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