Müssen wir wirklich ständig entgiften? Wann wir Detox brauchen und wann nicht – Happy Mind Magazine | Yoga Blog | Ayurveda & Achtsamkeit
Wann braucht der Körper wirklich eine Entgiftung?

Müssen wir wirklich ständig entgiften? Wann wir Detox brauchen und wann nicht

Zuckerfreie Wochen, Detox-Challenges und Fastenkuren – an jeder Ecke wird uns momentan suggeriert, dass wir schleunigst unseren Körper entgiften sollten. Schleunigst! Schließlich tun es ja alle. Und wer weiß, was sonst passieren würde. Also machen wir lieber mal mit. 

Schnell bemerken wir dann, dass es gar nicht so einfach ist, sich im Ernährungsdschungel zurechtzufinden: Saftfasten, Heilfasten, Basendiät oder doch lieber „nur“ zuckerfrei? Was ist jetzt das Richtige für mich?

Ich kenne das nur zu gut. Bevor ich mit dem Ayurveda in Berührung gekommen bin, gab es immer mal wieder Zeiten, in denen ich dachte, dass eine Reinigungskur angebracht wäre. Ich probierte es mal mit Heilfasten oder mit Rohkost-Smoothies – Resultat jeder Fastenkur war jedoch, dass ich mich weniger in meiner Haut wohl fühlte, als zuvor. Doch woran liegt das? Und ist es überhaupt sinnvoll für mich, zu entgiften?

Zuallererst sollten uns von der Vorstellung befreien, dass unser Körper permanent von irgendetwas gereinigt werden muss

Ein besonders wichtiger Punkt, wie ich finde. Durch die Vielzahl an Ernährungskonzepten verlieren viele den Kontakt gegenüber den eigenen Bedürfnissen. Immer wieder werden Lebensmittel als besonders schädlich verschrien: Fett, Kohlenhydrate, Gluten, Milchprodukte, die Liste wird immer länger. Wir beginnen Ernährungstrends hinterherzulaufen, verbannen immer mehr Lebensmittel radikal aus unserem Speiseplan und verlieren dabei den Bezug zu unserer inneren Weisheit, die eigentlich genau weiß, wann welches Lebensmittel gut für uns ist und was nicht. Wir versuchen möglichst „gesund“ zu leben und alles richtig zu machen – mit dem Resultat, dass wir irgendwann gar nicht wissen, was uns gut tut oder sogar Angst gegenüber bestimmten Lebensmitteln entwickeln. 

Auch das Fasten ist aus ayurvedischer Perspektive nicht für Jeden geeignet, sondern sollte immer konstitutionsgerecht durchgeführt werden.

Warum brauchen wir Entgiftung?

In unserer schnelllebigen Zeit ist es nicht immer so einfach, auf seine Bedürfnisse zu hören und gewissen Rhythmen zu folgen, die wir benötigen, um unseren Körper in Balance zu halten. Unpassende Essgewohnheiten und Sorgen und Stress sorgen dafür, dass zuerst Agni, das biologische Feuer des Körpers geschwächt wird. Wenn Agni gestört wird, kann die aufgenommene Nahrung nicht mehr ausreichend verdaut und die Nährstoffe nicht richtig aufgeschlüsselt werden. Diese unverdauten Nahrungspartikel sammeln sich im Magen-Darm-Trakt und verwandeln sich in jene Substanz, die im Ayurveda Ama genannt wird. In einer Ayurveda-Kur wird das Verdauungsfeuer dann mithilfe von Kräutern angeregt. So kann es die im Darm verbliebenen Rückstände besser verbrennen. Auch auf die mentale und emotionale Stabilität hat ein verbessertes Agni zahlreiche positive Auswirkungen.

Ganzheitlich und abgestimmt auf deine Bedürfnisse

Aus ayurvedischer Perspektive kann eine Kur jedoch nur dann nachhaltig positive Veränderungen bringen, wenn du diese auf deine individuellen Bedürfnisseabstimmst.

Als Vata-Konstitution war es also nicht weiter verwunderlich, dass ein kompletter Verzicht auf Nahrung oder der Wechsel auf kalte Rohkostsäfte meine Verdauung eher schwächten, als dass es sie stärkten. Kapha-Konstitutionen können meistens ohne Probleme fasten, während Pitta- und Vata-Konstitutionen nur kurz oder gar nicht längere Zeit auf Nahrung verzichten sollten. Alle Schwangeren, untergewichtigen oder ausgezehrten Personen sollten auf keinen Fall fasten.

Eine sanfte und für Jeden geeignete Methode ist es, den Organismus regelmäßig durch Heilnahrung zu entlasten, um Agni zu stärken. Vor allem der Frühling ist dafür eine geeignete Zeit, damit wir voller Energie frühlingsfrisch in die vor uns liegende Jahreszeit starten können. Eine solche Ayurveda-Kur kannst du einfach und unkompliziert zu Hause umsetzen. Mit inneren und äußeren Anwendungen pflegst und nährst du deine Gewebe und dein Körper wird sanft gereinigt.

4 Reinigungsrituale, die immer und für Jeden geeignet sind:

Praktiziere Selbstliebe

Ein entspanntes Nervensystem ist die Grundvoraussetzung für alle Stoffwechsel- und Reinigungsprozesse im Körper. Achte auf genügend Ruhe- und Entspannungsphasen und spüre in dich hinein – umso geerdeter du dich fühlst, umso stabiler ist auch dein Agni.

Regelmäßige Mahlzeiten: Leicht und anregend

Am besten ist es für unser Verdauungsfeuer, wenn wir drei regelmäßige warme Mahlzeiten mit einem Abstand von mind. 3-5 Stunden zu uns nehmen. Leicht verdauliche Speisen wie Porridge, Eintöpfe, Kitchari und Gemüsegerichte mit vielen anregenden Gewürzen wie Ingwer, Kreuzkümmel, langer Pfeffer, Zimt oder Kurkuma sind jetzt genau das Richtige. 

Warme Getränke

Warme Getränke wie heißes Wasser mit Zitrone, Ingwer, Kurkuma und Honig sind wahre Stoffwechselbooster und wirken reinigend und anregend. Achte darauf, ausreichend Flüssigkeit zu dir zu nehmen.

Let it go! 

Unser Körper merkt sich alles – jede Erfahrung, jede Emotion und jeden Gedanken. Du zermürbst dich ständig mit Ängsten, Stress und Problemen? Emotionale oder körperliche Blockaden oder Dysbalancen können die Folge sein. Löse dich von diesen Energiefressern. Versuche von Altem loszulassen, dich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, um Platz zum Atmen und Raum für Neues zu schaffen.

Happy Spring!

Alles Liebe,
Verena


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Verena ist leidenschaftliche Ayurveda-Praktikerin, Ethnologin, Yogalehrerin und Köchin. Nach ihrer Ausbildung als Heilpraktikerin zieht es sie dieses Jahr an eine indische Universität, um in die Tiefen des Ayurveda einzutauchen. Aktuell beginnt sie ihre Promotion über die ganzheitliche Wirkung der Ayurveda- Ernährung. Mehr von Verena findest du hier: www.livinlightly.de.


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