Weniger Stress durch Achtsamkeit

Stress AbbauDer Stressreport Anfang des Jahres wurde viel in den Medien diskutiert und hat unsere Gesellschaft aufgerüttelt. Permanenter Stress und seine Folgen wie Depressionen oder Burn-out gehören zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland und sind oft nur durch lange Therapien kurierbar.

Ich habe vor ein paar Tagen Eva-Maria Röhreke besucht, sie bietet Mindfulness Based Stress Reduction – oder kurz MBSR an, Kurse zur Stressbewältigung durch Achtsamkeit.

Zu Eva kommen Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenssituationen, die alle den Wunsch nach mehr Ruhe und Ausgeglichenheit, demzufolge weniger Stress im Leben haben. Egal ob beruflicher oder auch familiärer Stress, wenn dieser dauerhaft besteht, kann das Resultat Burn-out oder eine chronische Krankheit sein.

MBSR wird häufig als Prophylaxe eingesetzt aber auch bei psychosomatischen Beschwerden. Bei psychosomatischen beschwerden empfiehlt Eva dies nur mit ärztlicher Absprache oder Begleitung. Oft nehmen Betroffene gar nicht wahr, dass sie sich schon seit Langem in einer Stressphase befinden. Häufig machen Familienmitglieder, Freunde oder Kollegen erst auf die Situation aufmerksam, wenn diese erkennen, dass die betroffene Person sich beispielsweise immer mehr zurück zieht, keinen Elan mehr für ein Treffen nach Feierabend oder Sport hat oder auch ständig unter Strom steht. Diese Menschen erkennen und bearbeiten oft ihren Stress erst in einem Kurs.

Was genau ist MBSR?
Mindfulness Based Stress Reduction übersetzt man am Besten mit Stressbewältigung durch Achtsamkeit. Die Methode wurde 1979 an der Universität Massachusetts von Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn entwickelt und beruht auch auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Hirnforschung. Meditation oder auch den Augenblick bewusst wahr zu nehmen, beeinflusst unser Denken und Handeln, z.B. wird Konzentrationsfähigkeit erhöht. Gleichzeitig reduziert das Training Ängstlichkeit, Grübeln und mindert Schlafstörungen genauso gut wie Schlaftabletten. Der Rückfall in eine drepressive Phase wird um die Hälfte reduziert.

Wie verläuft ein MBSR-Kurs?
Ein Kurs erstreckt sich über acht Wochen mit acht Übungseinheiten je 2,5 Stunden, dazu kommt ein wesentlicher Bestandteil des Kurses: Das Üben/ Meditieren zu Hause und damit die Integration in den Alltag. Die Stunden beginnen mit Gesprächen, sowie einem Bodyscan, andere Achtsamkeitsübungen sowie Yoga Asanas und Gruppengespräche folgen. Dabei kann es anfangs sehr schwer sein, den Augenblick wahr zu nehmen. Es kann unangenehm sein, wenn während der Übungen Themen bezüglich Zukunft, Vergangenheit oder Ängste hochkommen. Man lernt seine Bedürfnisse, Wünsche oder auch Reaktionen im Alltag wahrzunehmen und nicht zu be- oder verurteilen. Das Wahrnehmen dieser sonst automatisch ablaufenden Reaktionen bietet die Chance, beim Auftauchen eines Stressauslösers kurz inne zu halten und dem Geschehen eine bewusste, stressfreie Richtung zu geben. Es ist ein sehr heilender Prozess.

Eva hat wie viele Menschen Stress im Berufsleben erfahren und das auch über einen längeren Zeitraum, bis sie merkte, dass sie eine Schwelle überschritten hatte, die ihr nicht mehr gut tat. Sie kann also sehr gut nachvollziehen, welche Probleme ihre Teilnehmer haben. Eva hat letztendlich durch ihre Yogapraxis und ihren Yogaunterricht zu MBSR gefunden. Sie hat erfahren dass vielen Menschen Yoga zu esoterisch ist bzw. die Vorstellung von Räucherstäbchen und Mantren singen abschrecken kann. Da MBSR auch auf Forschungsergebnissen beruht, stehen diese Menschen der Methode zum Stress Abbau aufgeschlossener gegenüber und sind auch bereit die Übungen in den Alltag zu übernehmen. Wer mehr über MBSR erfahren möchte, erhält beim MBSR-Verband  umfangreiche Informationen oder besucht den nächsten Info-Abend von Eva am 25.03.2013 im Kokoro in der Preystraße 4, Hamburg. Neue Kurse starten übrigens im April, August und Oktober.


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About

Anne hat Yoga während ihres Studiums für Germanistik/Kommunikationswissenschaften für sich entdeckt. Ihre Erlebnisse, Gedanken oder auch einfach nur informative Dinge zu Yoga findet ihr auf Annes Blog Wilde Hilde Mag. Dort teilt Anne ihre Erfahrungen in neuen Yogastudios, Wissenswertes über Yoga und News aus der Yogawelt, um euch einen möglichst unterhaltsamen Einblick und Überblick geben. In ihrer Freizeit liebt sie Reisen, Bücher, Zeit mit Freunden und der Familie zu verbringen und viele Blumen in der Wohnung. Schreibt eine Mail an Anne.  


'Weniger Stress durch Achtsamkeit' have 2 comments

  1. 30. September 2013 @ 9:47 Achtsamkeit und die neue Spiritualität

    […] Achtsamkeit wird dabei stets als ein innerer Prozess definiert und wird nicht mit einer bestimmten Technik oder einem transzendenten Ziel besetzt. Denn wir sind entweder achtsam oder wir sind es nicht. Da gibt es keine Lücke. Wenn wir nicht achtsam sind, dann ist das offensichtlich – auch wenn in uns noch die Geschichten von Erleuchtung oder Himmelswesen brodeln, oder wir uns als kosmische Auserwählte fühlen. Der Punkt ist: entweder wir sind achtsam oder wir sind es nicht. Da ist kein Platz uns anzulügen. Viele spirituelle Menschen laufen ja recht blind durch diese Welt – ihr innerer Spiegel hat nur Platz für ihr Gesicht – doch fühlen sie sich getragen von einem skurrilen Gefühl der Besonderheit: „Ich bin auf dem Weg des Erwachens.“ „Ich durchbreche meine Fixierungen.“ „Ich werde bald erleuchtet.“ Nun, Achtsamkeit ist da viel direkter und ehrlicher: Entweder du bist achtsam oder du bist es nicht. Keine Zeit für esoterische Spielchen. […]

  2. 21. Juni 2013 @ 9:47 Wie kann man Achtsamkeit üben? Hier kommen 7 Rituale

    […] Da wundert es ehrlich gesagt niemanden, wenn man sich schon vor zehn Uhr morgens gestresst fühlt und ausserdem verpasst man im Scheuklappenmodus einen Haufen spannender Dinge. Unsere tagtäglichen Handlungen können nämlich entweder “nebenbei” erledigt werden oder von einer gewissen Wertschätzung erfüllt sein und eine besondere Aufmerksamkeit bekommen. Dies nennt man Achtsamkeit.  […]


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