Vollmond und nicht schlafen können

Mondsüchtig: Eine Meditation nach Daddy Osho

Unverschämtheit. Ich kann nicht einschlafen! Das passiert mir so gut wie nie. Es gibt immer etwas, weswegen man müde sein kann, finde ich.

Ich tippe im Dunkeln auf meinem Handy herum, zu faul zum Licht anmachen. Google, mein Freund. „Warum ist es so hell wie in einem OP Saal draußen und das um Mitternacht und warum verdammt kann ich nicht schlafen?“ Das schönste an der Google Suchfunktion ist immer, wenn man feststellt, dass deine doofe Frage schon von anderen Menschen (allerdings mit mehr Rechtschreibfehlern) gestellt wurde. Ich bin nicht allein auf diesem Planeten.

Ha. War ja klar. Fettester Vollmond!

Der Mond und ich haben eine lange und intensive Liebesbeziehung hinter uns. War es früher mit Herzklopfen und feuchten Händen, hält er mich heute nur noch grübelnd wach. Finde ich mies.

Schließlich lege ich mich ins Bett, um schnell in Morpheus’ Arme sinken zu können, damit ich am nächsten Tag nicht nur komplett sinnloses Zeug von mir gebe, die Tochter zur Arbeit fahre und mich ins Gymnasium bringe und zu langsamfahrenden Autofahrern an der Ampel körperliche Gewalt androhe.

Diese Schlaflosigkeit kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, denn ich bin die Beste der besten Schläferinnen of se wöhrld!

Mein ehemaliger Mitbewohner könnte das bestätigen. Wir wohnten damals in unserer 2. gemeinsamen WG zusammen in der Tag- und Nacht lebhaft lauten Schanze über einer Bar. Na gut. Nicht direkt darüber, sondern im 3. Stock. Kopfsteinpflaster, Junkies, die ewig brüllenden Nachbarn vom „Grill International“ und nicht zu vergessen, das sogenannte Szenepublikum der Schanze, was der Meinung war, jeder Abend ist irgendwie Freitag, möbelten diese Geräuschkulisse auf.

Ich schlief. Bei offenem Fenster.

Auch schlief ich offensichtlich durch die Rammsteinparties hindurch, die mein Mitbewohner in seinem Sabbatical Jahr regelmäßig mit mehreren Jungs und vielen alkoholischen Getränken, bei uns zu Hause schmiß. Zumindest erzählt er das bis heute.

Nun ja. All das hilft mir jetzt mal so gar nicht. Wenn ich heute an Rammstein denke, muß ich an das schlimme Tattoo von seiner neuen Freundin denken, der Tochter von… aber lassen wir die Profanitäten.

Ich halte mich in solchen Fällen und in meinem fortgeschrittenen Alter an Daddy Osho. Der hat eine super Einschlaf-Meditation, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

„Den Atem genau wahrnehmen“

„Sei Dir Deines Atems bewußt, währen Du einschläfst. Nimm wahr, wir sich Dein Bauch bewegt, wie die Luft innen die Nase berührt und der Atem durch Deinen Körper fließt. Wenn Du meditierend einschläfst, dann wirst Du auch  meditierend aufwachen. In einer subtilen Weise fährt die Meditationstechnik fort, im Unterbewusstsein zu wirken. Deine ganze Nacht wird zur Meditation. Dein Schlaf wird eine völlig andere Qualität in sich tragen – er wird stiller, entspannter und erfrischender sein.“

Das Wahrnehmen des Atems wird sechs oder acht Stunden lang unterschwellig weitergehen. Am Morgen dann, wenn Du wieder aufwachst, wirst Du erstaunt sein: Du beobachtest Deinen Atem!“

Vielleicht fehlt mir ja wirklich nur die Rammsteingeräuschkulisse. Mhm. Der Plan für eine betreute Alters WG mit meinem ehemaligen Mitbewohner steht jedenfalls schon mal. Und wenn ich dann senile Bettflucht bekomme, kann ich endlich bei den Parties dabei sein.

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Julie Meyer-Christian ist Yogalehrerin, Mantrasängerin und Mama einer hervorragenden Tochter. Am liebsten arbeitet sie an verschiedenen Yogaprojekten, Workshops und Retreats mit ihr gleichgesinnten Seelen und gibt leidenschaftlich gern dynamische Vinyasa Power Yoga Classes, sowie, als Ausgleich, sanftes Yin Yoga. Ihr findet Julie und ihre Projekte hier www.peace-love-yoga.de und hier www.juliaelena.de oder schreib einfach eine Mail an Julie.  


'Mondsüchtig: Eine Meditation nach Daddy Osho' have 2 comments

  1. 18. Juni 2015 @ 9:47 Erfahre hier, wie die Mondpunkte die Emotionen der Frauen beeinflussen

    […]  Mondmeditation nach Daddy Osho […]

  2. 4. Februar 2015 @ 9:47 LUNATICS: RITUALE FÜR NEUMOND UND VOLLMOND | YourYogaLesson

    […] hast du dich noch nicht in einen Zombie-Werwolf verwandelt, aber es fehlt nicht mehr viel: Du schläfst schlecht, deine Laune ist eher miserabel (um nicht zu sagen explosiv) und dein Mann sucht drei Tage vor dem […]


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