Baby Yoga: Warum du mit deinem kleinen Baby Yoga üben solltest

Warum Babys Yoga lieben (und warum du mit deinem Baby Yoga üben solltest)

Yoga und Babys gehören einfach zusammen. Das dachte sich wohl auch die medizinische Anthropologin Franҫoise Barbira Freedman, als sie in den 1980er Jahren begann, Baby Yoga zu entwickeln und in Cambridge die Birthlight Stiftung gründete. Bei dieser Fusion aus Yoga, der indischen Baby Massage und dem Umgang peruanischer Ureinwohner mit ihren Babys, lernen Eltern und Kinder spielerisch Bewegungssequenzen, tiefes Atmen und das gemeinsame Entspannen. Aber wie kann man sich das Ganze vorstellen? Wie machen Babys bitteschön Yoga und warum?

Was ist Baby Yoga?

Es lässt sich am besten so beschreiben: Wer schon mal in den Genuss einer guten Thaimassage kommen durfte, kann sich Baby Yoga vorstellen. Eine Thaimassage für Babys. Die Parallelen kommen nicht von ungefähr, denn die Thai-, oder auch Thaiyogamassage, wird oft auch als “passives Yoga” bezeichnet. Wie auch bei der Thaimassage spielt die Intention, das liebevolle Wohlwollen, eine zentrale Rolle im Yoga für Babys. Natürlich ist so eine Yogastunde viel lebhafter und weniger still als eine Massagesession, aber tatsächlich ist eine Reihe der Bewegungen gleich oder zumindest sehr ähnlich. Arme und Beine werden sanft bewegt, massiert, ausgestrichen, überkreuzt, zueinander gebracht und gedehnt. Babys befinden sich in Rücken-, Bauch- oder Seitenlage und werden manchmal frei durch den Raum bewegt. Mit zunehmender Mobilität der Babys wird dieses passive Yoga immer mehr zum aktiven Yoga – ein unterstützter, eher abhängender Hund wird zu Adho Mukha Svanasana, dem herabschauenden Hund. Es ist wie ein Tanz, den Mütter und Kinder miteinander tanzen. Fließend sind die Übergänge zwischen Aktivität und Entspannung, lautem Lachen (oder Weinen) und Konzentration, Impuls und Reaktion, engem Mama-Baby-Kontakt und der Interaktion in der Gruppe. Den Rhythmus geben Lieder und Reime vor, so wie die Mini-Yogis selbst!

Was kann Baby Yoga?

Gegenfrage: Wer hätte nicht gerne jeden Tag eine Thaimassage? So wie es für uns erwachsene Menschen eine tolle, gesunde Sache wäre, jeden Tag Yoga zu machen und am besten obendrauf noch eine Thaimassage zu empfangen, so können wir den kleinen Yogis mit täglichem Baby Yoga ganz einfach ganz viel Gutes tun! Baby Yoga wirkt auf vielfältige Weise. Hier die Top 5 Gründe, warum es sich lohnt es auszuprobieren:

  1. Die Massage der kleinen Bäuchlein und die Bewegung der Beine helfen gegen Bauchschmerzen. Sie fördern Verdauung, lindern Koliken und lösen Verdauungsprobleme sowie “stecken gebliebene Luft”. Hier wird jeder Pups gefeiert!
  2. Baby Yoga unterstützt die motorische Entwicklung. Den Yogababys werden genau die Impulse gegeben, die sie benötigen, um ihre nächsten Entwicklungsmeilensteine zu erreichen. Die Übungen dehnen sanft, bauen Kraft auf und stimulieren das Gleichgewicht.
  3. Ebenso wird die geistige Entwicklung der Babys gefördert. Singen, Reime und deren Wiederholung helfen Babys bereits früh in ihrer Sprachentwicklung. Bestimmte Bewegungsmuster haben zudem Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns.
  4. Was für viele Eltern ganz reizvoll ist: Die Babys lernen den Wechsel zwischen Aktivität und Entspannen. Sie lernen es, langsam herunterzukommen, um anschließend besser schlafen zu können.
  5. Last but not least: Metta. (Womit wir wieder bei der Thaimassage wären). Metta beschreibt den liebevollen Umgang zwischen Menschen. Beim Baby Yoga haben Mama und Baby ganz in Ruhe, abseits aller Ablenkungen, Frustration und Stress des Alltags die Möglichkeit, die sie verbindende Liebe fließen zu lassen. Diese Liebe stärkt das Bonding zwischen ihnen und führt zur Ausschüttung von Glückshormonen bei Mutter wie auch beim Baby. Die Laune steigt und langfristig ist diese Verbindung eine gute Grundlage für die Entwicklung einer vertrauensvollen und zufriedenen Persönlichkeit.

Wo kann ich Baby Yoga üben?

Was Franҫoise Freedman in den 80ern entwickelte, war nur der Anfang. Baby Yoga wurde über viele Jahre hinweg in Zusammenarbeit mit dem Biomedical Trust in London erarbeitet. Bis heute werden die Übungen und Sequenzen regelmäßig überarbeitet. Nachdem die Kurse und Ausbildungen in England immer zahlreicher und beliebter wurden, schwappte Birthlight auch nach Deutschland, die Niederlande, Österreich, Schweiz, Türkei, Norwegen, Griechenland, bis in die USA, nach Japan, Indonesien, Taiwan, Russland und mehr. In Deutschland gibt es seit 2010 regelmäßig Baby Yoga Teacher Trainings und Kurse. Ausbildungstermine und aktive Lehrer können über die Webseite www.birthlight.de gefunden werden.

Hüftsequenzen

Hüftsequenzen sind Teil jeder Baby Yoga-Stunde und können auch ganz einfach zwischendurch beim Wickeln oder Spielen geübt werden. Sie massieren das Bäuchlein, halten die Hüften flexibel, mobilisieren den unteren Rücken und fördern die Koordination. Die Knie werden parallel Richtung Brust geführt und sanft in den Bauch gedrückt. Variationen: “Scheibenwischer” von Seite zu Seite und kreisende Bewegungen.

Butterflyswing

Etwas ältere Babys lieben es, durch den Raum zu “fliegen”. Das hat einen Grund, denn die Bewegung in alle Richtungen stimuliert den Gleichgewichtssinn und ist damit essenziell zum Laufenlernen. Die Butterflyswing (für die Yogis: quasi Baddhakonasana in der Luft) gehört zu den fortgeschritteneren Übungen und kann ab etwa 6 Monaten geübt werden. Zuerst sollte der Schmetterling am Boden geübt werden. Im nächsten Schritt kann der kleine Schmetterling leicht vom Boden abheben, und wenn er Spaß daran hat und es sich sicher anfühlt, darf er auch etwas höher “fliegen” und hin und her schwingen. Wichtig:  Greife unter Babys Arme hindurch und umfasse fest die Waden. Fixiere Babys Oberkörper fest mit den Unterarmen. Die Übung eignet sich erst, wenn das Kind in der Lage ist, selbst die Hüften auf Höhe der Füße zu halten und nicht nach unten sackt.

Wenn du dich für eine Birthlight-Yoga-Zusatzausbildung interessierst, findest du auf www.birthlight.de alle Ausbildungstermine.


Photo by li tzuni on Unsplash

 

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Barbara ist 35 und lebt mit ihrem Mann und ihrem zwei Jahre alten Sohn in Lund. Mit sechs Jahren stand sie in ihrer Heimat Hamburg das erste Mal im Yogakurs ihrer Mutter auf der Matte und seitdem war Yoga immer für sie da. Seit 2008 selbst Yogalehrerin, liegt es ihr am Herzen, Yoga als lebensbegleitende Praxis weiterzugeben. Jede Veränderung im Leben fordert Veränderung in der Yogapraxis, jede Bewegung auf der Matte bewegt – wenn manchmal auch nur klitzeklein – etwas im Leben. Sie ist Birthlight-Lehrerin für Baby Yoga, Prä- und Postnatalyoga, und bringt diese Ausbildungen als Kurskoordinatorin für Birthlight regelmäßig nach Deutschland.


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