Warum Meditation eine entspannte Mama aus dir macht

Ich setze mich auf mein Meditationskissen und weiß, dass die nächsten Minuten mir und nur mir gehören. Mein ganzer Körper weiß bereits, was ihn erwartet und freut sich schon darauf. Da höre ich das Rufen: „Mamaaaa!“. Ich stehe auf und ziehe der Puppe den Strampelanzug an/hole das Playmobilschiff herunter/schneide einen Apfel auf.  Aber dann, nichts wie hin auf das Meditationskissen!

Mein persönlicher Luxus, auf den ich unter keinen Umständen mehr verzichten möchte

Mein Alltag brach zusammen als die Kinder 5 und 1,5 Jahre alt waren. Mein Mann war beruflich unterwegs. Und ich wusste nicht mehr wo ich anfangen sollte mit allen Dingen, die ich so unbedingt machen musste. Schließlich saß ich heulend am Küchentisch. Mir war eingefallen, dass ich noch einen Deo kaufen musste. Eine Aufgabe, die mich komplett überfordert zusammenbrechen ließ.

Gefühlt hatte ich es schon lange, aber in dem Moment war es sonnenklar: Ich musste etwas ändern

Und zwar jetzt, nicht erst in ein paar Tagen oder Wochen. Also habe ich mich am nächsten Tag auf ein Sofakissen gesetzt und 10 Minuten auf meinen Atem konzentriert. Und am nächsten Tag wieder. Und am nächsten wieder. Das mache ich jetzt seit über zwei Jahren und es ist mein täglicher Urlaub der mir hilft, meinen Alltag mit Gelassenheit zu genießen.

Die Mediation ging natürlich nicht sofort gut. Die ersten Tage (oder Wochen?) war es echt schwierig, denn mein Gedankenkarussel, für das ich seit Jahren nicht mehr den Aus-Knopf bedient hatte, hat sich ordentlich im Kreis gedreht.
Aber nach und nach habe ich die Veränderung gemerkt. Und zwar nicht nur beim Meditieren, sondern vor allem in meinem Alltag.

Hier sind drei gute Dinge, die entstehen, wenn Mamas meditieren:

1. Geduld
Ich bin ein ungeduldiger Mensch. Und das sehe ich jetzt oft in meinem Sohn, der vor allem mit sich selber keine Geduld hat. Ich weiß nicht mehr wann es anfing, dass ich das Gefühl hatte, meinem Leben nur noch hinterherzuhetzen. Aber seitdem ich meditiere habe ich den Eindruck, ich kann mein Leben auf Zeitlupe stellen. Ich muss nicht mehr auf alles, was auf mich einprasselt, sofort reagieren. Und deshalb kann ich auch geduldiger sein. Mit den Kindern, mit meinem Leben, mit mir selber.

2. Im Moment sein
Wenn ihr gerade erst sehr kleine Kinder habt, dann könnt ihr es sicher schon nicht mehr hören: „Das geht so schnell vorbei!“. Aber so ist es. Die Zeit mit den Kindern geht tatsächlich schnell vorbei.  Normalerweise sind wir mit unseren Gedanken entweder in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Beides ist sinnlos. Das eine können wir nicht mehr ändern und das andere noch nicht wissen. Alles was real ist, ist dieser Moment. Ich möchte die Augenblicke mit meinen Kindern genießen und nicht durch die Sorgen und Gedanken, die mir im Kopf herumkreisen, verpassen.

Durch die Meditation habe ich gelernt, im Moment sein zu können. Und zwar in jedem Moment, in den guten, die ich dann total genießen kann. Und in den schlechten, wo der einzige Weg heraus, der Weg mitten hindurch ist.

3. Situationen akzeptieren
Der geschäftliche Termin ist seit Wochen geplant, die Teilnehmer kommen nicht aus deiner Stadt, dein Mann auf Geschäftsreise und… das Kind wacht auf und spuckt. Keine Chance, es heute in die Kita zu bringen. Durch die Meditation habe ich gelernt Situationen zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann. Klar ärgere auch ich mich kurz. Aber das geht zum Glück schnell vorbei und ich kann mich darauf fokussieren, eine Lösung zu finden.

Nicht immer ist diese dann ideal und manchmal hat sie auch die Konsequenz, dass ich die ursprüngliche Planung überhaupt nicht umsetzen kann. Dann besinne ich mich auf die ersten beiden Punkte: Geduld und im Moment sein. Und es können schöne Tage werden, die ich richtig genießen kann. So viel ungeplante und unverplante Zeit mit dem Kind, dafür bin ich manchmal richtig dankbar!

 

Meditation hat tatsächlich mein Leben verändert. Und zwar nicht mit einem großen Knall, sondern in vielen kleinen Schritten. Ich bin sehr gespannt, wo es mich auf der Reise mit meinen Kindern noch hinführt! Ich hoffe, ich konnte euch mit meiner Erfahrung zum Meditieren inspirieren.

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Maite ist ausgebildete Meditationslehrerin und zertifizierter ganzheitlicher Gesundheitscoach. Sie liebt und lebt das genussvoll gesunde Leben. Außerdem ist sie selbstständige Filmproduzentin, Geschäftsführerin der Ella Filmproduktion GmbH und Mutter von zwei Kindern. So kann sie aus täglicher Erfahrung über die Herausforderungen von Achtsamkeit und Meditation im Alltag sprechen. Der rote Faden ihrer Arbeit ist Menschen auf vielfältige Weise zu inspirieren und zu berühren. Sie bietet einen Onlinekurs „Meditation für Mamas“ an, Informationen gibt es unter www.meditationfuermamas.de


'Warum Meditation eine entspannte Mama aus dir macht' have 2 comments

  1. 8. August 2016 @ 16:03 Kathrin

    Vielen Dank für diesen herrlich ehrlichen und inspirierenden Artikel, Maite!

  2. 16. August 2016 @ 23:17 Maite Woköck

    Sehr gerne, liebe Kathrin! Es freut mich, wenn er dich inspiriert.


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