Den Körper endlich lieben lernen: Wege zu einem liebevollen Körperbewusstsein

Wege zu einem liebevollen Körperbewusstsein

Als ich im Sommer in der Schlange vor dem Eisladen stand um mir und meiner Tochter ein Eis zu kaufen, standen vor mir drei junge Frauen. Die ersten beiden bestellten sich zwei Kugeln Eis. Die Dritte jedoch bestand darauf, nur eine Kugel zu essen und zwar im Becher. Als die Verkäuferin ihr einen Waffelkeks dazugeben wollte rief sie: “Neeein!“ Die Verkäuferin zuckte erschrocken zurück. „Sonst esse ich die auch noch…“ erklärte sich die Frau.

Ich glaube, der jungen Frau geht es wie vielen Frauen. Ich fühle mich seit meiner Teenagerzeit zu dick. Ich habe wenige offizielle Diäten gemacht, war aber quasi täglich auf Diät, denn ich habe selten ohne Schuldgefühle gegessen. Oder ich musste „Ausrutscher“ wieder „gutmachen“.

Es war ein ständiges Aufwiegen, was ich essen darf und kann.

Auch in meiner Arbeit als Gesundheitscoach arbeite ich mit vielen Frauen und völlig egal wie deren Körper aussieht, zufrieden war keine. Und zwar völlig unabhängig davon, ob ihr Körper dem heutigen „Schönheitsideal“ entsprach oder nicht.

Das macht mich traurig und wütend. Wer hat uns eigentlich eingeredet, dass unsere Körper nicht gut genug sind? Dass wir nicht gut genug sind? Und dass das tolle Leben erst anfängt, wenn wir 5/15/25 kg weniger wiegen?

Ich bin es einfach leid, mir leckeres Essen zu versagen und meine Energie darauf zu verschwenden mir darüber Sorgen zu machen, wie ich aussehe, wenn es so viel schönere Sachen gibt, die ich machen kann.

Wir können uns nicht in eine Form hassen, die wir dann lieben werden

Deshalb wage ich gerade ein Experiment: Ich nehme mich an, wie ich bin. Jetzt gerade, in diesem Moment, egal wie ich aussehe. Ich möchte gut für meinen Körper sorgen, weil ich ihn mag. Und nicht umgekehrt.

Hier sind drei von vielen Schritten, die ihr unternehmen könnt um euch auch auf den Weg zu einem liebevollen Körperbewusstsein zu machen:

1. Stop the Media!
Als Filmproduzentin kann ich es eigentlich nicht mehr hören, dass die bösen Medien an allem Schuld sind. Und doch, jedes Mal wenn ich eine Frauenzeitschrift lese (egal welche), fühle ich mich danach nicht gut genug. Weil meine Haut noch praller, mein Körper noch straffer und ich sowieso noch besser sein könnte. Ach ja, und das alles mit dem Apfelkuchen, dessen Rezept auf Seite 88 steht. Für die ersten Wochen oder Monate auf dem Weg deinen Körper zu lieben, versuch es mal ohne Webseiten oder Zeitschriften mit Diättipps. Es gibt ja Alternativen, dieser Blog ist das beste Beispiel.

2. Sieh dir unterschiedliche Körpertypen an!
Als ideales Körperbild wird uns quasi nur eine Möglichkeit angeboten: groß, schlank, blond, große Brüste, makellose Haut. Schön, wenn du so aussiehst. Auch schön, wenn nicht. Es gibt online mittlerweile genug Möglichkeiten, sich mit verschiedenen Körpertypen auseinanderzusetzen und sie einfach überhaupt erst mal zu sehen – und zwar als attraktiv und schön und ganz einfach normal!  Ein toller instagram Account ist der von Body Posi Panda. Viele verschiedene Körpertypen (hauptsächlich von Müttern) gibt es bei Jade Bell Photography zu sehen.

3. Hör auf, zu verurteilen!
Wir sind permanent dabei die Menschen, die wir treffen und uns selber für alles was wir tun, denken und vor allem wie wir aussehen, zu beurteilen und letztlich damit zu verurteilen. Und die schlimmsten Kritiker von uns sind wir selber.  Du solltest mit dir sprechen, wie mit deiner besten Freundin. Fange damit an die Gedanken, die du über dich und andere hast, wahrzunehmen. Wenn du die negativen, verurteilenden Gedanken „hörst“, denkst du einfach das Gegenteil. Du musst noch nicht glauben, dass es wahr ist. Versuche es erst einmal so. Wenn du denkst „Ich kann das nicht tragen, ich bin zu dick!“ ersetzt du den Gedanken z. B. mit „Ich fühle mich wohl und bin gut genug so, wie ich bin!“. Je öfter du dein Gehirn trainierst, desto einfacher wird es. Und irgendwann wirst du sehen, dass es stimmt!

 

Sei geduldig mit dir. Die Veränderung von Verhaltensweisen und Gedankenmustern, die wir zum Teil schon seit Jahren mit uns herumschleppen passiert nicht über Nacht.

Vor wenigen Tagen durfte ich die Früchte meines eigenen Weges ernten. Ich saß in der Meditation und meine Meditationslehrerin leitete eine Übung an, in der wir unsere Hände auf den Bauch legen sollten. Ich habe einen Bauch, dem man die zwei Kinder und die Schokolade in meinem Leben ansieht und so fühlt er sich auch an: weich. Ich habe gemerkt, wir sehr ich mich freute, ihn zu spüren. Es ist alles gut so, wie es ist.

Weitere Wege zur Selbstliebe gibt es in dem E-Book von Maria Christina Gabriel „Anleitung zur Selbstliebe“ und auch in dem Buch Embrace von Taryn Brumfitt.

 

In 2017 biete ich den Online-Kurs „Endlich satt!“ an, in dem wir Meditieren und Aufgaben und Gedankenimpulse für ein liebevolles Körperbewusstsein und ein sattes Leben bekommen. Mehr Infos gibt es hier.

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Maite ist ausgebildete Meditationslehrerin und zertifizierter ganzheitlicher Gesundheitscoach. Sie liebt und lebt das genussvoll gesunde Leben. Außerdem ist sie selbstständige Filmproduzentin, Geschäftsführerin der Ella Filmproduktion GmbH und Mutter von zwei Kindern. So kann sie aus täglicher Erfahrung über die Herausforderungen von Achtsamkeit und Meditation im Alltag sprechen. Der rote Faden ihrer Arbeit ist Menschen auf vielfältige Weise zu inspirieren und zu berühren. Sie bietet einen Onlinekurs „Meditation für Mamas“ an, Informationen gibt es unter www.meditationfuermamas.de


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