Wie du dir deinen eigenen #selfcaresunday einrichtest

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da war ich darauf ausgerichtet immer nur abzuliefern, zu leisten und zu produzieren. Ruhe oder Pause gab es keine, im Gegenteil, eine solche sah ich als unnützes Faulenzen und vergeudetet Zeit. Je mehr ich lieferte und rannte, desto mehr musste ich mit der Zeit allerdings auch feststellen, wie ich immer ausgebrannter wurde, mir selbst kleine Aufgaben zu viel wurden und die Motivation immer geringer wurde.

Auf der Suche nach einer Lösung für mein Problem, stieß ich auf den Begriff „Selfcare“ und begann mich intensiver damit zu beschäftigen.


Selfcare oder Selbstfürsorge was ist das eigentlich?


“Der Begriff der Selbstfürsorge beinhaltet den sorgsamen Umgang mit den eigenen Bedürfnissen, Gefühlen und Ressourcen.”
– Erika Blitz, psychologische Psychotherapeutin

Offensichtlich hatte ich meine Bedürfnisse nach Ruhe, Pause und Erholung als Schwäche abgetan und war mit meinen Ressourcen alles andere als sorgsam umgegangen, was dazu führte, dass ich mich am Ende müde und erschöpft fühlte. Ich entschloss mich dazu mein Verlangen nach Ruhe auch als solches zu akzeptieren und mir die Auszeiten zu gönnen, die ich brauchte. Ich muss zugeben, das war am Anfang alles andere als einfach und auch heute, muss ich mich noch ab und zu dazu zwingen bewusste Pausen einzulegen und kämpfe dabei mit dem schlechten Gewissen, dass ich ja eigentlich „produktiv“ sein sollte.

Am meisten dabei geholfen hat mir, das Einrichten eines fixen Tages für mich, denn wenn etwas als fixer Termin in meinem Kalender steht, überliste ich mein schlechtes Gewissen und sehe es dadurch nicht mehr als faulenzen sondern mehr als Investition in mich selbst an. Denn genau das ist Selfcare – eine wunderschöne Investition in dich selbst. Deshalb möchte ich dir heute davon erzählen, wie ich meinen eigenen #selfcaresundayeingerichtet habe und dir Tipps geben, wie du dir deinen ganz persönlichen einrichten kannst.

Warum #selfcaresunday?

Es muss natürlich nicht der Sonntag sein, aber ich persönlich finde, dass es am Wochenende oft einfacher ist, sich Zeit für sich selbst zu nehmen als unter der Woche. Es kann natürlich auch ein #selfcaresaturday sein oder jeder andere beliebige Tag, an dem du dir wirklich Zeit für dich selbst nehmen kannst.


So richtest du dir deinen persönlichen #selfcaresunday ein


Mach nur Dinge, die dir Spaß machen

Ein Tag voller Selbstfürsorge kann für jeden anders aussehen. Vielleicht liest du gerne, oder verbringst Zeit in der Natur. Versuche wirklich herauszufinden, was DU gerne machst. Nur weil für andere Selfcare ein heißes Wannenbad bedeutet, muss es das nicht für dich tun, wenn du nach zwei Minuten im warmen Wasser am liebsten schon wieder raus möchtest.

Der Schlüssel zu einer Selfcare-Routine ist es, Dinge zu finden, die dich wirklich erfüllen und auf die du dich schon die ganze Woche freust. Experimentiere gerne und probiere verschiedene Sachen aus. Vergiss nicht, bei deiner Selfcare-Routine geht es nur um dich und nicht um irgendwelche Sachen, die vielleicht gerade Trend auf Instagram sind.

Gib deinem #selfcaresunday einen festen Platz in deinem Terminkalender

 Ich gehe davon aus, dir geht es ähnlich wie mir und du tust dir schwer eine Routine zu etablieren, wenn du es dir nicht fest vornimmst und es nicht fest in deinem Kalender verankerst.

Mach Selfcare zu einem nicht-verschiebbaren Termin in deinem Kalender. Es muss nicht gleich ein ganzer Tag sein, wenn es für dich nicht passt. Es können auch ein paar Stunden am Sonntag sein oder sogar eine halbe Stunde jeden Morgen und eine halbe Stunde jeden Abend, die du dir nur für dich nimmst.

Weihe am besten deine Familie darin ein und teile dein Vorhaben mit ihnen, damit du nicht dabei gestört wirst.

Wenn du vorplanst und deiner Selbstfürsorge einen fixen Platz in deinem Leben einräumst, wird es einfacher.


Keep it simple


Wie gesagt, es muss nicht gleich ein ganzer Tag sein, auch wenn das natürlich wunderschön ist.

Was für mich ein Gamechanger war und noch immer ist, war die Veränderung meiner Einstellung. Ich sah Selfcare zunächst als weitere Verpflichtung an und hatte ein schlechtes Gewissen dabei mir Zeit für mich zu nehmen. Heute sehe ich es von dem Standpunkt, dass es ein notwendiger Teil meines Lebens ist und dass ich, wenn ich mir diese Zeit nicht nehme, nicht die notwendige Energie habe meine Aufgaben auch gut zu erledigen.

Deine Selfcare-Routine muss weder lange oder teuer noch kompliziert sein. Der einzige Sinn dahinter ist es, dass du dich erholst und neue Kraft tankst – also mach es so simpel, wie nötig, damit es zu dir und in dein Leben passt.


Bleib flexibel


 Eine Routine ist dazu da, um sich dazu zu bekennen und sie auch durchzuziehen, es gibt aber auch Momente und Tage an denen es einfach nicht möglich sein oder sich nicht richtig anfühlen wird und das ist auch total in Ordnung. Man darf in solchen Momenten nicht zu hart zu sich selbst sein, keiner ist perfekt.

Wenn es also zu deiner persönlichen Selfcare gehört, dass du dich bewegst, bleib flexibel in der Ausführung. Es wird Tage geben, an denen du Zeit hast eine Stunde laufen zu gehen, es wird aber auch wieder Tage geben, an denen du es vielleicht nur zu fünf Sonnengrüßen schaffst.

Egal ob du gerade erst damit beginnst dir deinen persönlichen #selfcaresunday aufzubauen oder versuchst wieder reinzukommen, diese Tipps werden dir jedenfalls dabei helfen eine Art der Selbstfürsorge zu entwickeln, die dir neue Energie und Erholung bringt.

Hast du bereits ein ganz persönliches #selfcaresunday Ritual? Oder bist du gerade erst dabei dir eines anzueignen? Erzähl mir davon, ich freu mich auf den Austausch mit dir.

Photocredit: Thought Catalog via Unspalsh.com

In diesem Artikel geht lernst du, wie du dir deinen ganz persönlichen Selfcare-Sunday einrichten kannst und welche Vorteile dieser mit sich bringt.
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Julia ist ehemalige Juristin aus Österreich, die ihre Berufung in Yoga, dem Schreiben und einem kreativen Leben gefunden hat. Am glücklichsten ist sie, wenn sie nach dem Surfen in ihrem home away from home Bali barfuß am Strand spazieren und aufs Meer starren darf. Julia liebt kraftvolles Vinyasa Flow Yoga, betreibt selbst den Yoga & Lifestyle Blog www.yogaandjuliet.com, unterrichtet in Wien Yoga und veranstaltet Yoga Retreats.


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