Alles, was du als Yoga Anfänger wissen musst

Alles, was du als Yoga Anfänger wissen musst

Der erste Eindruck, den Yoga Interessierte- und Anfänger vom Yoga bekommen, ist heutzutage geprägt durch Abbildungen und Berichte in so ziemlich allen Arten von Frauenzeitschriften: Schöne, junge und meist sehr schlanke Frauen, posierend in unglaublichen „Verbretzelungen“, den Asanas.

Oha, mag sich die eine oder andere beim interessierten Betrachten denken und an sich herabschauen. Kann ich das überhaupt? Oder mache ich mich total zum Horst in meiner ersten Yogastunde?

Eine Frage, die man häufig von Yoga Anfängern hört, ist: Muss ich für Yoga sehr flexibel sein? Und im Nachgang wird oft noch nachgeschoben, dass man „mit den Fingern nicht an die Zehen“ kommen würde und sonst auch recht „ungelenkig“ sei.

 

Die gute Nachricht für Yoga Anfänger ist: Jeder kann Yoga praktizieren

 

Yoga ist nicht nur für Ex-Tänzerinnen und rhythmische Sportgymnastinnen mit Hang zur Esoterik. Egal, wie Dein Köper geformt ist, egal wie groß oder wie klein Du bist, für flexibel oder unflexibel Du Dich halten solltest: Wenn Du ein- und ausatmen kannst, kannst Du Yoga üben! Dein Körper wird in jedem Fall von der Yoga Praxis profitieren.

In dem schier undurchschaubarem Dschungel der verschiedenen Yoga Stile kann man leicht den Überblick verlieren. Suchst Du nach mehr Entspannung und einem sanften Einstieg ins Yoga, bist Du mit einer „Hatha“ Yoga Class gut beraten. Wenn Dir bei dem Wort „Entspannung“ schon die Füße einschlafen, liegt Dir vielleicht eine dynamischere Form, wie Ashtanga, Power Yoga oder das fließende Vinyasa Yoga eher.

 

Was du am Anfang beachten solltest:

 

  • Auf (fast) leeren Magen üben: Möglichst bis zu 2 Stunden vor der Stunde kein Schwein auf Toast oder eine Sahnetorte essen.
  • Geübt wird in lockerer Kleidung und barfuß. Es empfiehlt sich das Oberteil etwas eng anliegender zu wählen, so rutscht es in Umkehrpositionen nicht herunter und man ist weniger versucht, an seiner Kleidung herumzuzuppeln und kann sich besser auf seinen Körper und die Atmung konzentrieren.
  • Im Doppelpack: Zur ersten Probestunde am besten Deine Freundin, Mutter, Schwägerin oder Deinen Freund/Mann motivieren und mitnehmen. Das senkt die Hemmschwelle und macht zusammen gleich doppelt so viel Spaß.
  • Nicht schüchtern sein! Komm vor Deiner ersten Yogastunde 10-15 Minuten früher in das Studio. So hat der Lehrer Zeit für Deine Fragen und Du kannst ihm/Ihr auch von eventuellen Vorerkrankungen erzählen, damit er/sie in der Praxis genau darauf eingehen kann.
  • Nichts übertreiben! Im Yoga wird man sanft zur eigenen Körperwahrnehmung zurückgeführt. Wir lernen wieder die subtilen Signale unseres Körpers wahrzunehmen und die eigenen Grenzen zu wahren. Indem wir lernen, wie tief wir in einer Asana gehen können und merken, was uns nicht gut tut, senken wir das Verletzungsrisiko.
  • Vergleiche Dich nicht mit Deiner Mattennachbarnin! Jeder Mensch hat einen einzigartigen Körper und völlig verschiedene Vorraussetzungen. Auch wenn man am Anfang versucht ist, z. B. in Adho Mukha Shvanasana (dem Herabschauendern Hund) nach links oder rechts zu lunsen, um zu sehen, was die neben einem so turnen, ist man gut beraten, es zu lassen. Erstens ist es irrelevant, ob Deine Mattennachbarin sich den linken Fuß hinter das rechte Ohr knoten kann, zweitens verlierst Du Deine Konzentration auf die Praxis, Deinen Körper und Deine Atmung und damit Deinen Fokus und könntest Dich drittens verletzen, wenn Du versuchen solltest, Deine Mattennachbarin nachzuahmen oder gar übertrumpfen zu wollen.

 

Yoga ist die Zeit, in der es nur um dich geht

 

Im Yoga geht es nicht darum, wer sich besonders toll verbiegen kann oder besonders lange eine Asana halten kann. Es gibt keinen Applaus, keine Medaille und kein Schulterklopfen am Ende der Class von Deinem Yogalehrer.

Yoga ist vor allem für Dich allein, denn nur Du steckst in Deinem Körper und seinen einzigartigen Vorraussetzungen. Versuche den Punkt, von dem Du startest zu akzeptieren und nicht zu verteufeln.

Letzten Endes heißt es für Yoga Anfänger wirklich: ausprobieren. Teste mehrere Yoga Stile und Studios aus und DEIN Yoga wird auch Dich finden.

 

„Do your practice and all is coming.“
Sri K. Pattabhi Jois

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Credit: Photo by Feereeshteeh on Unsplash.com – dieser Artikel erschien im Original am 6. Feb 2013

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Yoga Anfänger haben oft Sorge, dass sie nicht sportlich, flexibel oder schlank genug sind.
Author

Julie Meyer-Christian ist Yogalehrerin, Mantrasängerin und Mama einer hervorragenden Tochter. Am liebsten arbeitet sie an verschiedenen Yogaprojekten, Workshops und Retreats mit ihr gleichgesinnten Seelen und gibt leidenschaftlich gern dynamische Vinyasa Power Yoga Classes, sowie, als Ausgleich, sanftes Yin Yoga. Ihr findet Julie und ihre Projekte hier www.peace-love-yoga.de und hier www.juliaelena.de oder schreib einfach eine Mail an Julie.  


'Alles, was du als Yoga Anfänger wissen musst' has 1 comment

  1. 10. August 2015 @ 9:47 Sabrina

    Hallo Julie!
    Super Artikel! Ich will auch unbedingt mal mit Yoga anfangen und deine Worte haben mich da total drin bestärkt!
    Ich hab mich jetzt auch in meinem Studio angemeldet und brauch dafür aber noch eine Matte. Die gibts doch in verschiedenen Stärken usw oder? Oder ist das eher nebensächlich?
    Ich hatte da sowas gefunden https://www.kuebler-sport.de/yoga-matte.html. Die war dort in dem Laden nicht so teuer. Meinst du das ist ok oder sollte es doch eine teurere sein? :/
    Ich freu mich auf deine Antwort!
    Liebe Grüße
    Sabrina


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