Wo ist das echte Yoga auf Social Media - lasst uns authentisch sein.

Wo ist das echte Yoga auf Social Media?

Vermutlich kennst du das folgende Szenario…. Du greifst am Morgen zum Handy, öffnest Instagram, scrollst durch deinen Feed, siehst etliche Fotos von perfekten Yogis in Positionen, die den Eindruck vermitteln, dass sie ohne Knochen geboren wären und legst danach frustriert das Handy, mit dem Gedanken im Kopf, weg:

„So ein toller Yogi werde ich nie, vielleicht ist Yoga doch nicht das Richtige für mich!“

 

Yoga auf Social Media

 

Wenn wir uns auf Social Media Plattformen herumtreiben, bekommen wir schnell das Gefühl, dass Yoga nur etwas für extrem biegsame, dünne, wunderschöne Frauen in ihren 20ern oder 30ern ist, die knappe oder besonders enganliegende Yogakleidung tragen oder?

Wo aber sind die Fotos aller anderen? Wo sind die Fotos der kurvigeren Yoginis, der verschwitzten Gesichter nach anstrengenden Power-Yogastunden, der Gammeloutfits mit denen wir zu Hause Yoga machen, der älteren Menschen die Yoga machen?

Social Media vermittelt uns schnell den Eindruck, dass man perfekt sein muss, um ein guter Yogi zu sein und was nach dem Durchscrollen des Instagram-Feeds zurückbleibt ist das Gefühl, des nicht-genug-Seins und Frustration über die eigene Yogapraxis.

 

Yoga abseits von Social Media

 

Abseits von Social Media sieht es in den meisten Fällen allerdings anders aus. Die wenigsten von uns sind von Natur aus mit einem extrem biegsamen Körper gesegnet und wir machen auch nicht jeden Tag in einem hübschen, neuen Outfit vor irgendeiner anderen Traumkulisse Yoga.

Viele unserer Körper sind auch gar nicht für alle Positionen gebaut oder sie werden bestimmte Asanas aufgrund körperlicher Gebrechen nie ausüben können. Nehmen wir zum Beispiel mich, ich werde viele Armbalancepositionen nie oder nur nach jahrelanger Praxis ausüben können, da meine Arme viel zu kurz sind.

Ich wurde sogar schon von Yogalehrern als Praxisbeispiel herangezogen. Oder jemanden der nach einem Bandscheibenvorfall erst langsam wieder an körperliche Aktivitäten herangeführt werden muss…..

 

Social Media als Inspiration

 

Social Media diente ursprünglich dem gegenseitigen Austausch. Instagram war für mich immer dazu da mich inspirieren zu lassen aber keinesfalls dazu, dass ich mich nach dem Konsum schlecht fühle. Ich für meinen Teil habe schon vor langer Zeit damit begonnen Accounts, die mir nicht gut tun und die in mir ein negatives Gefühl auslösen zu entfolgen.

Ich liebe die schönen Bilder von ästhetischen Yogaposen immer noch, aber wenn ich bei einem Account das Gefühl bekomme, dass alles nur mehr gestellt ist und die Person keinerlei Echtheit und Authentizität vermittelt, drücke ich mittlerweile schneller auf den „Entfollow“ Button als du „Like“ gesagt hast.

Ich gebe zu, dass ich selbst primär Accounts folge, die meinem ästhetischen Anspruch gerecht werden, denn ein Feed voller verschwitzter Gesichter würde mir auch nicht gefallen aber ich folge keinen Accounts von Personen mehr, die so tun als hätten sie keine Makel und nie auch nur irgendeine Schattenseite präsentieren oder ein Gefühl der Echtheit vermitteln.

Deshalb ein kleiner Anstoss für dich – entfolge Accounts, die bei dir ein negatives Gefühl hervorrufen, poste doch auch einmal die nicht so perfekten aber dafür realen Yogamomente, ohne Make-Up und Filter. Denn sind wir uns ehrlich, was gibt es Schöneres als den natürlichen After-Yoga-Glow.

Was sind deine Gedanken zu Yoga auf Social Media?

Ich freue mich sehr auf deine Kommentare und Austausch zu diesem vermutlich doch sehr kontroversen Thema.

Photocredit: Patrick Schneider via Unsplash.com

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Julia ist ehemalige Juristin aus Österreich, die ihre Berufung in Yoga, dem Schreiben und einem kreativen Leben gefunden hat. Am glücklichsten ist sie, wenn sie nach dem Surfen in ihrem home away from home Bali barfuß am Strand spazieren und aufs Meer starren darf. Julia liebt kraftvolles Vinyasa Flow Yoga, betreibt selbst den Yoga & Lifestyle Blog www.yogaandjuliet.com, unterrichtet in Wien Yoga und veranstaltet Yoga Retreats.


'Wo ist das echte Yoga auf Social Media?' have 2 comments

  1. 4. Dezember 2018 @ 9:47 Katharina

    Namasté
    Du wählst deine Worte immer so schön und auf den Punkt genau. Ich bin eine sehr kurvige Yogini und stehe dazu. Dank Yoga und all den tollen Menschen die ich dadurch kennelernen durfte wie dich und die liebe Silja von Glücksplanet zum Beispiel oder aber auch die liebe Nicole Dechow. Ihr habt mir gezeigt das es kein Perfekt gibt und das man sich selber wohl fühlen muss. Ich habe auch ordentlich aussortiert bei Insta und mir gehts besser.
    Ich danke euch das ihr so tolle Menschen seit und uns zeigt wie schön es sein kann wenn man sich selber achtet und liebt.
    Liebe Grüße Katharina

  2. 3. Dezember 2018 @ 9:47 Carla

    ein sehr interessanter Beitrag! Ich liebe zwar schöne Yogafotos mit toller Kulisse, dies aber auch rein als Inspiration. Generell muss man sich klar machen, dass Social Media oft nicht wirklich dem realen Leben entspricht. Ich folge deshalb gerne authentischen Accounts, die auch mal ein nicht perfektes Bild hochladen. ;)

    Liebe Grüsse
    Carla
    https://carlakatharina.com/


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